Literaturgefluester

2014-08-20

Die Herbstneuerscheinung

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:06

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Jetzt kommt ein Buch, das nicht auf der dBp Longlist steht, mir aber trotzdem wichtig ist, denn, wie hat Harry Mulisch einmal gesagt, daß ihm sein schlechtestes Buch am liebsten ist, weil es von ihm ist und meine Selbstgemachten sind auch nicht so schlecht, sie stehen nur ein wenig außerhalb des Literaturbetriebs, deshalb werden sie von mir beworben, beziehungsweise, die drei Räteselfragen, mit denen man das Buch gewinnen konnte, jetzt aufgelöst.

1. Es geht in dem Buch, wie schon der Name sagt, um drei Brüder. Um Konrad, Jonas, Benjamin Wohlfahrt und um eine Tochter, die im Nachlaß ihrer überraschend verstorbenen Mutter, ein Foto von drei jungen Männern findet, die in Badehosen am Stand von Bibione stehen.

2. Die Aktion war der “Nanowrimo” und das durchgeschummelt bezieht sich darauf, daß ich schon eine Woche vor dem ersten November zu schreiben angefangen habe und dann auch dementsprechend schneller fertig geworden bin.

3. Wenn ich mich nicht irre, ist des 33. Selbstgemachte, bis dreißig kann man hier nachzählen, dann kommen das “Literaturgeflüstertextebuch” und die “Dreizehn Kapitel”.
“Anna kämpft gegen das Vergessen” wartet noch aufs Fertigwerden und die “Innere Stadt” und “Im Namen des Vaters” werden noch geplant, geschrieben, recherchiert, verworfen, etc.
Und das Buch, das in der “Edition Wortbrücke” des berühmten Jack Unterweger herausgekommen ist, sind die “Hierarchien oder Kampf der Geräusche”

So das Gewinnspiel ist hiermit abgeschlossen, wer jetzt das Buch lesen will, muß es sich zum leichtaufgerundeten Selbstkostenpreis von 6 Euro plus Porto kaufen, er kann es aber auch im Wiener Literaturhaus und in der Nationalbibliothek versuchen, denn dahin habe ich meine Pflicht-und Fleißexemplare gerade abgeschickt, mir eine Rezension für das “Literaturgeflüster”, den eigenen Blog, die FAZ, die TAZ, ect, schreiben und auf der Homepage gibt es auch schon das Probekapitel zum Einlesen und Neugierigwerden zu finden.
Die Schreibberichte gibt es auch, denn seit ich einmal, als ich gerade an den “Zwillingswelten” schrieb und ein bißchen klagte und jammerte, von einer Leserin die Reaktion bekam, daß ich, sowas wie unverständlich schreibe und dadurch der Literaturwelt entsetzlich schade, habe ich zum besseren Verständnis wegen, die Schreibberichte immer verlinkt und in der Vorschau zusammengefasst.
Ein bißchen kann ich das für die, denen es zu mühsam ist, da jetzt extra nachzuschauen, auch noch tun.
Die Idee über drei Brüder zu schreiben, habe ich schon lang, denn da gab es zu meinen Studenten und jungen Psychologinzeiten einen Hausarzt, einen Psychiater und einen Soziologieprofessor in Wien, die mir sozusagen als Vorbild dienten.
Ein bißchen habe ich das dann auch schon in der “Begrenzten Frau” versucht, das Thema war aber noch nicht ganz abgearbeitet, so habe ich letzten Herbst damit angefangen mit einer jungen Frau, der Barbara Haydn, zu beginnen, deren Mutter plötzlich eine Stiege hinunterfällt und die in ihrem Nachlaß ein Foto von drei jungen Männern findet, von denen einer womöglich ihr Vater ist.
Auf die Idee mit dem Sturz bin ich während der Septemberschreibegruppe mit Robert, Ruth, Ilse und Fritz, etc gekommen, denn da war “Sturz” das Thema, sonst hätte ich wahrscheinlich an einen Krebs oder einen Schlaganfall gedacht.
In der Oktobergruppe war dann das Thema “Schwimmen” und so bin ich auf die Idee gekommen, der Renate Haydn eine eigene Stimme zu geben, denn zu diesem Zeitpunkt habe ich ja noch nicht wirklich an dem Text geschrieben, sondern am “Literaturgeflüster” oder an den “Kapiteln” korrigiert.
Bei den Schnupperseminaren des Writerseminars habe ich dann auch ein bißchen daran weitergeschrieben, beziehungsweise mir Feedback geholt, dann wurde ich fertig, wahrscheinlich waren es die “Kapitel”, denn mit dem “Literaturgeflüster” bin ich das ja, bevor ich in die Sommerfrische ging, geworden, eine Woche vor dem Nanowrimobeginn, habe ein paar Recherchetage eingeplant und dann zu schreiben angefangen. Ein paar Tage später war ich fertig, wie im letzten Jahr, als ich das “Zum Sterben sollte man zu Hause” sein schrieb, hatte aber im Gegensatz zu damals noch nicht die gewünschten fünfzigtausend Worte.
Da habe ich es erst wieder einmal durchkorrigiert und dann in Ungarn noch das Fehlende nachgeschrieben und ergänzt, so daß der Konfrad, einen Lehrstuhl in Budapest statt in Rom annimmt und die Szene, wie wir uns den Badeanzug kaufen wollten und dabei von einem Autofahrer angestänkert wurden, ist auch noch hineingekommen.
So weit, so what, dank dem Netz kann man die Entstehung meiner Bücher, wenn man das so will nachempfinden, man kann auch Feedback und Etzes geben.
Ein Foto wird es auch noch geben und wenn man will noch ein paar Infos zu meinen selbstgemachten Büchern.

