Literaturgefluester

2014-11-24

Zweimal experimentelles Crossover

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:37

Wieder einmal “literarische Erleuchtung” in der “Alten Schmiede”, um achtzehn Uhr, also mit einer siebzehn Uhr Stunde nicht zu schaffen und so bin ich zu Jörg Piringers Performance bezüglich Anestis Logothetis Sprachmusik zu spät gekommen, was die Sache schwierig machte, da der Sprachkünstler Piringer, den ich schon von einigen Veranstaltungen kenne, gerade in Lautermalereien und Wortwiederholungen schwellte und ich kannte mich nicht recht aus. Den Namen Logothetis hatte ich schon gehört, mehr war mir aber nicht präsent, so mußte ich erst nachlesen, daß das ein 1921 geborener  in Bulgarien geborener 1994 in Wien verstorbener Musiker griechischer Herkunft war, der offenbar auch in Sachen visueller Poesie unterwegs war.

Nach einer Weile unterbrach Jörg Piringer seinen Vortrag und wies auf Parallelen zwischen seinem und Logothetis Werk hin, zeigte einige Partituren und gab Klangbeispiele.

Am Schluß fragte Kurt Neumann noch Lothetis Tochter Julia, die mit ihrer Familie im Publikum saß, wie sie mit der Veranstaltung zufrieden war und wies auf den reichhaltigen Büchertisch, wo man CDs und Partituren des Klangkünstlers kaufen konnte.

Da Jörg Piringer seine Stunde überzogen hatte und es nachher auch noch einige Gespräche  gab, ersparte ich mir den Spaziergang und sah nach einer halben Stunde, Brigitta Falkner, die als nächste kam, war schon eingetroffen und hatte ihre visuelle Präsentation schon vorbereitet, das diesbezügliche Publikum der mit Fotos, Comics etc audiovisuell arbeitenden 1958 geborenen Künstlerin, die ich ebenfalls schon bei einigen Veranstaltungen hörte, eintreffen und da war es für mich sehr interessant, den Fankreis, nämlich Liesl Ulvary, Daniela Strigl, Christiane Zintzen, Hanno Milessi, Alexander Nitzberg, um nur die zu nennen, die ich kannte, zu beobachten.

“Strategien der Wirtsfindung” heißt ihr Transformation und Metamorphosenprojekt, das vorläufig nur als Mappe aufliegt, die Buchfassung soll in zwei Jahren erscheinen. Es gibt aber schon zwei Filme und eine Diashow und Kurt Neumann erklärte in seiner Einleitung, daß es dabei um das Parasitentum geht und sprach von einer “grauslichen Befallung von Lebensweisheiten.”

Dann projezierte Brigitta Falkner ihre Mappe, die teilweise mit Tonspur unterlegt war, teilweise nur mit den Bildern präsentiert wurde.

In der Diskussion erkundigte sich Alexander Nitzberg, ob es gelenkt sei, worauf man seine Aufmerksamkeit als erstes richte und Brigitta Falkner erkärte, daß manche Leute Schwierigkeiten haben vom Bild zum Text zu switchen und nur das eine oder das andere wahrnehmen.

Eine Frau stellte eine meiner Meinung nach die sehr realistische psychologische Frage, nämlich wie weit einem das jahrelange Beschäftigen mit Parasiten verändern kann., Brigitta Falkner wirkte etwas überfordert dabei, ist sie eben ein experimentelle Künstlerin, die sich vielleicht für die Psychologie nicht so interessiert, meinte aber, daß ihr der Verlag freie Hand ließe, so daß sie das Projekt, wenn das Buch erscheint, vielleicht schon um einige Dimensionen erweitert hat.

Und um von der visuellen Poesie zu meinem eigenes realisitsch psychologisch politischen Schreiben zurückzukommen, ist anzumerken, daß es da mit den drei Projekten mit denen ich derzeit beschäftigt bin, ein wenig weitergeht.

Bin ich doch mit dem “Nanowrimo” seit einigen Tagen fertig und habe am Wochenende schon mit dem Korrigieren begonnen. Die “Anna” ist mir dagegen vom Alfred zur Endkorrektur übergeben worden, während er sich mit dem “Schutzengelchen” beschäftigt, um es zu einem Buch zu machen.

Und ein literarisches Ereignis habe ich heute versäumt ,beziehungsweise ausgelassen, nämlich die Eröffnung der heurigen “Eine Stadt ein Buch-Aktion”- zu Mittag im Rathaus.

Habe ich Anna Gavaldas “Zusammen ist man weniger allein” ja dank der offenen Bücherschränke schon gelesen.

2014-11-23

Erich Fried Preis an Judith Hermann

Filed under: Uncategorized — jancak @ 16:26

Den “Erich Fried-Preis”  gibt es, seit 1990, er wird  von der internationalen “Erich Fried-Gesellschaft vergeben und vom Bundeskanzleramt der Republik Österreich finanziert.

Ein einziger Juror oder Jurorin ist für die Auswahl des Preisträgers verantwortlich, die Preisverleihung findet immer im November um Frieds Todestag, 22. November 1988 im Litereraturhaus statt und ich gehe meistens hin.

Das heißt früher einmal, als beispielsweise Elfriede Gerstl die Preisträgerin war, war die Verleihung, glaube ich, im Akademietheater und man mußte sich dafür Karten besorgen, da war ich nicht. Ich glaube, aber schon 2005, als Yaak Karsunke der Preisträger war und seit 2008 habe ich darüber gebloggt.

2007 war  Peter Waterhouse, der diesmal die Lecture gehalten hat, 2008 Alois Hotschnig, 2009 Esther Dischereit, 2010 Terezia Mora, 2011 Thomas Stangl, 2012 Nico Bleutge, 2013 Rainer Merkl und jetzt hat die Jurorin Monika Maron, den Preis an die 1970 in Berlin geborene Judith Hermann verliehen.

Man sieht, die Deutschen wechseln sich mit den Österreichern ab und es ist ein Preis, den ich auch sehr gern bekommen würde, halte ich mich ja für eine politische Autorin, aber die Juroren kannen wahrscheinlich weder meinen Blog noch meine Bücher und so verfolge ich das Preisgeschehen von der Zuschauerseite mit den nicht reservierten Plätzen.

Eine Besonderheit der “Fried Gesellschaft” ist auch, daß man sich um die Mitgliedschaft nicht bewerben kann, sondern dafür ausgewählt werden muß,  Heinz Lunzer, der ehemalige Literaturhausleiter ist,  glaube ich, derzeit der Präsident, Rolf Schwendter war das auch schon, Karin Invanscisc, Gustav Ernst, Robert Schindel, Elfriede Jelinek, die ganze heimische Autorenprominenz und auch ein paar deutsche, sind glaube ich Mitglieder und die Preisverleihungen in der Bibliothek des Literaturhauses am Sonntag, um elf sind immer sehr feierlich mit ebenfalls viel Prominenz und reservierten Plätzen.

Es gibt jedes zweite Jahr ein Symposium, da war ich auch schon bei einigen, sonst nur die Preisverleihungen, das soll aber, wenn das Geld kommt, anders werden, erklärte Anne Zauner, die Kuratorin in ihrer Rede und diesmal gab es auch schon zusätzlich das “Friederike Mayröcker Übersetzer-Symposium”.

