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		<title>Studentenlesung II oder Namen suchen</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 23:32:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jancak</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Institut für Sprachkunst hat ja eine Kooperation mit dem Literaturhaus, so daß es die Lesarten gibt, wo im Vorjahr Terezia Mora, Wilhelm Genanzino, Katja Langen-Müller etc lasen und es im letzten Jänner sowohl das Symposium &#8222;Die Praxis des Schreibens&#8220; als auch eine Studentenlesung mit Lesungen der Studierenden des ersten Jahrgangs gab. Da derzeit überall [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=literaturgefluester.wordpress.com&amp;blog=4135705&amp;post=11718&amp;subd=literaturgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Institut für Sprachkunst hat ja eine Kooperation mit dem Literaturhaus, so daß es die Lesarten gibt, wo im Vorjahr <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2010/11/28/erich-fried-preis-2010/">Terezia Mora</a>, <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2010/12/16/die-liebe-das-gluck-die-blodheit/">Wilhelm Genanzino</a>, Katja <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/05/09/die-enten-die-frauen-und-die-wahrheit/">Langen-Müller</a> etc lasen und es im letzten Jänner sowohl das <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/01/21/verpatzte-werbefahrt-symposiumeroffnung-dorothee-elmiger/">Symposium</a> <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/01/22/die-praxis-des-schreibens/">&#8222;Die Praxis des Schreibens&#8220;</a> als auch eine <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/01/29/lesarten-der-sprachkust-studentenlesung/">Studentenlesung</a> mit Lesungen der Studierenden des ersten Jahrgangs gab. Da derzeit überall eingespart wird, wird das auch diese Schiene betreffen, so gab es keine Lesungen mehr oder weniger berühmter Mainstreamautoren mehr, wohl aber eine Präsentation des Symposiumbandes vorigen Samstag, die ich versäumte, weil wir da in Harland waren. Es gibt auch eine Zeitschrift der Studententexte, die irgendwann präsentiert wurde, wo ich nicht kommen konnte und diesen Freitag eine Studentenlesung der Studierenden des zweiten Jahrgangs.<br />
Ich habs schon mal geschrieben, mit den Namen tue ich mir schwer. Denn die des ersten Jahrgangs waren problemlos im Internet abzurufen, die des zweiten standen auch darin, die druckte ich mir aber leider nicht aus, so daß ich auf das Literaturhausprogramm angewiesen war und da stimmten sie, wie sich herausstellen sollte, auch nicht ganz, standen ja Iris Gassenbauer, Johanna Müller, Benjamin Quaderer und Miel-Amelie Wanka im Programm, die nicht gelesen haben. Sonst war auch einiges ein bißchen anders, weil im letzten Jahr sehr viel reserviert war und ich irgendwo ganz hinten gesessen bin, bin ich diesmal eher früh gekommen, so früh, daß ich noch einen Umweg zum Bücherschrank machen konnte, der übrigens durch einen von Hermann Nitsch mitgestalteten zur zwei Jahresfeier am 5. 2. um 15 Uhr ersetzt werden wird. Jetzt gibt es aber noch das alte Kastel und da fand ich zwei schöne alte Bücher von einem Paul Keller drin, von dem ich inzwischen ergooglet habe, daß das ein sehr populärer schlesischer Dichter war, den alle lesen wollten und das steht in einem der Bücher, ohne bibliografisch Angaben auch so drin, daß die Ärzte die Keller Bücher den Kranken empfehlen und das man sie seiner Familie schenken soll, &#8222;Denn man soll nie vergessen, es gibt kein edleres und billigeres Geschenk als ein gutes Buch!&#8220;, das steht in einer Ausgabe von 1932.<br />
Ferdinand Schmatz stand schon vor dem Literaturhaus, als ich meinen Platz belegte und stand noch dort, als ich mit den Büchern zurückgekommen bin. Reserviert war diesmal nichts und um dreiviertel sieben auch noch ziemlich leer. Ich sollte dann auch weder Gustav Ernst, Rober Schindel, noch den Literaturhausleiter sehen und es gab auch keinen Programmzettel, wo die Namen und die Texte, wie im Vorjahr standen.<br />
Es füllte sich dann aber mit vielen jungen Leuten und der alte Herr, der immer zu Literaturveranstaltungen geht und einmal von Emmy Werner ziemlich zusammengeschissen wurde, weil er sie kritisierte, war auch da, ist aber in der ersten Pause gegangen und der andere, der am <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2012/01/24/perspektive-und-performanz/">Dienstag</a> auch in der Gesellschaft für Literatur, bei der anderen Jugendlesung war.<br />
Barbara Zwiefelhofer begrüßte und las die Reihenfolge der Lesenden so schnell vor, daß ich sie nicht mitschreiben konnte und von den Namen, die im Programm standen, kannte ich niemanden.<br />
Vom ersten Jahrgang habe ich ja Sandra Gugic durch den Exilpreis gekannt. Ferdinand Schmatz, der einzige Vertreter des Lehrkörpers kam dann auch, sagte &#8222;Ich bin der Körper&#8220; und versicherte, daß die Studenten die besten Texte lesen würden, die in den ersten drei Monaten des Studienjahres entstanden sind und sagte noch dazu, daß er sie nicht kenne. Dann kam ein junger Mann, erklärte, daß jeder zehn Minuten  und es zwei kurze Pausen geben würden und bedauerte, daß die Lehrer nicht anwesend seien, aber Robert Schindel auf einer Veranstaltung und Doron Rabinovici auf der Demonstration gegen den Burscheschaftsball, der in der Hofburg stattfindet. Dann wollte er zu lesen beginnen ohne seinen Namen zu sagen, was mich störte, weil die Lesung nicht in der angeführten alphabetischen Reihenfolge war. So traute ich mich nachzufragen und  hoffe daß meine Berichterstattung stimmt. Der erste Leser, der auch den Abend moderierte, war <a href="http://www.fixpoetry.com/autoren/bastian_schneider.html">Bastian Schneider</a> und er las einen sehr anspruchsvollen Text über das Schreiben und über Wörter, die mit den Grimmschen Märchen begannen und mit Grafitis endeten, dazwischen war auch noch einiges zu hören. Die zweite Leserin stellte sich dann vor und hieß Katharina Luger, die mich mit ihrem &#8222;Morgengebet im Soll&#8220; sehr beeindruckte.<br />
&#8222;Ich soll keinen Fernseher haben, ich soll beim Bachmannpreis lesen, ich soll eine Auflage von mindestens 1500 Bücher haben, ich soll einen Bachmannjuror kennen, keine Adjektive verwenden,  pünktlich sein, nicht zu spät kommen, einen eigenen Blog führen und andere Literaturblogs leben, etc.&#8220;<br />
So ist es, glaube ich und wenn schon die sehr jungen Frauen im zweiten Studienjahr vom Literaturbetrieb so belastet sind, ist das nicht gut, ich mußte bei dem Text aber sehr lachen und die anderen taten das auch.<br />
Konrad Priessnitz hatte Gedichte, in denen der Name &#8222;Trakl&#8220; vorkamen,  an ihn erinnerten und sich auch reimten.<br />
Und Johanna Kliem, die nicht im Programm stand, beeindruckte auch durch ihren sehr gekonnten Text, von dem ich mir nicht ganz sicher bin, ob er &#8222;Das schwarze Loch hieß&#8220;, das kam jedenfalls öfter darin vor und noch einiges andere, so &#8222;Schaumkugeln&#8220;, Friederike Mayröcker und ein Bad in Budapest von dem die Großmutter öfter schrieb. Dann gab es die kurze Pause und die nächste Runde, wo die Vornamen nochmals angekündigt wurden. So begannen Magda und Laurenz. Magda war, habe ich mir zusammengereimt, Magdalena Caterina  Mayer und ihre Gedichte wurden von einem Laurenz, der nicht im Programm steht, musikalisch performanct und das Ganze war &#8222;Was besonderes&#8220;, es ging aber auch, um einen Friedhof und um die Namen, derer, die dort liegen &#8222;Kannen, Kerzen etc&#8220;.<br />
Dann kam Teresa Dopler, deren Namen als erste im Programm steht, mit dem Text &#8222;Meine Haut, deine Haut&#8220;, in mehreren Abteilungen, jedenfalls lebt eine Frau mit Oskar, der Tiefseefische malt und nur mit einem Leintuch schlafen will. Er bespritzt sie auch mit Farbe und will sie nach ihrem Tod oder bis zu ihrem Tod bemalen, ums Ziebelschneiden geht es auch. Nils Georg Treutlein hatte wieder Lyrik, zum Teil auf Englisch, zum Teil bezog er sich auf die Duineser Elegien. Bei Michael Marco Fitzthum habe ich mir &#8222;Der Mann mit dem Hut&#8220; dazugeschrieben und es ging, um einen Essay eines Schriftstellers oder um einen Brief von einem, der jedenfall mit &#8222;viel Liebe Marco&#8220; endete.<br />
Nach der Pause kam ein Video von Norbert Kröll, der sich schon vorher auf das Podium gesetzt hatte und seine Lesung filmen ließ, trotzdem aber alle gegrüßte und auch wartete, bis der Herr in der letzten Reihe ruhig geworden war.<br />
<a href="http://fm4v2.orf.at/connected/136840/main">Stephan Pointner</a> las einen Auschnitt aus einem längeren Text namens &#8222;Auslese&#8220;, wo es um Zahlen und um den Freitod ging, der Sätze hatte, wie &#8222;Der Freitod ist ein Meister aus Mürzzuschlag&#8220;, sich aber gleich auf das Zitat bezog.<br />
Johanna Wieser las von &#8222;Verlorenen Dingen&#8220; und zuletzt kam Roland Grenl und beeindruckte mich durch einen sehr realistischen Text. Einen Dialog zwischen einem aus einer Satelitenstadt, der nur mehr vier Zähne im Mund hat und einem oder einer Deutschen, die er am Schluß damit küssen will. Das ganze nennt sich &#8222;Pospischilkapitel&#8220; und ich finde es schön, daß das bei einem Hochschullehrgang für Sprachkunst möglich ist, ist aber auch kein Wunder, ist ja Gustav Ernst unter den Lehrern und der war als Vorbild denke ich, recht gut zu erkennen, jedenfalls habe ich an ihn dabei gedacht. Nachher gab es wieder Wein und Bier, diesmal keine Brötchen. Ich erkannte Rhea Krcmarova, die ja am Montag im tschechischen Zetrum liest. Die anderen jungen Leute nicht, eine hatte aber ein rotes Spielzeugauto an einer Kette, um den Hals, was mich ebenfalls sehr beeindruckte, weil ich mir dachte, daß sich daraus sicher ein sehr schöner Text schreiben läßt.<br />
Sehr spannend also die zweite Studentenlesung, die allererste habe ich ja vor <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2010/01/28/vom-open-house-zu-walter-grond/">zwei Jahren am Tag der offenen Tür </a>an der Angewandten gehört und an die vorige hat sich eine rege Diskussion mit JuSophie geknüpft, der ja leider <a href="http://www.jancak.at/auszug_mimi.html">&#8222;Mimis Bücher&#8220;</a> nicht gefallen hat. Ob sich diesmal eine Diskussion ergibt, weiß ich nicht. Ich werde aber nachschauen, was sich über die Studenten <a href="http://www.buchimbeisl.at/160611.php">ergooglen</a> läßt und bin natürlich sehr gespannt, wer es von ihnen vielleicht einmal zum Bachmann, Priessnitz oder anderen Preis bringen wird und ich war auch sehr fleißig, habe ich ja am Nachmittag, das Flugblatt für die &#8222;Mittleren VI&#8220; erstellt, zum Vorbereitungstreffen eingeladen und auch das Einleitungsreferat für die Lesung am <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/lesungen/">21. März im Amerlinghaus</a> erstellt, zu der ich alle daran Interessierten herzlich einlade, weil es da sicher auch einige interessante Stücke Literatur zu hören geben wird.