2014-08-19

Die Waffen nieder

Filed under: Uncategorized — jancak @ 08:55

Es ist ein sehr alt aussehendes Buch, grünliches Leinencover mit dem Bild einer junger Frau im schwarzen Kleidansatz und hochgesteckten Haaren, das mir da Andrea Stift schickte, nachdem ich von der Streeruwitz Vorlesung im Rathaus berichtet habe, kein Wunder könnte man denken, ist die Autorin ja schon vor etwas mehr als hundert Jahren gestorben, dabei ist es erst 2006 erschienen, also ein Fake, das Buch selber ist aber sehr sehr interessant und ich muß gestehen, daß ich die Friedensnobelpreisträgerin von 1905, die auch auf einigen Geldscheinen zu sehen war, bisher für nicht besonders literarisch gehalten habe.
Da ist aber Anfang des Jahres mein Psychologiekollege Wolfram Huber auf mich zugekommen und hat mir erzählt, daß er sich nun mit der Suttner beschäftigt.
“Aha!”, habe ich gedacht und ihm einen Kaffee gekocht. Dann kamen aber die “Ersten Weltkrieg-Feiern” und der hunderte Todestag, das “Radio-Augustin” hat das Buch gelesen und das Lesetheater das Stück aufgeführt.
Nun ist also auch das Buch auf mich zugekommen, das ich angesichts meiner überlangen Leseliste, erst im nächsten Jahr lesen wollte, dann ist mir aber auch die Idee gekommen, in der “Inneren Stadt” den ersten Weltkrieg mit der Ukraine-Krise zu verbinden, beziehungsweise die Magdalena Himmelbauer, 1914 bei der Geburt ihrer Tochter gestorben, nachdem die vom Heldentod ihres Gatten erfuhr, nach Donetz reisen zu lasen, wo ihr die Marija Marjatschuk erzählt, daß sie sich mit Berta von Suttner beschäftigt und da ist es vielleicht gut das Buch zu kennen und so habe ich es ins Elsaß mitgenommen und es ist ein sehr interessantes Buch, das seltsamerweise erstaunlich aktuell klingt, als hätte es die Autorin erst heute geschrieben, die Frauenfrage klingt an und die Martha, eine 1840 geborene Generalstochter, die am Ende ihres Lebens, im schwarzen Witwenkleid, nach der Taufe ihres Enkelsohns und der Verlobung ihrer Tochter vor ihren roten Tagebuchheften sitzt und ihre Memoiren schreibt, scheint eine durchaus moderne Person, obwohl sie streng adelig, mit den sechzehn Ahnen, die hoffähig machen, die ihrer Autorin verwehrt blieben, versehen, ganz andere Einblicke in das Leben hat, als wir Nachgeborenen oder ihre Diener und Kammerzofen, mit denen sie umgeben war, aber nicht standesgemäß reden durfte.
Der Roman ist in sechs Bücher, von denen vier von Kriegen, zwei von den dazwischenliegenden Friedenszeiten handeln, gegliedert und mit einem ausführlichen Nachwort versehen, wo man auch einiges vom Leben der Berta von Suttner erfahren kann, von dem ich aber schon in meinen vorigen Artikeln geschrieben habe.
So also gleich zum Inhalt, der sich ohne die Streeruwitze Färbung und Deutung vielleicht ein wenig anders liest, die Martha Althaus ist aber ohne jeden Zweifel eine emanzipierte und auch sehr gescheite Frau.
Ohne Mutter ist sie aufgewachsen, wie auch die Streeruwitz in ihrer Rede erwähnte, von der bigotten Tante Marie aufgezogen und von ihrem sehr kriegsbegeisterten Vater, der schon unter Radetzky diente, so erzählen die ersten Seiten auch von der Erziehung, die damals den Kindern zuteil wurden, die Söhne für den Krieg, die adeligen auf jeden Fall, die allgemeine Wehrpflicht gab es noch nicht und als die eingeführt werden sollte, regten sich die Leute auf, daß dann ja jeder Schneider…, wie heute die ÖVP darüber stöhnt, daß es ja nicht ginge, daß jeder Hausmeistersohn und jedes Immigrantenkind aufs Gymnasium gehen könne….
Die Mädchen wurden dagegen zum “Scharpie zupfen”, was das ist, konnte ich dem Anhang leider nicht entnehmen, ich vermute aber, daß es sowas wie ein Verbandszeug ist, daß den Verwundeten aufgelegt wurde, erzogen, was bei ihnen sowas, wie einen “Penisneid” gegen die Knaben, die doch mit Soldaten spielten durften, etc. auslöste.
Martha emanzipiert sich bald davon oder auch nicht, denn als sie siebzehn ist, nimmt sie die Tante nach Marienbad mit und da verliebt sie sich sehr heftig in den schönen Husarenlieutnant Arno und wird schon mit Achtzehn getraut.
Der erste Sohn Ruru oder Rudolf wird geboren, der von seinen Eltern gleich zum Gefreiten oder Korporal ernannt wird, er wird auch mit dem Töchterlein von Marthas oberflächiger Freundin Lori, verlobt, das er dann später auch wirklich heiratet und der erste Krieg gegen Italien bricht an, zu dem sich Arno freiwillig meldet und auch fällt, so daß Martha schon sehr jung Witwe ist.
Mit dreiundzwanzig Jahren beschließt sie sich nochmals zu verheiraten und zwar den deutschen Friedrich von Tilling, der sich ihr bei einem Ball vorstellen läßt und ihr vom Tod ihres Gatten, bei dem er dabei war, berichtet.
Sie verliebt sich gleich in ihm, er ist zurückhaltender, bei einer Fußwaschung am Gründonnerstag, zu der sich die Aristrokratie Billets besorgen und zusehen konnte, wie der Kaiser und die Kaiserin am Boden rutschten und scheinbar mit einem Tuch über die Füße von armen Pfründnern und Pfrüdnerinnen fuhren, begegnen sie sich wieder. Er schreibt ihr auch einen Brief vom Tod seiner Mutter und ist vom Krieg nicht so begeistert, wie Marthas Vater, so daß der mit einer Trauung zuerst nicht einverstanden ist.
Sie heiraten aber doch, dann kommt der Krieg gegen die Dänen, Martha kommt gerade an dem Tag nieder, als er einberufen wird, das Kind stirbt und sie ist auch lange krank. Nach dem Krieg ist er bereit aus der Armee auszutreten, sie wollen sich ein Gut kaufen, das er bewirtschaften soll, leider aber fällt das Bankhaus, wo Martha ihr Geld liegen hat, so daß nichts daraus wird und Krieg drei, gegen die Preußen ist noch brisanter, da Friedrich ja selbst ein solcher ist und so sozusagen gegen seinen Cousin in das Feld ziehen muß und die arme liebe Tante desselben weint sich die Augen aus…
Martha reist auch an das Feld, um dort die Soldaten beziehungsweise ihren Mann zu pflegen und erlebt schreckliche Szene, der Mann kommt aber unverletzt nach Haus.In dem Ort Grumitz, wo der Sommersitz der Familie liegt und sie sich auch zurückgezogen hat, bricht der Typhus aus, so daß Marthas Vater, ihre zwei Schwestern, ihr Bruder Otto, der gerade mit der Militärakademie fertig wurde und noch einige Diener und Kammerzofen daran sterben.
Das Paar geht mit Marthas Sohn, der auch schon mal dabei ertappt wurde, daß er an zwei Hunden das Kriegsspiel erprobte, worauf er von seinem Stiefvater aber gezüchtigt wurde, zuerst nach Berlin zu Friedrichs Verwandten, dann nach Paris, um sich dort ein Haus zu bauen. Jetzt hat Friedrich die Armee verlassen, aber leider bricht wieder ein Krieg aus, weil die “Franzosen ja nicht zulassen können, daß ein Preuße spanischer König wird.
Es geht dabei auch um Elsaß Lothringen und was das Schlimmste ist, Friedrich wird der Spionage verdächtig und “am 1. Februar 1871—-standesrechtlich erschossen.”
Seither trägt Martha nur mehr schwarze Kleider, wollte sterben und hat sich erst wieder an das Leben erinnert, als der Sohn verzweifelt “Mutter!”, rief. Eine Sylvia gibt es inzwischen auch, der Sohn, dem Krieg vielleicht durchaus auch aufgeschlossen, verheiratet sich, wird Vater und Martha schreibt ihre Erinnerungen auf.
Bertha von Suttner ist damit ein Buch gelungen, das zum Bestseller wurde, obwohl es zuerst niemand drucken wollte, denn soetwas, nein das geht doch nicht!
Es gibt mehrere Fassungen, im Anhang kann man ganz genau die Unterschiede nachlesen und die Ironie der Geschichte ist wohl auch, daß Bertha von Suttner nur wenige Tage vor Ausbruch des ersten Weltkrieges gestorben ist, wo ja, trotz ihres Bestsellers, des Nobelpreises, des Roten Kreuzes und anderer Friedensinitiativen, die Waffen erst wieder hoch gehoben wurden, obwohl, wenn man die vielen Kriege bedenkt, mit denen Martha alt geworden ist, es vielleicht tröstlich ist, daß es bei uns fast siebzig Jahren, die Kriege immer nur nebenan und woanders gegeben hat.