Die Frau Mayröcker ist auch meistens  im Publikum und wahrscheinlich auch Mitglied, diesmal hat sie sich entschuldigt, vielleicht waren die Lesungen am Freitag und Samstag und die Teilnahme an den Workshops sehr anstrengend. Christel Fallenstein war aber da  und auch Politiker, so beispielsweise der deutsche Botschafter, der eine Rede hielt.

Robert Huez eröffnete, Anne Zauner erzählte was zu der Geschichte der Preisverleihungen, dann kam der, in Princeton lebende Walter Hinderer und hielt eine Laudatio auf Monika Maron, von der ich schon einige Bücher gelesen habe.

Der Minister Ostermayer kam auch, zeigte seine lange Rede, die bis hin zu den Urhebergesetzen reichen würde, hielt sie aber nicht, sondern begnügte sich mit dem Gratulieren und die Preisträgerin, die als begnadete Erzählerin gilt und mit ihrem ersten Erzählband “Sommerhaus, später”  gleich in den Literaturhimmel aufgestiegen ist.

Beim “Short Story Symposium” vor drei Jahren war sie in Wien und hat sie vorgelesen.

Den zweiten Band “Nichts als Gespenster” habe ich mir eingetauscht, als ich einen der “Luitpold Stern Preise” mit Buchgutschein gewonnen habe. 2000 war es, wenn ich mich nicht irre, den muß ich, genau, wie “Alice”, den dritten Band, den ich im Winter im Schrank gefunden habe, noch lesen.

Jetzt ist ein Roman erschienen “Aller Liebe Anfang”, der auch auf der “Buch-Wien” und im Literaturhaus vorgestellt wurde, den ich erst bekommen muß.

Aber “Sommerhaus später” hat mich sehr beeindruckt und mich vielleicht auch ein bißchen von meiner “Short Story-Phobie” geheilt und die Preisrede war auch sehr interessant.

Denn es stellt sich warhscheinlich immer die Frage, wie man sie mit Erich Fried und seinen Werken verbinden soll und jetzt bekommen ja bald Leute Preise, die in KG oder Schule gingen, als Erich Fried gestorben ist.

Judith Hermann war achtzehn und begann mit einem Gedicht, das in einer Collage in ihrem Zimmer in ihrem Elternhaus gehangen ist. Fünfundzwanzig Jahre später war sie zwei Wochen in ihrem Haus in der Uckermark, die jetzt  durch Sasa Stanisic berühmt geworden ist und macht sich Gedanken über die Bürde, die es bedeutet, diesen Preis zu bekommen.

Man sollte ja meinen, die Annahme von 15.000 Euro sollte nicht so schwer sein und die meisten Schriftsteller werden sich auch freuen, davon ein Jahr zu leben, bis vielleicht der nächste Preis oder Stipendium kommt und ich glaube auch nicht wirklich, daß man verpflichtet ist, sich in Erich Fried einzulesen.

Notfalls könnte man  auch um halb elf oder auf der Zugfahrt ins Wikipedia gehen.

Aber Judith Hermann nahm es genau und Frieds Werke in die Uckermark, das jetzt ein kleines verlassenes Dörfchen mit ein paar Einwohnern, einer alten Frau und zwei Kindern ist und las über das Sterben von Erich Frieds Vater nach. Der wurde ja 1938 von der Gestapo so gefoltert, daß er in der Nacht darauf starb. Fried ist daraufhin nach England gegangen und als die vierzehn Tage in der Uckermark vorbei waren, wurde in das Haus eingebrochen und jemand hat ein Hakenkreuz an die Wand gemalt.

Judith Hermann ist eben eine Meisterin des Erzählens und es war, glaube ich, auch eine der beeindruckensten Reden, die ich in den letzten Jahren hörte.

Dann gabs das Fotoshooting, Sekt und Gespräche und im nächsten Jahr wieder ein Symposium, von dem Anne Zauner schon den Namen sagte, über “Facts und Fiction” soll es, glaube ich, gehen und  das berühmte Gedicht “Es ist was es ist” wurde von Judith Hermann auch zitiert.

2014-11-22

Mayröcker-Symposium

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:40

Am zwanzigsten Dezember wird die “Fritzi” neunzig Jahre alt. Zu diesem Anlaß gibt es derzeit eine Menge Veranstaltungen und Symposium, die die alte Dame, die, wie ich glaube, den Tod fürchtet, sehr genießt, bei einem war ich schon im Literaturhaus und jetzt gibt es dort noch auf Anregung ihrer “Vertrauten” Christel Fallenstein ein Übersetzersymposium mit Fried- Lecture, denn am Sonntag wird ja der Erich Fried Preis an Judith Hermann vergeben.

Ich habe mir also den Freitag und Samstagnachmittag freigehalten, bis ich darauf gekommen bin, daß die Workshops offenbar interne Veranstaltungen sind und ich bin keine Übersetzerin, die Mayröcker-Texte ins Chinesisce, Japanische oder Ungarische  übersetzt, also hatte ich den Freitag Nachmittag frei, eine zwei Uhr Stunde zu machen, einen Befund zu schreiben und dann noch eine CD von Daniel Glattauers “Geschenkt” zu hören und das Hörbuch vorauszubloggen.

Um sieben ist es dann mit der Fried Lecture, ein Vortrag eines Fried-Preisträgers oder sonstigen Prominenten am Vorabend des Preises, losgegangen, die diesmal von Peter Waterhouse, einem früheren Preisträger, gehalten wurde und der zerlegte sehr genau und langatmig und wahrscheinlich auch sehr genüßlich ein von Friedericke Mayröcker in den Sechzigerjahren geschriebenes Gedicht, dann kam er zu Erich Fried und dazwischen landete er noch auf dem Morzin Platz in dem berühmten Hotel Metropol, wo glaube ich, ja der Fried-Vater, verhaftet und gefoltert wurde.

Dann kam er zu einem Fried-Gedichtband über Vietnam und danach kam die Geehrte selber mit einer  Lyrik-Session. Ich finde ja die Mayröcker Texte sind keine Gedichte sondern verdichtete Tagebucheintragungen und Lebenssplitter, der Applaus war trotzdem sehr lang und eine ihr gewidmete “flugschrift-Ausgabe” und einen “Feribord-Leporello” gab es ihr zu Ehren auch und dann das Getränkebuffet, von dem ich nur rasch ein Achterl getrunken und mich ein bißen mit einer der Stammbesucherinnen unterhalten habe, denn nachher gings zu Patrick üblichen Herbstfest in die “K u. K-Holzwerkstatt” und am Samstag gings mit einem Workshop und dann mit dem Roundtable-Gespräch “Mayröcker übersetzen” weiter, wo unter der Leitung von Walter Hinderer vier “Scardanelli-Übersetzer” über ihre Arbeit und die Probleme dabei diskutierten.

Juliana Kaminskaja aus St. Petersburg hat es ins Russisch übertragen, Jose Luis Reiner Palazon aus Sevilla ins Spanische, Liselotte Pope-Hoffmann ins Englische und die Rumänin Julia Schiff, mit der ich schon am Freitag ins Gespräch gekommen bin, ins Ungarische. Die vier hatten zuerst ein Statment vorbereitet, wo es bei dem Spanier und der Englsich Übersetzung um die Fragen ging, wie werktreu oder kreativ das Übersetzen sein muß?