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/literaturgefluester.wordpress.com/11718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/literaturgefluester.wordpress.com/11718/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/literaturgefluester.wordpress.com/11718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/literaturgefluester.wordpress.com/11718/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/literaturgefluester.wordpress.com/11718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/literaturgefluester.wordpress.com/11718/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/literaturgefluester.wordpress.com/11718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/literaturgefluester.wordpress.com/11718/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/literaturgefluester.wordpress.com/11718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/literaturgefluester.wordpress.com/11718/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/literaturgefluester.wordpress.com/11718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/literaturgefluester.wordpress.com/11718/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/literaturgefluester.wordpress.com/11718/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/literaturgefluester.wordpress.com/11718/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=literaturgefluester.wordpress.com&amp;blog=4135705&amp;post=11718&amp;subd=literaturgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Manes Sperber-Preis und Regionalversammlung der IG-Autoren</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 23:46:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jancak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Tage scheint es einen Tschechien-Schwerpunkt zu geben, habe ich ja vor kurzem erst Josef Haslingers neuen Roman Jachymov gelesen, war bei der Präsentation des Urzidil Buchs im tschechischen Zentrum und am Donnerstag wurde der Manes Sperber-Preis posthum an Jirsi Grusa, den tschechischen Dissidenten, Lyriker und Botschafter, der im Oktober gestorben ist, in der Gesellschaft [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=literaturgefluester.wordpress.com&amp;blog=4135705&amp;post=11679&amp;subd=literaturgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Tage scheint es einen Tschechien-Schwerpunkt zu geben, habe ich ja vor kurzem erst Josef Haslingers neuen Roman <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2012/01/23/jachymov/">Jachymov</a> gelesen, war bei der Präsentation des <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2012/01/26/johannes-urzidil-lesebuch/">Urzidil Buchs im tschechischen Zentrum</a> und am Donnerstag wurde der Manes Sperber-Preis posthum an Jirsi Grusa, den tschechischen Dissidenten, Lyriker und Botschafter, der im Oktober gestorben ist, in der Gesellschaft für Literatur verliehen. Einmal war ich schon bei einer Manes Sperber-Preisverleihung. Ich glaube, es war die, wo  Karl Markus-Gauss den Preis bekommen hat, jedenfalls fand die Veranstaltung im jüdischen Museum statt und es gab eine Ausstellung über das Leben Manes Sperbers, der die Romantrilogie &#8222;Wie eine Träne im Ozean&#8220; geschrieben hat und dessen wiederaufgelegtes Jugendwerk &#8222;Carlatan und seine Zeit&#8220;, ich einmal vom Karl bekommen, aber noch nicht gelesen habe und Manes Sperber ist ein Name, der mir in den Siebziger und Achtzigerjahren sehr bekannt war, jetzt aber etwas vergessen scheint.<br />
2009 ist der Preis, der vom Bundesministerium unregelmäßig, aber spätestens alle fünf Jahre vergeben wird, an Peter Esterhazy verliehen worden, was mir entgangen ist. Das Programm der Gesellschaft für Literatur bekomme ich aber und da  in der <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2012/01/19/rohtext/">&#8222;Wiedergeborenen&#8220;</a>, den Text, an dem ich gerade arbeite, Prag und ein tschechischer Dissident eine Rolle spielt, kommt das zur Recherchearbeit gerade recht und  ich war sehr interessiert mehr über Jirsi Grusa zu erfahren, den ich öfter in Ö1 beispielsweise in von &#8222;Tag zu Tag&#8220;  hörte, persönlich aber, wie ich glaube, nie gesehen habe. Bei einem der Büchertürme der Literatur im März gab es einmal ein Buch von ihm, das habe ich mir aber nicht genommen, weil ich  schon so viele Bücher habe, was ich jetzt bedaurere.<br />
Da zwischen der Preisverleihung und der Manes Sperber-Lecture ein Buffet angekündigt war, bin ich ziemlich früh in die Herrengasse gegangen, weil ich aus Erfahrung wußte, daß es dann sehr voll werden kann und man im zweiten Raum nichts mehr sieht.<br />
Das Buffet wurde auch schon vorbereitet, bzw. standen vier weißbeschürzte junge Leute von der Catering Firma bereit und am Gang die Brötchen oder Gläserkisten. Die ersten Reihen waren reserviert und  es gab, was ich  sehr interessant finde, ein  komplett anderes Publikum, als am <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2012/01/24/perspektive-und-performanz/">Dienstag</a>. Diesmal waren es die Älteren und die wahrscheinlich, die Jirsi Grusa kannten. Marianne Gruber eröffnete mit Wolfgang Müller-Funk, der offenbar der Präsident der Sperber-Gesellschaft ist, der auch oder war das Herz-Kestranek?, bedauerte, daß auf der<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Man%C3%A8s-Sperber-Preis"> Wikipedia Seite zum Preis</a> nichts nach Peter Estherhazy steht. Danach kam die Frau Bundesminster und  Miguel Herz-Kestranek, den sich Jirsi Grusa, der den Brief vom Ministerium noch bekommen hat, als Laudator wünschte, der seine Rede &#8222;Der Mann mit den Buchteln&#8220; nannte und damit begann, daß er sich vorstellte, daß Jirsi Grusa in der ersten Reihe sitzen würde und erinnerte an einen Empfang  in Prag, wo sämtliche Leute auf ihn zukamen und ihn freundschaftlich umarmten, die ihn vorher ins Gefängnis brachten.  Prag bleibt Wien oder so, hat Miguel Herz-Kestranek einige Male dazu gesagt.<br />
Dann gabs das Buffet und eine Stunde Pause, in der ich mich mit denen, die mit mir redeten unterhielt und den anderen zuhörte, so erklärte ein Mann einer Frau einen Film, der nach einem Roman von Antonio Tabbuchi gedreht worden ist, bevor es mit der sogenannten Sperber-Lecture weiterging, die Wolfgang Müller-Funk moderierte. Erhard Busek sprach über &#8222;Den Europäer Jirsi Grusa&#8220; und Michael Stavaric, der lange Sekretär in der tschechischen Botschaft war, wußte sehr viel Persönliches zu erzählen, dann kam ein Vortrag zu der Lyrik Grusas und am Schluß las Fritz von Friedl Gedichte vor.<br />
Dann war es Zeit zu der Regionalversammlung der IG-Autoren zu gehen, die alle zwei Jahre stattfindet, wo alle Wiener Autoren eingeladen werden, über die Arbeit der IG informiert werden und sich für die GV, die am 25. und 26. Februar stattfinden wird, delegieren lassen können. Gerhard Ruiss hielt wieder einen fulminanten Monolog über das, was sich so tut, es gibt da eine mögliche Klage der Preradovic-Erben gegen die Änderung der Bundeshymne. Da kann man natürlich sagen, daß ein Werk unverändert bleiben muß, bei den Operniszenierungen bin ich auch dafür, bei der Bundeshymne, die mich ja betrifft, eher  nicht. Ich würde, wenn ich singen könnte,  ohnehin Töchter Söhne singen und mich eventuell klagen lassen, um auf die Absurdität der Sache zu verweisen und einen Kampf gegen die hohen Portokosten, wenn man ein Buch nach Deutschland schickt. Das habe ich vor kurzem an die Deutsche Bibbliothek in Leipzig getan und 6.80 dafür bezahlt. Dann gibts noch immer den Kampf gegen Google und die Verletzung des Urheberrechtes, das Gerhard Ruiss ein großes Anliegen ist und natürlich das E-Book von dem man noch nicht weiß, wie es damit weitergeht, aber auch Informationen über den Autorenkatalog, die Autorenberatung, die Stände auf den Buchmessen und vieles mehr.<br />
Sehr viele Autoren im Publikum, die ich nicht kannte und für mich wieder sehr frustrierend von Sabine Naber zu hören, daß man bei den &#8222;Krimiautoren&#8220; nicht aufgenommen werden kann, wenn man seine Bücher bei Book on Demand, in Zuschußverlagen oder selber macht. Ich schreibe ja nicht wirklich Krimis, es hat mich aber trotzdem sehr betroffen und ich habe auch einmal <a href="http://www.jancak.at/auszug_tauben.html">&#8222;Tauben füttern&#8220;</a> an die &#8222;Krimiautoren&#8220; geschickt und keine Antwort bekommen. Bei einem Abend anläßlich der <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/09/27/verlagsvertrag-verlag-eigenverlag-selbstzahlerverlag/">Literaturhausfeiern im September</a> wurde über dieses Thema aber wenigstens diskutiert und ich denke, es gibt auch noch andere Autoren, die das betrifft.<br />
Ein paar Bekannte, wie Margit Heumann, Christl Greller und Hilde Langthaler habe ich doch getroffen und im Literaturhaus gibt es derzeit eine Ausstellung &#8222;MOMENTUM&#8220; &#8211; Dichter in Szenen, wo  vierundzwanzig Autoren, wie Anne Cotten, Ulrike Dreasner, Michaela Falkner, Robert Menasse, Ingo Schulze, Angelika Reitzer, Josef Winkler,  Steffen Popp, Wilhelm Genanzino ect, die momentanen deutschen oder österreichischen Wunderkinder oder Literaturgötter, mit einem Portrait und einem Buch oder einem Text, dargestellt werden.<br />
Im tschechischen Zentrum lesen am Montag übrigens zwei junge tschechische Autoren zum Thema Ankommen in der Sprache &#8211; eine literarische Begegnung zum Thema Entwurzelung und Schreiben, nämlich <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/01/29/lesarten-der-sprachkust-studentenlesung/">Rhea Krcmarova</a> und Vaclav Grusa, ob das ein Verwandter von Jirsi Grusa ist?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/literaturgefluester.wordpress.com/11679/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/literaturgefluester.wordpress.com/11679/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/literaturgefluester.wordpress.com/11679/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/literaturgefluester.wordpress.com/11679/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/literaturgefluester.wordpress.com/11679/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/literaturgefluester.wordpress.com/11679/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/literaturgefluester.wordpress.com/11679/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/literaturgefluester.wordpress.com/11679/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/literaturgefluester.wordpress.com/11679/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/literaturgefluester.wordpress.com/11679/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/literaturgefluester.wordpress.com/11679/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/literaturgefluester.wordpress.com/11679/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/literaturgefluester.wordpress.com/11679/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/literaturgefluester.wordpress.com/11679/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=literaturgefluester.wordpress.com&amp;blog=4135705&amp;post=11679&amp;subd=literaturgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Johannes Urzidil-Lesebuch</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 23:59:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jancak</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Judith Gruber-Rizy habe ich die Einladung ins tschechische Zentrum zur Präsentation des Johannes Urzidils Lesebuch &#8222;HinterNational&#8220; bekommen, der 1896 in Prag geboren wurde, in Rom 1970 gestorben ist und als jüngster Dichter des Prager Kreises um Max Brod, Franz Kafka und Franz Werfel gilt. Das habe ich wahrscheinlich schon in den Siebigerjahren gewußt, denn [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=literaturgefluester.wordpress.com&amp;blog=4135705&amp;post=11665&amp;subd=literaturgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Judith Gruber-Rizy habe ich die Einladung ins tschechische Zentrum zur Präsentation des Johannes Urzidils Lesebuch &#8222;HinterNational&#8220; bekommen, der  1896 in Prag geboren wurde, in Rom 1970 gestorben ist und als jüngster Dichter des Prager Kreises um Max Brod, Franz Kafka und Franz Werfel gilt. Das habe ich wahrscheinlich schon in den Siebigerjahren gewußt, denn da habe ich mir einmal das Urzidil Buch &#8222;Goethe in Böhmen, in der Ausgabe von 1962, möglicherweise in einer Buchabverkaufskiste des Kaufhaus Steffels, beim Herzog oder sonstwo gekauft. Ob ich es wirklich gelesen habe, glaube ich zwar nicht, der Name hat sich mir aber eingeprägt und so bin ich gerne ins tschechische Zentrum gegangen, wo ich schon lange nicht war, ich glaube, seit Literaturgeflüster-Zeiten nicht, habe aber alle getroffen, die man dort treffen kann, Beppo Beyerl, Manfred Chobot, natürlich die Rizys und auch Rosa Neubauer, die ich vom Institut der Berggasse und von der Poet Night kenne und es passt auch gut, weil ich ja gerade einen<a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2012/01/19/rohtext/"> Roman schreibe</a>, der zumindestens teilweise in Prag spielt, so habe ich mir auch eine CD, das Programm vom &#8222;Nachtasyl&#8220; und einen Stadtplan von dort mitgebracht.<br />
