Literaturgefluester

2008-12-16

Alles Gute

Filed under: Uncategorized — jancak @ 01:41

Am Montag gab es wieder das Adventwandern mit Dschungel Wien, Tanzquartier, Achitekturzentrum, Music Austria, Fleischerei-Projekt Theater Studio, Siebenstern, Hofmobiliendepot, Literaturhaus, Galerie Westlicht, Theater Spielraum und der Hauptbücherei. Also ein Rundgang durch die Kultur des siebenten Bezirks und da ging ich jetzt zum vierten Mal mit.
2005 war ich, glaube ich noch beim Frauenjourfix des Lesetheaters im Cafe Prückl, bin irgendwann zwischen der Video Werkstatt und dem Kulturzentrum Siebenstern eingestiegen und war fasziniert von der Mischung von Punsch und Keksen und dem kulturellem Angebot.
Ab dann bin ich immer von Anfang bis zum Ende mitgegangen. 2006 und 2007 pünktlich, um fünf Uhr Nachmittag in der Hauptbücherei eingetroffen und dann fünf Stunden im siebenten Bezirk herummarschiert.
Bekannte habe ich natürlich auch immer getroffen und es wurde von Jahr zu Jahr immer voller.
Diesmal hat es im Museumsquartier angefangen und als ich ca. zehn Minuten nach fünf das Dschungel Kindertheater erreichte, war die Vorstellung schon in Gang.
Sehr junge Schauspieler gaben einen Eindruck von König Artus und einer Braut, die den falschen liebt und als wir zum Tanzquartier hinübergingen, entdeckte ich Judith Gruber-Rizy und Helmut Rizy und plauderte mit einer Frau, die neben mir saß und als erstes der Aufforderung der Animatorin folgte und mit der ausgeteilten Kreide eine Badewanne zeichnete, in die man sich dann setzen sollte.
Im Architekturzentrum durfte man sich zuerst die aktuelle Ausstellung ansehen, nachher konnte man ein Lebkuchenhaus zeichnen und Würstel bzw. Kekse essen und ich erzählte der Frau, die mir ihre Vorbehalte von der Öffentlichkeit, in die man sich begibt, wenn man zu solchen Veranstaltungen geht, schilderte, vom Literaturgeflüster, da ich es ja toll finde, daß man seine Ansichten so einfach in die Welt schicken kann, aber natürlich hat sie irgendwie auch recht.
Deshalb zeichnete sie kein Lebkuchenhaus, ich werde mit meinem aber sicher auch keinen Preis gewinnen. Dann gab es noch zwei Kataloge und es ging weiter zu Mica in die Stiftgasse, wo in einem schönen Hof Sternspritzer entzündet wurden, dazu gab es Life Musik und danach in die Fleischerei, dem Theater Studio der Eva Brenner, wo Heiner Müllers „Traumtext“ vorgetragen wurde, leider habe ich mich so knapp neben die Tür gesetzt, daß ich zwar ein Glas Wein trinken konnte, aber nur die Stimmen der Schauspielerinnen hörte und statt auf die Bühne Peter Kreisky im Publikum gesehen habe. Dafür war ich im Siebenstern wieder vorn. Der Radiomoderator Otto Brusatti, der mich irgendwie auch zu meinem Xaver Maria Mayerhofer inspiriert hat, hat vierzehn Minuten lang aus dem „Herrn Karl“ vorgelesen und seine CD verkauft.
Im Hofmobiliendepot, in das ich sonst nicht kommen würde, konnte man durch die Kronprinz Rudolf Ausstellung gehen und erfahren, daß der ein begeisteter Jäger, sowie ein Bestsellerautor war.
Die historischen Sprünge sind interessant und sprechen für sich, während im Literaturhaus der Poetry Slamer Markus Köhle ein Weihnachtslied gesungen und seine Geschichte „Sternspritzer „vorgelesen hat. Markus Köhle, der Poetry Star, gegen den ich, als ich 2004 in der GAV Neuaufnahme Jury war, Vorbehalte hatte, weil mir sein damals eingereichtes Buch zu frauenfeindlich schien. Jetzt ging es zwar auch um einen Weihnachtsmann, der seine Weihnachtsfrau finde, aber frauenfeindlich war es nicht und das war wohl auch nicht die Austellung „More nudes“ in der Galerie Westlicht von Andreas Bitesnich.
Dort gab es noch eine andere Weihnachtsfeier und wir gingen in den Theater Spielraum, wo es Pantomine gab.
Dann ging es in die Hauptbücherei zum jüdischen Theater, wo Ausschnitte des Theodor Herzl Puppenspiels gezeigt wurden, mit denen ich meine Schwierigkeiten hatte. Erstens gab es keine Puppen, sondern einen jungen Mann im altmodischen schwarzen Anzug und falschem Bart, dann schreckte zuerst die Security, die zum Spiel gehörte, während der Feueralarm, der ertönte, als weißer Rauch in den Saal getrieben wurde, echt war. Es wurden auch die Fenster aufgerissen und es kam die Feuerwehr.
Es gab aber sehr süßen Punsch zu trinken und jetzt bin ich wieder voll von Essen, Trinken und Wiener Klein- und Großkultur und kann allen, die gerne eine Mischung von diesen Sinnlichkeiten haben, den Adventumgang im nächsten Jahr wärmstens empfehlen.

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