Julia Schiff erzählte von ihrer Begegnung mit Friederike Mayröcker und wie sie von Hölderin zu ihr gekommen ist. Ihre Übersetzung ist auch noch nicht ganz fertig und das Buch auch noch nicht erschienen und die Russische Übersetzerin erzählte auch sehr impulsiv von ihren Problemen.

Im Ungarischen gibt es eine Zeitform nicht, so mußte alles im Präsens übersetzt werden und auch bestimmte Worte fehlen und um den Mayröcker Duktus und Sound ging es auch.

Walter Hinderer zitierte Goethe und Walter Benjamin und aus dem Publikum kamen Fragen, ob man jetzt übersetzen oder übertragen soll, womit de rSpanier Probleme hatte und den Unterschied nicht verstand, spannend auch die Unterscheidung zwischen “setzen” und “tragen”, wenn man es wörtlich nimmt.

Gemeint ist damit, glaube ich, aber, daß, das “übertragen” im Sinne einer Nachdichtung zu verstehen ist und über das Wort zu Wort Übersetzen hinausgeht.

Am Schluß trat dann die Frau Mayröcker auf, las eines ihrer Gedichte vor und die Übersetzer folgten.

Spannend war da vor allem die englische mit der deutschen Vision zu vergleichen, weil man das ja einigermaßen verstehen kann und ich habe mit dem Übersetzen, seit ich mich mit Übersetzerworkshops und Symposien beschäftige, ja überhaupt meine Probleme, weil mir erst dadurch klargeworden ist, wie viel man da auch falsch machen, beziehungsweise, wenn man der Sprache nicht mächtig ist, nicht korrigeren kann.

Die Frau Mayröcker schien aber damit zufrieden und die sehr lebhafte Russin erklärte noch, daß man nicht nur in Sprachen übersetzen, sondern auch in Formen und Zeichen kann und präsentierte einen Band aus der Edition Splitter, wo es um eine handgeschriebene Übersetzung von Angelika Kaufmann geht.

2014-11-21

Blau

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:43

“Blau”, den dritten Roman des 140 geborenen Grazer Sigi Faschingbauer, gerade bei “Keiper” erschienen, habe ich angesichts meiner überlangen Leseliste gar nicht bestellen wollen, aber doch bekommen,  am Montag vor der “Buch-Wien” zu lesen begonnen, was bei einem vierhundertzwanzig starken Buch gar nicht so einfach war und ich komme manchmal auch nur langsam in ein Buch hinein.

Das “Blau” bezieht sich auf die Farben der Kornblumen, die zieren auch das Cover und sind tatsächlich oder fiktiv das Symbol der Rechtsextremen, am Schluß des Buches steht, daß die Personen und die Handlung bis auf die historischen Tatsachen erfunden sind und es geht um die Neonazis in der Steiermark, die ihre Fäden durch ganz Europa ziehen oder umgekehrt, überall ihre Mörder haben und erstaunlich brutale Methoden dabei anwenden.

Es geht auch um einen Einzelnen, den männlichen Helden David Kordek, so um die Vierzig, das Buch hat einen weiten Handlungsbogen, der sich in drei Teilen von 1990 bis 2006 dahin zieht, die einzelnden Kapitel haben alle Überschriften und ist daher ein wenig schwierig zu lesen, es gibt auch abwechselnden Erzähltechniken, so Poster im Buch und Dialogpassagen, insgesamt ist es vielleicht ein wenig langatmig und ein Buch, das sich mit der Political Correktness beschäftigt, sollte vielleicht nicht das Wort “mongoloid” für das Downsyndrom verwenden und einen Afghanen als Orientalen bezeichnen und, das führe ich noch an, bevor ich zum Inhalt komme, “Fahrenheit 451″ wurde von Ray Bradbury und nicht von George Orwell geschrieben, im Koma kann man aber wahrscheinlich vieles leicht verwechseln.

David Kordek lebt also in Graz, als Informatiker, hackt manchmal herum, hat eine fünfzehnjährige Tochter namens Susanna mit Down-Syndrom, die begeistert Schnee und Städte zeichnet, einen Malkurs besucht, die Mutter hat die Beiden schon lang verlassen, David hat auch einige Affairen, trifft dann aber Susannas Therapeutin, eine indische dunkelhäutige Ärztin,  verliebt sich in sie und einen sozialdemokratischen Vater, der vor sich hinschweigt, weil er als Kind beobachten konnte, wie seine Mutter starb, weil ein brutaler SS-Mann oder Polizist, Zigeunerkinder in den Tod jagte, hat er auch.

Er studierte in den Neunzigerjahren in Wien und kam mit Freunden in ein Lokal der Burschenschaftler, die sich mit den Studenten anlegten, es kam zu einer Anzeige, ich glaube, auch zu einem Freispruch, aber das Blut war gerochen, David hackte ein wenig herum und als er später mit seiner Familie auf einen Bauernhof kommt, gerät er bei einem Spaziergang zu einem rechtsradikalen Ausbildungslager und fotografiert.

Die Filme wurden ihm zwar abgenommen, ein paar rutschten aber durch ein Loch in seiner Jackentasche und als er auf der Polizei eine Anzeige macht, gerät er an einen radikalen Polizisten, der Sohn des Mannes, der seine Mutter auf dem Gewissen hat, der erledigt die Drecksarbeit für die Rechtsradikalen,  hat dabei seine eigenen Methoden. David wechselt den Betrieb, gerät an eine Firma, die sich offensichtlich rührend, um ihre Mitarbeiter kümmert, der Afghane Em Em darf aber nicht Davids Stellvertreter werden und der schwule Karl Rosen wird mit seinem Freund auf dem Weg zu einer Berghütte der Firma auf einem Schlitten in den Abgrund gefahren.

Weil die schöne Sekretärin Befh eine Cassette fand, wo ihr Chef den Mord in Auftrag gab, wird auch sie brutal ermordet, der Chef natürlich auch und David, der inzwischen Kontakt mit dem Verfassungsschutz aufnahm, kommt beinahe ebenfalls um.

Das ist jetzt kein Spam, denn das erfährt man schon am Anfang des ersten Teiles, das auf ihn geschossen wird und seine Tochter Susanna hört zu zeichnen auf, ruft bei der Rettung an und sagt solange “Ich bin Susanna Kordek, mein Vater blutet- bitteee schnell”, bis er gerettet wird.

Aber das erfährt man erst am Ende des ersten Teils, im zweiten liegt er  im Koma, im dritten erwacht er, hat sich mit der Ärztin, die in Indien ein Spital für mental beeinträchtigte Kinder aufbauen will, angefreundet. Susanna stellt ihre Werke aus und bekommt ein Begabtenstipendium, David hat sich selbständig gemacht und weiß jetzt nicht, ob er Fredda nach Indien folgen soll, dann holt ihn die Vergangenheit ein und er muß noch einmal beweisen, ob ein linker Außenseiter Chancen gegen abnorme Neonazis und rechtsradikale Organisationen hat?

Ein spannendes Buch, das uns in die Welt der Rechtsradikalität und ihre Vernetzungen einführen kann, auch ein wenig vom Leben mit dem Down-Syndrom und wie man die Betroffenen fördern kann, erzählt, das meiner Meinung nach, vielleicht ein wenig gestrafft und überarbeitet gehört, aber auch auf seine ausufernde Erzählweise lesenswert ist.