Ich bin ein bißchen zu spät gekommen, so daß der neue Leiter schon bei seiner Eröffnung war, Auf den Sesseln lagen Prospekte vom deutschen Kulturforum östliches Europa, die glaube ich, das Buch herausgegeben haben, sowie der Verlagsprospekt und der Leiter oder eine Dame der Kulturinittiative erzählte noch, daß Johannes Urzidil derzeit in der Tschechei wieder aufgelegt wird, im deutschen Sprachraum aber vergriffen ist und um ein wenig vorzugreifen, sagte mir Judith Gruber-Rizy später beim Wein, daß sie, weil sie ja auch in OÖ nahe der tschechischen Grenze wohne, viel von Johannes Urzidil gelesen hat, ich nicht, habe ich geantwortet, bin aber durch meinen Bibliothekskatalog daraufgekommen, daß ich in Harland die &#8222;Verlorene Geliebte&#8220; in einer Goldmann Ausgabe und &#8222;Das Glück der Gegenwart&#8220;, artemins, 1958 habe, ich bin ja eine Büchersammlerin und früher habe ich noch sehr viel gekauft, um aber wieder an den Anfang zurückzukommen, der Leiter lobte die Mulitmedia Show, die auch im Stifter Haus in Linz und im Stefan Zweig Centrum in Salzburg gezeigt werden wird und stellte die Buchautoren Klaus Johann und  Vera Schneider vor. Am Lesetisch saß noch ein älterer Herr, Gerhard Trapp, ein Germanist, 1938 geboren, der in den Sechzigerjahren einen intensiven Briefwechsel mit Johannes Urzidil hatte und aus diesen Briefen  Beispiele gab. Dann ging es los mit der Multimedia Show und zwar wurde auf diese Art und Weise in Ton und Bild Johannes Urzidils Leben sehr genau ausgeleuchtet, der der Sohn eines nationalen Deutschen und einer zum Katholizismus konvertierten Jüdin ist und außerdem ist er, was ich sehr interessant finde, ein autobiografischer Dichter und in dem Lesebuch scheint es auch sehr viele autobiografische Texte zu geben, die Vera Schneider vorlas, außerdem gab es Tonaufnahmen des Dichters, alte Ansichten und auch Filmaufnahmen des aten Prag. Die Mutter, die schon sieben Kinder aus einer anderen Ehe hatte, ist gestorben, als der Dichter vier Jahre alt war, der Vater hat dann eine Tschechin geheiratet, mit der er sehr oft gestritten hat, so ist das Paar mit dem kleinen Johannes nach Wien ins Schloß Schönbrunn und nach Salzburg auf die Festung gefahren und die Tonaufnahme erzählte von dem Streit der Beiden, den es dort gegeben hat.<br />
Urzidil hat in Prag ein Gymnasium besucht, in das auf einmal ein Mädchen kam, so daß die Knaben einen Antifrauenbund gründeten, nur daß sich Johannes Urzidil bald in das Mädchen verliebte, was er auch in  einer Erzählung schilderte, also  sehr interessant aus dem Leben im vorigen Jahrhundert im bürgerlichen Prag zu erfahren.<br />
Im ersten Weltkrieg wurde er eingezogen, begann aber auch zu studieren, lernte  Kafka, Brod,  Werfel und Willy Haas kennen, von dem ich einmal vor langen Zeiten den Hofmannsthal Briefwechsel gekauft habe und jetzt ein <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/leseliste/">Buch</a> im Bücherkasten gefunden habe, der erste Gedichtband entstand, es war der damaligen Mode entsprechend ein sehr expressionistischer und Gerhard Trapp las eine Briefstelle aus den Sechzigerjahren vor, in dem sich Urzidil davon nicht distanzierte, aber meinte, daß man mit achtundsechzig anders als mit achtzehn schreiben würde. Er hat dann für das Prager Tagblatt geschrieben, in der deutschen Gesandtschaft in Prag gearbeitet und eine Schriftstellerin geheiratet, die die Tochter eines Rabiners war, als die Nazis in Deutschland an die Macht kamen, hat er seinen Job verloren und als der Krieg begann, mußte er emigireren und kam nach Amerika, da gibt es auch einen berührenden Text, wo er mit gefälschten Papieren im Nachtzug sitzt und vorher hat er sich von einem Schulfreund verabschiedet, der ihm einen Zettel gegeben hat, wo drauf stand &#8222;Du sollst nicht schwätzen und abschreiben!&#8220;, in seiner Verwirrung zeigt er den den Grenzbeamten, der beginnt zu lachen und schaut die gefälschten Papiere nicht mehr an. 1932 hat er das Buch über &#8222;Goethe in Böhmen&#8220; geschrieben, sowie ein Buch über Kafka und eines über Adalbert Stifter und in New York hat er als Lederwarenhersteller gearbeitet und schreibt, daß er sich über eine von ihm hergestellte Handarbeit genauso freut, wie über eines seiner Bücher in der Bibliothek des Gastgebers, wie wahr, trotzdem hat der weitergeschrieben, das &#8222;Prager Tryptichon&#8220; beispielsweise oder den Roman &#8222;Das große Hallelujah&#8220; oder später Erzählbände, er hat dann auch für den amerikanischen Sender gearbeitet und ist später regelmäßig nach Deutschland und nach Österreich gekommen und hat hier auch sehr oft gelesen. Das letzte Mal ein paar Tage vor seinem Tod, der  in Rom erfolgte. Nach Prag ist er nie mehr zurückgegangen und hat sich in einen seiner Texte auch darüber mokiert, daß ihn alle, sogar die Nazis für sich vereinahmen wollten.<br />
Ein sehr interessanter Abend und ein sehr interessantes Lesebuch, ich werde jetzt natürlich, wenn ich wieder in Harland bin nach den Urzidil-Büchern suchen und zumindestens hineinschauen.<br />
Eine<a href="http://www.urzidil.de/"> Website</a>  gibt es auch. </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/literaturgefluester.wordpress.com/11665/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/literaturgefluester.wordpress.com/11665/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/literaturgefluester.wordpress.com/11665/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/literaturgefluester.wordpress.com/11665/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/literaturgefluester.wordpress.com/11665/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/literaturgefluester.wordpress.com/11665/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/literaturgefluester.wordpress.com/11665/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/literaturgefluester.wordpress.com/11665/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/literaturgefluester.wordpress.com/11665/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/literaturgefluester.wordpress.com/11665/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/literaturgefluester.wordpress.com/11665/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/literaturgefluester.wordpress.com/11665/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/literaturgefluester.wordpress.com/11665/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/literaturgefluester.wordpress.com/11665/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=literaturgefluester.wordpress.com&amp;blog=4135705&amp;post=11665&amp;subd=literaturgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Leidenschaft</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 23:12:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jancak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt wieder ein bißchen Lyrik, nämlich Dietmar Füssels &#8222;Leidenschaft&#8220; &#8211; Lateinamerikanische Liebesgedichte, die ich bei seinem monatlichen Gewinnspiel gewonnen habe. Das heißt, ich habe das Buch, glaube ich, nicht gewonnen, weil ich, als es verlost wurde, nicht mitgespielt habe, dafür habe ich aber ein &#8222;Log&#8220; gewonnen, daß ich schon hatte, so habe ich es dann [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=literaturgefluester.wordpress.com&amp;blog=4135705&amp;post=11641&amp;subd=literaturgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt wieder ein bißchen Lyrik, nämlich Dietmar Füssels &#8222;Leidenschaft&#8220; &#8211; Lateinamerikanische Liebesgedichte, die ich bei seinem monatlichen Gewinnspiel gewonnen habe. Das heißt, ich habe das Buch, glaube ich, nicht gewonnen, weil ich, als es verlost wurde, nicht mitgespielt habe, dafür habe ich aber ein &#8222;Log&#8220; gewonnen, daß ich schon hatte, so habe ich es dann bei der <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/06/">Dicht-Fest-Veranstaltung</a> mit Dietmar Füssel getauscht, denn ich bin oder war eine sehr regelmäßige Gewinnspielteilnehmerin, so daß ich schon sehr <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2009/02/13/rindfleisch/">viele</a> <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2010/05/04/lyrik-bade-session/">seiner</a> <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2010/08/18/diesseits-von-eden/">Bücher</a> gewonnen, gelesen und auch hier besprochen habe und Dietmar Füssel als einen konsequenten regelmäßigen Schreiber, der es in allen Literatursparten versucht, mit seinen Gewinnspielen und seiner monatlich aktualisierten Webseite von seinem Schreiben erzählt, den ich durch den Max von der Grün Preis der AK Linz, den er einmal gewonnen hat, kennenlernte, einordne.<br />
Der 1958 Geborene lebt als Schriftsteller, Bibliothekar, Läufer und Lebenskünstler in Ried im Innkreis, hat eine Freundin namens Moni, der die leidenschaftlichen Liebesgedichte auch gewidmet sind.<br />
Illustriert ist das Buch von Elisabeth Bernauer, ich habe das Exemplar Nummer fünfunddreißig, handschriftlich eingetragen, bekommen und der Vorbemerkung ist zu entnehmen, daß Dietmar Füssel angeregt von lateinamerikanischen Liebesliedern, die Leidenschaftlichen Liebesgedichte in deutscher Sprache schrieb. &#8222;Es sind keine Übersetzungen sondern der Versuch, den Stolz, die Anmut und die Leidenschaftlichkeit nachzuempfinden.&#8220;<br />
Es gibt sechs Teile &#8222;Liebe, Leidenschaft, Liebeskummer, Hass, La Llorona, Abschied&#8220;<br />
Hier ein paar Beispiele aus allen Abteilungen:</p>
<p>Liebe </p>
<p>&#8222;So wie du bist&#8220;<br />
So wie dein Haar ist<br />
habe ich es mir immer gewünscht<br />
Ich liebe dein Haar<br />
weil es ist wie es ist.</p>
<p>Lass es schön sein<br />
zwischen Abend und Tag<br />
lass es schön sein<br />
in der einzigen Nacht<br />
lass es schön sein</p>
<p>Leidenschaft</p>
<p>Kein anderer Mann<br />
soll sagen können<br />
er hätte dich mehr verehrt<br />
als ich<br />
kein anderer Man<br />
soll sagen können<br />
er hätte dich mehr gestreichelt<br />
als ich<br />
kein anderer Mann<br />
bei meinem Leben<br />
keiner</p>
<p>Liebeskummer</p>
<p>Wolke gib dem Südwind<br />
der dich ziehen läßt am Himmel<br />
eine Botschaft mit an ihm<br />
dem mein Herz gehört</p>
<p>sag ihr sie möge nicht kommen<br />
sag ihr dass es vorbei ist<br />
und da mein Herz einer anderen gehört<br />
hat ihres für mich keinen Wert</p>
<p>Hass</p>
<p>Ich wünsche dir ein langes Leben,<br />
obwohl du mich verlassen hast.<br />
Der Schlag soll dich treffen, doch nicht töten<br />
Er soll dich in den Rollstuhl zwingen<br />
Sie wird sich natürlich nicht um dich kümmern<br />
Du kommst in ein Pflegeheim<br />
Dort sollst du noch dreißig Jahre leben<br />
von allen vergessen, von keinem besucht<br />
Ich wünsche dir ein langes Leben<br />
von Krankheit, Schmerz und Reue.</p>
<p>La Llorona ist eine lateinamerikanische Legende von einer weinenden Frau, die ihre Kinder aus verschmähter Liebe tötete und von Gott verdammt wurde, bis in alle Ewigkeit nach ihnen zu suchen.</p>
<p>Meine Kinder<br />
sind schuld daran<br />
dass er mich<br />
nicht mehr liebt<br />
Ich wünschte<br />
sie wären tot</p>
<p>Und zum Abschied<br />
gibt es ein Rezept für Ropa  Vieja das ist ein kubanischer Rindfleischeintopf</p>
<p>rope Vieja<br />
sagte sie<br />
und polierte<br />
ihr Hörgerät</p>
<p>Und hier ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=OG-hgbeEDi0">Video</a> zur Buchentstehung mit viel Musik und Kubaimpressionen</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/literaturgefluester.wordpress.com/11641/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/literaturgefluester.wordpress.com/11641/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/literaturgefluester.wordpress.com/11641/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/literaturgefluester.wordpress.com/11641/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/literaturgefluester.wordpress.com/11641/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/literaturgefluester.wordpress.com/11641/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/literaturgefluester.wordpress.com/11641/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/literaturgefluester.wordpress.com/11641/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/literaturgefluester.wordpress.com/11641/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/literaturgefluester.wordpress.com/11641/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/literaturgefluester.wordpress.com/11641/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/literaturgefluester.wordpress.com/11641/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/literaturgefluester.wordpress.com/11641/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/literaturgefluester.wordpress.com/11641/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=literaturgefluester.wordpress.com&amp;blog=4135705&amp;post=11641&amp;subd=literaturgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Perspektive und Performanz</title>