2014-08-18

Neue Bücher

Filed under: Uncategorized — jancak @ 16:34

Nach Wien zurückgekommen, habe ich im Postkasten, beziehungsweise am Küchentisch, Dietmar Füssels “eigentartige Gedichte – “Menschenfleisch”, vorgefunden, denn ich habe mich im letzten Monat wieder einmal bei seinem monatlichen Gewinnspiel beteiligt und der 1958 in Wels geborene Autor ist ja durchaus eine interessante Erscheinung.
Ich habe ihn, glaube ich, einmal durch den “Max von der Grün-Preis” kennengelernt. Er hat ihn gewonnen, ich habe einige Male eingereicht und wäre mit meiner “Slavica”, wie mir ein Juror einmal sagte, fast in die Endauswahl gekommen.
Dietmar Füssel ist, wie ich GAV-Mitglied und 2008 bin ich ihm, glaube ich, durch die “Autorenhausverlags-Autorenseite” widerbegegnet, weil man dort seine Homepage verlinken kann, die Dietmar Fuessel jedes Monat aktualisiert und ein Gewinnspiel veranstaltet, wo man eines seiner Bücher, beziehungsweise Veröffentlichungen gewinnen kann.
Das habe ich dann mit ein paar “Log-Exemplaren”, dem Roman “Rindfleisch”, der inzwischen wiederaufgelegt wurde, dem “Sohn einer Hure”,“Götter und ihre Fans”, “Diesseits von Eden”, “Arbeit ehrt Mensch und Pferd”, dem Gedichtband “Unterwegs”, den lateinamerikanischen Gedichten “Leidenschaft” und dann noch “Mörder wie du und ich” auch getan und jetzt ist vor ein paar Monaten in der “Edition Roesner” “Menschenfleisch” – mit dem Untertitel “Eigenartige Gedichte” erschienen, die nach meiner Rückkehr auf mich warteten.
Und ein paar Rezensionsexemplare sind auch gekommen, zwar noch nicht die vom “Residenz-Verlag”, der mich immer so getreulich mit seinen Neuerscheinungen versorgt, so daß ich das Longlist Buch “Kleine Kassa” schon gelesen habe und Roman Marchels Erzählband “Wir waren da”, der ja heuer beim Bachmannlesen positiv aufgefallen ist, nein, ein Chick Lit und ein Krimi aus dem Lago-Verlag sind zu mir gekommen, der mir, seit ich Judith Grohmanns Buch besprochen habe, seine Neuerscheungen anbietet und da ich ja eine quer durch den Krautgartenleserin bin, habe ich zum Ende des Sommers noch zwei Sommerbücher zu lesen und wenn ich nicht bald aufhöre zu bestellen, mit meiner Leseliste Probleme oder ich muß wieder umstrukturieren, vielleicht die Sigrid Löffler hinuntertun und die zwei Bücher, die ich mir für die geplante Portugal Kreuzfahrt gekauft habe, die nicht stattgefunden hat.
Dann habe ich aber, kurz nach dem ich über die “Leselistenänderung” gebloggt habe, für die Hot-List noch einmal abgestimmt und zwar für Lili Grüns “Mädchenhimmel”, aber als ich mir die neunundzwanzig anderen Kanditaten angeschaut habe, bin ich daraufgekommen Karin Peschkas “Watschenmann” steht darauf und die habe ich ja einmal in der “Kolik-Lounge” lesen gehört.
Also muß ich mich mit der Berta von Suttner, die mir ja Andrea Stift so getreulich schickte, beeilen, den “Garanas” fertiglesen und kann dann wieder ein bißchen von meiner Leseliste abweichen und was den “Lago-Verlag” von der Münchner Verlagsgruppe betrifft, bestätigt er ja wunderbar, daß es viel viel mehr Neuerscheinungen, als die zwanzig gibt, die seit letzten Mittwoch auf der Longlist des deutschen Buchpreises stehen.
Da habe ich ja noch Lukas Bärfuss “Koala” zu lesen und kommentiere auch eifrig auf den Blogs die darüber Artikel schreiben und bedauern, daß dieses oder jedes Buch leider nicht daraufgefunden hat. Ich bedauere das bei dem von der Katja Petrowskaja, denn dann hätte ich ein drittes LL auf meiner Liste, die anderen sagen, Judith Hermann fehlt, etc, die ja jetzt auch einen Roman geschrieben hat.
Ein Buch fehlt auf jedenfall, wird aber höchstwahrscheinlich morgen erscheinen, beziehungsweise mir von einem mehr oder weniger freundlichen Zusteller gebracht werden, nämlich die “Brüderschaft” und wenn die da ist, mache ich meine kleine Aussendung, schicke das Pflichtexemplar an die NB, eines ans Literaturhaus, an die “Alte Schmiede” und eines an den ORF und dann löse ich auch die drei Fragen auf, die man in der Vorschau findet.
Also Leute, wenn ihr noch etwas von mir gewinnen wollt, ist Zeit dazu und wenn ihr wissen wollt, was in einem der sogenannten selbstgemachten Bücher steht, könnt ihr es noch gewinnen.
Das Probekapitel ist aber auch schon auf der Homepage zu finden und die Schreibberichte lassen sich im Blog nachlesen.
Wer aber lieber was in einem Verlag veröffentlichtes, weil das ja angeblich besser ist, lesen will, den kann ich auf die Volksstimmeanthologie-Linkes Wort “Ausverkauf” vom letzten Jahr verweisen, denn Christoph Kepplinger hat mir geschrieben, das Buch ist fertig und kann schon bestellt werden.
Es wird aber auch beim Volksstimmefest zu kaufen sein, da werde ich dann das zweite Kapitel aus den “Dreizehn” lesen und meine Belegexemplare nach Hause tragen können, da sie Christoph Kepplinger, der hohen Portokosten nicht mehr verschickt.
Der Bücherherbst beginnt und die ersten Einladungen zu Literaturveranstaltungen habe ich auch schon vorgefunden, als ich heute früh in meine Praxis gekommen bin.
Da wird nämlich am 10. September in der Wien Bibliothek, die von Gerhard Loibelsberger herausgegebene Anthologie “Wiener Seele – spannendes und skurriles aus der Donaumetropole” mit Texten von Peter Henisch, Zdenka Becker, Franzobel, Cornelia Travnicek, Ekatarina Heider, Emily Walton, Sabina Naber, Andreas Pittler etc und am 23. September gibt es anläßläich der Wiener Kriminacht Edith Kneifls Wien-Krimi “Endstation Donau” in der Wien-Bibliothek.
Die anderen Veranstaltungsprogramme werden noch folgen, es ist ja erst der achtzehnte August und eigentlich noch Sommer, auch wenn das Wetter schon ein bißchen kühler ist und die Herbstvorschauen sich überall melden.
Gerhard Roth hat beispielsweise einen neuen Roman geschrieben, der auch nicht auf der Longlist steht, aber heute in Ö1 vorgestellt wurde und vieles vieles andere gibt es auch, aber ich will ja eigentlich meine Leseliste hinunterlesen und mir daher nichts anderes als die neue “Streeruwitz” zum Geburtstag oder zu Weihnachten wünschen, obwohl der neue Köhlmeier sicherlich auch sehr verlockend ist…..
Und was die neue “Eine Stadt-ein Buch-Aktion” betrifft, da kann ich mir diesmal den Gang zur Hauptbücherei, auf die Buch-Wien, etc sparen, denn Anna Gavaldas “Zusammen ist man weniger allein” habe ich schon im Bücherschrank gefunden.

2014-08-17

Leselistenänderungen

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:36

Ich habe ja seit 2011 eine Leseliste, die ist aus dem hundert Bücherprojekt vorangegangen und vor allem dadurch entstanden, daß durch die offenen Bücherkästen, die es, glaube ich, seit 2010 gibt, mein SUB sehr angewachsen ist. Auch vorher hatte ich schon einen, denn ich habe immer Bücher gesammelt, aber und das klingt vielleicht ein bißchen komisch, durch die Kästen ist mein Ehrgeiz angewachsen, möglichst alle meine Bücher zu lesen und so ist meine Leseliste länger und länger geworden, zuerst ein oder zwei Jahre im voraus voraus, dann habe ich mir selbst eine Bücherbeschränkung verordnet, denn ich habe ja schon genug und sollte das Vorhandene lesen, bin aber angesichts der vollen Kästen jämmerlich gescheitert und so habe ich erst einmal alles aufgeschrieben, was ich ungelesen zu Hause hatte, so daß möglichst nichts verkommt und das ist auch eine tolle Idee, denn so lese ich mich quer durch die Weltliteratur, das Alte und das Neue, aber meine Leseliste ist angewachsen und da ich nicht mehr die Jüngst bin, sollte ich etwas dagegen machen. Aber was?
Da ein wenig ratlos, denn ich denke, solange es den Segen gibt, sollte ich ihn nehmen, was zur Folge hat, daß meine 2014 Liste sehr voll ist und ich mich bemühen muß, schnell zu lesen, um alles in diesem Jahr geplante auch zu schaffen.
Ich bin da sehr konsequent und lese meistens die Reihe hinunter. Ein paar Änderungen gibt es, die Rezensionsexemplare ziehe ich natürlich vor und wenn ich, wie kürzlich auf Reisen gehe, nehme ich mir meistens Autoren des Landes mit und disponiere um, so habe ich jetzt auch einiges auf meiner Leseliste verschoben, weil ich das Sommerbuch “Endlich Zeit für mich” vorgezogen habe und bezüglich meines Romanprojekts habe ich mir auch vorgenommen die Berta von Suttner zu lesen, obwohl ich das erst im nächsten Jahr tuen wollte und weil ich im Juli von “Hermagoras” eine Kiste mit Büchern bekommen habe, habe ich im Sommer meine Liste nicht so schnell hinuntergelesen, wie geplant und sollte mich jetzt tummeln oder möglichst keine Rezensionsexemplare in diesem Jahr mehr bekommen.
Ob ich das schaffe, weiß ich nicht, denn ich bin da ein bißchen inkonsequent und denke öfter, eines geht schon noch und vielleicht warten in Wien auch ein paar Bücher auf mich.
Und dann gibt es jetzt auch die Longlist mit den angeblich zwanzig besten Neuerscheinungen und da würde es mich reizen, die einmal hinunter zu lesen, geht aber nicht bei meiner vollen Liste, denn es steht ja noch vom Vorjahr die Marion Poschmann darauf, Margareta Kinstners “Mittelstadtrauschen” und Richard Fords “Canada” wartet auch auf mich, auf das ich mich schon freue.
Obwohl ich gern die neue Streeruwitz lesen würde und ich mir schon überlege, ob ich sie mir nicht zu Weihnachten oder zum Geburtstag wünschen soll?
Aber auf welche Liste tue ich sie hinauf? In der vom nächsten Jahr steht schon Lukas Bärfuss “Kolala”, die Katja Petrowskaja wartet und, ich glaube, auch Sarah Strickers “Fünf Kopeken”, wo ich neulich ein Rezensionsexemplar gefunden habe und manchmal kaufe ich mir die auch um einen Euro, obwohl das eigentlich verboten ist.
Es gibt aber Buchhändler, die stellen ihre Leseexemplare auf die Straße und schreiben einen bis vier Euro darauf. Ob die wohl die Bücher gelesen haben?
Es ist aber natürlich ein Luxusjammern, das mich manchmal zu Blogartikeln, wie diesen treibt, denn ich liebe ja meine Bücherberge und freue mich ganz ehrlich, daß es sie gibt und ich solche habe und bin auch keine Freundin der Reduktion, beispielsweise der jährlichen Neuerscheinungen auf die angeblich zwanzig besten des Jahres und etwas anderes lese ich nicht.
Das ist ja ein relativ einfaches Prinzip mit den Bergen umzugehen, aber ich bin stolz darauf, mich quer durch die Büchergärten zu lesen und weiß daher nicht wirklich, wie ich die Quadratur des Kreises schaffen soll, alles auf meiner Liste zu lesen und noch Zeit für etwas Neues zu haben?
Das lasse ich dann meistens auf mich zukommen und meistens geht es sich auch aus und so werde ich noch vierzig bis fünfzig Bücher in diesem Jahr zu lesen haben und, wie beschrieben, sind auch einige Schmankerln dabei, auf die ich mich schon freue.