In Graz wurde es vor kurzem auch vorgestellt und präsentiert, bei der “Buch Wien” hat der “Keiper-Verlag” heuer leider gefehlt, aber die war  einigen  Verlagen, wie ich hören konnte, zu teuer.

Das Buch läßt sich aber sicher in jeder guten Buchhandlung erwerben oder bestellen.

2014-11-20

Dreißig Jahre Picus-Verlag

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:46
Publikum

Publikum

Die Gewürztraminer

Die Gewürztraminer

Aus Ungarn zurückgekommen, lockten wieder die Veranstaltungen, denn im Literaturhaus wurden die Preisträgerinnen des Open Mike, dieser in Berlin stattfindenen Veranstaltung, wo die jungen Talente, die später große Karrieren machen, herausgefiltert werden, vorgestellt.

Ich habe meine eigene Open Mike Geschichte, gab es ja soetwas vor cirka fünfzehn Jahren auch in Wien, von einer Bezirksrätin veranstaltet, wo sich einmal soviele Leute meldeten, daß ausgeknobelt wurde, wer lesen durfte.

Ich natürlich nicht und als ich dann las, habe ich nichts gewonnen und der gelangweilte Beirksrat sagte “Es gibt jeder sein Bestes, ich weiß!” und gähnte wahrscheinlich dabei vor sich hin

Aber darum geht es bei dieser Berliner Veranstaltung nicht, wo im Vorjahr Sandra Gugic gewonnen hat, Kathrin Röggla, Terezia Mora, Tillmann Rammstedt etc entdeckt wurden und Andreas Maier sowie Marion Poschmann in der Jury waren.

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Alexander Potyka

Alexander Potyka

Ich dachte zuerst, daß ich dorthin nicht gehen könne, weil wir noch in Ungarn sind, als ich aber darauf kam, daß wir von dort schon  am frühen Nachmittag zurückkommen, hatte ich schon die Einladung zu dem Verlagsfest “Dreißig Jahre Picus Verlag” in der Tasche und Verlagsfest interessieren mich nun mal, so daß ich die Open Mike Veranstaltung im nächsten Jahr einplanen werde, falls es die noch gibt, die Schweizer Buchpreisträger wurden heuer auch nicht mehr im Literaturhaus vorgestellt, aber Buzzaldrin war in Berlin hat von dort gebloggt und das Picus Verlagsfest war sehr interessant und sehr exclusiv.

Im Theater am Petersplatz hat es stattgefunden, dort wo einmal, lang lang ists her Arthur West einenen seiner Gedichtbände präsentierte und der Sonderzahl-Verlag einmal seine Einakter präsentierte gemeinsam mit der “Alten Schmiede” präsentierte.

Das Theater wurde inzwischen wie Alexander Potyka in seiner Einleitungsrede erwähnte, inzwischen mehrmals umgebaut, es heißt inzwischen auch sicher anders und Alexander Potyka hat dort einmal eines seiner Kinderbücher präsentiert und jetzt eben das Verlagsfest, um das dreißig Jahre Bücher machen zu feiern, daß wie der Verleger sagte, trotz aller Schwierigkeiten und Hürden immer noch Spaß machen kann.

Es gibt ja eine Reiselesereihe, die von mehr oder weniger bekannten Autoren, durch die gesamte Welt führt. Martin Ammanshauser schreibt darin und hat am Samstag sein letztes Buch bei der Buch-Wien vorgestellt und die von Cornelius Hell über Ungarn hätte ich mir vorher bei “Freytag und Berndt” fast eingetauscht. Es gibt Kinderbücher und auch eine Reihe von Autoren, die dort verlegen. Alexander Potyka erwähnte Ivan Invanje den Milo Dor zum Verlag brachte. Bei den jüngeren Frauen sind Theodora Bauer, Andrea Kern, etc zu erwähnen.

Zdenka Becker, die eines ihrer Bücher, dort verlegte, habe ich gesehen, Daniela Striegl, Egyd Gstättner, Martin Ammanshauser und viele mehr, aber davon später, denn die Verlagsautoren spielten in dem Festprogramm noch eine große Rolle, haben sich Alexander Potyka und Dorothea Löcker zu ihrem Fest doch etwas Besonderes ausgedacht.

Dorothea Löcker

Dorothea Löcker

Stefan Slupetzky

Stefan Slupetzky

Zuerst die Festrede mit der Verlagsgeschichte, die sie im Duett hielten, interessant für mich, daß Dorothea Lücker, die Tochter von Reinhard Federmann ist, von dem ich auch schon einiges gelesen haben. Es gibt inzwischen eintausendzweihundert Bücher (neunhundert steht in Wikipedia) von Autoren wie Judith J. Taschler, die inzwischen von sich reden macht, Egyd Gstättner, der Vielschreiber aus Kärtnen und und und….

Der größte Verlagserfolg wurde das wurde das Buch von Ceija Stojka, die damit berühmt wurde und auf die Geschichte der Roma und Sinti aufmerksam machte und zum Verlagsfest  einen Auftragskrimi mit dem bezeichnenten Namen “Mordserfolg”, eine Anthologie, zu der sie sechzehn Autoren einluden, einen Text  zu schreiben, in dem die Zahl dreißig vorkommen sollte, Stefan Slupetzky, Cordula Simon und Rene Freund haben ihre Texte daraus gelesen, zuerst haben aber die “Gewürztraminer” aufgespielt und dazwischen immer auch.

Stefan Slupetzkys Krimi “Specht Nummer dreißig” bezog sich gleich auf das festliche Ereignis, denn der Specht ist ja das Markenzeichen des Verlags und es beginnt mit dem Satz, daß der Erzähler seinen Schulfreund ermordet hätte, denn die beiden waren sich spinnefeind, beziehungsweise Rivalen, als sie vor dreißig Jahren zusammen zur Schule gingen. Da sollte man für den Naturkundeunterricht etwas in Sachen Specht sammeln und der eine übertrumpfte den anderen und so ging es weiter mit den Spechtblicken, sie spannten einander das schöne Mädchen aus, dann studierte der eine Germanistik, der andere Philosophie, fuhren später Taxi, um schließlich Schriftsteller zu werden und der dreißigste Specht ist dann der Mord, bez. der Anfang der Geschichte.

Cordula Simons Geschichte, die ja inzwischen beim Bachmannpreis  gelesen hat, vom Literaturhaus präsentiert wurde und im vorigen Jahr beim “Alpha” zu den Finalisten kam, hatte  auch das Wort dreißig, aber nichts von Autoren und nichts vom Picus-Verlag, das blieb erst wieder Rene Freund vorbehalten, sie beschrieb eine Wahnvorstellung, da bildet sich einer ein einen Roboter zur Frau zur haben und am Schluß fließt Blut und bei Rene Freund verschwinden plötzlich die Autoren zuerst Franzobel, mit dem fängt es an, dann Theodora Bauer, Zdenka Becker,  Rudi Habringer, etc bis es neunundzwanzig sind, der letzte ist er dann selber und Dan Brown hat die dreißig eingefangen, damit sie ihren “Picus-Code” schreiben, als die Lesung soweit war, war die Hälfte des Publikums schon beim Buffet, die anderen kamen nach, es gab Gulasch und was mit Gemüse, aber zum Gulasch bin ich in Ungarn wegen der vielen Gänseleber ohnehin nicht gekommen und nachher gabs ein paar Insidergespräche hzu hören, wie es ist, wenn sich die Autoren mit der Jurorin über den Bachmannpreis unterhalten.