		<link>http://literaturgefluester.wordpress.com/2012/01/24/perspektive-und-performanz/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 21:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jancak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Da ist mir in meinem Bemühen das literarische Leben Wien unter Dreißig möglichst lückenlos zu erfassen, offensichtlich etwas entgangen, nämlich &#8222;Die junge Literaturwerkstatt Wien&#8220;, die es unter der Leitung von Semier Insaif offenbar schon seit 1999 in der Galerie Wort und Bild in der Garnisongasse gibt. Da die auch ihre Lesungen in der Gesellschaft für [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=literaturgefluester.wordpress.com&amp;blog=4135705&amp;post=11627&amp;subd=literaturgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ist mir in meinem Bemühen das literarische Leben Wien <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/07/19/unter-dreisig/">unter Dreißig</a> möglichst lückenlos zu erfassen, offensichtlich etwas entgangen, nämlich &#8222;Die junge Literaturwerkstatt Wien&#8220;, die es unter der Leitung von Semier Insaif offenbar schon seit 1999 in der Galerie Wort und Bild in der Garnisongasse gibt. Da die auch ihre Lesungen in der Gesellschaft für Literatur haben, bin ich aber daraufgekommen, daß da heute Laura Freudenthaler, Nadine Kegele, Elisabeth Klar und Kathrin Primetzhofer lesen. Bis auf Nadine Kegele lauter unbekannte Namen. Nadine Kegele kenne ich vom <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/09/04/linke-worter/">letzten Volksstimmefest</a> und dann war sie auch in der <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/10/13/alltag-stimmung-spharen/">Alten Schmiede bei einer von Angelika Reitzer moderierten Textvorstellungen</a>. Sehr viel junge Leute in der Gesellschaft für Literatur, ein paar Gesichter, glaube ich, schon einmal gesehen zu haben, <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/02/11/beste-beziehungen/">Gustav</a> <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/05/26/fruhling-in-der-via-condotti/">Ernst</a> und Manfred Müller im Vorraum, ein alter Herr, der öfter zu den Veranstaltungen der Gesellschaft der Literatur geht und Nadine Kegeles Chef, auf den sie öfter hinwies, das hat sie, glaube ich, auch schon in der Alten Schmiede so getan.<br />
Am Vortragstisch lagen vier Manuskripten, dann kamen die Herren Müller und Insaif und setzten sich, das ist ungewöhnlich in die erste Reihe, während die jungen Frauen am Podium Platz nahmen und kommentarlos zu lesen begannen. Die vom Publikum aus gesehen linkeste tat es und las von einer Yolanda, die Briefe schrieb, die mit Rosenöl besprüht waren, sich dann auf eine Announce eines Heinrichs eines studierten Akademikers zu melden schien, ja ein Roland  kam auch noch vor, der sich für Saufen, Fußball und Frauen interessierte. Dann gab es zu einen Bruch, denn die Frau auf der rechten Seite las zwei Sätze, bevor es mit Yolanda wieder weiterging, die zweite Frau von links setzte dann mit der Figur des Heinrichs fort, der schien sich mit Yolanda zu treffen, die schwanger und mit kurzem Röckchen am Bahnhof spazieren ging und Heinrich suchte eine Partnerin für kulturelle Interessen, hatte aber offensichtliche eine Sekretärin namens Dominiquee, diesen Satz las dann Nadine Kegele, die einzige Autorin, die ich zu diesem Zeitpunkt kannte und deren Textteil war auch sehr interessant. Denn da wechselten die Identitäten und brachten etwas Verwirrung, weil es zuerst um die rotgeschminkte Sekretärin mit Stöckelschuhen und eine Buchlesende Frau ging, dann wurde ein männlicher Dominique daraus und es kam zu einer fast Vergewaltigung, relativiert wieder von der zweiten Leserin, die immer von Perspekitiven und falschen Rollenzuteilungen las, die vierte Leserin hatte dann einen anderen Textstil, denn sie las von der heilen Familie, zwei Schwestern und einem Bruder, einer Mutter die alles richtig macht und einer Großmutter der alle Männer gestorben sind, der Bruder war der Sonnenschein, die Schwestern gehen zum Therapeuten.<br />
Danach trat Semier  Insaif auf, stellte die Autorinnen in falscher Reihenfolge und mehreren Wiederholungen vor und sagte dem Publikum, daß es Fragen stellen soll.<br />
Das wollte dann auch wissen, wie die Texte entstanden sind und was die junge Literaturwerkstatt ist und erzählte etwas von seinen Hörerfahrungen und Semier Insaif erklärte, daß man sich in der Literaturwerkstatt monatlich trifft und Texte bespricht und daß es für diese Lesung das Thema &#8222;Perspektive und Performanz&#8220; gab, das erklärte  schon die junge Frau von der ich inzwischen herausbekam, daß sie Elisabeth Klar heißt. Jeder hat einen Textteil zu Figuren geschrieben, die vorher festgelegt wurden, dann wurde hinein und hinausgestrichen und um Madame Bovary und männliche Perspektive ging es irgendwie auch noch. Fragen wurden dann gestellt, wie kann man das Veröffentlichen und auf Gustav Ernsts &#8222;Kolik&#8220; verwiesen und diskutiert, wie fühlt man sich, wenn andere in den Text eingreifen, ist das eine Erweiterung oder eine Bedrohung und es war ein spannender Abend mit vielen Fragezeichen, die das Internet aufzulösen hilft, denn da kann man ja nach Hause gehen und die &#8222;junge Textwerkstatt Wien&#8220; <a href="http://www.semierinsayif.com/sites/projekte_jungelitwerk.htm">nachgooglen</a>, ein paar <a href="http://www.nadinekegele.net/text_literaturwerkstatt.htm">Texte</a>, Bilder, Fotos dabei finden. Wenn man dann zu Laura Freudenthaler geht, erfährt man, daß es schon zumindest einmal eine Hörerfahrung gab, denn die 1984 in Salzburg geborene, hatte einen Text in der ORF Sommerreihe Wörtersee und Kathrin  Primetzhofer, das ist auch sehr interessant, ist Kunsttherapeutin und Legasthenietrainerin und 1980 geboren, genau wie Nadine Kegele, die Germanistin, Literaturrezensentin, Nachtsekretärin ist und derzeit einen Roman &#8222;Wegen eines schadhaften Zuges schreibt&#8220; und Elisabeth Klar wurde 1986 in Wien geboren, hat zahlreiche Veröffentlichungen und schon verschiedene Preise gewonnen.<br />
Interessant was es so alles an neuer junger Literatur in Wien, auch ohne die Herren Hakel und Weigl aus den <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2012/01/18/hertha-kraftners-wirklichkeit/">Fünfzigerjahren</a></a> <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2012/01/02/mythos-bachmann/">gibt</a>, weil ja irgendwie die Vergleiche zu den Fünzigerjahren naheliegen, damals waren es die jungen Frauen Hertha Kräftner, Ingeborg Bachmann, Ilse Aichinger, etc, heute lesen die Fräuleinwunder im <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2009/02/17/kolikslam/">Kolik</a> <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/05/13/kolikslam-2/">Slam</a>, bei den <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2010/12/03/lockstoff/">Lockstoffen</a>, bei den Poetry Slams oder wenn man sie läßt, studieren sie Sprachkunst und lesen beim Bachmannpreis. Meine These ist ja, daß  <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2010/01/02/helden-der-kunst-helden-der-liebe/">Gustav Ernst</a> mit seinem &#8222;Kolik&#8220; ein heutiger Förderer ist und weiters interessant, daß man eine literarische Lesung durchaus spannend gestalten und, daß man auch im Team schreiben kann, allerdings heißt das vielleicht auch, daß Literatur die Performance braucht um überhaupt erst Aufmerksamkeit zu finden und weil ich schon bei der jungen österreichischen Literatur, die diesmal wahrscheinlich zufällig, aus reiner Frauenpower bestand, bin, diese Wochen geht es weiter mit der jungen Literatur, gibts am Freitag ja wieder eine <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/01/29/lesarten-der-sprachkust-studentenlesung/">&#8222;Studentenlesung&#8220;</a> und am 2.2. einen Kolik Slam mit <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2012/01/04/der-platz-des-hundes/">Anna Weidenholzer</a>, Philipp Weiss und Nadja Spiegel, kann ich gleich eine Information weitergeben, die Christoph Kepplinger an mich schickte. Es gibt nämlich einen Literaturpreis für unter Dreißigjährige, den ich der Einfachheit <a href="http://www.rosalux.de/news/37627/wettbewerb-fuer-junge-autorinnen.html">verlinke</a>, schade, daß ich mich daran nicht mehr beteiligen kann, aber ich nehme ohnedies schon lang nicht mehr an Literaturausschreibungen teil und noch ein paar Worte zu Semier Insaif, den GAV Kollegen, den ich schon lange kenne und der auch im Organistationsteam des Siemens Literaturpreises war,  bei &#8222;Rund um die Burg&#8220; hat er gelesen hat und beim <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/01/16/ein-fest-fur-ernst-jandl/">Fest für Ernst Jandl</a> vor einem Jahr, Buchveröffentlichungen hat er auch und er ist auch, glaube ich, soetwas wie  Lebensberater oder Kunsttherapeut.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/literaturgefluester.wordpress.com/11627/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/literaturgefluester.wordpress.com/11627/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/literaturgefluester.wordpress.com/11627/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/literaturgefluester.wordpress.com/11627/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/literaturgefluester.wordpress.com/11627/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/literaturgefluester.wordpress.com/11627/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/literaturgefluester.wordpress.com/11627/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/literaturgefluester.wordpress.com/11627/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/literaturgefluester.wordpress.com/11627/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/literaturgefluester.wordpress.com/11627/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/literaturgefluester.wordpress.com/11627/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/literaturgefluester.wordpress.com/11627/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/literaturgefluester.wordpress.com/11627/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/literaturgefluester.wordpress.com/11627/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=literaturgefluester.wordpress.com&amp;blog=4135705&amp;post=11627&amp;subd=literaturgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Jachymov</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 20:21:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jancak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Jachymov&#8220; der biografische Roman von Josef Haslinger über den tschechischen Eishockyspieler Bohumil Modry, der 1950 mit seiner ganzen Mannschaft verhaftet wurde, in das Uranbergwerk in Jachymov verlegt wurde, wo er mit bloßen Händen Uran schürfen mußte, fünf Jahre später amnestiert wurde und neunzehnhundertdreiundsechzig noch nicht einmal siebenundvierzigjährig an Leukämie starb, beginnt ganz anders als erwartet, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=literaturgefluester.wordpress.com&amp;blog=4135705&amp;post=11596&amp;subd=literaturgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Jachymov&#8220; der biografische Roman von Josef Haslinger über den tschechischen Eishockyspieler Bohumil Modry, der 1950 mit seiner ganzen Mannschaft verhaftet wurde, in das Uranbergwerk in Jachymov verlegt wurde, wo er mit bloßen Händen Uran schürfen mußte, fünf Jahre später amnestiert wurde und neunzehnhundertdreiundsechzig noch nicht einmal siebenundvierzigjährig an Leukämie starb, beginnt ganz anders als erwartet, was aber auch nicht verwunderlich ist, ist der 1955 in Zwettl geborene Autor ja seit 1996 Professor am Literaturinstitut in Leipzig und daher Spezialist im spannenden Romanschreiben und ein Realist ist er auch, war er doch Redaktuer im Wespennest, als ich noch meine Texte hinschickte und Generalsekretär der GAV, als ich dort aufgenommen wurde, hat &#8222;Opernball&#8220;, <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2009/12/09/vaterspiel-und-schreibreflektion/">&#8222;Vaterspiel&#8220;</a> und 1980 als erste Veröffentlichung den Erzählband der &#8222;Konviktskaktus.&#8220; geschrieben.<br />