2014-08-16

Zurück in St. Pölten

Filed under: Uncategorized — jancak @ 19:05

Am Donnerstag bin ich im Hotel am Platengarten bis weit nach Mitternacht vor dem kleinen Schreibtisch gesessen und habe die ersten drei Artikel gebloggt, hat sich da in den vierzehn Tagen sehr viel angestaut und das Schöne ist ja, seit dem ich blogge, daß sich meine Urlaube dadurch ein paar Tage verlängern, weil ich die nächsten Tage, meist ein Wochenende, über meinen Laptop sitze und seit ich das Lütkemeyer-Buch gelesen, bzw. im Writersstudio ein paar Kurzseminare über das Reiseschriftstellern besucht habe, alles aufschreibe, um meine Lesern ein paar Reiseberichte zu geben, so daß sie, wenn sie sollen, meine Reisen nachvollziehen können.
Am Freitag war in Österreich ein Feiertag, in Bayern, wie wir im Radio hören konnten, nicht mehr überall und Ansbach ist, wie mir die freundliche Wirtin erzählte, sowieso protestantisch, so daß die Geschäfte offen hatten und wir, wie praktisch, nach dem Frühstück noch rasch ins “Brückencenter” laufen konnten, um Bananen, Milch und Joghurt und einer Bäckerei ein Brot einzukaufen.
Dann sind wir, zuerst bei Regen zurückgefahren. In Aistersheim haben wir wieder Halt gemacht, ich habe diesmal eine Gulaschsuppe und eine Waffel mit Erdbeeren gegessen, dann sind wir kurz nach vier in Harland angekommen.
Eine kurze Radfahrt, die mich daran erinnerte, daß dieses Wochende ja wieder die Frequency stattfindet, die mich bei der heutigen Radtour auf den Markt, um mit den Alfred das übliche Würstel zu essen, wieder stark behinderte, denn wenn ich einen Umweg mache, um nicht an der Traisen von der Security verscheucht zu werden, komme ich in das Festgelände und dann ist es sowieso aus, aber eigentlich wollte ich ja ohnehin bloggen, meine gelesenen Bücher beschprechen und meinen Lesern die versprochenen Reiseberichte zu geben.
Das habe ich nun geschafft. Wer will kann sich an meiner Reise freuen, die Wäsche ist gewaschen und aufgehängt, die Prospekte muß ich noch verstauen, sonst bin ich aber zurückgekommen, der Alltag kann beginnen und der Alfred fängt schon zu grillen an.
Er war sehr schön und erholsam der Elsaßurlaub, was aber nichts daran ändert, daß er mich beim Schreiben, beziehungsweise Planen unterbrochen hat, denn da war ich, bevor wir losgefahren sind, ja groß in Fahrt.
Habe ich nicht nur die “Innere Stadt” zu schreiben angefangen, sondern auch schon Pläne für das nächste, das heißt am Mittwoch vor der Abreise war die Luft wieder ein wenig draußen und das “Ich kann es nicht, ich kann es nicht!”, schon wieder da.
Zwei Szenen habe ich zwar noch ein geplant, aber dann sollte ich das bis jetzt Vorhandene dringend korrigieren, denn ich bin daraufgekommen, daß die Familienlinie nicht stimmt, da habe ich der Magdalena Himmelbauer eine Tochter zuviel angedichtet und wie es wirklich weitergeht, ja das ist die Kunst des Recherchierens und das braucht Zeit und die will ich mir in den nächsten vier Monaten ja auch geben.
Das heißt, morgen werde ich noch ein wenig wegräumen und mich wieder eingewöhnen.
Auf die Rudolfshöhe werden wir auch unseren obligatorischen Sonntagsspaziergang machen und das wird interessant, hat sich ja der Pächter geändert und der alte Wirt ist in Pension, beziehungsweise in die Politik gegangen, das heißt vielleicht ist das Personal und die Speisekarte anders.
Montag und Dienstag bin ich wieder in Wien und habe meine Praxis zu machen, beziehungsweise die Rechnungen auszudrucken, die Bankgeschäfte zu erledigen, etc, dann gibts zwei Sommerfrischentage, wo ich in mein Projekt wieder hineinkommen kann, denn am Freitag beginnt ja schon das Wanderwochenende mit dem Herrn Sladky und dann ist schon die letzte Sommerfrischenwoche herangekommen, die mit dem “Volksstimmefest”, wie üblich, beendet wird, wo ich diesmal das zweite Kapitel aus den “Dreizehn” lesen werde.
Dann beginnt der September, da kann ich dann recherchieren und versuchen vielleicht doch einmal einen Roman zusammenzubekommen, der es vielleicht auf eine Longlist schafft, ich weiß, das ist ohne Verlag schwer möglich, aber die Hoffnung stirbt zuletzt und besser werdenkkann man ja immer und vielleicht habe ich auch einmal Glück und bin zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Jedenfalls habe ich mir vorgenommen, intensiv an dem Proekt zu arbeiten, auch wenn ich mir das im Augenblick so gar nicht vorstellen kann und denke, da habe ich mich mit dem “Schutzengelchen” schon wieder an die Wand gefahren und sollte etwas anderes machen, aber vielleicht sollte ich nach dem Korrigieren wieder von vorne anfangen und versuchen den Plot kommen zu lassen.
Mal sehen, wie es wird, wer will kann mir ja die Daumen drücken und jetzt kommt noch eine Lesebericht und dann bin ich mit dem Monsterbloggen, das mich dieses Wochenende beschäftigt hat, fertig, ich bin wieder da und der Herbst scheint, wie mir der Sturm, der mich beim Schreiben auf der Terrasse etwas behindert, zeigt, auch schon begonnen zu haben.