Cordula Simon

Cordula Simon

Renee Freund

Renee Freund

Barbara Neuwirth war auch da und Susanne Scholl und Tanzmusik gab es nachher auch und die Anthologie als Geschenk des Verlages zum Mitnehmen.

Also auf weitere dreißig schöne Jahre, ein paar Fotos dazu gibt es auch und Andrea Kerns Buch, wahrscheinlich eine der jüngsten Picus-Autorinnen habe ich vor kurzem gelesen, das der Theodora Bauer wird vielleicht noch kommen.

Ungarischer Literaturstreifzug

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:23

In Ungarn ein literarischer Literaturstreifzug, das bietet sich vielleicht an, habe ich doch, als wir im vorigen November mit dem Familienbadeurlaub begonnen haben, meine Bücherbestände durchforscht und einiges gefunden, denn Ungarn war ja, glaube ich 2000, Gastland bei der Frankfurter Buchmesse, da war ich dort und habe einiges mitgebracht und Walter Famler hat in seiner “Wespennest-Reihe” einige Ungarn Bücher herausgebracht, die er nachher bei der Literatur im März in den Bücherturm stellte. Davon ist einiges bei mir geladet und habe es im Vorjahr nach Bük mitgenommen, aber nicht gelesen und in der vorigen oder vorvorigen Woche hat offenbar ein Ungar seine Buchbestände in den offenen Bücherschrank geräumt, leider waren sie auf Ungarisch, daher für mich nicht so interessant. Es gibt aber die literarischen Übersetzer und da war ich schon bei einigen Veranstaltungen und habe mich einmal auch mit György Buda unterhalten und ihn, glaube ich, auch gefragt, was ich nach Ungarn als Lesestoff mitnehmen soll? Cornelius Hell, den ich das einmal, bezüglich Litauen fragte, hat auch ein paar Ungarn-Reiseführer herausgegeben, die war ich am Samstag fast dabei einzutauschen, als ich das Margareten-Buch, das mir die Ingrid zum Geburtstag schenkte, umtauschen wollte. Den Szilard Borbely, der eigentlich gepasst hätte, gab es dort nicht, also bin ich mit einem tollen Buch von Imre Kertesz, mit drei tollen Geschichten, das mir fast in meinen Bücherbergern verlorengegangen wäre, eines von Sandor Marai, von dem ich schon im Frühjahr ein anderes mit hatte, nach Bük gefahren und auf der Buch-Wien bzw. bei der Donau Lounge oder beim Stand des Balassi Instituts gab es einige Broschüren, die ich mir ebenfalls mitgenommen habe. “Publishing Hungary”,”New Windows on hungarian literature”, heißen die zum Beispiel und sind, wie man sich schon denken kann auf Englisch, also auch die Leseproben der Autoren, von denen mir die meisten unbekannt waren. Aber was habe ich von der ungarischen Gegenwartsliteratur schon alles gelesen? Einiges schon, Von Geörgy Dalos, der seit einiger Zeit in  Berlin lebt und den ich gelegentlich in Wien treffe “Der Fall des Ökonomen”, zum Beispiel, ein paar andere Bücher von ihm, beispielsweise auch die aus der “Edition Wespennest”, stehen noch auf meiner Liste. Bei einer Peter Esterhazy-Veranstaltung war ich einmal in der Hauptbücherei und im vorigen Jahr habe ich in Bük die “Pendragon-Legende” gelesen, das Buch von Ernö Szep, das ich lustigerweise in der “Englischen Flagge” von Imre Kertesz wiedergetroffen habe, die “Jungen von der Paulstraße”, von Franz Molnar, die mich einmal im Fernsehen fast zum Weinen brachte und Magda Szabo habe ich im Frühjahr gelesen. Alles quer durch den Krautgarten, wie das bei mir üblich ist und einen ungarischen Lyriker habe ich auch einmal in der “Alten Schmiede” getroffen. Vieles noch auf meiner Leseliste, wie beispielsweise eine Anthologieen-Band, den ich im Winter gefunden habe und ursprünglich minehemne wollte, bis ich den Marai und die Szabo bekommen habe, was für einige zukünftige Ungarn-Aufenthalte reichen wird und “Gespräche über Ungarn” gab es im Frühjahr auch, aber da war eher die politische Situation gemeint und wenn man sich ein bißchen über das zeitgenössische Literaturgeschehen einlesen will, ist die “Donau Lounge” der “Buch Wien”, die es hoffentlich auch im nächsten Jahr wieder geben wird, sehr zu empfehlen. Also spannend, was ich noch alles finden und lesen werde und ich bin jetzt, was die ungarische Literatur betrifft,  ein bißchen sensibilisiert.

2014-11-19

Die englische Flagge

Filed under: Uncategorized — jancak @ 14:34

Eigentlich habe ich ja ein Jungendbuch von Magda Szabo nach Bük mitnehmen wollen, dann habe ich das in der Schnelligkeit in meinen Bücherstößen, die im Schlafzimmer an der Wand aufgereiht sind, nicht gefunden und bin stattdessen auf die “Englische Flagge”, Erzählungen des Nobelpreisträgers von 2002, Imre Kertesz gestoßen und damit einen guten Griff getan, denn die drei Geschichten sind sehr politisch und dadurch für mich äußerst interessant. Bei der “Eine Stadt- ein Buch Aktion” hat es einmal eine Drehbuchfassung des “Roman eines Schicksallosen” gegeben, die mich nicht so begeistern konnte.

Jetzt bin ich sehr interessiert in der Badewanne gelegen und habe erfahren, wie ein wahrscheinlich Traumatisierter, aus Auschwitz zurückgekommener junger Mann, das Nachkriegs-Budapest erlebt. Der Ich-Erzähler, nun ein älterer Mann, wird von seinen Schülern gedrängt, doch von  der “Englischen Flagge” zu erzählen und tut das auch mit vielen Drehungen und Wendungen. Weiß er doch nicht, wo er damit anfangen soll? Bei Richard Wagner oder seinem eigenen Leben, aber ein ganzes Leben nachzuerzählen ist  unmöglich. Nicht nur aus Platzgründen, sondern, weil man es selber wahrscheinlich nicht so gut kennt. So beginnt er, als er zwanzig war. Ein Jungjournalist und sich das Budapest, das er aus seinen Kindertagen kannte, sehr verändert hat. Die Redaktion in der er arbeitet, hat das auch, es gibt Fleischmarken in der Stadt, kein Fleisch dazu. Aber ein Hotel, das den Besatzern gehörte, da gibt es Fleisch zum doppelten Preis. So ißt der Jungjournalist, der schon nicht mehr viel von den Menschen und vom Leben hält, manchmal dort ein Schnitzel auf Vorschuß, bevor er in seine Redaktion geht. Die Jungjournalisten müßen dort zur politischen Schulung. Die wird von einem wichtigen Redakteur gehalten und es ist wahrhaft brillant, wie der Nobelpreisträger das “Show not tell!”, versteht, so als hätte er diese amerikanischen Writingseminare besucht.