Es beginnt also mit einer phantastischen Geschichte, eine Propellermaschine landet auf der Sandpiste, die Ich-Erzählerin steigt aus &#8222;Taxi Mam!&#8220;, sagt eine unzuverläßige Gestalt, es kommt zu einer Flucht und zu zwei Männern, die über ihren Vater reden.<br />
Man kennt sich nicht recht aus, hat man doch schon vorher in den Medien, viel über den neuen Haslinger-Roman gehört und ich habe im Sommer davon gefahren, als wir von <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/08/12/wieder-zuruck-aus-dem-urlaub/">Polen zurück durch die Tschechei fuhren, schon Ö1 empfangen</a> konnten und das Buch spielt auch dort, beziehungsweise in Jachymov, Karlsbad, Prag, was ich <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2012/01/19/rohtext/">jetzt brauchen</a> kann und natürlich auch in Wien. In einer Verlegerwohnung und bei einem versoffenen Arzt in der Klagbaumgasse, denn der Verleger Anselm Findeisen, der von der DDR 1972 oder 1973 nach Wien kam, hat Morbus Bechterew und Dr. Wachsmann emfiehlt die Kur in Jachymov. Aber das kommt erst später, vorher kommt noch was von Briefen einer Tänzerin und einem Manuskript, bevor Anselm Findeisen, am 26. Oktober in seinen Verlag geht und erst nach und nach draufkommt, weil niemnand kommt, daß ja Nationalfeiertag ist, also beschließt er an Kleinhaugsdorf und den vietnamesischen Verkaufsständen  vorbei, nach Jachymov ins Erzgebierge zu fahren, geht ins Grandhotel und trifft dort einen &#8222;Struweelpeter&#8220;, beziehungsweise, eine ältere Frau, später auch, als die Tänzerin bezeichnet. Damit geht es mir ein bißchen ambivalent, denn das tue ich manchmal auch in meinen Texten, da gibt es ja immer wieder einen <a href="http://www.jancak.at/auszug_dorafaust.html">&#8222;Anzugmann&#8220;</a> und in &#8222;Der Frau auf der Bank&#8220; auch eine &#8222;Brillenschlange&#8220;, aber das wurde mir beim Probelesen in der <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/10/03/schreibfabrik/">Schreibfabrik</a> kritisiert und ich dachte sofort schuldbewußt &#8222;So darf man nicht schreiben, das ist herablassend!&#8220;<br />
Josef Haslinger darf offenbar und es kommt viel später in der Geschichte auch noch die &#8222;goldene Adele&#8220; im Cafe Schwarzenberg vor, aber da hat Anselm Findeisen schon das Manuskript in Händen und verliert es erst wieder. Im Grand Hotel trifft er erst eine Frau, die sich ihm als die Tochter jenes Bohumil Modry vorstellt, der fünf Jahre dort interniert war, wo es jetzt die Heilquellen gibt, die Anselm Findeisen Linderung bringen. Das kommt aber auch erst später, denn der Roman geht nicht chronologisch voran. Man gewöhnt sich aber daran und lernt ein bißchen was vom Memoirschreiben oder der literarischen Fiktion.<br />
Es gibt also zwei Handlungsstränge, die erfundene, des kranken Verlegers, der aus der DDR geflüchtet ist und die wirkliche des besten Eishockyspielers der Tschechoslowakei, der auch Architektur oder Bautechnik studierte und eigentlich schon als Torwart ausgestiegen war, als er verhaftet wurde und das wird wahrscheinlich sehr authentisch in dem Manuskript erzählt, daß die Tänzerin auf des Verlegers Aufforderung schließlich schreibt und das in Wahrheit von Josef Haslinger geschrieben wurde, der es von Blanca Modra erzählt bekommen hat, die am Burgtheater Tänzerin und Choreographin war. Und es ist eine sehr spannende Doppelgeschichte in der man ein Stück der tschechischen Vergangenheit erfährt, von der man keine Ahnung hatte, als es noch den eisernen Vorhang gab.<br />
Josef Haslinger scheint sehr genau und gründlich recherchiert zu haben, hat bei den tschechischen Namen die korrekten Apostrophe und hat auch am <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/10/17/buchmessen-surfing/">blauen Sofa in Frankfurt</a> davon erzählt und zwar um zehn Uhr Morgens, so daß ich den live stream versäumte und das Video erst gestern nachhörte, da erfuhr man auch, was ich schon beim <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/11/26/short-cuts-i/">Shortcuts Festival</a> von Robert Huez hörte, daß Josef Haslinger vor kurzem einen Literaturpreis gewonnen hat, der aus hundertelf Flaschen Wein besteht und Stadtschreiber von Mainz war er auch. Ich kenne ihn schon lange, seit den frühen Achtzigerjahren, als ich meine Texte noch zum Wespennest schickte, als ich dann in der GAV war, hat er auch die &#8222;U-Bahngeschichten&#8220; dort veröffentlicht und in der &#8222;ROTWEISSBUCH&#8220;-Österreichanthologie gibt es einen Satz aus &#8222;Zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt&#8220;, ich sehe ihn auch immer, zum Beispiel bei den <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2009/11/28/laut-lauter-lyrik/">Literaturhaus Festivals</a> und als der Alfred das &#8222;Vaterspiel&#8220; bei einer Lesung kaufte und es signieren ließ, hat er ihm auch die &#8222;Wiener Verhältnisse&#8220; gegeben, die damals als mein erstes Digibuch erschienen sind.<br />
Es gibt also Paralellen zwischen mir und dem ebenfalls realistischen Autor, zum Beispiel, daß ich gerade auch über Prag recherchierte und da gestern ein Video gefunden habe, daß er offenbar in seiner Funktion als Mainzer Stadtschreiber drehte, das &#8222;Nachtasyl&#8220; heißt und um ein Wiener Lokal geht, in dem die Exiltschechen und auch Vaclav Havel verkehrten.<br />
Wird wahrscheinlich in die &#8222;Wiedergeborene&#8220; kommen und von dem dritten Haslinger-Roman nehme ich mir, glaube ich, das genaue Schreiben mit und das Stück Geschichte von dem, was in meiner frühen Kindheit hinter dem eisernen Vorhang passierte, ist natürlich auch sehr interessant, obwohl ich mich fürs Eishockeyspielen ja nicht sehr interessiere.<br />
Und während ich das schrieb, gab es in den Tonspuren eine Sendung über <a href="http://oe1.orf.at/programm/293875">&#8222;Die Rezensenten &#8211; vom Ende und Unsinn der </a>Literaturkritik&#8220; in der Sigrid Löffler beispielsweise auch über das Internet, wo jeder seine Meinung über Bücher <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2010/07/22/sommerlocher/">schreiben</a> und <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/leseliste/">öffentlich lesen</a> kann, stöhnte und etwa &#8222;Wenn es halbwegs verständlich ist, sollen das diese Leute tun, aber Rezensionen sind das nicht!&#8220;, sagte. </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/literaturgefluester.wordpress.com/11596/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/literaturgefluester.wordpress.com/11596/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/literaturgefluester.wordpress.com/11596/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/literaturgefluester.wordpress.com/11596/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/literaturgefluester.wordpress.com/11596/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/literaturgefluester.wordpress.com/11596/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/literaturgefluester.wordpress.com/11596/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/literaturgefluester.wordpress.com/11596/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/literaturgefluester.wordpress.com/11596/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/literaturgefluester.wordpress.com/11596/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/literaturgefluester.wordpress.com/11596/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/literaturgefluester.wordpress.com/11596/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/literaturgefluester.wordpress.com/11596/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/literaturgefluester.wordpress.com/11596/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=literaturgefluester.wordpress.com&amp;blog=4135705&amp;post=11596&amp;subd=literaturgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Rote Lilo trifft Wolfsmann</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 23:52:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jancak</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8222;Rote Lilo trifft Wolfsmann&#8220; &#8211; Literatur der Arbeitswelt, herausgegeben von Petra Öllinger und Georg Schober, ist die erste Anthologie, die auf Grund eines Wettbewerbes des &#8222;Duftende Doppelpunkts&#8220;, 2006, entstand. Denn da feierte der duftende Doppelpunkt seinen ersten Geburtstag, deshalb wurde der zweistufige Wettbewerb veranstaltet. Thema war die Arbeitswelt und den Gewinnern wurden in einer zweiten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=literaturgefluester.wordpress.com&amp;blog=4135705&amp;post=11546&amp;subd=literaturgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Rote  Lilo trifft Wolfsmann&#8220; &#8211; Literatur der Arbeitswelt, herausgegeben von Petra Öllinger und Georg Schober,  ist die erste Anthologie, die auf Grund eines Wettbewerbes  des <a href="http://literaturblog-duftender-doppelpunkt.at/">&#8222;Duftende Doppelpunkts&#8220;</a>, 2006, entstand. Denn da feierte der duftende Doppelpunkt seinen ersten Geburtstag, deshalb wurde der zweistufige Wettbewerb veranstaltet. Thema war die Arbeitswelt und  den Gewinnern wurden in einer zweiten Stufe, ein sogenannter Tutor, beispielsweise El Awadalla, Armin Baumgartner, Traude Korosa, Gerald Grassl, Raimund Bahr, der mit seiner Edition Art und Science auch  der Verleger ist, um nur die zu nennen, die kenne, beigestellt, so daß noch einmal Texte entstanden, die  in der Anthologie enthalten sind.<br />
Erfahren habe ich davon im Frühling voriges Jahr, denn da wurde noch einmal ein solcher Wettbewerb ausgeschrieben, bzw. eine zweite Anthologie vorbereitet und mit einem mehrwöchigen, gar nicht so leichten Gewinnspiel mit Fragen zur Literatur der Arbeitswelt beworben und dabei habe ich das Buch gewonnen.<br />
Literatur der Arbeitswelt, das hat ja eine eigene Geschichte und darüber habe ich auch schon öfter geschrieben, bzw. wird das in dem Buch, nach dem Vorwort auch erwähnt und da wird als Beispiel der Deutsche <a href="https://literaturgefluester.wordpress.com/2011/05/05/aus-der-schonen-neuen-welt/">Günter Wallraff </a>genannt, es gibt aber natürlich auch <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/12/07/stellenweise-glatteis/?preview=true">Max von der Grün </a>etc und eine berühmte Fischer Taschenbuchreihe und für Österreich werden die Namen Scharang, Turrini, Innerhofer, Wolfsgruber, also Literaten, die in den Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts bekannt wurden, genannt. Es gibt oder gab den steirischen Werkkreis der Arbeitswelt, den ich durch den Arbeitskreis schreibender Frauen kennenlernte und die Gruppe um Gerald Grassl, die die &#8222;Tarantl&#8220; herausgibt, beim <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2009/09/07/linkes-wort-und-volksstimmefest-09/">Volksstimmefest</a> und der <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/11/04/sv-cocktail-krilit-alpha-literaturpreis/">KritLIt</a> auftritt etc. Es gab auch den Luitpold Sternpreis und eine Schreibwerkstatt der Gewerkschaft unter Eveline Haas, die ich einige Jahre besuchte und wo ich auch Petra Öllinger kennenlernte, mit ihr habe ich auch in einer oder einigen Anthologien einen gemeinsamen Text,  habe im Frühling bei dem Gewinnspiel eifrig mitgemacht und bin auch zur der Präsentation der zweiten <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/05/14/von-den-pennern-zu-den-festwochen/">Anthologie im Mai in die Arbeiterkammer</a>, gegangen und habe jetzt  die &#8222;Rote Lilo&#8220; gelesen, die viele interessante Texte enthält, die überraschen, weil sie lange nicht so realistisch sind, wie ich eigentlich dachte, sondern viele sogar einen surrealistischen Einschlag haben.<br />
Da die sich beteiligten Autoren sowohl aus Österreich, Deutschland und aus der Schweiz und auch aus allen Berufsgruppen kommen, kenne ich nur wenige von ihnen, eigentlich eher die schon erwähnten Tutoren. Susanne Gregor ist mir aber bekannt, hat sie auch bei Christa Stippingers Exil-Ausschreibung gewonnen und jetzt einen Roman herausgegeben, der auf meiner <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/leseliste/">Leseliste</a> steht. Ihr Text &#8222;Maschinenlärm&#8220; ist, entnehme ich der Biographie, ihre erste Veröffentlichung. Dann ist mir noch Christoph Aistleitner bekannt, denn der war auf der Long- oder auch Shortlist des letzten FM4-Wettbewerbs, die anderen Autoren kannte ich eher nicht, die Texte waren aber sehr interessant. So beginnt es mit der &#8222;Abmachung&#8220; von Andreas Montalvo. Da steht, während die hungrigen Leute nach Hause zu dem guten Essen eilen, ein kleiner Bub auf einer Straßenkreuzung und jongliert den ganzen Tag, um für seine Familie Geld zu verdienen, während die anderen Kinder in die Schule gehen. Er muß sich anstrengen, denn wenn er nichts verdient, bekommt er am Abend nichts zu essen, es gelingt auch, er fährt mit der U-Bahn heim, verfährt sich aber, wird überfallen und ausgeraubt, der Vater holt ihn ab, findet ihn zerlumpt und tröstet ihn, heute gilt die Abmachung nicht. Eigentlich ein eher ungwöhnlicher Text zur Arbeitswelt.<br />
