Literaturgefluester

2010-01-11

Andrea Stift bei den Wilden Worten

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:07

Heute habe ich Andrea Stift persönlich kennengelernt, nachdem ich schon über ein Jahr mit ihr eine Blog-Bekanntschaft betreibe und ihr Buch „Klimmen“ auch besprochen habe. Im Fühjahr haben wir ja Bücher miteinander getauscht. „Reben“, wo es um ihre Urgroßmutter geht, lag bis jetzt beim Badezimmerbücherstapel. Jetzt habe ich es zu lesen begonnen und werde es als nächstes rezensieren. Heute war sie Gast bei den Wilden Worten und hat auch „Von den Wohngemeinschaften“ gelesen und das war sehr spannend, denn die Wilden Worten waren diesmal anders. Nämlich eine Richard Weihs Soloveranstaltung, weil Michaela Opferkuh wegen beruflicher und häuslicher Dauerüberlastung nur mehr gelegentlich vorbeischauen wird, das hat sich schon, als ich im September gelesen habe, so angedeutet, damals war aber Franz Hütterer noch da, dem es gesundheitlich nicht so gut zu gehen scheint.

Eva Jancak & Andrea Stift

Eva Jancak & Andrea Stift

Zu Beginn gab es die Lesung aus „Klimmen“, die Andrea Stift damit eineitete, daß sie nie in einer WG gewohnt hat, sondern sich die Geschichten von Leuten mit WG-Erfahrungen erzählen hat lassen und das Beste in dem Buch verarbeitet hat. Dann gab es, auch das war neu, ein Gespräch. So hat es Richard Weihs angekündigt, eigentlich war es Monolog. Hat er ja aus seinen WG-Erfahrungen der Siebzigerjahre, die man damals noch Kommunen nannte, aus dem Vollen geschöpft und berichtet, er hätte mit den drei wildesten Feministinnen Wiens zusammengelebt und sie ausgehalten. Eine Zeitlang hat er auch mit dem „Blues Gustl“ gelebt und den offenbar nicht so gut ausgehalten, aber darüber geschrieben und aus dem Buch gelesen. Diesmal gab es keine Pause, sondern das Kappel für die Spenden und die Zetteln für die Wunschgedichte sind herumgegangen, während Richard Weihs schon die im Dezember gewünschten Gedichte verlesen hat.

Richard Weihs

Richard Weihs

Ich habe mir passend zum letzten Blogeintrag, ein Gedicht zum Thema „Rosengift“ gewünscht. Man sieht das Pressler-Buch hat nachgewirkt und weil es am Nachmittag eine Diskussion zum Thema „Gestorben wird nicht mehr nach von allein“ oder so, beim Radiodoktor gab, noch „Sterbehilfe“, „Palliativmedizin“ und „Wunschmedikation“ dazu gewünscht. Mal sehen was daraus wird. Die Gedichte werden ja gemailt und im Februar liest der Eugen Bartmer, den Richard Weihs als Wiener Original bezeichnete. Ansonsten haben die Originale heute gefehlt, bzw. haben sie sich nicht auf die freie Wildbahn getraut. Die gab es diesmal nicht, nur eine Frage von einem anwesenden Poeten an Andrea Stift, wie man einen Verlag findet und ob sie dafür bezahlt hätte? Das heikle Thema also und noch ein paar Einladungen zu Poetry Slam Veranstaltungen am Dienstag und am Donnerstag. Bei einer wird die El Awadalla mitmachen und der Jörg Zemmler, der ja bei den Fried Tagen den Text zu meinem Foto geschrieben hat. Das habe ich jetzt endlich im Zimmer aufgehängt. Da ich zwei Fotos hatte, gab es eine Vor- und eine Rückseite, jetzt sieht man zwar den falschen Text zum Foto, ist aber egal, ich bin ja immer gleich.
Die El Awadalla haben wir noch beim Heimgehen bei der Kettenbrückengasse getroffen und heute gab es wieder einige sehr interessante Konkurrrenzveranstaltungen. Nämlich den Köhlmeier in der alten Schmiede und die Präsentation eines Buchs über oder von Helmut Eisendle im Literaturhaus. Es war aber auch ein literarischer Nachmittag. Ist mir doch während ich die „Heimsuchung“ korrigierte, eingefallen, daß ich den Haymon-Verlag anmailen und nach einem Rezensionsexemplar von Ludwig Lahers „Einleben“ fragen könnte, die mails sind aber zurückbekommen, so oft ich es auch versuchte. Jetzt habe ich den Brief in ein Kuvert gesteckt, mal sehen, ob es klappt. Ein bißchen denke ich ja schon, obwohl ich mit der „Heimsuchung“ noch nicht fertig bin, an meinen nächsten Text und da soll es, um ein Geschwisterpaar und um eine Frau mit Downsyndrom gehen und gestern habe ich ein mail von der Gabriele Petricek bekommen, die sich für die Mittleren angemeldet hat. Es gibt also schon Interessenten für eine Fortsetzungsveranstaltung, falls es das Amerlinghaus dann noch gibt und am 24. März, die Mittleren IV, wo Andrea Stift, die schon ihr neues Buch schreibt, lesen wird.

Advertisements

1 Kommentar »

  1. Liebe Eva,
    Habe jetzt ein wenig bei dir „literaturgeflüstert“. Eine sehr spannende Seite. Werde wieder hinein schmöckern, wenn ich mehr Zeit habe. Es erstaunt mich, wie ausführlich du die Menasse Lesung beschreibst. Jedenfalls, sollte der Zufall uns wieder zusammen führen, gehe ich gerne wieder mit.
    Lieben Gruß Trude

    Kommentar von Trude — 2010-01-12 @ 18:21 | Antwort


RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: