Literaturgefluester

2009-09-09

Krimi-Abend

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:18

Die Saison beginnt bei Thalia auf der Mariahilferstraße mit zwei Kultkrimi-Vorstellungen, Eva Rossmann „Leben lassen“ am Mittwoch und „Der Metzger geht fremd“ von Thomas Raab am Donnerstag.
Ich bin ja eine Mira Valensky Spezialistin, bekomme ich die Bücher doch so getreulich vom Alfred und lese sie in einem Zug durch und meistens ein zweites Mal und in Harland habe ich mir auch die beiden Leseproben, die im Internet zu finden sind, angehört. Bombendrohung während der Buch-Gala im Wiener Rathaus.
Bei „Rund um die Burg“ liest Eva Rossmann auch und als sie ihren ersten Krimi „Wahlkampf“ und ich mein erstes Digi-Buch, die „Wiener Verhältnisse“, geschrieben hatte, haben wir beide bei dem Poetenfest auf Schloß Raab von Richard Pils, das jährlich im August stattfindet, gelesen. Ich habe kein Honorar bekommen, dafür einen Schweinsbraten kurz vor Mitternacht, dann bin ich mit Alfred nach St. Pölten zurückgefahren.
Das ist lange her, ich habe inzwischen neunzehn Digitalbücher, wie ich sie nenne, Eva Rossmann den elften Mira Valensky Krimi und weil ich gern zu Lesungen gehe und bei Leselustfrusts-Blog-Geburtstag den süßen Zotter-Kolik-Kafka-Käfer gewonnen habe und die eifrige Leselustfrust Betreiberin kennenlernen wollte, wer bitte, liest fast jeden Tag ein Buch und schreibt in seinem Blog darüber?, bin ich zur Präsentation gegangen.
Es war eine tolle Veranstaltung, Alfred hat das Buch gekauft und wollte es mir zum Geburtstag geben, ich habe es aber schon und werde demnächst damit in der Badewanne verschwinden und es morgen oder übermorgen besprechen, also nur eine kurze Mitteilung an meine Stammleserin, Frau Heidegger.
Es gab ein tolles istrisches Buffet und eine Jameson Irish Whiskey Verkostung, weil das Eva Rossmanns Lieblingswhiskey ist und all das war wieder nicht im Programm angekündet, man muß also, abgesehen davon, daß ich keine Buffet-Verkünderin bin, schon selber hingehen und die Buffets entdecken.
Aber trotzdem ein Tip für Morgen, ich weiß zwar nicht, ob es auch ein so gutes Buffet gibt, aber Thomas Raab stellt seinen neuen Krimi vor!
Ansonsten habe ich bei Brötchen, Feigen und Rotwein mit Elisabeth Pratscher geplaudert, die mich wegen ihres Eifers fasziniert, hat sie ja das Buch schon gelesen und besprochen und ist daneben noch berufstätig.
In den letzten Tagen habe ich überhaupt einiges gewonnen. Bei der Zotter Schokolade kam die Mitteilung, als ich frustriert von der alten Schmiede bzw. dem Cafe Engländer nach Hause gekommen bin und als ich Sonntag nach dem Volksstimmefest den Laptop einschaltete, hatte ich eine Nachricht von Jacqueline Vellguth. Ich habe bei dem Schreibtintenwettbewerb zwar keinen Preis für den Text, aber einen Zehn-Euro-Gutschein für die Verlinkung gewonnen und kann mir, wenn der Gutschein kommt, ein billiges Buch aussuchen. Wahrscheinlich werde ich mich für Claudia Rossbacher „Drehschluss“ entscheiden, wenn das geht, ich habe ja noch nie etwas bei Amazon bestellt.
Apropos Krimi, liebe Anni Bürkl, „Schwarztee“ liegt bei Thalia auf der Mariahilferstraße in großen Stößen auf. Ich habe es zwar nicht fotografiert, es ist ja erst Mittwoch und Alfred hatte seinen Fotapparat auch nicht dabei, so kann ich bei der „Texte und Tee“ Buch-Verlosung nicht mitmachen. Aber gestern habe ich ein anderes Buch bekommen. Nämlich die Longlist-Leseproben und das Buch auch durchgeblättert.
Es ist wirklich ein schönes Buch, Jochen Jung hat von seinen Gefühlen bei der letzten Preisverleihung berichtet, es gibt schöne Autorenportraits und es war interessant in der Einleitung zu erfahren, daß die wirklich zu glauben scheinen, daß es mittels des deutschen Buchpreis möglich ist, das beste Buch aus all den Neuerscheinungen herauszusuchen.
Bezüglich Bücher gibt es noch eine Überraschung. Da gibt es nämlich ein neues Kultbuch von einem alten Autor, nämlich „Schau heimwärts Engel!“ von Thomas Wolfe, nicht verwechseln mit dem „Fegefeuer der Eitelkeiten“, Manesse, hat es wiederaufgelegt. Elke Heidenreich hat es letzte Woche begeistert besprochen.
„Unbedingt lesen!“, im August lag es auf Platz vier auf der ORF-Bestenliste und ich bin kurz vor Weihnachten, ich habe es im Literaturgeflüster beschrieben, zu einem klinischen Mittag ins AKH gegangen und mir da drei oder vier alte Bücher aus einer Abverkaufskiste, um je zehn Cent gezogen.
„Wann werde ich das alles lesen?“, habe ich damals, glaube ich, gefragt?
Es war ein Thomas Wolfe dabei und ich habe mir das Buch ins Badezimmer gelegt, als ich vorige Woche umsortierte, habe ich es wieder ins Regal gestellt. Als ich die Heidenreich Besprechung hörte, hab ich gedacht, jetzt muß ich schauen, welchen Wolfe ich erwischt habe? Es war das neue Kultbuch, in der Rowohlt-Ausgabe von 1954, jetzt habe ich es wieder ins Badezimmer getragen und wollte es nach der Friederike Kretzen, die ich gerade begonnen habe, lesen, aber jetzt wieder umdisponiert und den Eva Rossmann Krimi vorziehen und noch ein Erlebnis habe ich beim Heimweg gehabt, das sich vielleicht in einem meiner Texte verarbeiten läßt.
Bei der Kettenbrückegasse stand ein Betrunkener und hob die Hand zum Hitlergruß, ich sagte ihm „Das ist verboten!“, was ihn dazu provozierte, noch die Moslems in seine Haßtiraden einzubeziehen. Zufällig kam ein Polizeiauto vorbei, Alfred ging hin, der Betrunkene entwischte und der Polizist sagte „Wenn er rauschig ist, können wir nichts machen!“ und fuhr davon, auch sehr interessant!

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