&#8222;Leise&#8220; von Silke Rath, ist das auch, wenn auch auf eine andere Art. Da sitzt ein Fahrer in seiner U-Bahn oder S-Bahnkabine und denkt vor sich hin, er hat nicht viel zu tun, denn die Züge fahren fast automatisch, sprechen darf man mit dem Fahrer nicht, so hört er den Gesprächen zu  und verlernt dabei fast das Sprechen. Und &#8222;Enge&#8220; von Esther Schmidt erinnert fast an Kafkas &#8222;Verwandlung&#8220;. Da arbeitet einer Tagaus Tagein und die Decke fällt ihm buchstäblich auf den Kopf, so daß er schließlich mit dem Computer schon unterm Schreibtisch sitzt und keiner merkt es, keiner hilft ihm, bis ihm die Arbeit ganz erdrückt. So kann man die Arbeitswelt auch beschreiben.<br />
Von Christoph Aistleitner ist der &#8222;Wolfsmann&#8220;, da geht es um Freisetzung, die kommt auch in anderen Texten vor und da tritt dann eine entlassene Krankenschwester schon manchmal in ein Plakat, um sich um verlassene Kinder zu kümmern.<br />
&#8222;Maschinenlärm&#8220; von Susanne Gregor aus der Slowakei schildert den Arbeitsalltag eines jungen Mädchens in einer Fabrik und am Fließband, sie muß immer bis dreihundertvierzig zählen und zu Mittag setzt sich in der Kantine ein Mann an ihren Tisch und ihre Familie wirft ihr einen Liebhaber vor. Und Marcela Vsetickova ist Bibliothekarin, das heißt, sie hat studiert und muß daher nicht, wie die Melker um 3.30, sondern erst um vier Uhr aufstehen und braucht ihre Stunden, bis sie an ihren Arbeitsplatz in die Bibliothek von Olomouc kommt und ist schon erschöpft, bevor sie zu arbeiten beginnt.<br />
Die Tutoren haben auch ihre Texte, so beschreibt Gerald Grassl beispielsweise den Beruf &#8222;Schreib-Arbeiter&#8220; und Traude Korosa bringt einen Auszug &#8222;Aus einer Troubadora Arbeitswelt&#8220;, hat Irmtraud Morgner in den Siebzigerjahren in der DDR nicht auch soetwas versucht? Und auch Raimund Bahr schildert das Leben eines Postbeamten höchst surrealistisch, da fährt einer mit einem Aufzug und man darf nicht selbst die Knöpfe drücken und ein anderer überfällt sogar seinen Arbeitsplatz. Und &#8222;Die Virginity-Show&#8220; von Awadalla habe ich schon einmal gehört, hat sie die ja einmal bei einer Lesung im Uhudler vorgetragen.<br />
Ein sehr interessantes Buch mit vielen kurzen Texten, die einen die Arbeitswelt in vielen Aspekten näherbringt und sehr zu empfehlen, wenn man ein bißchen über den Tellerrand des Literaturbetriebs hinausschauen  und erfahren will, daß viel mehr Leute schreiben, als man denkt, wenn man sich nur für den Mainstream interessiert.  Es gibt, wie erwähnt inzwischen eine <a href="http://literaturblog-duftender-doppelpunkt.at/litpreis/literaturpreis-2009-2011/">zweite Anthologie</a>, die auch auf der <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/11/06/krilit-und-geburtstagslesung/">KritLit im November </a>präsentiert wurde und die Buchmesse der Gewerkschaft wird es, wie mir Herr Blaha, als ich ihm das letzte Mal sah, sagte,  nicht mehr geben. Was sehr schade ist, so daß ich die, die sich für die Literatur der Arbeitswelt interessieren, nur auf Anthologien des duftenden Doppelpunkts verweisen kann.</p>
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		<title>Vier starke Frauen</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 23:52:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jancak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;England in den Siebzigern: Hippies, Flower Power, die Hoffnung auf Freiheit, Gleichheit, Brüder &#8211; und Schwesterlichkeit. Es ist die Geschichte einer Aufbruchszeit. Damals als es Ziele gab, für die es sich zu kämpfen lohnte und die, natürlich, von ewigen Bestand sein würden&#8230;&#8220;, steht auf der Buchrückseite von Fay Weldons &#8222;Vier starke Frauen&#8220;, ein Buch aus [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=literaturgefluester.wordpress.com&amp;blog=4135705&amp;post=11533&amp;subd=literaturgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;England in den Siebzigern: Hippies, Flower Power, die Hoffnung auf Freiheit, Gleichheit, Brüder &#8211; und Schwesterlichkeit. Es ist die Geschichte einer Aufbruchszeit. Damals als es Ziele gab, für die es sich zu kämpfen lohnte und die,  natürlich, von ewigen Bestand sein würden&#8230;&#8220;, steht auf der Buchrückseite von Fay Weldons &#8222;Vier starke Frauen&#8220;, ein Buch aus der Ein Euro Buchlandungskiste, 1997 erschienen und es handelt, wie in der Vorbemerkung steht, von Layla, Stephanie, Alice, Nancy und Co, die Frauen, die in London 1971, den Frauenverlag Medusa gründeten und das ist schon einmal ein Thema für mich, da ich ja im Arbeitskreis schreibender Frauen im Wien der Siebzigerjahre, ein bißchen die Gründung des Wiener Frauenverlages mitverfolgte, dann erlebte, wie er eine &#8222;Milena&#8220; wurde, den es jetzt noch gibt, wahrscheinlich ist er auch erfolgreich, nur leider kein <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2010/05/09/betrachtungen-zum-muttertag/">Frauenverlag</a> mehr, weil man den ja, wie ich immer höre, nicht mehr braucht und er jetzt gerade Herren aus dem vorigen Jahrhundert, wie beispielsweise <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2009/05/10/karl-und-das-zwanzigste-jahrhundert/">Rudolf Brunngraber</a>, von dem mir Ruth Aspöck kürzlich sagte, daß er ein eher patriachaler Mann war, wiederauferlegt.<br />
Aber dazu später, jetzt ins London von 1971, das mir, da ich nach meiner Matura im Sommer 1973, ein Monat lang im Westpark Hospital in Epsom war, seltsam rückständig erscheint, aber vielleicht wars damals wirklich so, mir ist es jedenfalls nicht so vorgekommen.<br />
Lalya und Stephanie, Frauen Mitte zwanzig, kleben jedenfalls Plakate &#8222;Eine Frau ohne Mann ist wie ein Fisch ohne Fahrrad&#8220; auf Littfaßsäulen und rennen dabei in ein junges Paar Brian und Nancy, die aus Neuseeland kommen und einen Verlobungsring tragen, um.<br />
Ein paar Leute wundern sich über die seltsame Aufschrift, denn was soll eine Frau ohne Mann? Die zwei Frauen haben es aber eilig, denn sie haben in Stephanies Haus, wo sie mit ihrem Mann Hamish und ihren zwei Söhnen lebt, eine Art Frauentreffen, da kommen dann alle hin. Zoe mit dem Kinderwagen, in dem die kleine Saffron sitzt, weil ihr Mann Bull sich weigerte, auf das Kind aufzupassen und Zoe ist sauer, denn sie hat Soziologie studiert und muß jetzt Windeln wechseln. Alice, die Übersinnliche, die ebenfalls studierte und Vorträge hält und Daffy aus der Unterschicht, die von Stephanie gleich beleidigt wird, daß sie dumm ist und ihren Mund halten soll.<br />
Zuerst ist man baff, dann erfährt man warum, schleppt Hamish Daffy doch ins Bett in den Oberstock, während unten die Frauen Medusa gründen. Zuerst können sie sich nicht über den Namen einigen, dann tanzen sie schließlich im Kreis, ziehen sich aus dabei und Bull trommelt an der Tür. Die Nachbarn stehen vor den Fenstern und schauen den Nackten zu und Stephanie erwischt Hamisch und Daffy und verläßt nackt das Haus und ihre Söhne, vielleicht auch ein wenig unverständlich.<br />
Inzwischen liegen Brian und Nancy, in der leeren Jugendherberge, Nancy will vögeln, aber Brian eine Jungfrau heiraten, wieder unverständlich, außerdem will er, daß sie ihm seine Socken stopft, so verläßt sie ihn, macht einen Sekretärinnenkurs und heuert ein Jahr später bei Medusa an.<br />
Jetzt habe ich etwas vergessen, als der brüllende Bull an der Türe trommelte, hat er Zoe aufgefordert mitzukommen, was sie auch tat, also nichts an mit der Arbeit im Frauenverlag. Sie bekommt ein zweites Kind, ist vordergründig nur mehr Hausfrau und Mutter und wird von ihrem Bull auch gründlich beleidigt. Schreibt aber trotzdem heimlich ein Buch &#8222;Verlorene Frauen&#8220; und  bietet es Medusa an. Layla und Stephanie können sich nicht einigen, ob sie es nehmen. Stephanie ruft an und sagt Bull, sie soll mehr schicken und der sagt seiner Frau, der Verlag nimmt es nicht, weil es grottenschlecht ist, daraufhin bringt Zoe sich um. So endet der erste Teil. Ein paar Bettgeschichten, die mir ebenso unglaublich scheinen, so landet Lalyla, als sie daraufkommt, daß sie nicht mehr schwanger werden kann, im Bett von Hamisch und Duffy, die sich seither um die Kinder kümmert, bringt sie zu Stephanie zurück, aber sie will sie nicht. Das passiert aber, glaube ich, schon im zweiten Teil &#8222;Ein Nest geiler Nattern&#8220; und der endet auf Zoes Begräbnis, wo der Geistliche vergeblich bittet doch keine feministische Veranstaltung aus einer Beerdigung zu machen.<br />
Medusa ist aber unheimlich erfolgreich und die Frauen kapieren langsam auch, daß die Frauenbewegung wichtig ist, obwohl sie noch nicht zu ihren Hormonen und ihren Tagen stehen können und Alice driftet in die esoterische Welle ab, legt Pyramiden und Karten&#8230;<br />
Der dritte Teil heißt &#8222;Saffrons Suche&#8220; und da ist Zoes kleine Tochter fünfzehn, geht nach der Schule in ein Buchgeschäft und kauft sich um ihr Taschengeld eine feministische Zeitschrift, die bei Medusa erscheint, muß ins Haus einsteigen, weil der betrunkene Vater nicht die Türe öffnet und ihrem kleinen Bruder erklären, daß er nicht schuld, am Tod der Mami ist. Sie macht sich auf die Suche das Geheimnis aufzuklären und hat eine Kopie des Mannuskriptes, Zoe brachte sich auch um, weil Bull die Seiten verbrannte, unterm Bett versteckt. Das landet Jahre später doch bei Medusa, wird ein Welterfolg und die Frauen prellen die Familie um das Geld, weil Bull nicht das Kleingedruckte las.<br />
Der vierte Teil spielt zwanzig Jahre später, Flower Power ist vorbei und Saffron Chefredakteurin einer Frauenzeitschrift  und sie will auch Medusa haben, vielleicht, um ihre Mutter zu rächen, vielleicht aber auch, weil sie eine Powerfrau geworden ist. Sie vögelt zwar mit einem von Hamishs Söhnen, geht aber zu den Geldgebern und kauft dem Aidskranken Partner Laylas seinen Pozentanteil ab. So ist sie schließlich die Besitzerin, während sich Stephanie und Layla endgültig zerstreiten. Alice bleibt esoterisch und Nancy zu  Brian zurückgeht, beziehungsweise mit ihm um die Welt segelt.<br />
Und aus der Traum vom Londoner Frauenverlag oder auch nicht, Saffron wird ihn schon aufpäppeln, während der Wiener, wie erwähnt,den Bach hinuntergeschwommen ist und es war interessant von einer Zeit zu lesen, die lange vergangen ist oder so scheint.<br />
Ein bißchen glaube ich ja nicht, daß es wirklich so war oder habe ich es in Wien anders erlebt. Aber auch da hat die AUF jetzt zugemacht, weil <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/05/21/heimito-von-doderer-und-ruth-kluger/">Eva Geber</a> in Pension gegangen ist, <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/10/09/nichts-als-eine-langweilige-blindschleiche/">Ruth Aspöck</a> ist das schon lange und ich habe auch nicht viel Glück beim Wiener Frauenverlag, bzw. bei Milena gehabt, obwohl ich dort natürlich auch meine Manuskripte hinschickte.<br />
Aber drei Texte hatte ich in Anthologien. In der allerersten &#8222;Aufschreiben&#8220; nichts, denn da hat mir Elfriede Haslehner den Text zurückgeschickt und gemeint, ich solle stattdessen in Therapie gehen. Allerdings in der &#8222;Arbeite Frau, die Freude kommt von selbst&#8220;- Anthologie ist mein Text &#8222;Die freundlichen Stimmen oder auf einen Anruf warten&#8220; drinnen, den ich zwar, nach dem Erfolg der &#8222;Güler&#8220;, zu der Arbeitsweltanthologie von &#8222;Jugend und Volk&#8220; schickte und die schickten es  zum Frauenverlag, die es  nahmen. Dann folgte lange nichts. Erst als Karin Balluch den Verlag leitete, Elfriede Haslehner wurde ja ziemlich stürmisch entfernt, hatte ich Anfangs des neuen Jahrtausend zwei Texte, nämlich in der &#8222;Viechereien&#8220;-Anthologie und im Widerstandsbuch &#8222;Die Sprache des Wiederstands ist weiblich&#8230;.&#8220;, den &#8222;Widerstand beim Zwiegelschneiden&#8220;.<br />
