Literaturgefluester

2010-03-10

Literarischer Tag

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:25

Doch ein Studientag. Mit der großen Tasche in die Hauptbücherei, denn da gibt es Zeitungen und bequeme Lesesessel. Man kann das Drumherum beobachten und da war sehr viel zu sehen. Der etwas versandelte alte Mann, den ich immer bei Literaturveranstaltungen treffe, rief mir zu, daß es im Wienerwald schon Bärlauchspitzen gibt. Es waren überhaupt viele versandelte Männer da, die mir früher in der Hauptbücherei nicht so aufgefallen sind. Ein Beweis für die zunehmende Armut in Wien bei Kälte und bei Schneefall? Aber das Gespenst der Armut war erst Thema der Abendveranstaltung. So habe ich Charakterbögen für Mimi, Günther, Sandra, Johannes Staudinger und Frau Tunichtgut ausgefüllt und bin die Notizen durchgegangen. Die Protagonisten habe ich, den Shortlistenschriftsteller mit Plagiatsverdacht, die Minusfrau, Mimi mit dem Downsyndrom, den Bruder Günther, ihre Eltern, die Betreuerin. Die Begegnungen zwischen Mimi, Frau Tunichtgut und Johannes Staudinger. Der offene Bücherschrank und der Platz mit einer Bank davor, die es in Wirklichkeit nicht gibt, spielen ihre Rolle, viel mehr weiß ich noch nicht. Die spannende Handlung, die alle von den Sesseln reißt, muß ich erst erfinden, für Hinweise bin ich dankbar…
So habe ich mit Szene acht begonnen. Damit zum Mc Donald Mittagessen, dann zurück die Szene tippen, bevor ich mich um vier mit Susanne Schneider im Cafe Standard getroffen habe, weil die eine Vorbesprechung bezüglich des Lesetheater Osterspaziergangs einberufen hat. Da will ich, in der Erika Mitterer Gesellschaft „Was hatten wir an Literatur zu Haus“ lesen.
Dann ist mir noch eingefallen, daß ich einen Text über Helmut Eisendle, der in der Schäffergasse gewohnt hat, schreiben könnte. Der war bis jetzt ja unberücksichtig. Es gibt schon einen dichten Ablaufplan und einen Herrn, der sich wunderte, daß die Autoren Geld für ihre Lesungen wollen….
Die Besprechung war nur kurz. Dann kamen Christina Mitaroff, mit der ich einmal Psychologie studierte und Heinz Granzer um „Das Bankhaus Nuncingen“, das sie morgen im Pelikanstüberl lesen, zu proben. Ich verkaufte Heinz Granzer meine Bücher, auch das Belegexemplar „Best of II“ mit den Text über meine letzte Begegnung mit Erika Mitterer und war noch kurz in der Krongasse, bevor es zur Abendveranstaltung ging.
Da wollte ich eigentlich ins Literaturhaus zu Clemens Bergers „Streichelkonzert“. Dann lud aber der Rotpunkt zur Präsentation von Lutz Holzingers „Das Gespenst der Armut“ ein, denn der KPÖ fehlen vierundzwanzig Stimmen, um in den Bezirksrat einzuziehen. Die wollen sie sich bei der nächsten Wahl holen, deshalb sammeln sie Unterschriften für einen Margaretner Sozialmarkt, für den schon Elfriede Mayröcker unterschrieben hat…
Ansonsten „Sophie Hungers“ zweimal weggeschickt, einmal an den Digitaldruck, das zweite Mal an Paul Jaeg, der schon geantwortet hat, was zwar ein Fortschritt ist, aber von Vordrucken abriet, weil kein Verlag vorgedruckte Bücher nehmen wird. Was soll ich aber machen, wenn ich nicht bis Herbst warten will, um zu erfahren, daß sie das Buch 2011 doch nicht wollen? Ein Dilemma dem nicht zu entkommen ist. Ich kann es jedenfalls nicht, dafür kam vom Digitaldruck die Nachricht, daß das sogenannte Dummy schon weggeschickt wurde. Jetzt muß der Alfred noch die Leseprobe auf die Homepage stellen, damit man sich ein wenig einlesen kann.

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