Literaturgefluester

2009-11-17

Ö1 Interview, Volksstimmeanthologie, Frauenlesung

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:31
Hilde Schmölzer

Hilde Schmölzer

Heute war wieder ein sehr literarischer Tag und ich ein bißchen auf der Profiseite, denn ich bin ja irgendwie eine Grenzgängerin, die am Rand des Literaturbetriebs entlangspaziert und sich mal mehr auf der einen, mal auf der anderen Seite bewegt.

Also im Funkhaus um fünf Minuten vor elf die Edith-Ulla Gasser treffen, die dort für eine halbe Stunde ein Studio reserviert hat. Vorher habe ich noch die Volksstimmeanthologie Belegexemplare „Wir retten ein System“ aus dem Postkasten gezogen und eines davon mitgenommen. Um elf ist die Frau Gasser mit einem ganzen Stoß meiner Bücher, die ich ihr im Laufe der Jahre zugeschickt habe, auf mich zugekommen, ich habe ihr die Anthologie gegeben und während wir auf das Freiwerden des Studios warteten, habe ich mich erkundigt, wann die Sendung stattfinden wird?
„Schon am Montag um 21 Uhr dreißig und aus welchem Buch?“
„Das können Sie sich aussuchen. Haben Sie eine Vorliebe dafür?“
Wir haben uns für die „Radiosonate“ entschieden, weil das ja zum Rundfunk passt, eine Schauspielerin wird lesen, dafür gibts Honorar, das Interview ist umsonst zu geben, also die berühmte Werbeleistung. Der Techniker war sehr freundlich und aus dem besetzten Studio ist die Doris Glaser gekommen und hat mich als ehemalige Literaturquiz Kandidatin erkannt.
Im Interview ging es genau um meine Themen, um die Verbindung Psychotherapie und Schreiben. Warum man das sechsunddreißig Jahre so beharrlich macht und welche Leser ich mir vorstelle? Vielleicht ist es mein Problem, daß ich mir eigentlich keine vorstelle, sondern für mich selber schreibe, bei meinen Büchern. Beim Blog stelle ich mir den oder die schüchterne JungautorIn vor, wie ich vor dreißig Jahren war, die solche Informationen suchen.

Hilde Langthaler

Hilde Langthaler

Monika Giller

Monika Giller

Dann kam noch die Frage, wie ich mir das Schreiben in zehn Jahren vorstelle? Eigentlich wie jetzt und eigentlich ist es egal, ob die Bücher in einem Verlag erscheinen oder weiter selbst gemacht werden, es wäre nur schön, wenn sie willkommen sind und ich sie im Literaturhaus vorstellen könnte, etc …
Es wird also vielleicht ein schönes Interview und eine schöne Sendung. Wens interessiert, am 23. November in den „Texten“, wenn man die Club 1-Zeitschrift „Gehört“ auf Seite 39 aufschlägt, kann man lesen „Die Marathonschreiberin – Ein Portrait der Wiener Autorin Eva Jancak“, was ein passender Titel ist und das steht schon das ganze Monat darin und ich hatte keine Ahnung, obwohl wir das Heft zugeschickt bekommen, weil mir der Alfred zum Geburtstag ein Jahresabo Ö1 Club schenkte.

Eva Jancak

Eva Jancak

Marlen Schachinger

Marlen Schachinger

Erfahren habe ich das erst am Abend, als ich auf der Thaliastraße auf dem Weg in die Galerie Heinrich zur Frauenlesung die Zuzaks traf und mich der Herr Zuzak mit „Gratuliere, Frau Doktor!“, begrüßte und mir etwas von einer Millionenschreiberin erzählte, so daß ich erst dachte, er meint die El Awadalla.

Wieder was gelernt und äußerst interessant, das trifft auch auf die Lesung zu, die diesmal gut besucht war.
Hilde Schmölzer hat mit einem Stück aus „Frauenliebe“ begonnen, dann kam die Bruni mit kurzen Prosatexten, Monika Giller hat etwas pathetisch „Entwicklung zum Tod“ oder „Auf dem Totenbett“ gelesen, was eine sehr beeindruckende, vielleicht auch verstörende Erzählung über das eigene Sterben ist. Ich habe die Erzählung schon von einer Poet Night gekannt, andere haben sie schockierend empfunden, aber irgendwann wird man es erleben, auch wenn es dann vielleicht ganz anders ist.
Dazu passend, wenn auch etwas sanfter, der Beginn von „Mini-Mental-Status“ aus dem „Haus“.
Marlen Schachinger hat im Mandelbaum Verlag eine Herta Firnberg Biografie herausgebracht und ein Stück daraus gelesen, in dem man sehen konnte, wie einfach in den Siebzigerjahren das Studieren war. Freier Hochschulzugang für alle, Freifahrt und besondere Förderung der Frauen und der Arbeiter.

Judith Gruber-Rizy

Judith Gruber-Rizy

Elfriede Haslehner

Elfriede Haslehner

Lang lang ists her, wie man am Blog der Cornelia Travnicek sehen kann und lang vorbei war auch die Adventgeschichte der Elfriede Haslehner, von den alten Tanten, die ihren Nichten und Neffen zu Weihnachten Lebkuchen aus Nürnberg schickten.
Es gab wieder eine Flasche Klosterneuburger Roten und ein kleines Honorar soll es auch geben. Dine Petrik hat das „Haus“ gekauft und es sehr gelobt und bezüglich Volksstimmeanthologie wirds drei Präsentationen geben, wo immer vier Autoren lesen sollen.

Die erste wird am 27. November um 19.30 im Cafe Amadeus in der Märzstraße sein, das kenne ich zwar noch nicht, da sind aber die Fried Tage und das Nanowrimo Writing noch nicht zu Ende, die zweite am 16. Dezember um 19 Uhr im Rotpunkt, da gibts auch zwei Veranstaltungen und außerdem kommt der Alfred aus Patagonien zurück, also werde ich wahrscheinlich im Jänner im read!!!ing room lesen. Genauere Daten gebe ich noch bekannt, lade aber schon heute dazu ein.

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