Aber das nur am Rande, denn das gehört  nicht zu Fay Weldons Roman, die 1931 geboren, eine britische Bestsellerautorin und Feministin ist und ich habe, vor Jahren, als man, wenn man seine Stimme für die lange Nacht des Hörspiels, was auch nicht mehr so heißt, abgab, ein Buch gewinnen konnte, Fay Weldons &#8222;Ehebruch&#8220; gewonnen und am Rathausplatz beim Warten auf das Filmfestival im Sommer gelesen und war beeindruckt von der starken Sprache und dem starken Thema. Damals hatte ich soetwas noch nicht glesen. In meinem Katalog findet sich noch  &#8222;Memoiren eines Teufelsweibs&#8220;, das habe ich, glaube ich, auch gelsesen, kann mich aber nicht mehr erinnern. Wohl aber auf die &#8222;Bulgary Connection&#8220;, die in Edith Broczas Buchkisten waren. Das hat mir aber nicht so gut gefallen und  &#8222;Frau im Speck&#8220; war einmal im Bücherkasten, das muß ich  noch lesen.<br />
Und zu diesem Buch ist zu sagen, daß die Erinnerungen an die wilde Zeit des Feminismus der Siebzigerjahre, die ich miterlebte, natürlich sehr beeindruckend ist. In England war das offenbar ein bißchen anders, als bei uns in Wien, aber vielleicht übertreibt eine Bestsellerautorin auch ein bißchen, um den Publikumsgeschmack zu treffen. So kommt es mir jedenfalls vor und am Schluß geht alles den Bach hinunter, beziehungsweise wechselt der Verlag die Besitzer und das haben wir in Wien auch erlebt. </p>
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		<title>Sogenannte Indie-Bücher</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 10:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jancak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem mein wahrscheinlich siebenundzwanzigstes Digitalbuch, wie ich es gerne nenne, im Rohtext fertig ist, das Manuskritpt des sechsundzwanzigsten liegt beim Alfred, der es Druckerei fertig machen soll, nütze ich die Gelegenheit meinen Büchern einen eigenen Artikel zu widmen oder auch versuchen ein vielleicht schiefes Bild ein wenig zurechtzurücken. Denn da tut sich ja sehr [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=literaturgefluester.wordpress.com&amp;blog=4135705&amp;post=11482&amp;subd=literaturgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem mein wahrscheinlich siebenundzwanzigstes Digitalbuch, wie ich es gerne nenne, im Rohtext fertig ist, das Manuskritpt des sechsundzwanzigsten liegt beim Alfred, der es Druckerei fertig machen soll, nütze ich die Gelegenheit meinen Büchern einen eigenen Artikel zu widmen oder auch versuchen ein vielleicht schiefes Bild ein wenig zurechtzurücken. Denn da tut sich ja sehr viel in der Verlags- und der Autorenszene, seitdem man seine E-Bücher bei Amazon selbst vermarkten kann, was ich aber, glaube ich, nicht machen werde.<br />
Sondern weiter im Literaturgeflüster darüber schreiben, gegebenfalls auf meine <a href="http://www.jancak.at/">Homepage</a> verlinken, wo man von den meisten Büchern Leseproben finden und die noch nicht vergriffenen, auch bestellen kann. Ich tausche auch sehr gern und bin interessiert an Rezensionen, die man auch auf der Homepage oder im Blog nachlesen kann.<br />
Wie kam es zu meinen Büchern oder dazu, daß ich, wie das jetzt heißt, zu einer Indie-Autorin geworden bin?<br />
Denn natürlich habe ich in den Achtzigerjahren, wo meine Manuskripte anfingen fertig zu werden, ich schreibe seit 1973 literarisch, angefangen an die Verlage zu schicken, als ich Informationen hatte, wie man soetwas macht?<br />
Und das war vor dreißig vierzig Jahren viel schwerer als heute, wo man jederzeit ein Seminar &#8222;Wie schreibe ich ein Expose?&#8220; machen kann, beziehungsweise im Netz die Informationen findet.<br />
Ende der Siebzigerjahre kam ich in den Arbeitskreis schreibender Frauen, für mich war das die Gruppe 47, vergleichbar wahrscheinlich mit dem, was man heute einen Schreibsalon nennt.<br />
Veranstalter waren die kommunistischen Frauen, Mentorinnen waren, würde man heute sagen, Marie Therese Kerschbaumer, Christa Stippinger, Elfriede Haslehner?, vielleicht sogar Arthur West.<br />
Da bekam ich zum ersten Mal eine Liste mit Verlagsadressen, das Handbuch der IG-Autoren gab es dann auch einmal, 1987 bin ich in die GAV gekommen und mit Frauen, die das auch versuchten, habe ich mich ebenfalls getroffen. Trotzdem waren die Informationen spärlich und ich sehr unsicher.<br />
Barbara Neuwirth hat mir erst vor einem Jahr gesagt &#8222;Du warst in keinem Förderkreis!&#8220;<br />
Ich dachte zwar ich wäre, aber vielleicht nicht weit genug und, wie man seine Texte an einen Verlag schickt, fünfzig Seiten oder alles und schreibt man was dazu?, war mir alles ziemlich unbekannt und so fühlte ich mich meistens sehr unsicher, wenn ich mit den Briefen zur Post marschierte.<br />
Ende der Achtzigerjahre waren dann die &#8222;Hierarchien&#8220; fertig und da war ich schon so weit, zweiundvierzig österreichische, deutsche oder schweizer Verlage anzuschreiben und hatte auch, was vergleichsweise nicht schwierig war, einen Elternratgeber übers Stottern im Fischer Taschenbuchverlag und war auch noch so naiv, das in meinen Verlagsbriefen anzuführen.<br />
Die zweiundvierzig Verlage schickten mehr oder weniger Standardabsagebriefe, ein paar Verleger erklärten mir sogar genauer, warum sie es nicht nehmen wollten und die &#8222;Hierachien&#8220; erschienen in der Edition Wortbrücke des Jack Unterwegers, hatten ein paar Rezensionen und ich habe das Buch auch mit Peter Paul Zahl in der Alten Schmiede vorgestellt.<br />
Ich schrieb  und schickte weiter, die Edition Wortbrücke gab es nicht mehr lang, einen anderen Verlag habe ich nicht gefunden, seltsamerweise klappte es auch bei den kleinen nicht, der Resistenz-Verleger hat mich aber einmal angerufen, das war als ich ihm die &#8222;Wiener-Verhältnisse&#8220; schickte, hat mir gesagt, daß ich weiter hinten einen Spannungseffekt einbauen soll und mich zu einer Christine Werner Lesung hinbestellt, was aber irgendwie nicht klappte und dann noch einmal einen Brief, daß er nur Leute nimmt, die kontinuierlich schreiben, was ich ja tue. Daß mir Karl-Markus Gauß einmal einen langen Brief schickte, habe ich schon geschrieben.<br />
Mit Elfriede Haslehner, Hilde Langthaler und Valerie Szabo-Lorenz wollten wir auch ein Vierfrauenbuch herausgeben, das Elfriede an einem Kremser Kleinverleger schickte, der von jeder von uns ein paar tausend Schilling und für sich ein Lektoratshonorar wollte, das in der Höhe der Subvention lag, die er bekommen hätte.<br />
Ich wollte das nicht, habe aber schon zu Zeiten der &#8222;Hierarchien&#8220; daran gedacht, es selbst zu machen, damals habe ich an das BUMUK ein Förderansuchen geschickt und das Jack Unterweger mitgeteilt, der es dann machte und Alfred hat mir die &#8222;Wiener Verhältnisse&#8220; zum Geburtstag geschenkt.<br />
Da fand er das &#8222;DigiBuch&#8220;, das später von der Druckerei Melzer übernommen wurde. Ich war begeistert, so schnell, so schön, so billig! Von den Reaktionen der anderen weniger, habe ziemlich genau in der <a href="http://www.jancak.at/auszug_dorafaust.html">&#8222;Dora Faust&#8220; </a>darüber geschrieben, das ich mir schon von Novum drucken ließ, da es  DigiBuch  nach der &#8222;Viertagebuchfrau&#8220; nicht mehr gab. Fünf Bücher habe ich dort gemacht. Die &#8222;Wiener Verhältnisse&#8220;, die &#8222;Schreibweisen&#8220;, die beiden Kinderbücher &#8222;Lore und Lena&#8220; und &#8222;Mutter möchte zwanzig Kinder&#8220; und die &#8222;Viertagebuch&#8220;, die die Erlebnisse der ersten hundert Tage von &#8222;Schwarz-Blau&#8220; schildern, dann ist der Melzer eingegangen und ich habe auf der Suche nach einer neuen Druckerei auf der Buchwoche beim Novum-Stand gefragt, ob ich sie auch Bücher drucken? Es gab dann zwölf Novum-Bücher. Auf meiner <a href="http://www.jancak.at/buecher.html">Homepage</a> und bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eva_Jancak">Wikipedia</a> nachzulesen, denn die Novum-Bücher ließen sie mir dort drinnen, die inzwischen acht bei digitaldruck.at erschienen, haben sie mir herausgestrichen, weil offenbar auch die Wikipedia Kontrolleure &#8222;Eigenverlag nehmen wir nicht!&#8220;, denken und zu digitaldruck.at bin ich gegangen, weil es beim Novum immer teurer wurde, obwohl ich auch dort zufrieden war und mich digitaldruck.at zweimal anschrieb und mir ein Gratisbuch anbot. So habe ich das Angebot ab <a href="http://www.jancak.at/auszug_novembernebel.html">&#8222;Novembernebel&#8220;</a> angenommen, habe jetzt acht digitaldruckbücher, zu den fünf bei Digi-Melzer und den zwölf bei Novum gedruckten.<br />
Bis ca 2004 habe ich es immer noch mit den Verlagen versucht und kann mich gut daran erinnern, wie ich mit den Manuskript gefüllten Taschen, immer noch sehr unsicher zur Post marschiert bin, mehr oder minder intensiv. Manchmal habe ich nur ein paar Versuche gemacht, bei den &#8222;Wiener Verhältnissen&#8220; und bei <a href="http://www.jancak.at/auszug_tauben.html">&#8222;Tauben füttern&#8220;</a> habe ich mir das Manuskript extra druckfertig machen lassen und groß ausgeschickt. Klappte leider nicht, ich weiß nicht ganz warum, denn nur an dem scharfen &#8222;ß&#8220; und den Beistrichen kann es nicht liegen und so habe ich nach und nach damit aufgehört, weil ich mir dachte, daß ich ja ohnehin sehr schöne Bücher habe.<br />
Das ist, wie man auch im Literaturgeflüster lesen kann, natürlich ambivalent und interessant ist auch, daß der Martin, ein guter alter Freund, als ich ihm das Erste zeigte &#8222;Ein illegales Buch!&#8220;, sagte und irgendwie denke ich mir manchmal, daß das vielleicht stimmt.<br />
Obwohl ich in der Alten Schmiede für die <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2010/12/06/sophie-hungers-in-der-alten-schmiede/">Textvorstellungen</a> Termine bekomme, es gibt eine <a href="http://www.literaturhaus.at/index.php?id=8381">Literaturhausrezension</a> und die wollen auch ein Buch im Jahr von mir besprechen, im <a href="http://www.jancak.at/rezension.sophie.am.html">Podium</a> gibt es Rezensionen, die &#8222;Radiosonate&#8220; wurde in <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2009/11/24/marathonschreiben/">Ö1</a> vorgestellt, etc.<br />
2008 kam das Literaturgeflüster und ab da habe ich auch über meine Bücher und ihre Entstehungsprozesse geschrieben und mich auf der ersten Buch-Wien sogar dazu aufgerafft, einem Kleinverleger &#8222;Die Radiosonate&#8220; anzukündigen. Leider hat er mir nicht geantwortet und als Paul Jaeg mir geschrieben hat, daß ich ihm was schicken soll, wollte ich nicht über ein Jahr warten, habe mir die fünfzig Bücher, ich mache nie mehr, gleichzeitig machen lassen und hatte dann schon den Termin in der Alten Schmiede, als die Tochter mir absagte.<br />
Ja, richtig, ich habe keine ISBN-Nummer, weil ich bei den &#8222;Hierarchien&#8220;, die die natürlich hatte, die Erfahrung machte, das das nichts bringt. Damals gab es fünfhundert Bücher in Schachteln, die der Alfred von der Druckerei holte, einige davon stehen jetzt noch in Harland herum, fünfzig Bücher habe ich auf Anraten von Barbara Neuwirth an die Stadt Wien verkauft, das heißt Jack Unterweger tat das, weil das nur über die Verlage geht, also also auch das Geld bekommen und die Schachteln werden irgendwo im Rathauskeller verstauben und die Bücher die ich ebenfalls auf Anraten in irgendwelche Buchhandlungen brachte, haben sich, glaube ich, auch nicht vekauft.<br />
Also lieber nichts  vortäuschen, obwohl ich weiß, daß das die anderen sowohl so machen &#8222;Schmetterlingverlag&#8220; oder sonst was draufschreiben und dann einen Lesetermin bekommen, während ich mir Absagen hole und nicht einmal in Wikipedia stehe. Und irgendwie resigniert man auch und denkt, das Wichtigste ist das Schreiben und ich habe ja das Literaturgeflüster, so daß ich das dokumentieren kann.<br />
