Literaturgefluester

2009-09-25

Martin Kubaczek und Leopold Federmair

Filed under: Uncategorized — jancak @ 01:35

Die alte Schmiede auf Japanisch, haben doch beiden Autoren, deren Bücher Donnerstags vorgestellt wurden, in Japan gelebt bzw. leben sie noch dort.
Und Martin Kubaczeks Roman „Sorge – Ein Traum“, das ist der, der auf der Independent Liste steht, hat ein spannendes Thema, handelt es doch von dem deutsch-russischen Agenten, Richard Sorge, der 1895 in Baku geboren, 1944 in Japan hingerichtet wurde, einem Kommunisten, der während des zweiten Weltkrieges, als Journalist und Spion in Japan tätig war.
Daraus läßt sich ein klassischer Spionagethriller machen, der 1954 geborene Martin Kubaczek, der fünfzehn Jahre in Japan an verschiedenen Universitäten Deutschlektor war, macht etwas sehr Poetisches daraus, versucht die japanische Kultur, das fremde Alltagsleben und die Kunst der Sprache darin einzubeziehen.
Martin Kubaczek, beziehungsweise seine Bücher kenne ich auch von der Literatur im März.
„Somei“ und „Hotel Fantasie“ habe ich mir von dort mitgenommen und dann war er auch in der alten Schmiede öfter Veranstalter und so war die Alte Schmiede heute auch gut besucht. Gustav Ernst war da, den ich nach dem Elfriede Gerstl Kolik Sonderheft gefragt habe und Martina Sinowatz von der grauenfuppe, die ich mit Astrid Poier-Bernhard verwechselte.
Dabei hat es ein prominentes Alternativprogramm gegeben, nämlich die Festveranstaltung zum fünfundzwanzigjährigen Bestehen, der Theodor Kramer Gesellschaft im Palais Epstein, da ich Veranstaltungen, wo ich mich kontrollieren lassen muß, aber nicht so gern habe, habe ich auf das Buffet verzichtet.
Außerdem ist Alfreds Cousine Hannelore auf Österreich-Besuch, so habe ich sie vorher bei Heiner auf der Kärntner Straße getroffen und nachher waren wir noch im Wieden Bräu und Leopold Federmairs Erzählband „Ein Büro in La Boca“, eingeleitet von Evelyne Polt-Heinzl war auch sehr interessant.
Der 1957 in Wels geborene, war in Italien, Frankreich und Ungarn Lektor, lebt jetzt in Hiroshima und sich in den sechs Erzählungen, sowohl auf Japan, als auch Argentinien, das er ebenfalls gut zu kennen scheint, bezogen.
Er las aber aus einer zum Teil autobiografischen Geschichte, die vom eigenen Sterben am 17. April handelt, in der sich der zu Weihnachten geborene Ich-Erzähler wundert, daß Ostern immer auf ein anderes Datum fällt, obwohl Jesus doch am Karfreitag gestorben ist und an seinem elften Geburtstag seinen Großvater verliert, der ihm immer so schöne Stöcke geschnitzt hat, während sonst sein Geburtstag unter dem Christbaum untergegangen ist und aus einem entstehenden Roman, der von einer Tanzveranstaltung in Argentinien handelt, woran sich die Diskussion entwickelte, ob es leichter ist, einen Roman oder eine Erzählung zu schreiben?
Aber das ist, denke ich, eine komplett andere Form, die einen liegen kann oder nicht.
Mir liegt sie nicht so sehr, bin ich ja für ganz dicke Romane und schreibe auch eher solche. Als ich mich noch an Ausschreibungen beteiligt habe, habe ich zwar Erzählungen geschrieben. Aber ich lese sie nicht sehr gern. Denn sie sind mir zu kurz und die Aussparungen, von denen sie leben, mag ich ebenfalls nicht und so liegen Erzählungen bei mir eher ungelesen herum.
Cornelia Travniceks „Fütter mich“ ist aber ein Erzählband und das Buch ist heute gekommen, so werde ich mich an die Kurzform machen, wenn ich mit „Schau heimwärts Engel“ fertig bin.
Elke Heidenreich, hat diesmal auch ein interessantes Buch der Woche vorgestellt, nämlich Peter Hennings „Die Ängstlichen“, eine Art deutscher „Korrekturen“ und sich darüber mokiert, daß es nicht auf der Liste des deutschen Buchpreises steht.

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