Literaturgefluester

2010-05-16

31 Bücher in 31 Tagen

Filed under: Uncategorized — jancak @ 10:10

Vor ein paar Tagen bin ich in einem Bücherblog mit dem Titel „Zwillingsleiden“ auf den bemerkenswerten Satz gestoßen „Jeden Tag ein Buch, diese Aktion verbreitet sich in den Bücherblogs wie ein Buschfeuer!“ und habe „O weia!“ gedacht, denn es war ja erst der dreizehnte und ich hatte im Mai schon an die zehn Bücher gelesen und meine durchschnittliche Monatsstatistik um einiges erhöht. Zwar habe ich in der Vorwoche bei meinem Lyrik-SUB kräftig umgerührt und in zwei Tagen sieben Bücher durchgenommen, sonst wäre das Fazit normaler, aber durch den offenen Bücherschrank, den ich regelmäßig mit und ohne einen eigenen Bücherstapel besuche und immer etwas finde, hat sich die Anzahl des Ungelesenen erhöht und da sehr viel Interessantes dabei ist, das ich gelesen haben sollte, disponiere ich immer wieder um und hinke meinen SUBs sehr nach. Daß ich es auch ohne offenen Bücherschrank nicht schaffe, meine SUBs auszulesen, habe ich mir schon bei der Büchergilde Gutenberg Bibliothek gedacht, die ich vor Jahren von meinen Eltern erbte und da es inzwischen viele Möglichkeiten gibt, Bücher geschenkt, getauscht oder um einen Euro zu erhalten und ich wenigstens versuche das Unmögliche mögliche zu machen, hat sich die Zahl der gelesenen Bücher, seit ich meinen Blog betreibe, erhöht. Seit ich die Bücher bespreche, lese ich genauer und immer aus. Leselustfrust hat mich mit ihrer Lesestatistik bekanntlich schon vor einem Jahr animiert mehr zu lesen und es gibt noch andere Bücherblogs mit Lesestatistiken. Auch wenn die meistens das lesen, was mich nicht so besonders interessiert, haben die ihre Bücher Stöckchen und das „Jeden Tag ein Buch!“, wo ich spontan dachte „Ich will ja auch noch schreiben, bzw. korrigieren!“ und mich gleichzeitig wunderte, daß das bei den Bücherblogs jetzt Mode ist, da ich um mich herum überall bemerke, daß die Leute immer weniger lesen und die durchschnittliche Jahresbücherzahl bei neun liegt und nicht bei fünfzig, wie ich eigentlich dachte.
Es ist auch ein Mißverständnis, geht es dabei nicht darum seinen Bücher SUB endlich abzulesen, sondern um einunddreißig Fragen, die man sich im Mai vornehmen soll, wie: „Das Buch das du derzeit liest, das vierte Buch aus deinem Regal von rechts oder das neunte von links, dein Haßbuch, das Buch das du von deinen Freunden bekommen hast“ u.s.w. und so fort.
Lillyberry macht dabei mit, hier kann man auch die Fragen lesen und sich selbst beteiligen, obwohl heute schon der sechzehnte ist.
Evi von Zwillingsleiden hats verweigert und bespricht ihre gelesenen und ungelesenen erotischen Bücher und ich mache auch nicht mit, da die Bücher in meinen Regalen doppelreihig stehen und ich viele Antworten gar nicht weiß.
Es ist aber eine hervorragende Idee für ein Buchgeflüster, denn der offene Bücherschrank hat mich sehr begeistert und ich bin schon gespannt zu erfahren, ob die Aktion verlängert wird?
Ich hoffe schon und beobachte, daß die Unkenrufe derer, die Kommentare dazu geschrieben haben, nicht eintreffen. Es ist keine „Universität für Sandler“ und es gibt nicht nur unbrauchbar gewordene Lateinbücher, sondern manchmal rare Gustostückerln, so daß ich den Besuch wirklich sehr empfehlen kann.
Hineingespukt, geschissen und was auch immer hat auch noch niemand und das Buch ist leider, wie ich schon vorher merkte, kein so begehrter Gegenstand, daß die Leute mit den Taschen kommen, um ihr Geschäft damit zu machen.