2014-08-15

Gebrauchsanweisungen für das Elsaß

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:07

Nun also die Besprechung meines “Elsaß-Vorbereitungsbuch”, das mir der Alfred so getreulich schenkte und, daß ich am Freitagabend, als wir am Campingplatz in Eguisheim eingetroffen sind, zu lesen begonnen habe, da ich mich ja immer gerne erst vor Ort mit den Reisevorbereitungsbüchern beschäftige.
“Wohin Sie auch reisen, mit diesen Büchern sind Sie schon dort”, steht am Buchrücken.
Und etwas weiter unten wird noch die Frage, “Was ist ein Elsäßer”, eine Frage, mit der ich mich auch schon beschäftigte, gestellt und beantwortet.
“Ein guter Elsäßer ist ein Franzose. Könnte man sagen. Und ein sehr guter Elsäßer? Ist fast schon wieder ein Schwabe, also ein halber Deutscher! Rainer Stephan kennt sich aus im Dryecksland zwischen Deutschland und Frankreich: Er schreibt vom Straßburger Münster, den Burgen, dem berühmten Flammkuchen und dem vorzüglichen Wein. Und am Ende ist eines sicher: Ein Elsäßer ist ein Elsäßer, punktum.”
Rainer Stephan, der Autor der Gebrauchsanweisung ist Jahrgang 1948 und hat eine elsäßische Großmutter, wie noch am Klappentext steht.
“Er lebt heute als Journalist in München und für die Süddeutsche-Zeitung.”
Außerdem scheint er ein gewisser Skeptiker zu sein und den Spagat zu probieren, einen Reiseführer zu schreiben und sich gleichzeitig über Reiseführer und Leute, die sie lesen oder damit Gegenden, wie beispielsweise das Elsaß, bereisen, lustig zu machen.
Er gibt aber auch einige Antworten, die eine, die, wie beispielsweise ich, nicht sehr viel über das Elsaß wußte, als sie auf dem Campingsessel saß und in dem Buch blätterte, sehr gut brauchen konnte.
Denn das Elsaß ist das “Dreyeckland”, wie es im ersten Kapitel heißt, in Frankreich, zwischen der Schweiz und Deutschland gelegen und das war ja eine Frage, die ich mir auch schon gestellt habe.
Spricht man dort Deutsch, Französisch oder Elsäßisch und wie ist das mit der Geschichte?
Ein bißchen habe ich diese Frage durch das Buch und durch meinen Aufenthalt beantwortet bekommen und Rainer Stephan geht gleich zu den Burgen weiter, was auch interessant ist, weil ich ja am Campingplatz zu den “trois chateaux” in der “Gebrauchsanweisung” blätterte und da noch nicht sehr viel von der “Hohkönigsburg”, die Stephan, etwas respektlos “eine Art Disneyland für Mittelalterfans”, nennt, wußte.
Stephan empfiehlt auch die Burg Nideck, bekannt aus der Chamisso Ballade “Das Riesenspielzeug” zu besuchen und bedauert, daß sich die meisten Touristen mit den in den Reiseführern empfohlenen Burgen, wie eben der “Hohkönigsburg” begnügen.
Er gibt aber auch ganz andere Tips, wie den zum Beispiel, den Supermarkt Cora zu besuchen, den es in der Umgebung von Colmar gibt, weil man da die Weine, die Pasteten und die anderen berühmten Mitbringseln, viel billiger als sonstwo kaufen kann und tändelt am Anfang auch ein bißchen mit dem Frauennamen herum.
“Cora ist ein Supermarkt oder was hätten Sie gedacht?”
Das ist aber schon ein Vorgriff, denn das nächste Kapitel beschäftigt sich mit der “Sauerkrautfalle” und da geht es, wie man es sich schon denken kann, um das elsäßische Essen und da ist ja das “Choucroute” sehr bekannt, wird empfohlen und man sieht es überall die Touristen essen.
Stephan macht sich wieder über das “Kraut-Kraut”, denn das Wort ist ja aus dem französischen “choux” und dem elsäßischen “krüt” “doppelgemoppelt, lustig und erzählt genau, daß es in den Restaurants meist mit fetten Würsten und Bauchfleisch, aber auch mit Fischen und Spätzli serviert wird.
Dann gibt er noch eine Beschreibung der berühmten “Baeckeofe”, das ist das Lamm, Schwein und Rindfleisch, das zuerst vierundzwanzig Stunden marniniert und dann mit Zwiebeln und Kartoffeln im Backofen gebacken wird und meint, daß man das heute nicht mehr sehr oft im Restaurant bekommen würde, weil die Herstellung Zeit kostet. Hier irrt er sich, glaube ich oder hat sich durch sein Buch vielleicht etwas geändert, habe ich das Gericht ja in mehreren Restaurants auf der Karte gesehen.
Die nächsten Kapitel gelten der Beschreibung der Stadt Straßburg, für die man sich, wie er rät, Zeit nehmen soll, denn es gibt ein Straßburg auf europäisch, italienisch, französisch und ein deutsches gibt es auch.
Er empfiehlt den Besuch des Münster und beschreibt, daß dieses eine eigene Bauhütte hat und widmet ein eigenes Kapitel derselben. Einen Wald besitzt das Münster auch, denn die Reparaturen erfordern natürlich sehr viel Holz und das sind interessante Aspekte, auf die ein gewöhnlicher Tourist alleine wahrscheinlich nicht kommt.
Ein Kapitel über die Vogesen gibt es natürlich auch und da meldet sich wieder der Zyniker und rät, daß man, wenn man aus der Schweiz oder aus Österreich kommt, ja nicht sagen soll, daß die Berge daheim höher sind, denn das wissen die Elsäßer, die meistens sehr übertreiben und alle ihre Gerichte oder Wanderwege typisch nennen, was den Touristen wieder verwirrt, selber auch.
Im Kapitel “Es muß ein Wein sein” rät er vom Besuch der Weinfeste ab, denn die kann man auch zu Hause in Deutschland oder sonstwo haben, erzählt ein bißchen was über die Weinstraßen und bedauert, daß die in den Fereienzeiten sehr befahren sind, so daß die Straßen verstopft und man vor den Ortseinfahrten im Stau stehen muß, etwas, was ich eigentlich nicht so erlebt habe und das “Storchenfest”, die Weinmesse oder die Weinverkostungen eigentlich sehr interessant und lustig fand.
Er schwärmt auch von einem Elsaß ohne Touristen, meint, daß man als Fremder nicht sehr oft die Gelegenheit hätte, in die Wohnungen der Einheimischen eingeladen zu werden, weil die kleiner, als die in Deutschland wären und erzählt auch von den Sozialwohnungen, wo die nach Elsaß zugezogenen “Ausländer” leben würden.
Ein interessants Buch, ob man es als Lektüre ohne ins Elsaß zu fahren lesen kann oder soll weiß ich nicht, denn ich habe es ja zu lesen begonnen, als ich schon dort war, aber von dem meisten darin beschriebenen noch nicht sehr viel Ahnung hatte, jetzt habe ich die ein bißchen und kann einiges vergleichen.
Wie gut oder typisch diese Gebrauchsanweisungen wirklich sind, es gibt, wie man auf den letzten Seiten lesen kann, eine ganze Reihe davon im “Piper-Verlag” “für Amerika, Amsterdam, Barcelona bis Venedig und Wien, kann ich wahrscheinlich erst erfassen, wenn ich die von Monika Czernin über “Wien” geschriebene, einmal im Schrank finden sollte.
Die für Elsaß war aber schon des Spagates wegen einen Reiseführer zu schreiben und sich gleiczeitig ein bißchen lustig darüber zu machen, sehr interessant und so habe ich das Lesen des Buches sehr genossen und meinen eigenen Reisebericht über die vierzehn Tage im Elsaß gibt es natürlich auch.

2014-08-14

Zurück aus dem Elsaß

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:24

Von Ansbach habe ich ja vor zwei Wochen aus dem schönen Zimmer in dem Seminarhotel Grünwald auf dem Computer vom Alfred einen kurzen Gruß geschrieben und mir dabei mit seiner “Maus” sehr schwer getan und es dann vor einer Woche auf dem Campingplatz in Eguisheim noch einmal versucht ins Internet zu kommen, was aber sehr schwierig war, so daß ich zwar zweimal versuchte, Manfred Lagler Regall einen Kommentar zu schicken, was aber nicht gelungen ist, so daß es jetzt zwei Wochen keinen Bericht von mir gegeben hat.

Jetzt sind wir aber wieder in Ansbach angekommen, haben diesmal in einem anderen Hotel, mitten in der Stadt Quartier genommen, da gibt es Internet und ich kann auch ohne eine “Maus” zu bedienen, versuchen, meinen Reisebericht zu schreiben.

