Literaturgefluester

2009-11-11

Schreibworkshop, Fantasylesung und zweimal schreiben

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:26

Wieder ein literarischer Intensivtag und die Teilung zwischen Schreiben und dem Eintauchen in diverse Literaturveranstaltungen gelingt erstaunlich gut. Gestern Abend habe ich den Schiller einen guten Mann sein lassen, blieb zu Hause und hab geschrieben. Am Montag habe ich nach drei Tagen Unterbrechung wieder damit begonnen und es ging, ein wenig schleppend zwar, einige Szenen weitergebracht und zwischendurch korrigiert und weggestrichen, ohne dem geht es bei mir nicht und auf dem Schreibwerkstattzwischenbericht, den inzwischen auch Anni Bürkl vernetzt hat, merkte ich mit Freude oder Entsetzen, da gibt es vier, die sind schon fertig, ansonsten liege ich mit meinen 33.448 Worten gut in Form und ziemlich oben in der Schreibstatistik. Ich habe mir auch ein paar Seiten mit den Roman- und Autoreninformationen angesehen, die sind sehr interessant.
Gestern Abend wieder lang und intensiv geschrieben und langsam über die dreißigtausend Wort-Grenze gekommen, zwar weiß ich noch immer nicht so genau, wohin ich will, nur ungefähr und heute gab es wieder eine Unterbrechung, nämlich die Mariahilfer Frauenwochen.
„Warum tut man sich das an?“, fragt Anni Bürkl auf ihren Blog und meint damit ihre Reise nach Deutschland zu den Krimi-Frauen. Warum ich mir neben dem Nanowrimowriting ein Schreibseminar antue, ist dagegen nicht so klar. Ich tue es mir aber nicht an, sondern hab es sehr genossen, es war umsonst, ich habe die Doris Nussbaumer, die ich vom Lise Meitner Preis bzw. den Widerstandslesungen kenne, wiedergesehen und dazu noch elf interessante Frauen mit mehr oder weniger Schreiberfahrungen kennengelernt und drei Stunden an einem Text geschrieben, den ich nicht wirklich brauche, denn eigentlich sollte ich an meinem Plot arbeiten oder eine Katzengeschichte für den Katzenfasching schreiben, dann hieß der Schreibvorschlag aber „Über viele Dinge“ und man sollte sich einen Raum mit vielen Sachen vorstellen und ich war auf einmal auf einem Dachboden oder im Gartenhaus meiner Eltern, bei dem Sparbuch, das meine Schwester anno 1942 von der NS Frauenschaft anläßlich ihrer Geburt bekommen hat und bei der Messieproblematik im Text vorher.
Habe elf spannende Geschichten gehört, bessere und schlechtere und auch erfahren, wie man wirklich mit allen Sinnen in den Text hineinkommen kann, danach bin ich auf die Mariahilferstraße gegangen, habe mir beim Hussel eine Trüffelkugel abgeholt und übermütig wie ich war, gedacht, jetzt gehe in die Garnisongasse zum Yellow Buchshop und löse mir den Gutschein ein, den ich vom Roman Gutsch zum Geburtstag bekommen habe.
Die Anna Jeller oder der Thalia wären näher gewesen, aber jetzt habe ich einige Bücher mehr, die ich schon lange wollte, nämlich von der Mayröcker „Und ich schüttelte einen Liebling“, den Ingeborg Bachmann Paul Celan Briefwechsel „Herzzeit“, von Thomas Klupp „Paradiso“, das Roadmovie, das angeblich in einem Klagenfurter Literaturkurs entstanden ist, Geschichten von Rafik Schami, ein Sizilienbuch von Dacia Maraini, der Lebensgefährtin von Alberto Maravia und noch eines aus der Ein-Euro Kiste, um dem Geschäft nichts zu schenken.
Zurück, eine Svetlana Richter Szene geschrieben und 33.448 Wortstand eingefügt. Dann wurde um neunzehn Uhr die Buchmesse eröffnet, ich hatte aber keine Einladung und außerdem las im Thalia W3 Victoria Schlederer aus „Des Teufels Maskerade“ und das ist die dreiundzwanzigjährige Wienerin, die aus 1400 Manuskripten den Heyne Bestseller Wettbewerb gewonnen hat.
Klar daß mich das interessiert und zwar nicht wegen der Fantasy Thematik und so habe ich mich bei Bernhard Hennens Lesung aus „Elfenkind“ oder so auch ein wenig gelangweilt, das andere ist aber Thema meines Nanowrimo Novels, eines, denn das hat ja viele, da gibt es eine Barbara Winter, der etwas Ähnliches passierte, nur, daß die noch dazu im Lehrgang für Sprachkunst aufgenommen wurde, was zu interessanten Verwicklungen führt.
Die Lesung und das Gespräch waren auch sehr interessant, viele junge Leute und einige ältere. Von Bernhard Hennen kamen wieder einige Tips zum Schreiben und zur Verlagsfindung und das war auch ein Thema des heutigen Schreibseminars und am Sonntag gibt es auf der Buch Wien zwei diesbezügliche Seminare.
Weil das Fantasy ja nicht so meines ist, hab ich mir während der Hennen Lesung einige Szenen aufnotiert, es fehlen jetzt noch an die vierzehnhundert Worte, das heißt, ein Ende ist absehbar und auch wenns mit dem Schreiben wieder knapp werden wird, werde ich wahrscheinlich nächste Woche fertig und als nächstes „Atemschaukel“ zu Ende lesen.

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