Hat er wahrscheinlich nicht, aber der Redakteur schwitzt bei seinem Vortrag, hat einen roten Kopf und tritt immer wieder auf den Balkon hinaus, um auf die Straße hinauszusehen. Nachher läßt er sich viel Zeit mit der Verabschiedung, hört gar nicht zu reden auf und als der Jungjournalist schließlich auch auf den Balkon hinausgeht, sieht er den Wichtigen gerade auf die Straße hinauskommen. Dort steht ein schwarzes Auto und zwei schwarzgekleidete Herren geleiten ihn höflich hinein. Das ist der Anfang vom Schrecken, vielleicht schon das Ende oder sind wir mittendrin? Der Jungjournalist hat wahrscheinlich schon viel erlebt und beschreibt die Typen in seiner Redaktion auch großartig. Da gibt es ein siebzigjähriges Männchen, einen Stenographen, der versucht seine Schwerhörigkeit zu verbergen, damit er nicht in Pension geschickt wird, als ob es nicht andere Probleme geben würde, der fragt den Jungredakteur für welches Theater er Freikarten haben will?  Der entscheidet sich für die “Walküre”, obwohl  Wagner gerade in Ungnade gefallen war und die Panzer rücken in Budapest auch gerade an.

Vorher fährt aber ein Auto mit der englischen Flagge vorbei und so ist diese Geschichte, zur Mahnung für die Jüngeren, die Nachwelt, am Geburtstag des Älteren, endlich erzählt.

Vorher gibt es aber noch eine Stelle wo dem Jungjournalisten ein Buch von einem Schriftsteller bzw. Journalisten in die Hände kommt, der einen Roman geschrieben hat, wo der Protagonist sowohl eine Beziehung zu einer feinen reichen Dame als auch zu einer armen Parfumverkäuferin hat und ich dachte, das kenne ich, das habe ich schon bei meinem vorvorigen Ungarnaufenthalt gelesen. Dann fällt ein paar Seiten weiter der Name Ernö Szep, der erwähnte Roman scheint zwar “Adamsapfel zu heißen, aber Szerb schreibt Kertesz, hätte sich damals immer nur mit “Ich war Ernö Szep!”, vorgestellt.

In der zweiten, dem “Spurensucher” wird es dann kafkaesk und surreal, tritt da ja auf fast hundert Seiten, ein Abgesandter auf, der sich in eine Stadt aufmacht und dort die verschiedensten Erfahrungen und Begegnungen hat.

Auch surreal aber trotzdem realistischer ist dann die dritte, das “Protokoll”, denn da scheint imre Kertesz von sich und seinen Erfahrungen von 1991, also nach der Wende zu erzählen, wo er für ein paar Tage nach Wien fahren will, um für eine Übersetzung, bzw. ein Stipendium alles zu ordnen. Er hat einen Termin beim Ministerialrat U(ngar) im Ministerium, eine Platzkarte für den internationalen Zug und Viertausendschillig, weil er die aber nicht richtig deklariert, muß er sie abgeben, an der Grenze aussteigen und darf nur mit einer Sondergenehmigung der grauen Herrn,  den internationalen Rückzug nehmen, aufzahlen muß er dafür auch.

50.111 Wörter oder neunzehnter Nanowrimo-Tag

Filed under: Uncategorized — jancak @ 14:06

Ich bin fertig, hurrah, obwohl das in den letzten Tagen gar nicht so einfach war, aber nachdem die Buch-Wien zu Ende war und wir auf Erholungsurlaub in Ungarn, habe ich wieder geschrieben und geschrieben. Aber im Hotel Repce eigentlich kein Internet, das was es gab, sehr schlecht im Zimmer zu empfangen war, schien vom  Repce Gold, in dem wir die letzten beide Male genächtigt hatten und das genau gegenüber liegt, zu kommen und ab Dienstag Mittag war es überhaupt weg, so daß ich mich jetzt die Lobbies gesetzt habe. Aber zum Weiterschreiben brauche ichkein Internet, nur Ideen und der Anschluß an die “Vor-Buch-Wien Zeiten” ist eigentlich ganz gut gelungen. Aufmerksame Leser werden von mir wissen, daß ich mit dem Schreiben eigentlich kein Problem habe, ich schreibe viel und schnell, eher mit den fünfzigtausend Worten, weil ich ja auch schon in den beiden letzten Jahren viel früher damit fertig war. Im Vorjahr, als ich an der Verbrüderung schrieb, fehlten mir noch fünftausend Worte, diesmal waren es glaube ich vierzehntausend und die habe ich von Sonntag bis Dienstag auch im Bad geschrieben, dann hatte ich etwa sechsundvierzigtausend und war auch noch nicht fertig, stand aber an einer Scheide, weil ich nicht recht wußte, welchen Weg ich für die letzten sechstausend wählen sollte. Die Veronika braucht und hat eigentlich keine Sterbehilfe, sie läßt sich nur einfach nicht behandeln, das war sehr bald klar und so dümpelte es die ersten vierzigtausend Worte auch sehr flott dahin. Sie lernte Hubert Fabian kennen, machte ihre Patientenverfügung, verriet der Paula doch ihre Diagnose, ließ sich von Susi Reiter Reiki behandeln, haderte ein bißchen mit dem lieben Robert, besuchte Oma Rosa, strickte Babyjäckchen, Elefanten und graue oder blaue Mäuschen, aber wie lange kann man das tun? Sie wird am Ende sterben, das war bald klar und der Moritz wird kein Down Syndrom haben, sondern ganz normal und standarmäßig auf diese Welt kommen, aber wo bleibt die Wende? Das wird ja allmählich fad und wie schildert man einen Sterbeprozeß? Hilft es den” Lothar”  nochmal zu lesen, das waren meine Montagfragen? Den habe ich zwar mit, aber noch nicht aufgeschlagen. Es wird ein Weihnachtsfest geben, wo sich die ganze Familie beim Robert und seiner zweiten Frau trifft, so weit war ich gestern mit fehlenden sechstausend Worten und wußte es gibt noch ein Begräbnis und eine ganz normale Geburt. Aber wie komme ich dahin?. Mit einem Perspektivenwechsel? Ich könnte der Paula und auch den Robert noch eine Stimme gebe,  natürlich, aber wie fange ich das an? So weit war ich gestern Nachmittag, als das Internet zu spinnen anfing und nicht funktionierte und dann beim Abendessen wußte ich nicht weiter. Vielleicht hilft spazierengehen oder etwas anderes machen? So ein Heilbad könnte ja auch inspirieren, obwohl die vielen Dicken, die sich da am Abend mit fetten Schnitzeln vollstopfen vielleicht doch nicht ganz passend sind. Am Abend kam dann die Erleuchtung, das Weihnachtsfest hatte ich schon hinter mir, aber es gibt noch einen Silvester und da werden die Susi Reiter und der Hubert Fabian kommen und die Susi wird ein rosa Glücksschweinchen mitbringen. Dann kann die Veronika nicht mehr ihre Schiwegermutter besuchen und als die Paula  zu ihr kommt, macht ihr der Hubert Fabian auf und sagt “Gut, daß Sie kommen, Ihre Mutter hat schon auf sie gewartet!” Next ist dann das Begräbnis, wo der Robert wieder sagt, sie hätte sich doch  behandeln lassen sollen und die ganz normale Geburt des ganz normalen Moritz vier Monate später. So weit, so what, nur leider fehlten noch ein paar hundert Worte, also gibt es noch eine Szene fünfzig, noch ein paar Wochen später, wo die stolze junge Mutter ihren Moritz in den rosa Strampelanzug hüllt und mit ihm und Hannes zum Grab marschiert, um sich dort sowohl mit Robert, als auch mit Oma Rosa zu treffen. Damit wares es 50.111, die letzten fünf allerdings noch nicht korrigiert. Also werden es wieder ein paar weniger werden und insgesamt waren es ein paar tausend mehr, weil ich alles mindestens einmal durchkorrigierte. So ganz, wie ich es wollte, ist es nicht geworden und vielleicht ist auch wieder viel Eva Jancak drinnen, muß wohl so sein, denn ich kann und will nicht aus meiner Haut heraus und jetzt korrigieren, korrigieren. Vielleicht noch ein wenig erweitern, umändern, etc, aber das funktioniert nie bei mir und muß auch nicht. Ich sitze jetzt in der Lobby vom Repce Gold, wei,l als ich nach dem Mittagessen in die Lobby des Repce kam, dort zwei Leute schon den Stecker angesteckt hatten und das Internet  nicht mehr ging. Hier geht es und ich bin mit meinem vierten Nanwrimo wieder fertig, habe diesmal, glaube ich am längsten dazu gebraucht und war doch in zwei Wochen mit Unterbrechung mit dem Rohtext fertig, hätte jetzt zwar noch zehn Tage zum Weiterschreiben, bin aber offenbar auch im Inhalt schnell und dicht, denn die Geschichte von der Krebserkrankung der Veronika Sieberer ist eigentlich fertig und ich finde sie ganz ehrlich auch sehr interessant.