Genauere Details werden noch folgen, beziehungsweise werde ich wieder ein paar einzlene Stimmungsbilder voranstellen. Hier aber der Generalbericht.

Als wir vor zwei Wochen zum Frühstück aufgebrochen sind, haben wir im Frühstücksraum eine Wienerin getroffen, die uns fragte, ob wir auch zu den “Caspar Hauser Festspielen” hergekommen wären und sich dann wunderte, daß wir ins Elsaß auf Urlaub fahren.

“Entschuldigen Sie, was machen Sie denn dort?”, hat sie gefragt, was mich ein wenig verwirrte, weil ich keine klare Antwort geben konnte, aber dachte, daß das eigentlich ein idealer Urlaubsort sein würde, da mich aber der Martin, das auch schon fragte, habe ich mich nicht recht ausgekannt.

Jetzt kann ich die Antwort geben, denn das Elsaß ist zum Urlaub machen ideal.

Man kann Radfahren, Weinverkosten, in den Vogesen wandern, Französisch üben, obwohl die Leute, wie ich in den “Gebrauchsanweisungen” gelesen habe, seit 2006 in der Schule Französisch lernen und die Älteren das Elsäßische oft mit dem Französischen mischen.

Wir sind also am Donnerstag vor zwei Wochen nach Euguisheim auf den Campingplatz zu den “Drei Burgen” oder “trois chateaus” gefahren, weil die dort in den Hügeln lagen und das war ein sehr feiner Campingplatz.

Kein Vergleich mit denen in Tallin oder Riga, sehr viele Holländer, Engländer, Spanier, etc da, schöne Klos, Waschmaschinen, ein Kinderspielplatz, auf dem sich aber auch oft Erwachsene mit ihren Handies, Laptops, Talbets, etc aufhielten.

Wir haben dann am Samstag gleich unsere Klappräder ausgepackt und sind in die nächst größere Stadt, namens Colmar gefahren, wo wir uns den berühmten “Isenheimer Altar” angesehen haben, Wein verkosteten und auch das berühmte Sauerkraut “choucroute”, das meist mit sehr fetten Fleisch, aber auch mit Fischen serviert wird, gegessen.

Am Sonntag gab es dann gleich neben dem Campingplatz, im Storchenpark, das Storchenfest, wo es auch Wein zu kosten gab, es gibt hier sehr viel weißen, “Cremant”, “Gewürztraminer”, “Riesling”, etc, nur wenig Roten und der Alfred hat in dem kleinen Örtchen “Eguisheim”, wo wir die vierzehn Tage wohnten, auch sehr viel eingekauft.

Am Morgen waren wir in der kleinen Konditorei im Ort Frühstücken, “Cafe au lait” und ein “Croissant” habe ich meistens genommen und mein Französisch geübt, das für die Bestellung gerade reichte und die Weinstraße sind wir auch auf und ab und durch die idyllischen Orte, die Namen, wie “Pfaffenheim”, “Bergheim”, Katzenthal” Ober- und Untermohrschwhir” etc, haben, gefahren.

Mal mit dem Auto, aber auch mehrmals mit dem Klapprad, an das ich mich erst langsam gewöhnen mußte und einmal sind wir auch ein ganz kleines Stück in den Vogesen, nämlich auf den “Hohneck” gewandert und gut essen, das habe ich vergessen, kann man im Elsaß auch.

Ich würde zwar behaupten, man braucht auch einen Sack Geld dazu, denn die Menus sind vor allem in den Restaurants, die in den Führern angegeben werden, nicht gerade billig, aber einmal habe ich bei einem Tagesmenu einen ausgezeichneten Tafelspitz, zwar nicht mit den in Wien gewohnten Beilagen, aber dafür mit Vorspeise um neun Euro gegessen, von dem ich, glaube ich, noch lange schwärmen werde.

Ansonsten sehr viel Flammkuchen, die dünnen Fladen mit den Münsterkäse, Zwiebelkuchen, Quiche Lorraine, etc.

Auf der sogenannten Weinmesse, bei es zwar auch Massagesesseln und Gartengeräte, sowie Jeans zu bestaunen gab, waren wir letzten Montag auch und da gab es eine Kochshow und da hat ein ganz besonderer Spitzenkoch etwas mit Fisch gekocht und ein anderer hat gezeigt, daß man ein Tiramisu auch ganz anders, als gewohnt, machen kann.

In Straßburg waren wir einen Tag auch und da habe ich in dem “Restaurant zum predigenden Fuchs” eine ausgezeichnete Entenleber gegessen, weil ein Fuchs ja Enten jagt und das kleine Restaurant war in einer ehemaligen Kirche untergebracht und die Leute sind überall sehr freundlich.

Das Wetter war es vielleicht nicht so sehr, so gab es öfter Regen und so sind meine Bücher und meine Prospekte in meiner Büchertasche auch öfter naß geworden und ich mußte sie zum Trocknen auflegen. Gelesen habe ich übrigens recht viel, fast alle meine mitgenommenen Bücher und in einer sehr schönen Kirche gab es eine offene Bücherkiste und da habe ich Jo Nesbos “Rotkehlchen” auf Englisch gefunden, das ist übrigens auch ein bißchen naß geworden.

Heute sind wir, gestern gab es am Campingplatz noch eine Weinverkostung und eine Woche vorher eine am Jeanne D`Àrc Platz in Eguisheim, wieder bis Ansbach zurückgefahren und die Autobahn war, wie bei der Hinfahrt sehr verstopft.

Am Ersten August war in einigen Teilen Deutschlands Ferienbeginn, heute gab es einen Unfall, beziehungsweise schlechtes Wetter, aber als wir in Ansbach, das Hotel am Platengarten ist ein ziemlicher Kontrast zu dem Biothotel Grünwald, angekommen sind, war es wieder schön, so daß wir eine Runde durch die Stadt machen konnten und da war ich auf die “R.Rupprecht-Buchhandlung” natürlich besonders neugierig, denn gestern wurde ja die dBP-Longlist bekanntgegeben und so habe ich nach dem Leseprobenbüchlein gefragt.

“Das ist noch zu früh!”, sagte mir die freundliche Buchhändlerin.

“Da müßen Sie später wiederkommen, die Kollegin hat es aber schon bestellt!”

In Wien ist das Buch ja leider nicht zu bekommen. Sie war auch so nett mir die Liste auszudrucken, so daß ich nicht ganz unwissend nach Wien zurückzukommen brauche und meine Leser, falls sie es nicht ohnehin schon wissen, verraten kann, daß Lukas Bärfuss “Koala”, ein Buch, das ich schon habe, auf der LL steht, dann zu meiner Überraschung Martin Lechners “Kleine Kassa”, der neue Michael Köhlmeier, die neue Marlene Streeruwitz, Sasa Stanisic “Vor dem Fest” habe ich erwartet. Das Buch der Katja Petrowskaja ist nicht darauf und auch das nicht der Karen Köhler. Dafür aber sehr viele andere, von denen ich von einigen noch nie etwas gehört habe.

Von Antonio Fians “Polykrates-Syndrom” habe ich schon etwas gehört und auch beim “Auflasbaren Kaiser” von Michael Ziegelwagner, war ich schon bei einer Leseung.

Interessant, interessant, aber erst muß ich nach Wien, beziehungsweise St. Pölten kommen, die in den Ferien gelesenen Bücher besprechen, meine Reiseberichte bloggen, bevor ich mich mit den Buchpreisbüchern und dem anderen literarisch Versäumten beschäftigen kann.