In den Achtzigerjahren hatte ich ein paar regelmäßige Textvorstellungstermine in der Alten Schmiede, dann war eine lange Pause, seit 2007 geht das wieder und ich habe den Wiener Stadtroman, <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2009/03/12/textvorstellungen/">&#8222;Und Trotzdem&#8220;</a> und auch die &#8222;Sophie Hungers&#8220; dort vorgestellt und auch versucht selbst Buchpräsentationen in kleinen Räumen, meist waren die im fünften Bezirk zu machen, so 2007 den <a href="http://www.jancak.at/auszug_schokolade.html">Wiener Stadtroman </a>im Uhudler in der Phorusgasse, den damals El Awadalla betrieb,&#8220;Das Haus&#8220; und die &#8222;Radiosonante&#8220; im  <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2009/09/21/buchprasentation-2/">&#8222;Read!!!ing Room&#8220;</a> weil da aber auch nur die Leute kamen, die man selber mühsam anschleppte, habe ich damit aufgehört. Richtig, Roman Gutsch hat mich einmal eingeladen im Rotpunkt in der der Reinprechtsdorferstraße den &#8222;Novembernebel&#8220; vorzustellen und mit der <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/10/18/solo-lesung/">&#8222;Sophie Hungers&#8220;</a> habe ich es im Cafe Amadeus versucht. Sonst stelle ich meine Bücher und meine works in progress auch bei den <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/03/24/die-mittleren-v/">&#8222;Mittleren&#8220;</a> vor und auf meinen <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/11/06/krilit-und-geburtstagslesung/">Geburtstagsfesten</a> oder wenn mich wer einlädt. Mit dem Schreiben habe ich keine Schwierigkeiten, mit den Herumschicken und Anbiedern schon, mache aber jetzt wieder einen Versuch zu einem Lesetermin in einem kleinen Lokal zu kommen und die <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/lesungen/">&#8222;Wiedergeborene&#8220;</a> wird im April in Salzburg vorgestellt. So weit bin ich also nach fast vierzig Jahren kontinuierlichen Schreiben und dreißig Büchern, zwei Fachbücher im Publikumsverlag, fünfunfzwanzig Selbstgemachte und zwei noch nicht Erschienene und dreieinhalb Jahren Literaturgeflüster mit ca neunhundertfünfzig Artikeln, fühl ich mich ein bißchen <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/11/07/subkulturmeldungen/">resigniert</a>. Ansonsten geht die Welt der Schreiber in die sogenannte E-buchproduktion, ein Teil nennt sich Indie-Autoren, die anderen kämpfen dagegen und meinen, daß es nicht sein kann, daß alle schreiben und ihre Bücher selbermachen, weil man das im Internet sehr leicht kann und die Leser werden immer weniger, weil sie anderes interessiert.<br />
Während ich das schreibe, hörte ich in den &#8222;Beispielen&#8220; in Ö1, die Vorstellung von Andreas Renoldners neuen Roman &#8222;Endstation Wendeplatz&#8220;, der von einer Obdachlosen handelt, der im Kitab-Verlag erschienen ist und hätte fast vergessen,  daß ich die Vorschauen und die Fotos von allen meinen Büchern, die erschienen sind, seit es das Literaturgeflüster gibt, verlinken wollte, damit man sich meine Produktionsflut auch anschauen kann. Interessanterweise gibt es nach den Vorschauen manchmal eine Diskussion mit meiner Kritikerin, die Rezension zur &#8222;Mimi&#8220; gibt es dort auch zu lesen, die ich nicht in meinen &#8222;Rezensionskasten&#8220; stellte, weil sie mir nicht ganz wertfrei erschien.<br />
<a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2009/03/09/radiosonate/">&#8222;Radiosonate&#8220;</a> <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2009/06/09/die-neuen-bucher/">und</a> <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2009/05/18/haus/">&#8222;Das Haus&#8220;,</a> &quot;<a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2010/03/06/sophie-hungers-krisenwelt-2/">Sophie Hungers</a> <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2010/03/25/die-mittleren-iv/">Krisenwelt&#8220;</a>, <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2010/05/24/kurzer-blick-aufs-neue-buch/">&#8222;Heimsuchung oder</a> <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2010/06/11/zum-dritten-mal-gesellschaft-fur-literatur/">halb eins&#8220;</a>, <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2010/06/06/brunch-im-hotel-strudlhof/">&#8222;Mimis</a> <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2010/10/03/das-neue-buch/">Bücher&#8220;</a> <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2010/10/13/ohrenschmaus-und-mimis-bucher/">und noch ein Bild</a>,<a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/04/30/vorschau-absturzgefahr/">&#8222;Absturzgefahr&#8220;</a> <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/07/25/weiter-mit-den-drei-s/">mit Bild</a> <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/10/26/vorschau-auf-zwillingswelten/">und</a> <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/11/07/subkulturmeldungen/">&#8222;Zwillingswelten&#8220;</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/literaturgefluester.wordpress.com/11482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/literaturgefluester.wordpress.com/11482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/literaturgefluester.wordpress.com/11482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/literaturgefluester.wordpress.com/11482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/literaturgefluester.wordpress.com/11482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/literaturgefluester.wordpress.com/11482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/literaturgefluester.wordpress.com/11482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/literaturgefluester.wordpress.com/11482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/literaturgefluester.wordpress.com/11482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/literaturgefluester.wordpress.com/11482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/literaturgefluester.wordpress.com/11482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/literaturgefluester.wordpress.com/11482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/literaturgefluester.wordpress.com/11482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/literaturgefluester.wordpress.com/11482/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=literaturgefluester.wordpress.com&amp;blog=4135705&amp;post=11482&amp;subd=literaturgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Rohtext</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 23:01:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jancak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist es schön oder nicht? Der Rohtext ist jetzt, glaube ich, fertig. Ungefähr acht Wochen habe ich diesmal dazu gebraucht. Ich bin eben eine sehr Schnelle und das das eigentlich etwas Gutes ist, die mit den Schreibblockaden werden mich dafür schon beneiden, hat mir auch Judith Gruber-Rizy bei der Dine Petrik Lesung in der Buchhandlung [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=literaturgefluester.wordpress.com&amp;blog=4135705&amp;post=11465&amp;subd=literaturgefluester&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist es schön oder nicht? Der Rohtext ist jetzt, glaube ich, fertig. Ungefähr acht Wochen habe ich diesmal dazu gebraucht. Ich bin eben eine sehr Schnelle und das das eigentlich etwas Gutes ist, die mit den Schreibblockaden werden mich dafür schon beneiden, hat mir auch <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2012/01/18/hertha-kraftners-wirklichkeit/">Judith Gruber-Rizy bei der Dine Petrik Lesung in der Buchhandlung Tiempo</a> bestätigt. Daß ich es damit nicht schaffe aufzufallen ist eine andere Geschichte, wird mir aber zunehmend egal, auch wenn mir das meine Leser jetzt nicht glauben.<br />
Es sind jedenfalls hundertfünf Rohseiten, neununddreißig Szenen und 53 340 Worte geworden. Jetzt beginnt das Korrektieren, das ich aber diesmal, wie ich schon <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2012/01/14/samstagbericht/">berichtete</a>, immer wieder dazwischen tat.<br />
Über den Schreibprozeß habe ich diesmal auch sehr viel geschrieben und am Wochenende habe ich die neunundneunzig Seiten, die ich bis dahin hatte, noch einmal korrigiert. Dann kamen, glaube ich, noch fünf Szenen und eigentlich ein schnelles Ende, heute Nachmittag zwischen zwei Stunden.<br />
Ich war bei Szene neununddreißig und im Wiener Literaturhaus, wo Ari Eisenstein das Buch seiner Mutter vorstellt, das, das ist jetzt neu, statt &#8222;Schattenrosen&#8220; oder &#8222;Hannah, das Leben meiner Mutter&#8220;, &#8222;Die Wiedergeborene&#8220; heißen wird und hatte gerade &#8222;Sehr gut ausgezeichnet!&#8220;, dachte Theresa!&#8220;, geschrieben, als es läutete.<br />
Nachher habe ich noch ein paar Zeilen dazu geschrieben und hatte ja eigentlich vor, das Ganze in einer fulminanten Schlußszene enden zu lassen, wo sich alle in der Währingerstraße treffen und Albert Taher aufgeigen wird.<br />
Aber das hatte ich schon am Nachmittag vorgezogen und in den drei Szenen, die ich geschrieben habe, hat Theresa, Albert schon in die Wohning mitgenommen, er hat da schon gespielt und Margit Mayerhofer, die die beiden auf der Stiege treffen, hat Theresa auch schon gesagt, daß sie nun weiß, daß Ilona Serenzy ihre Schwester ist und Theresa hat auch schon angedeutet, daß sie mit Ilona und Albert eine WG machen will.<br />
Wozu also noch eine Schlußszene, habe ich gedacht, als ich nach der Klientin, die neunundreißigste Szene beendet habe. So ähnlich ist es mir <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/2011/08/31/nicht-nur-zuruck-zum-roman/">&#8222;Bei der Frau auf der Bank&#8220;</a> auch gegangen. Da hatte ich am Schluß auch eine Szene weniger als geplant und meine Kritiker können jetzt wieder einwerfen, daß die &#8222;Wiedergeborene&#8220; so ähnlich, wie <a href="http://www.jancak.at/auszug_mimi.html">&#8222;Die Mimi&#8220;</a>, nämlich bei einer Lesung im Literaturhaus enden wird. Bei der &#8222;Mimi&#8220; wars die &#8222;Zungenkuß-Preisverleihung&#8220;, bei der &#8222;Wiedergeborenen&#8220;, ists die Präsentation von Ari Eisensteins Buch und auf den Titel, nimmt die Theresa in dieser Szene auch Bezug. Da war ich mir ja einige Zeit unsicher, ob dieser Titel überhaupt zu dem Text passt oder ob er nicht viel zu abgehoben ist, weil es ja  ein wenig anders, als geplant geworden ist. Jetzt habe ich aber Aris Buch so genannt und es passt wieder.<br />
Ich habe wieder kein halbes Jahr für den Rohtext gebraucht, soll so sein, ich bin eben eine schnelle Schreiberin und das ist, wie schon erwähnt auch gut. Jetzt habe ich wieder einige Monate des Korrigierens vor mir, obwohl ich das ohnehin schon sehr viel tat. Aber da gings um den Handlungsverlauf, jetzt um die Rechtschreibfehler, bis alles sitzt und einige Ungereimtheiten werden auch noch anzuschauen sein. Ich werde es in den nächsten Tagen nocheinmal durchgehen und überlegen, ob ich es wirklich so enden lassen will?<br />
Dann, das habe ich auch schon geschrieben, mir den Frey nochmals durchlesen und schauen, ob ich da bezüglich Spannungsbogen, Konflikten, Personenführung, etc noch etwas ändern will.<br />
Erfahrungsgemäß verändert sich dann nicht mehr sehr viel. Eine große Umschreiberin bin ich nicht und habe das auch in den schon erfolgten Korrekturen nicht getan.<br />
Ein paar Seiten werden aber wahrscheinlich trotzdem noch wegfallen, so daß es sein kann, daß es letztlich hundert Rohseiten und fünfzigtausend Worte sein werden. Danach werde ich wieder alles Szene für Szene durchgehen bis es sitzt und es passt.<br />
Den Buchtext habe ich, als  Margot Koller, vor zwei Wochen von mir eine Beschreibung dessen, was ich in Salzburg lesen will, wollte, schon geschrieben und mich da auch entschlossen, daß ich bei meinen zwei <a href="http://literaturgefluester.wordpress.com/lesungen/">Lesungen</a>, die ich im März und im April habe, aus der &#8222;Wiedergeborenen&#8220; lesen werde.<br />
Fein also, die manischen Schreibephasen halten an und ich bin eigentlich sehr zufrieden, obwohl ich manchmal schon gelegentlich denke &#8222;Oh, wie schlecht!&#8220; und mir das dann auch anschauen will, ob ich nicht noch einige Klischees, Ungereimtheiten etc hinausbringen kann?<br />
Bis ich den Text dann soweit habe, daß er an den Alfred geht, der daraus ein Buch machen wird. Aber der hat ja noch &#8222;Die Frau auf der Bank&#8220; auf seinen Schreibtisch liegen und ist damit, glaube ich, noch nicht sehr weit gekommen. Dafür waren wir aber am Samstag im Rathauspark und haben die Bänke für das Titelbild fotografiert, allerdings mit Blick zum Rathaus, denn der Springbrunnen war leider abgedeckt.</p>
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