2014-11-18

Das Vermächtnis der Eszter

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:46

In Ungarn kommt ein Ungarn-Buch, eines das ich vor kurzem im Schrank gefunden hatte, “Das Vermächtnis der Eszter”, des vor einigen Jahren wiederentdeckten und wiederaufgelegten,1900 in Kaschau heute Slowakei geborenen Sandor Marai, der 1948 nach Italien und in die USA emigrierte und sich, ich glaube, in San Diego 1989 das Leben nahm.

Die “Glut” habe ich gelesen, es ist aber glaube ich, nicht sehr viel hängen geblieben. Dieser kleine Roman, es sind etwas über hundertsechzig Seiten, 1938 geschrieben, liest sich sehr leicht und er hat die Schwermütigkeit vergangener Zeiten, die heute gar nicht mehr zu verstehen sind.

Da ist Eszter, eine fünfundvierzigjährige Frau, die irgendwo am Land wahrscheinlich mit Verwandten in einem Haus in Ungarn lebt, Geld ist nicht viel da, aber das schuldenfrei Haus, wo eskeinen Stromanschluß gibt, weil das die verstorbene Mutter so wollte, nachher hat man ihn auch nicht eingeleitet. Die am Morgen in den Garten Dahlien schneiden geht  und ihre Liebes- bzw. Lebensgeschichte erzählt.

Vor zwanzig Jahren war sie in einem Mann verliebt, Lajos, ein Schwindler, ein Gauner, der den Frauen schöne Geschichten erzählt und ihnen dabei das letzte Hemd aus dem Kasten und die letzten Marmeladegläser aus der Speisekammer stiehlt. Alle wissen davon, alle sind machtlos und hingerißen von seinem Charme. Er hat aber leider ihre Schwester geheiratet, die ihm zwei Kinder geboren hat und inzwischen verstorben ist.

An dem Tag an dem Eszter im Garten Dahlien schneidet, wird Lajos nach zwanzig Jahren wieder erwartet und man erfährt bevor er kommt, einige seiner Geschichten. Da gibt es einen Ring, der Vilma, das ist die Schwester, gehörte, ein angeblich wertvoller Ring, am Tage ihres Begräbnis hat ihn Lajos mit großen Worten Eszter übergeben, die ihn für seine Tochter Eva aufbewahren soll.

Jetzt stellt sich heraus, der Ring ist nichts wert, alles wertvolle hat der Gute Lajos längst veräußert, der an diesem Nachmittag in das Landhaus kommt, mit seinen zwei Kindern, die inzwischen halbwüchsig oder fast erwachsen sind, einem jungen Mann, Evas Verlobten und einer älteren Frau, seine Mutter stellt sich später heraus, der junge Mann hat noch einen tibetanischen Hund im Arm.

Lajos läßt  von der Familie den Kutscher bezahlen und fragt dann Eszter gleich, ob das Haus schuldenfrei ist, dann kommt Eva und erzählt etwas von drei Briefen die Lajos vor zwanzig Jahren Eszter kurz vor seiner Hochzeit geschrieben hat, in dem er ihr ihre Liebe erklärte und sie anflehte mit ihm durchzugehen. Leider hat Eszter diese Briefe nie bekommen. Jetzt will Eva Geld von Eszter und Lajos hat schon einen vorbereiteten Vertrag in der Tasche in dem Eszter ihm, der schon wieder Schulden hat, das Haus überschreibt.

Der Notar, ein Freund der Familie, warnt, Eszter hat aber schon unterschrieben, am Nachmittag reisen die Gäste ab, nehmen die Marmelade und die Blumen mit und der letzte Satz des Romans, der wahrscheinlich eher eine Erzählung ist, laute, “Dann bin ich eingeschlafen”

Eine wahrhaft seltsame und für heutige Begriffe unverständliche Geschichte, man möchte sie rütteln diese somnabulen Frauen, die alles wissen und trotzdem sehenden Blick in ihr Unglück laufen. Interessant, daß sie von einem Mann geschrieben wurde und  auch die Jahreszahl, wo in Europa alles wackelte, kein Stein auf dem anderen blieb. nachher kam der Kommunsimus und die Frauen wurden wahrscheinlich ein wenig aufgeklärter.

2014-11-17

Zurück zum Nanowrimo

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:17

Nun habe ich seit Mittwoch nichts mehr bezüglich des Nanowrimo geschrieben, nachdem ich in  der ersten Woche, wie in meiner Statistik ersichtlich, sehr gut vorangekommen bin.  Da hat die Kurve stetig zugenommen, obwohl ich wirklich erst am ersten November mit dem Schreiben begonnen habe, die in der Schreibegruppe und beim “Writersstudio-Schnuppertag” konzipierten Szenen zwar handschriftlich vor mir liegen hatte, aber nicht wirklich abgeschrieben habe und bis zum Freitag, meinem Geburtstag bin ich mit dem Plot auch zügig weitergekommen. Da hatte ich am Donnertag davor ja schon einiges konzipiert, die Personen eingeführt, ecetera und in der hektischen Nacht vom Freitag auf den Samstag ersten November hat es mit der ersten Szene, dem Zusammenbruch bei der Tagung auch nicht geklappt.

Die habe ich dann gelöscht, am Montag in der ersten Woche das Vorhandene korrigiert und dann jede Szene zweimal, bis zum Freitag, wo das Fest vorzubereiten war. Trotzdem am Freitag und am Samstag ein paar Szenen und dann am Montag, glaube ich, noch einmal.

Dann kam der Frauengesundheitstag im Rathaus, die Buch-Wien, die ich ja intensiv nutzte und jetzt sitze ich in Bük im Hotel Repce und quäle mich mit dem Internet, das eigentlich aus dem Nachbarhotel kommt und und das ist wohl das Entscheidende, der Handlungsfaden ist weg oder nur sehr vage und verschwommen vorhanden. Dafür der Gedanke “Ich kann es nicht, ich kann es nicht!”, schon wieder da, der auf der “Buch-Wien” wo mich einige der “wichtigen” Herren ja ziemlich ignorierten und es so viele Bücher gibt, noch verstärkt wurde.

Dazu kommt, daß ich auch ein bißchen den Faden verloren habe, beziehungsweise von dem, über das ich schreiben wollte, eigentlich ziemlich abekommen bin.

Ich wollte ja über die Sterbehilfe und wer die, bei der Veronika verübt schreiben, weil ich mich bei den Literaten immer ein bißchen geärgert habe, wenn die dann aus Hilflosigkeit ihren Frauen im Koma oder Demenz erdrosseln, ersticken, erschießen, etc und damit noch den Bachmannpreis gewinnen.

Das Buch des Ernst Lothar wollte ich umschreiben und jetzt hat die Veronika Krebs und will sich nicht behandeln lassen. Sie verlebt ihre letzten Tagen, bzw. diese nach der Diagnose, knüpft neue Freundschaften, eigentlich ein beliebtes Thema bei mir, das sich, wie ein roter Faden durch meine Bücher durchzieht.

Ihre Tochter bekommt ein Kind mit einem möglichen Down-Syndrom, sie strickt für Oma Rosa rosa Elefanten und für den kleinen Moritz solche Strampelanzüge, freundet sich mit ihrem delogierten Nachbarn an, der ihr seine Hüte schenkt, streitet sich mit ihrem Ex, der sie behandelt wissen will und stirbt vielleicht irgendwann irgendwie dahin.

Ein bißchen dünn würden meine Kritiker jetzt vielleicht sagen und Balzak, Flaubert, Thomas Bernhard und vielleicht Franz Kafka schreiben anders! Natürlich klar!

Die Idee dem Ganzen drei Erzählstimmen zu geben ist auch da und sollte vielleicht noch ausgeführt werden. Da ist aber auch das Zeitproblem, nämlich der November.  Jetzt ist bald der siebzehnte, also noch dreizehn Tage, wo ich auch Zeit zum Schreiben habe und derzeit noch an die zwölftausendfünfhundert Worte brauche.

Die habe ich gedacht, schreibe ich jetzt im Bad, im Hotel, etc so vor sich hin, achthundertneunundzwanzig wären es noch pro Tag, wenn ich bei meiner Schreibrate bliebe und  ab Dezember kann ich ergänzen, erweitern, einen Roman daraus machen, vielleicht den Habe noch einmal lesen etc.

Ich bin eigentlich nicht wirklich unzufrieden, denn daß ich die fünfzigtausend Worte zusammenbringe, weiß ich, daß das dann keinen wirklich interessiert, leider auch und meine Familie, die  noch am ehesten Verständnis dafür hat, spottt auch “Den Nanowrimo kann auch ein Affe schreiben, denn es kontrolliert ja keiner, was du da schreibst!”

Aber bei mir geht es nicht darum, daß ich fünfzigtausend Mal das Wort “Scheiße” hochlade, sondern, daß ich mir vielleicht wirklich ein Jahr für einen Roman Zeit lasse und dann kommen die Kritiker und sagen “Schön!” “Wunderbar!”, “Eine neue Stimme”,  laden mich zum Bachmannlesen, nach Rauris etc ein und setzen mich auf eine Buchpreisliste.

Warum ist das bei mir eine unerfüllbare Utopie und bei den anderen selbstverständlich, weiß ich nicht so wirklich, wohl aber, daß ich für den “Nanwrimo” eigentlich schon “darüber” bin, aber trotzdem Spaß daran haben möchte, obwohl der Monat November für mich ungünstig ist und das vermutlich auch so bleiben wird.

Ist aber auch egal, ob ich am dreißigsten die fünfzigtausend Worte habe oder nicht. Ich werde sie wahrscheinlich haben und dann in Ruhe noch einmal den Habe lesen, den Plot ausbauen oder umschreiben, ect…

Da man diesmal in der “Schreibwerkstatt” nicht mehr so einfach die Statistik mitlesen kann und ich keine Buddies habe und auch nicht wüßte, wie ich solche bekomme, schaue ich ein bißchen bei den Schreibprozessen der Klaudia Zotzmann, die inzwischen bei “Gmeiner” verlegt, der Louisa Rabenschwarz und der Melpomene K mit und die Schreiben auf ihren Blogs immer, wie schwierig es ist, Familie und Beruf mit dem “Nanwowrimo” zu verbinden, halten aber mehr oder weniger tapfer durch.

Da liegt meine Problemlage ein bißchen anders und jetzt sollte ich vielleicht wieder mit dem Korrigieren und in den Handlungsfaden hineinkommen Zeit lassen und so ein Heilbad kann bezüglich Plot vielleicht auch inspirierend sein.

Am Sonntag habe ich seit fünf Tagen wieder drei Szenen geschrieben, ein bißchen ziel- und planlos, irgendwie beschäftigt mich ja jetzt die Frage, wie die Krankheit bei der Veronika verläuft?

Die hat ihre Kreislaufkrisen, geht aber zur “Buch Wien” und vielleicht gibt es dort einen Verleger, so einen  selbstbewußten Herrn, der sie anschnauzt und von ihr verlangt, daß sie schön brav “Bitte!”, sagt, wenn sie  ein Stück vom Schinken haben will.

Das ist bezüglich Handlung vielleicht ein bißchen konstruiert, aber authentisch und auf der “Buch-Wien” ist die Veronika schon und hat da auch ihre Kollegin Nora getroffen.

Die Paula, die zwar jetzt schon fast in Italien ist, könnte auch mit den Ärzten Schwierigkeiten haben, die von ihr verlangen, ein mögliches Downie nicht zu bekommen, weil das ja unverantwortlich wäre. Das wäre der zweite Handlungsstrang und der dritte, daß der Robert Krebs hat, er könnte sie aber auch attackieren, bedrohen, seine Mutter umbringen, etc, um schön spannend und auch ein bißchen abgehoben zu sein.

Bein Weihnachtsfest mit der Familie könnte das passieren. Eine graue Maus für den Robert und einen schönen alten Hut für Oma Rosa etc, auch noch geben.

Auf der “Buch Wien” habe ich auf der “FM4- Bühne” in ein Buch hineingehört, das glaube ich “Dreiundzwanzig Tage” heißt und da war in dieser Zeit der Tod des Helden prophezeit, wenn ich es richtig verstanden habe und der lernt dann eine schönes tolles Mädchen kennen.

Also weitermachen mit dem Nanowrimo, vielleicht komme ich in die Handlung wieder hinein, wenn ich jetzt in einer  diesbezüglich stimulierenden Umgebung bin, die spöttischen Rufe, bezüglich des Affens, kann ich ja überhören und, daß ich durch das Bloggen viel weniger gehemmt und auch viel lockerer bezüglich der Stimme, die mir sagt, daß ich nicht schreiben kann, wurde, ist auch geschehen.  Das sagen mir dann zwar vielleicht meine Kritiker oder die Leute denen ich das fertige Buch  in einem Jahr oder so zeigen werde, die Nanowrimo-Mails gehen aber alle in die Richtung, “Die Welt braucht deinen Roman!”, was zwar so nicht stimmt, aber aufmuntern kann.

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