2014-08-12

Zeit der grossen Worte und Besuch der Hartmannswillerkopf-Gedenkstätte

Filed under: Uncategorized — jancak @ 17:14

Ich habe ja, als wir bei unserer Elsaßreise auf der Hin- und auf der Rückfahrt in Ansbach übernachtet haben, jeweils die R. Rupprecht Buchhandlung aufgesucht, von der mir aufgefallen ist, daß sie im Gegensatz zu den Wiener Buchhandlungen sehr viele Broschüren, Prospekte und Informationsmaterial aufliegen hat und so ist die Leseprobe von Herbert Günthers “Zeit der grossen Worte” zu mir gekommen. Ein kleines dünnes Heftchen, das am Cover einen Jungen mit einer braunen Kappe und einem Fahrrad vor einer Liftfaßsäule zeigt, auf der “Samstag 1. August Mobilmachung des Heutsches Heeres und der Flotte” steht.
Ja richtig, der hundertste Jahrestag des ersten Weltkriegs wird überall zelebriert und ich war ja auch schon auf einigen diesbezüglichen Veranstaltungen und da werden auch sehr viele Bücher zu diesem Thema geschrieben, um an dieses Jahr zu erinnern.
Beim “Rund um die Burg-Festival” wurde zum Katalog der Wien Bibliothek, ein entsprechender Krimi präsentiert und da der 1947 in Göttingen geborene Herbert Günther ein Jugendbuchautor zu sein scheint, scheint sich die “Zeit der großen Worte” auch an ein junges Publikum zu richten.
Der Held ist jedenfalls ein Paul, 1918 achtzehn Jahre alt, der im Prolog “Der Krieg ist aus. Am zehnten November 1918 hat sich der Kaiser über die Grenze nach Holland abgesetzt”, beschließt seine Geschichte aufzuschreiben und dann beginnt es, wahrscheinlich vier Jahre früher, als die “meisten Menschen in seiner Heimatstadt den Kriegsbeginn mit Begeisterung begrüßten und sich sein Vater und sein großer Btruder Max freiwillig meldeten.”
Das elfte Kapitel ist in der Probe abgedruckt, in dem Paul, er ist, glaube ich, ein Kaufmannssohn, konformiert wird und Max tramatisiert einen Heimaturlaub bekommen hat.
Der Großvater ist bei der Festtafel sehr begeistert und hält engagierte Kriegsreden. Max flüstert “Halts Maul!” und setzt hinzu, daß man sich das “Was da draußen passiert gar nicht vorstellen kann!”
In der Nacht, Paul schläft mit Max im selben Zimmer bekommt er Alpträume und Schreikrämpfe und schlägt auch auf seinen Bruder, der ihn aufwecken will, ein!”
Sehr stark und spannend das Probekapitel.
Es gibt dann noch einen Anhang zum historischen Hintergrund, in dem Herbert Günther ein paar Fakten und Gedanken zum ersten Weltkrieg beschreibt und das passt auch gut zu unserem Urlaub, denn das Elsaß war ja im ersten Weltkrieg Kriegsgebiet und so habe ich in dem “Elsaß-Touristen-Magazin” in der französischen Ausgabe, es gibt eine deutsche und französische, die in den Touristen-Infos aufliegen, gleich aussehen, aber seltsamerweise verschiedene Artikel enthalten, einige Seiten, die sich auf den ersten Weltkrieg beziehen und dann sind wir bei unserer zweiten Vogesen-Tour auch noch bei Hartmannswillerkopf vorbeigekommen, wo es eine roße nationale Gedenkstätte gibt und man die Geschichte von 1915 nachempfinden und nachgehen kann.
Und das passt auch zu meinem momentanen Romanprojekt, in dem ich mich a auch mit dem ersten Weltkrieg, beziehungsweise mit einem Schutzengelschen und der Ukraine Krise beschäftigen will.

2014-08-11

Weinverkostung

Filed under: Uncategorized — jancak @ 16:14

Auf dem Campingplatz gab es jeden Mittwoch, wie auf der Türe neben der Rezeption angeschlagen stand, zwischen sieben und acht Uhr abends eine Weinverkostung und in unserer ersten Woche hätte es gleich zwei gegeben, beziehungsweise statt, der auf dem Camp, eine am um zwanzig Uhr am Jeanne d`Arc Platz, die von der Gemeinde Eguisheim, beziehungsweise der Winzergemeinschaft dort veranstaltet wurde.
Als wir am Dienstagabend von Straßburg zurückkamen, hat der Alfred einen entsprechenden Zettel überreicht bekommen und die Weinverkostung am Camp, ist dann natürgemäß ins Wasser gefallen.
Daß die am Platz aber stattfand, war schon am Morgen beim Frühstück, die Bäckerei mit dem Teesalon befand sich genau auf den bewußten Platz mit dem Kriegerdenkmal, das das Standbild der heiligen Johanna zu zieren schien, zu bemeken, denn da wurde schon ein Schild aufgestellt, daß auf das abendliche Ereignis hinwies und große Lastautos fuhren auch schon am Morgen auf.
Um halb acht am Abend waren dann schon die Tische und die Bänke aufgestellt und der Alfred bedauerte, daß er nichts verstehen würde, wenn die Präsentation auf Französisch stattfinden würde.
Denn es gab auch einen Tisch mit einem Stehpult, das, ich glaube, aus einem Weinfaß bestand und einem Mikrophon etc.
Kurz vor acht fanden sich dann auch die ersten Leute auf den Tischen ein. Eine Liste mit den vorgestellten Weinen und ein Weinglas um zwei Euro fünfzig konnte man sich besorgen und es fing auch leider ein bißchen zu regnen an.
Wir hatten zwar unseren Schirm dabei, aber die Leute flüchteten von den Bänken weg, zu der überdachten Konditorei, die Serviererin wird sich am nächsten Morgen gefreut haben, es hörte aber ohnehin bald zu regnen auf und die Präsentation begann.
Zuerst auf Französisch, später scheinen sich die nicht “french speaking guests” beschwert zu haben, so daß ein Übersetzer auftauchte das Wichtigste noch einmal auf Englisch erzählte und der erste, der zehn vorgestellten Weine war ein Sylvaner.
Der Winzer, der ihn präsentierte, erklärte, glaube ich in einem Satz zusammenfassen zu können, lang und breit, daß dieser Wein, der allerbeste ist und er konnte auch sogleich verkostet werden.
Das Problem für mich an bei den elsäßischen Weinverkostungen war überhaupt, daß nur zwei oder drei Prozent der erzeugten Weine rote sind.
Der sogenannte Pinot Noir. Der Rest setzt sich aus Rieslings, Pinot Blancs, Pinot Gris, Gewürztraminer, Muskat, Cremants, das ist der Schaumwein, der nicht Champagner heißen darf, aber einer ist, wie die Winzer bereitwillig erklärten, zusammen.
Der zweite Wein war dann glaube ich auch ein Pinot Blanc und eigentlich hätte der Alfred auch nur ein Glas holen können und mich den Rotwein trinken lassen, was er aber nicht tat, so habe ich mich tapfer durchgekostet, auf der Buch-Wien hat es einmal auch eine Weißweinverkostung gegeben und in der Wachau bekommt man manchmal auch nur solche.
Der dritte Wein hat dann gepasst und da erklärte der Winzer, die Häuser oder Domains wechselten einander ab, da gibt einen Charles Baur, einen Emil Beyer, einen Leon Baur, einen Joseph Freudenreich und und und, die man alle sehen und ihre Weine kaufen und verkosten konnte, wenn man im Ort spazieren ging, daß die Trauben eine unterschiedliche Färbung hätten.
Den Riesling, einen der berühmtesten elsäßischen Weine gab es auch und den erklärte, wenn ich mich nicht irre, die Weinkönigin Aurelie und erklärt wurde im Wesentlichen, wie die Weine angebaut werden und zu welchen Speisen man sie trinken könne.
Die meisten Weine wie der Cremant und der Gewürztraminer eignen sich sowohl als Aperitiv, als auch zum Dessert und es gibt auch die verschiedenen Geschmacksrichtungen.
Der Gewürztraminer hat, glaube ich, etwas mit dem Tokaier zu tun und so wechselten sich die Winzer ab, die die Vorzüge ihrer Weine präsentiertenn und die freundlichen Frauen teilten dann immer die Weinproben aus. Inzwischen kam ein Paar mit Kind an unseren Tisch, das zu Alfreds Entsetzten die meisten grand crus Proben wegschütteten, die Eltern taten das, das Kind las inzwischen in einem Buch und die kleineren Kinder, einige mit einem Schnuller im Mund tollten am Platz herum.
Also eine angenehme Atmosphäre und eine gute Einführung in die elsäßischen Weine, die man dann, wenn man so wollte, sich am nächsten Tag bei den entsprechenden Winzern abholen konnte.
Das Glas konnte man sich mitnehmen und wenn man mit dem Auto, dem Fahrrad, etc, die Weinstraßen entlang fuhr, konnte man auch die Winzern bei der Arbeit zusehen.
Am Mittwoch darauf gab es dann die Weinverkostung am Campingplatz. Hier präsentierte der Enkelsohn des Charles Baur mit seiner Mutter noch einmal dasselbe Programm. Eklärte auf Englisch und Französisch in einem sehr vollgefüllten Raum und zum Unterschied zu der Weinverkostung auf dem Platz, konnte man die Weine anschließend auch kaufen und sie sich auf den Campingplatz liefern lassen, was der Alfred dann auch mit drei Flaschen Pinot Noir tat, denn den Gewürztraminer und noch einige andere Sorten hatte er sich schon bei dem von seiner Kollegin empfohlenen Emile Beyer besorgt.
Wir haben ja auch unseren entsprechenden Winzer in Nussdorf an der Traisen, wo wir immer zu den Verkostungen gehen und da habe ich auch einmal, angeregt von dem Literatur und Weinfestival, das ich heuer und im letzten Jahr mit dem Alfred in Krems und in Göttweig besuchte, gebloggt und das entsprechende Buch habe ich auch geschrieben.

