Literaturgefluester

2008-12-21

Literarisches Abendessen

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:45

Der Freitag war durch den Besuch des klinischen Fallseminars zu Mittag ziemlich verplant, so daß ich mit meinen Korrekturen nicht, wie geplant, vorangekommen bin.
Der vorgestellte Fall, eine Mischung zwischen Psychose und Asperger Syndrom, der sich vielleicht auch literarisch verwenden läßt, war aber interessant und die vier Bücher, die ich mir um je zehn Cent aus einer Bananenschachtel eines Euroshops gezogen habe, waren das auch.
Ein Thomas Wolfe, ein Robert Neumann, eine Vicki Baum und eine Elisabeth Gürt, aus den Fünfzigerjahren.
Zwar habe ich keine realistische Hoffnung, daß ich das alles jemals lesen werde. Aber wenn ich jetzt nicht zuschlage, werde ich die Bücher nie mehr bekommen und es sind doch historische Gustostückerln für die literarisch Interessierte, deren Namen man zumindest kennen sollte.
Dafür habe ich mir in Harland den Harkan Nesser Krimi „Das falsche Urteil“ vorgenommen und in der Badewanne ausgelesen, den ich mir im Oktober bei dem Kirchen-Flohmarkt gekauft habe und einen Spaziergang auf die Rudolfshöhe mit einem vom Wirt gestifteten Weihnachtsachterl gab es an diesem Wochenende auch.

Beim Aperitif

Beim Aperitif

Dann sind wir nach Wien zurückgefahren, waren wir ja bei Ruth Aspöck eingeladen und ihr habe ich, die absoluten Umweltfreaks werden stöhnen, in Ermangelung einer anderen Geschenskidee, hat sie ja die meisten meiner Bücher schon in ihrem Vorzimmerregal aufgereiht und in der neuen Volksstimmeanthologie ist sie ebenfalls enthalten, das Literaturgeflüster ausgedruckt, da sie bis jetzt kein Internet in ihrer Wohnung hatte und der Klatsch und Tratsch des Wiener Literaturbetriebs ist ja sicher interessant und verlockt zum Lesen und dann betreibt die Ruth, seit sie mit ihrer Edition „Die Donau hinunter“ in Pension gegangen ist, ja auch ein Tagebuchprojekt.
Das heißt, sie arbeitet ihre Tagebücher der letzten vierzig Jahre auf, kürzt und strafft sie, um in einem Jahr vielleicht, wenn sie damit fertig ist, einen Verlag zu suchen und sie hat uns nach den pochierten Eiern, dem Fisch in Kräutersauce und den gefüllten Palatschinken auch einiges von ihrem Versuch, sich zu habilitieren erzählt und ein schönes Buch gezeigt, in dem zwei ihrer Artikel über Frauen und Exilliteratur erschienen sind.
Ein interessantes Gespräch mit ihr und Robert Egelhofer also, die Finanzkrise und die Gewalt, die auf unseren Straßen vorkommt, war auch ein Thema, bei Wein und Weihnachtsnaschereien und jetzt gibt es noch zwei Praxistage, dann geht es wieder nach Harland zum Weihnachten feiern, Ruth und Robert werden in den ehemaligen Verlagssitz ins Mühlviertel fahren und den Silvester in der künftigen Kulturhauptstadt verbringen, während uns Hilde Schmölzer wieder dazu eingeladen hat.

Kommentar verfassen »

Du hast noch keine Kommentare.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: