Literaturgefluester

2008-09-09

Wilde Worte

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:23
Judith Gruber-Rizy

Judith Gruber-Rizy

Judith Gruber-Rizy ist eine von den Autorinnen, die in der Standard- Lese und Schreibausgabe fehlten, heute aber ihr neues Buch „Einmündung“ im Amerlinghaus bei den „Wilden Worten“, dieser Montag Veranstaltung von Richard Weihs, Michaela Opferkuh und Franz Hütterer vorstellte.
Da bin ich hingegangen und darüber wollte ich auch schreiben, kenne ich Judith Gruber-Rizy ja schon lange.
Vor zehn bis fünfzehn Jahren hat sie mir Arthur West bei einer Lesung, ich glaube es war im Kirchweger Haus vorgestellt. Dann lesen wir schon lang gemeinsam bei den Volksstimmefesten und treffen uns immer wieder, zum Beispiel bei den Lesefrauen des ersten Wiener Lesetheaters und einige Beschreibungstexte meiner Bücher hat sie auch verfaßt.
Ihren Roman „Aurach“ habe ich gelesen und diverse Romanausschnitte bei den Volksstimmefesten gehört und da ist mir aufgefallen, daß ihre Hauptperson immer „Rosa“ heißt.
Das ist originell und so weit ich weiß einzigartig und der neue Roman handelt vom Reisen und von der Beziehung der Heldin „Rosa“ zu ihrer Mutter, die als deutsches Mädchen in Holland deutsche Lieder sang.
Ein bißchen davon habe ich schon am Volksstimmefest gehört.
So habe ich mich auf die Lesung sehr gefreut, wäre beinahe aber am falschen Ort gelandet, da die „Wilden Worte“ ja, wie ich glaube, früher einmal im „Siebenstern“ stattfanden.
Ich war aber nie dort und so war es eine Premiere, während mir die Wunschgedichte vertraut waren, weil Richard Weihs sie jeweils bei den Poet-Nights vorstellt.
Diesmal habe ich einen Zettel in die Hand gedrückt bekommen und konnte mir also eines wünschen, was ich zu meiner Stimmung passend (heute ist mein Anrufbeantworter eingangen) mit dem Titel „Depression im Herbst“ und als ersten Satz „Soll ich dir ein Glas Wein holen?“ (Das war die Frage Alfreds) und dann noch mit den Worten: Effektin, Denaxit und Neuronal machte.
Mal sehen, was Michaela Opferkuh, Franz Hütterer und Richard Weihs dazu einfällt.
Elfriede Haslehner und Bruni Langthaler habe ich unter anderem auch getroffen. Elfriede Haslehner ist über eine Stiege gestolpert und hat sich die Schulter verletzt, nächste Woche aber ihre Geburtstagslesung. In der Pause habe ich Richard Weihs darauf angesprochen, daß ich auch gerne lesen will.
„Kannst du gleich nach der Pause machen!“ antwortete er und kannte meinen Namen nicht, obwohl wir uns auch schon seit mindestens zehn Jahren immer wieder regelmäßig bei Lesungen treffen.
Da ich aber immer meine zwei letzten Bücher in der Tasche hatt, war das kein Problem und so habe ich ganz überraschend ein Stückchen aus „Novembernebel“ vorgetragen und so verläuft dieser Blog anders als vorgenommen, denn eigentlich wollte ich ihn „Einmündung“ nennen.
Es kommt eben immer unerwartet und noch etwas Trauriges zum Schluß. Wendelin Schmidt Dengler, der Germanist der Nation ist heute, wie ich im Kulturjournal hörte, überraschend mit 66 Jahren gestorben, es hat mich sehr getroffen obwohl ich nicht Germanistik studiert habe.

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