Literaturgefluester

2009-11-09

Neunter Schreibetag und Lesefestwocheneröffnung

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:50

Heute Morgen stand im Standard, daß Herta Müller gestern im Odeon Theater gelesen hat und Österreich deshalb zu beneiden ist. Ich bin aber auch zu beneiden, denn der Augustin ist gekommen und darin gibt es ein paar Zeilen über mich und meinen Traumtinten Bachmann Satiretext und ein paar längere Texte, die die Schreibwerkstattteilnehmer als Reaktion darauf geschrieben haben. Anni Bürkl hat sich in ihrem neuesten Beitrag über den inneren Lektor auf den ersten Wochenbericht von schriftsteller-werden.de über die Nanowrimo Writing Schreiberfahrung bezogen und da habe ich am Samstag bevor ich in die alte Schmiede gegangen bin, auch meine Erfahrungen hingeschickt. Zwischenstatus 23.600 Worte habe ich Jacqueline Nagel gemailt und drei Tage lang nichts mehr geschrieben, jetzt sinds schon 26.790 Worte und drei Szenen mehr, denn ein paar Notizen, wie es weitergehen soll, habe ich mir am Wochenende aufnotiert und, daß ich den Titel um das „Halb eins“ erweitern muß, ist mir nach dem Wochenend-Standard auch klar geworden, ist „Heimsuchung“ doch ein Roman der Jenny Erpenbeck. Ansonsten war es nicht so leicht an das Geschriebene anzuschließen, denn ich war sehr müde und der Kopf hat mir nach dem so intensiven literarischen Wochenende geraucht und ein bißchen tue ich mich mit dem Ausschalten des inneren Lektors schwer, so logisch das auf den ersten Blick auch klingt. Denn nur dahinzuschreiben und mit fünfzigtausend unbrauchbaren Worten dazustehen, kann es ja auch nicht sein, für mich jedenfalls nicht. Ich habe jetzt noch eine Figur, nämlich den sogenannten Geheimblogger mit dem schönen Namen Ferdinand Feuerbach, den ich mir von der Literatur im Herbst mitgenommen habe, eine Hanna Held Szene mit der Schweinegrippe und der nicht zur Lesung erschienenen Nobelpreisträgerin, das hatte ich, ganz ehrlich schon vorher vor und eine weitere Szene mit den Indentitätsverwirrungen der Melitta Bruch. Inzwischen habe ich zwei sehr liebe Mails von Stefan Gmünder bekommen, der mir versichert hat, es hat keiner vorher gewußt und ist eigentlich egal, obwohl die Erfahrungen, wie geht man um mit der berühmten Dichterin und wie sehr interessieren sich die Leute wirklich für Literatur sehr interessant sind. Margot Koller hat mir gemailt, daß sie nach Wien zur Buchmesse fährt und vom nanowrimo Deutschland habe ich ein sehr liebes Durchhaltemail bekommen.
Dann war es schon Zeit mich in Richtung Prater aufzumachen und das war fast so abenteuerlich wie damals, als ich zu Residenz wollte und plötzlich auf der Mülldeponie stand. Denn es war schon finster und auf der einen Seite die Geisterbahn auf der anderen drehten die Autodroms ihre Runde und wo bitte ist das XXL Praterrestaurant?
Ich habe es dann doch gefunden, es gab zuerst im Freien Glühwein, Punsch und Maroni, das hätte es beim Lederleitner heute auch gegeben, nachher saß ich in dem riesigen Restaurant auf einem der nicht reservierten Tische neben einem Mann von der Wirtschaftskammer, mit dem ich mich gut unterhalten habe. Am selben Tisch saß die Martina Schmidt vom Deuticke Verlag, der Harald Serafin ist vorbei gekommen und der Herr Blahacek von der Kulturabteilung, sonst habe ich nicht sehr viele bekannte Gesichter entdeckt. Die Eintrittskarten hat niemand kontrolliert und Wien live hat es gesponsert, so lagen auf einem Tisch die mir schon bekannten Krimis auf. Eva Rossmann hat wieder den Beginn von „Leben lassen“ gelesen, dann traten der Mathematiker Rudolf Taschner und Franzobel auf, es gab Musik von Gustav und DJ Paul Divjak und ein sehr reichhaltiges Buffet mit den Wiener Schmankerln, Kartoffelgulasch, Schnitzel, Fleischlaberln, Cevapcici und Topfenstrudel mit Vanillesauce. Ich habe zwei kleine Schnitzerl mit Kartoffelsalat und noch zwei Stück Strudel mit Sauce gegessen und in der Pressemappe zwar eine Art Einladung für den Mittwoch gefunden, aber da ich ja mein Schreibprojekt habe, mit dem ich weiterkommen will, habe ich ohnehin beschlossen, morgen das Fest zum zweihundertfünfzigsten Geburtstag von Friedrich Schiller auszulassen, um nach meiner letzten Stunde ein paar Szenen zu schreiben und am Mittwoch liest Viktoria Schlederer im Thalia W3 und das ist interessant und läßt sich für mein Namnowrimo Novel brauchen.

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