Literaturgefluester

2009-12-07

Arbeitswochenende mit Fest

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:02

Jetzt kommt noch mein Wochenendbericht, denn am Samstag gab es eine Einladung zum Mittagessen bei der Trude Kloiber, mit der ich in die BHS gegangen bin und die ein paar Häuser weiter wohnt. Wir sehen uns gelegentlich auf der Straße, ich lade sie zu meinem Geburtstagsfest ein, besuche sie vor Weihnachten und bringe ihr eines meiner Bücher mit. Diesmal war ihre Schwester dabei und es gab eine interessante Diskussion über das Lesen und die Anna Jeller, die die Buchhändlerin der Schwester ist und alle ihre Wünsche kennt.
Dazwischen habe ich ein wenig die „Sophie Hungers“ korrigiert und Rudi Lasselsbergers Kommentare gelesen, die er mir über seine Amerlinghauslesungs-Nacherlebnisse schickte und dann gabs noch eine Einladung zu einem Fest des Republikanischen Clubs zur Präsentation des Buchs „Von der Kunst der Nestbeschmutzung – Dokumente gegen Ressentiment und Rassismus seit 1968“, es gab zwar keine Lesung, aber viele Bekannte aus der sogenannten linken Szene. Die Rizys, Ruth Aspöck, Robert Eglhofer, der sie sich ein wenig fremd fühlte, Eva Dite u. u. u.
Von den meisten kenne ich nicht einmal die Namen, nur die Gesichter, die Buchmitautoren, wie Peter Kreisky, Isolde Charim aber schon und dann habe ich mit der Schwester der Brigitte Lehmann, die mit Doron Rabinovici, die Herausgeberin ist, einmal Psychologie studiert, die war die Freundin meiner Freundin Elfi und wir haben einen Silvester in ihrer Wohnung verbracht.
Der Raum war zum Tanzen leer geräumt, DJ-Musik, Getränke gabs im Restaurant und ab acht ein tolles Buffet mit ein paar interessanten Gesprächen.
Vorher wurde auf das Buch und das Holzpferd hingewiesen, das Alfred Hrdlicka im Zug der Waldheimgeschichte entworfen hat, deshalb hat sich auch der Republikanische Club gegründet.
Ich bin bald nach Haus und mit dem Gruber-Rizy Buch in die Badewanne gegangen, um es endlich zu besprechen, weil ich im November nicht viel zum Lesen gekommen bin. Besprochen habe ich es erst Sonntag Vormittag und vorher im Kurier gelesen, daß Alfred Hrdlicka Samstag Nacht gestorben ist, was mich sehr betroffen machte, war das ja der bildende Künstler, der mir immer wieder begegnete und auch sehr umstritten war. Es gibt das Mahnmal am Albertinaplatz, aber auch verschiedene Buchillustrationen, so hat er die Krautgarten-Österreich Nummer, die ich mit Arthur West einmal zusammenstellte, illustriert und auch die Volksstimmefestanthologie 1998 „Das Eigene und das Fremde“.
Die Betroffenheit war auch in den Nachrichten sehr groß und ich dachte, das hat bei dem Fest noch niemand gewußt, sonst wäre es anders verlaufen.
Samstag Früh habe ich Jacqueline Vellguth einen Nanowrimo-Abschlußbericht geschickt und bin am Sonntag mit dem Korrigieren der „Sophie Hungers“ fertiggeworden, was erfreulich ist. Jetzt werde ich den Text für den Katzenfasching schreiben. Da habe ich schon eine Idee und werde die Murana zu einer Audi Max Besetzungskatze machen. Da hätte es am Montag einen Literaturtag der kritischen und solidarischen Universität geben sollen, wo ich lesen wollte. Der Aufruf ist über die GAV am Donnerstag gekommen, der Beginn der „Sophie Hungers“ hätte ja ganz gut gepasst. Es kamen auch ein paar Mails, daß der Auftakt der Veranstaltung gelungen ist, am Nachmittag hat aber Andreas Exner angerufen und den Aktionstag abgesagt.
Sonst ist noch zu vermelden, daß Friederike Mayröcker ihren fünfundachtzigsten Geburtstag hat, der nächsten Freitag im Radiokulturhaus gefeiert wird, wie ich in der Sendung „Heimspiel“ hörte. Von der Friederike Mayröcker Gesellschaft wird die Veranstaltung organisiert. Ich wußte gar nicht, daß es eine Friederike Mayröcker Gesellschaft gibt. Bodo Hell, Andreas Okopenko, Elisabeth von Samsonow, Liesl Ujvary und Sonja Harter sind aber dabei und treten bei der Veranstaltung auf, über die sich Friederike Mayröcker, wie ich weiter hörte, gar nicht so besonders freuen soll.

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