Es gibt aber auch noch andere Kisten mit dem schönen Schild „Zur freien Entnahme – bedienen Sie sich bitte!“
So hat zum Beispiel das Wien Souvenier Geschäft in der Kettenbrückengasse, in dem Alfred einmal Anna Lindners „Wiener Literaturschauplätze“ kaufte, zugemacht und da stand diese Woche so eine Kiste. Das erste Mal, als ich vorbeigekommen bin, war sie schon leer, beim zweiten Mal lagen zwar keine Wien Bücher darin, aber ein Jean Marie Gustav Le Clezio, der Nobelpreisträger von 2008 mit einer DDR-Ausgabe seines „Protokolls“ und da ich zugebe, daß ich von ihm nichts gelesen habe, habe ich auch vor, es ziemlich bald zu besprechen. Mal sehen, ob ich es schaffe oder etwas anderes nicht noch mehr lockt?
Dagegen wird es nichts mit der „Bücherdiebin“, denn bei der Aktion des „Literatur Managements Lind“ zum Tag des Buches, die eine aktuellere Bezeichnung für Bücherwürmer suchte, habe ich nicht gewonnen. Es gibt aber einen Gewinner bei der Buchstabensuppe und zwar soll das aktuelle Wort „Büchergourmets“ heißen. Man sehen, ob es durchsetzt und nicht nur Frau Lind gefällt.
Es haben aber fünfundsechzig Leute Ideen gespendet. Andreas Unterwegers Vorschlag war, glaube ich, Bücherjunkies und der wird am Stadtfest Wien am 29. 5. ím Schweizerhof aus „Wie im Siebenten“ lesen und das ist ein Buch, das ich wahrscheinlich auch nie lesen werde.
Macht nichts, gibt es ja soviele Bücher und da man auch bei größter Anstrengung nur ein paar tausend schafft, ist die Idee des Bücherhoppings und die Kunst über Bücher zu lesen und zu schreiben, die man nicht gelesen hat, gar nicht so schlecht und da bin ich bei dem für mich Wichtigeren, bitte nicht mißverstehen, nämlich dem Schreiben und da gibt es einiges zu vermelden.
„Die Heimsuchung“ wird, da korrigiere ich schon die Endphase, so daß es demnächst zu digitaldruck.at gehen kann. Es gibt das Cover, das aus den „Nanowrimo“ Logos besteht und einen Text, den ich selbst geschrieben habe, da es Cornelia Travnicek, an die ich eigentlich dachte, bei ihren vielen Lesereisen, nicht machen konnte.
Dafür wird Otto Lambauer den Text für „Mimis Bücher“ schreiben, da Anna das, die jetzt ihren Dienstvertrag bei LOK unterschrieben hat, auch nicht schafft. Da korrigiere ich noch fleißig und hoffe bald fertig zu werden. Das Cover habe ich aber noch nicht. Ich hätte da an eine Collage aus den Ohrenschmaus-Schokoladeschleifen gedacht, vielleicht zeichnet mir die Anna auch ein paar Bücher hin.

Werbeanzeigen

4 Kommentare »

  1. mit besten grüßen – zum durchblättern!
    othmar
    http://www.book2look.com/vBook.aspx?id=9783701791408&shoplinkNumbers=none

    Kommentar von O. P. Zier — 2010-05-16 @ 13:51 | Antworten

  2. Na bestens, wieder Stoff zum Lesen, da kann ja nichts passieren

    Kommentar von Eva Jancak — 2010-05-16 @ 17:43 | Antworten

  3. Wollen Sie mein Exemplar der „Bücherdiebin“ haben? Einmal gelesen, keine Eselsohren etc dank Lesebändchen. 😉
    Ich wollte es ohnehin in den offenen Bücherschrank stellen, aber es muss ja nicht vom Zufall abhängen, ob Sie’s ergattern.

    Kommentar von leselustfrust — 2010-05-17 @ 07:01 | Antworten

  4. Gern, habe ich ja ein bißchen Suchtcharakter, Ihnen hat das Buch glaube ich nicht so gut gefallen

    Kommentar von Eva Jancak — 2010-05-17 @ 09:56 | Antworten


RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: