Literaturgefluester

2010-02-26

Zum neuen Roman

Filed under: Uncategorized — jancak @ 17:42

Die letzten zwei Monate war ich neben meiner psychologisch-psychotherapeutischen Praxis mit dem Korrigieren der „Sophie Hungers“ und dem „Nanowrimo-Novel“ beschäftigt, die nun fertig sind.
„Sophie Hungers Krisenwelt“ ist fast Druckerei fertig. Das Foto ist am Umschlagentwurf, ich warte auf den Text, den mir Andrea Stift versprochen hat und hoffe nur, daß sie mit meiner Sprachmelodie nicht überfordert ist und ich ihren ästhetischen Kriterien nicht widerspreche…
Ich kann es natürlich auch selber machen und habe das bei der „Heimsuchung“ schon getan. Da liegt der Text, es sind mit dem Nachwort, das ebenfalls geschrieben ist, 83 Seiten und 46.346 Worte, beim Alfred und eine Vorstellung für das Umschlagbild hab ich auch. Denn da gibt es das Teilnehmer- und das Winnerlogo und das Zertifikat, das zu dem Nanowrimo Projekt passt. Die „Sophie Hunger“ kann also bald an die Druckerei gehen. Außerdem schicke ich das Manuskript an den Paul Jaeg, denn der wollte es für 2011 und das, denke ich, passt gut.
Denn wenn ich die fünfzig Exemplare für meine Dokumentation habe, bin ich entspannt und kann warten. Wenn er es 2011 macht, habe ich für die, die über das Selbstgemachte, die Nase rümpfen, ein Buch, kann damit beispielsweise in der Gesellschaft für Literatur lesen und theoretisch auch eine Buchprämie bekommen, wie das praktisch aussieht, habe ich vor eineinhalb Jahren erlebt….
Die „Heimsuchung“ kann ich auch hinschicken. Jetzt hat sie der Alfred zum Fertigmachen und ich bin frei für das nächste Werk. Im März damit anfangen, habe ich geschätzt, so war es auch in den letzten Jahren.
Außerdem habe ich noch ein bißchen für die Frauenlesung gearbeitet. Da ist das Vorbereitungstreffen für den 12. März fixiert. Das Flugblatt ist gedruckt, ich teile es schon eifrig aus und bevor ich mit dem Neuen beginne, werde ich mich über das Einleitungsreferat machen. Das will ich ein bißchen umgestalten und vielleicht die Verlaufsgeschichte der Mittleren einbeziehen.
Zwei andere Frauenlesungen gibt es im Herbst auch. Am 4. Oktober ist die der Mariahilfer – Frauenwochen und am 16. November, die der Literaturtage der Galerie Heinrich. Aber die organisiere ich nicht, da muß ich nur den Text vorbereiten. Das muß ich auch für die Mittleren und da werde ich vielleicht den „Tintentraum“, meine Bachmannpreissatire wählen und aus der „Heimsuchung“, Szene 33, Barbara Winters Lesung aus „Kafkas Laterne“ im Thalia vor den Sprachkunststudenten. Das wird mich noch Anfang der nächsten Woche beschäftigen.
Ansonsten bin ich frei für das Neue und das will ich diesmal bedächtig angehen, so daß der große Roman entstehen kann…
Ich schwanke diesbezüglich immer, soll ich über das Schreiben schreiben oder es ausklammern? Das nehme ich mir manchmal vor, dann denke ich wieder, daß das das Meine ist, das, was ich kann und meine Schreibwerkstatt ausmacht.
Die Plagiatsdiskussionen der letzten Wochen haben mich verstärkt, dabei zu bleiben. Also wieder das Milieu der Erfolglosen, Ausgegrenzten, Randfiguren wählen, weil mich das ja interessiert. Daß ich Sachbücher schreiben kann, die bei Fischer und bei Orac erscheinen, habe ich schon bewiesen. Aber das interessiert mich nicht so wirklich und auch das Krimischreiben für den großen Markt ist es nicht.
Es bleibt schon beim realistischen Schreiben mit meinen Themen und meiner Welt, dafür will ich mir mehr Zeit lassen, was auch heißen könnte, nach dem ersten Entwurf, wirklich mehr an der Sprache arbeiten.
Ob es, das Meine ist, weiß ich zwar nicht, denn wenn ichs versuche, kommt eine Parodie heraus.
Den März als Studien- und Recherchemonat nehmen. Am 31. noch nicht den ganzen Rohentwurf zu haben, wäre vielleicht ein Vorsatz und ein paar Wochen in Wien herumfahren und schauen, was sich so ergibt und über was ich schreiben könnte.
Im März fahren wir nach Leipzig, sonst will ich die Ideen kommen lassen und auch im Internet ein bißchen recherchieren.
Anni Bürkl hatte da unlängst einen Artikel, wo man mit seinen Romanfiguren mit Hilfe von Playmobilmännchen im Sinne einer Familienaufstellung spielen soll.
Dem kann ich was abgewinnen und habe im Spielzimmer auch eine Schachtel Playmobilfiguren und ein Familienbrett, Charakterbögen habe ich auch. Damit habe ich bei der „Radiosonate“ und beim „Haus“ ganz gut gearbeitet. Bei den letzten Beiden eigentlich nicht mehr. Aber bei der „Sophie Hungers“ war ich zu Beginn blockiert und bei der „Heimsuchung“ unter Nanowrimozeitdruck.
Die Schneeflockenmethode bietet sich vielleicht auch an und das ganz persönliche Nanowrimoschreiben.
Also mich die nächsten Wochen umschauen über was ich schreiben will. Ein bißchen was steht schon in Robert Eglhofers Paper blank. Da gibt es nämlich eine Frau Tunichtgut, das ist auch so eine Idee von mir, die ich schon lang herumschleppe, bzw. wird die von Mimi-Bella, die die Nachbarin ihrer Eltern ist, so genannt. Eine Therapeutin könnte es auch geben und zu der kommen zwei Klienten, ein erfolgreicher Schriftsteller, der beispielsweise auf irgendeiner Shortlist steht, aber unter Plagiatsverdacht geraten ist, bzw. Schreibschwierigkeiten hat und eben Mimi-Bella, die das auf ihre Art und Weise versucht und von ihrer Betreuerin zur Therapie geschickt wird. Mimi-Bella hat einen jüngeren Brüder, der möchte gern auf eine Elite Uni zum Medizinstudium und befüchtet, daß ihn seine lernbehinderte Schwester mit den schrägen Augen daran hindern kann und Mimi-Bella lebt in ihrer eigenen Welt, zieht in der herum und denkt sich ihre Geschichten aus….
Das könnte doch etwas ergeben und daran will ich, nehme ich mir vor, ein bißchen länger bleiben und mich nicht, wie vielleicht schon geschehen, über die Schwierigkeiten hinwegschummeln und auch schauen, daß es mit der Sprachmelodie stimmt.
Zeit lassen und die spannende Geschichte konstruieren. Mal sehen, wie es mir gelingt? Ich bin ein bißchen zuversichtlicher als im letzten Jahr, da ich mich diesmal nicht sehr ausgebrannt fühle, auch wenn ich den großen Entwurf noch nicht habe, aber vielleicht finde ich ihn und komme ein bißchen weiter…
Die Steuererklärung habe ich inzwischen auch gemacht und Roman Gutsch und Christoph Kepplinger haben zur nächsten Linken Wort Volksstimmefestlesung eingeladen.

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