Literaturgefluester

2012-03-23

Weiter mit der Romanarbeit

Filed under: Uncategorized — jancak @ 09:36

Die vielen Veranstaltungen und die Leipziger Buchmesse haben mich von meiner Romanarbeit, mit der ich vor drei Wochen ja begonnen und außer zwei Literaturgeflüsterartikel auch drei Szenen und vierzehn Seiten geschrieben habe, wieder etwas herausgebracht. Denn in den letzten Tagen war in der Praxis viel zu tun, es war auch die Frauenlesung mit den resignativen Gedanken, das tue ich mir nicht mehr an, wenn das niemanden interessiert und dann dem Gegengefühl, daß das ja eigentlich sehr schade wäre und jeder so schreiben soll, wie er kann und will und das auch ein bißchen Aufmerksamkeit haben soll.
Dann bin ich, nachdem ich mit der Korrektur der “Wiedergeborenen” erstaunlich schnell und erstaunlich rasch fertig geworden bin, sehr fleißig gewesen und die Idee eine neunzigjährige pseudo- oder wirklich demente Frau mit der aktuellen Wirtschaftskrise zu verknüpfen ist dann sehr bald gekommen und der schöne Name Paula Nebel war schon da. Paula Nebel ist neunzig und blickt daher auf ein langes Leben zurück und sie hat natürlich ihre Traumen und ihre negativ Erlebnisse, hat sie ja auch den Krieg erlebt. Darum kommt man, wenn man auch die Wirtschaftskrise von 2012 beschreiben will, nicht herum und dann habe ich vor drei Wochen, nach dem ich mit dem “Langen Brief an den Herrn Kurz” eine kleine Einstiegsübung machte, wahrscheinlich wieder viel zu schnell begonnen und mich, was ich fürchte, daß ich öfter so tue, wieder einmal zu schnell festgelegt. Ich verrate alle Geheimnisse, könnte man sagen, schon im Kapitel eins und weiß dann nicht weiter, habe aber in der Woche darauf, den Artikel “Nebelschwaden” geschrieben, der den Plot schon andeutet und dann noch die Szenen zwei und drei, wo die kleine Sofia auftaucht und sich bei Paula Nebel einquartieren will.
Dann sind wir nach Leipzig gefahren und ich habe zwar das Heftchen für die Notizen, aber sonst nichts mitgenommen und jetzt ist mir der Roman wieder ganz fremd und sehr weit weg und ich sollte wohl noch einmal Notizen machen. Ein ordentliches Arbeitsexpose und ein paar Personenbögen erstellen und dann vielleicht noch einmal anfangen, um tiefer zu werden und, um meine Fallen herumzukommen.
Heute habe ich noch eine Diagnostik und zwei Stunden und dann ein Wochenende, wo ich mich wieder annähern kann. Dann kommt noch eine Arbeitswoche und dann ist schon die Karwoche mit ein paar Harlandertagen, wo ich auch Zeit zum Schreiben haben werde.
Zeitlassen und mich langsam hineinlassen, ist die Devise, die ich brauche, ich weiß. Ein bißchen aufmunterndes Feedback und postive Rückmeldung wären auch ganz gut, aber da kommt, seit der liebe Otto als Kommentator verschwunden ist, nicht viel ins Literaturgeflüster, was ich ein wenig schade finde, aber nicht verändern kann.
Ich denke aber, ich gehe es einseitig an und reflektiere vor mich hin, das ist meistens auch ganz gut. Ansonsten habe ich ja noch die “Frau auf der Bank”, die ich noch einmal durchsehen muß, bevor sie an die Druckerei gehen kann und der Alfred muß noch das PDF der “Wiedergeborenen” machen. Im April fahre ich nach Salzburg und lese aus der “Wiedergeborenen”. Dann ist der Stress vorbei und wenn der Alfred im Mai nach Australien fährt, habe ich Zeit mich in eine Schreibklausur zu begeben und zu zeigen, daß eine, die das schon vierzig Jahre beharrlich und regelmäßig tut und auch schon dreißig Bücher hat, natürlich kann.
Zeit lassen vielleicht bis zum Nanowrimo, bei dem ich gerne wiedermal mitmachen möchte, denn ein Roman schreibt sich nicht in sechs Wochen, obwohl das auch genügend andere Autoren so tun und bei mir, wie ich mir manchmal denke, ohnehin egal ist, weil es auch nicht auffallen würde, wenn ich ein Jahr daran schreibe und dann eine “Frau ohne Eigenschaften” herausgekommen ist.
Ich will es aber mit der Paula Nebel versuchen und da dranbleiben, ihr Leben ein bißchen geheimnisvoller und auch aktuell zu beschreiben und, daß das interessant sein könnte, glaube ich, eigentlich schon. Also dran bleiben an der Romanarbeit und wieder oder noch einmal damit beginnen.
Die Idee an den freien Tagen mit dem Notizbuch in Wien herumzufahren gibt es ja und die ist auch sehr gut, obwohl ich, seit dem Nanowrimo von 2009 ja gleich in den Laptop tippe. Aber dranbleiben an der “Paula Nebel” bzw. wieder hineinkommen in das Leben dieser alten Frau wäre gut und wie weit ich mich dabei von den Verlockungen des Literaturbetriebs ablenken lasse oder in die Schreibklausur zurückziehe, muß ich auch entscheiden.
Momentan scheine ich, wenn ich nicht aufpasse, wieder in einen “Leselistenstreß” hineinzugeraten, gibt es doch so viele Bücher und ein paar neue Rezensionsexemplare, obwohl die Liste von 2012 schon bei 81 hält, sind inzwischen auch zu mir gekommen.
Davon sollte man sich nicht abhalten, sondern eher inspirieren lassen, denke ich und schreibe, bzw. korrigiere eifrig weiter und schließe mit dem schon bekannten Satz, es wäre schön, wenn mir jetzt der große Roman gelingt, der wahrgenommen wird und auch etwas Aufmerksamkeit bekommt.

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