Literaturgefluester

2009-11-12

Erster Messetag

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:55

Die Buch Wien ist diesmal eine Halle weiter, wie ich hörte, größer, sehr ist mir das nicht aufgefallen, allerdings haben Suhrkamp, Aufbau, Rowohlt, Diogenes etc. kleine Stände, außerdem finden gleichzeitig, wie ich schon am Montag hörte, zwei andere Messen statt.
Um zwölf wurde im Foyer, das „Eine Stadt ein Buch“, diesmal „Und Nietzsche weinte“ von Irvin D. Yalom, verteilt, damit es sich die Wiener ohne Messekarte holen können. Mit der Messekarte darf man allerdings nur einmal hinein, das heißt, man mußte mit den Herren vor den Sperren handeln, daß man sich das Buch holen durfte.
Anfangs war es wieder eher leer, ein paar Schulklassen liefen herum, die ich bei der sogenannten „Textbox“ wiedertraf, von der ich schon in Leipzig hörte, das heißt, man kann sich Kopfhörer aufsetzen und hinter einer Glasscheibe gibt es zu jeder vollen Stunde, eine Art Poetry Slam, sonst war es trotz der anderen Halle, ziemlich ähnlich wie im letzten Jahr.
Sehr viele Zeitungsprobeabos mit Krapfen vom Kurier und einem eigentlich sehr schönen Leselämpchen von der Krone, eine Zeitlang bin ich wieder eher verloren herumgelaufen, dann habe ich beim Kochbuch Forum beim „Arme Schlucker und faule Hunde-Kochbuch“, eine Kernöleierspeise und beim Christian Wrenkh Kochbuch eine feine Vegikostprobe mit Radieschen, Tofu und einem Getreideragout, wo die Zubereitung angeblich nur sechs Minuten dauert, gekostet.
Den Herrn Sommer getroffen und mich bei der „Eine Stadt ein Buch“ Aktion herumgedrängt. Der amerikanische Psychiater und Sachbuchautor hat gleich anschließend beim „Podium“ sein neues Buch „Ein menschliches Herz“ vorgestellt, trat mit einem Body Guard auf, der in der Autogrammrunde sehr auffällig für die ohnehin vorhandene Ordnung sorgte. Neben mir saß eine junge Psychologin, die einen Stoß Yalom Bücher kaufte, darunter das „In die Sonne schauen“, wo es um das Sterben geht und sich von Irvin D.Yalom einen Rat wünschte.
Ich habe den Autor vorher nicht gekannt, aber jetzt das Buch und sogar ein Autogramm, anschließend gab es ein Gespräch mit Gerhard Roth über „Die Stadt. Entdeckungen im inneren von Wien“ eine Fortsetzung oder die Wiederholung „Der Archive des Schweigens“?
Morgen gibt es aus dem Buch eine Lesung im kunsthistorischen Museum, da hatte ich überlegt hinzugehen, kann es mir aber jetzt sparen. Danach wußte ich nicht recht, soll ich beim Podium bleiben und mir den Christian Schünemann Krimi „Die Studentin“ anhören, bin aber eher planlos herumgezogen und habe Ruth Aspöck getroffen, die auf Irene Wondratsch wartete, mich auf einen Kaffee einlud, um drei gabs im Kochbuchforum Rindfleischgröstl von einem Starkoch, der im Tiergarten Schönbrunn kocht.
Dann bin ich wieder herumgezogen, habe bei der Sabine Naber Lesung die Anni Bürkl getroffen, Irene Wondratsch kam zur Lesung eines ihrer Schreibwerkstattteilnehmer, der sein Picus Buch „Der Hungerkünstler“ vorstellte, beim jungen Forum präsentierte die Edition Exil zwei ihrer Preisträger und beim Forum Sachbuch gab es eine Diskussion mit Readme.cc „E-book zwischen Kommerz und kultureller Chance“, wo sehr viele Schüler zuhörten.
Viele Bekannte getroffen, die Rizys, die Zdenka Becker, die Florica Madritsch-Marin, die sich vor der neuen Grippe fürchtete und den Franz Schawerda, der von der „Pädagogika“ gekommen ist.
Um fünf bin ich gegangen und wußte eine Weile nicht wohin, denn Terezia Mora hat ja ihr neues Buch im Cafe Korb vorgestellt, aber im Radio Kulturcafe gab es in der Reihe „Radiokolleg im Gespräch“ eine Diskussionsveranstaltung „Ich blogge also bin ich – Freud und Leid des Ich-Formats“ und da ich das ja auch tue, habe ich mich dafür entschieden und schleppte meine große Novum-Tasche, in der sich viele Zeitungen befanden, dorthin und es war sehr interessant, wenn es auch hauptsächlich um politische Blogs und Twittern gegangen ist und die Frage aufgeworfen wurde, wie das Verhältnis zwischen den Profi- und dem sogenannten Amateurjournalismus ist?

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