2014-08-10

Der veruntreute Himmel

Filed under: Uncategorized — jancak @ 09:49

Jetzt geht es wieder (fast) weiter mit der Leseliste und da kommt “Der veruntreute Himmel” von Franz Werfel mit einem Bild der Anni Rosar aus der Verfilmung von 1958, auf dem Cover, an die Reihe.
Das Buch habe ich im Schrank gefunden, den Film sicher einmal im Fernsehen gesehen und ihn mir jetzt sozusagen als Vorbereitung noch einmal angesehen und war etwas erstaunt und verwirrt. Denn es ist ein typischer Film mit Kostümen und Ausstattung aus den Fünfzigerjahren und da passen die Andeutungen vom dem Unheil, was da auf die schöne heile Welt zukommen wird, die Verhaftung des Leopolds und das “Volksgenossin!”, des Herrn Bichlers nicht ganz dazu.
So habe ich nachgegooglet, wann der Franz Werfel gestorben ist, am 26. August 1945 und den Roman hat er wahrscheinlich während der Emigration in Paris geschrieben, zumindest tut das sein erzählender Schriftsteller Theo so. Eine schöne heile Welt also, die Fünfzigerjahre und ein ergreifender Film bzw. Buch, die ein bißchen voneinander abweichen.
Die Geschichte einer Magd, aber eigentlich ist die Teta Linek Herrschaftsköchin und auch bei der Krankenkassa der Hausgehilfinnen versichert und diese Teta, nahe an den Siebzig, hat einen Lebenstraum, der von der schönen Livia Argan, bei der sie angestellt ist, belächel , beziehungsweise, Theo, dem Hausfreund, der in Grafenegg, wo sich der Sommersitz der Familie befindet, ein Wohnrecht hat,erzählt wird. Es ist der Sommer 1936, glaube ich, August, also auch ein Sommerbuch, die Argans kommen gerade von den Festspielen aus Salzburg zurück, Livias Geburtstag soll mit einem großen Fest gefeiert werden, zwei Kinder Doris und Philipp, alle hochbegabt und musikalisch, achtzehn und neunzehn Jahre alt, gibt es auch.
Und die Teta ist eine böhmische Käöchin, aber lange schon in Wien, zwanzig Jahre schon bei den Argans, vorher war sie bei einem Hofrat beschäftigt und da hat sie einmal Besuch von ihrer Schwägerin und dem kleinen Mojmir bekommen und die Schwägerin fragt an, ob Teta sie nicht bezüglich der Ausbildung des Kleinen unterstützen könnte?
Der leiert ein Gedichtlein hinunter, ißt ein paar Stücke Gugelhupf dazu und Teta, die fromme, die Jungfrau, die jeden Morgen um sechs zur Frühmesse geht und ihren Platz im Himmel haben will, beschließt ihn Pfarrer werden zu lassen, damit ihr dieser Platz ganz ganz sicher ist.
So schickt sie Jahr für Jahr Geld, Livia zweifelt längst an der wahren Absicht des Neffen, der ein Bild von sich im Priesterkleid schickt und auch von dem Pfarrhaus in Hustopec, wo Teta herkommt, spricht, das er übernehmen will, aber vorher braucht er noch einmal fünfhundert Schilling für die Renovierung und Teta schickt das Geld, gesehen hat sie den Neffen seit seinem Besuch damals nicht mehr, denn sie liebt ihn nicht, pflegt zu ihm, genau wie zu ihrer Schwester Kathi, die auch keine sehr angenehme Person ist, keine verwandtschaftlichen Behziehungen, sie will nur in den Himmel, so ist sie sparsam und geizig und verrechnet ihrer Familie auch mehr, als sie eigentlich sollte.
Bei der ist aber das Unglück eingezogen, denn Philipß will im Übermut nach der Geburtstagsfeier auf einen Berg, springt über die Zäune, überkugelt sich und bleibt mit einer Schädelhirnverletzung liegen.
Die modernen Eltern trauen sich nicht die Totenwache zu halten, Teta sitzt an seinem Bett mit dem Rosenkranz und schüttelt den Kopf, weil die gnä Herrschaften, keinen Pfarrer holen wollen.
So herzlos kann sie also nicht sein, sie denkt ja auch an ihre behinderte Schwester, die von ihrer Schwester Kathi, der Frau Oberrevident, ausgenützt wird.
Denn Teta wird von den Argans, nachdem sich Doris eine Gehirnhautentzündung zugezogen hat, entlassen, bekommt aber zehntausend Schilling ausbezahlt, zehntausend weitere hat sie sich erspart, zieht damit ein paar Tage zu ihrer Schwester, dann fährt sie nach Hustopec, denn der Neffe hat versprochen, er wird für das Tantchen sorgen.
Dort findet sie zwar ein weißgestrichenes Pfarrhaus, aber der Pfarrer heißt Ottokar Janku, schüttelt den Kopf, als sie ihm den Brief zu lesen gibt und begleitet sie zum Bahnhof, sie will jetzt nach Prag, denn dorthin hat sie das Geld geschickt.
Der Architekt Fasching entpuppt sich als Greißler, bei dem der Neffe schulden hatte und der hat eine Frau bei sich, nennt sich Redakteur, entwirft Kreuzworträtsel und Horoskope.
Er lebt in einer miesen Wohnung, das Tantchen ist entsetzt, der Himmel scheint verloren, sie fragt sich auch, ob sie schuld an dem Versagen ist und so entschließt sie sich zu einer Pilgerfahrt nach Rom und zwar zu der teureren, die um viertausend Schilling, weil das für die sparsame eine größere Buße ist, wo auch Florenz und Venedig besichtigt werden und da wendet sich das Blatt, lernt sie ja den Kaplan Seydel kennen, im Film von Hals Holt gespielt, der sich ihr annimmt und dem sie alles beichtet.
Im Film pilgert auch Frau Argan mit ihrer Tochter nach Rom und wohnt dem Begräbnis bei, Tata erleidet bei der Audienz beim Papst einen Schlaganfall und stirbt wenig später im Spital. Vorher kommt aber noch ein hoher päpstlicher Würdenträger zu ihr und richtet ihr die Grüße des Papstes aus und bringt ihr von ihm einen Rosenkranz.
Im Buch überweist sie von ihrem Geld, das sie, die Devisenvorschriften umgehend, nach Rom im Handtäschchen mitnahm, zehntausend an Seydels Schwester, damit sich die in einem Lungensanatorium auskurieren kann und fünftausend, dem “armen Trottel Mia”, der behinderten Schwester, es wird aber angedeutet, daß die nichts bekommen, weil die Frau Oberrevident Teta ja beerben will.
Der Film beginnt mit dem Begräbnis und endet auch da, die Schwestern kommen nicht vor. Das Buch endet nach dem Anschluß in Paris, dort befindet sich der Ich-Erzähler auf der Flucht und dorthin hat sich auch Kaplan Seydel, der mit den Nazis nichts am Hut hat, begeben und die Argans werden, nachdem Leopold aus dem KZ entlassen wurde, auch erwartet.
Ein interessantes sehr beeindruckendes Buch, das ich im Elsaß gelesen habe, und das, weil es ja teilweise in Paris spielt, auch zur Frankreich Lektüre passt und vielleicht ist Franz Werfel ja auch über das Elsaß emigriert.
In Lourdes war er jedenfalls und hat dort das Gelübde geleistet, wenn er die Flucht heil übersteht, das “Lied der Bernadette” zu schreiben, das ich vor kurzem auch gelesen habe.

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