Literaturgefluester

2010-05-27

Literaturalltag

Filed under: Uncategorized — jancak @ 11:43

Gestern war ich mit Alfred im Odeon Theater in dem schönen alten Renaissancestilhaus in dem früher eine Getreidebörse war und jetzt die Literatur im Herbst Veranstaltungen stattfinden. Dreißig Jahre GAV wurde dort, glaube ich, auch gefeiert. Gestern gab es „School of Night“ eine Tanzveranstaltung des Serapions Ensembles unter der Leitung von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits bei der sehr viele Kubaner und Südamerikaner mitwirkten.
Vorher habe ich an meinen Texten korrigiert. „Heimsuchung“ ist druckereifertig. Bei „Mimis Bücher“ gibts noch ein paar Fehler, bevor es der Alfred zur Satzgestaltung bekommt und die Namen, der zum Lesen in Klagenfurt Auserwählten, gibts unter www. bachmannpreis.at auch zu sehen.
Drei Österreicher sind darunter, von denen ich Verena Rossbacher, die am Leipziger Literaturinstiut studierte, bisher für eine Deutsche hielt. Die Männer sind Thomas Ballhausen, bei dem ich bezüglich Milena Verlag ein Vorurteil hab und der mir, als er 2006 den Priessnitz-Preis bekam, nicht so besonders aufgefallen ist und Josef Kleindienst, von dem es ein Bild im Schmiedemuseum gibt, man sonst aber, wenn man bei google sucht, hauptsächlich Infos über den ehemaligen F Polizei Gewerkschafter findet.
Von den anderen ist mir nur die deutsche ebenfalls in Leipzig studierende Judith Zander bekannt, weil sie Texte im Wespennest und Manuskripten hat und könnte nach dem Bekanntheitsgrad also nur auf Verena Rossbacher als Gewinnerin tippen. Hätte bekanntlich ganz andere Autoren vorgeschlagen und werde das Preisgeschehen sicher interessiert verfolgen.
Ob daraus wieder eine Parodie entsteht, wird sich zeigen, die bereits vorhandene, werde ich mit der „Heimsuchung“ an Gustav Ernst schicken, vielleicht kann er sie für „Kolik“ brauchen.
Ansonsten habe ich gestern Texte vom Zettelpoeten Helmut Seethaler bekommen, der mir gelegentlich etwas schickt und wegen einer seiner Aktionen im Museumsquartier eine bedingte Verurteilung bekommen hat. Bei facebook gibt es eine schöne Seite, wo man diesen Teil der Literaturgeschichte ausführlich nachlesen kann.
Die Coveridee für „Mimis Büchers“ gibt es inzwischen auch. Da habe ich ja an eine Collage aus den Schokoladenschleifen gedacht, da steht aber „Ohrenschmaus“ statt „Zungenkuß“ darauf. Dann gedacht mir von der Anna ein schematisiertes Frauengesicht mit einem Buch vor der Nase zeichnen zu lassen, den Otto ersucht, ob er nicht jemanden aus seinen Malgruppen fragen kann, bis mir eingefallen ist, daß ich mir das „Ohrenschmaus“-Prospekt selber vor die Nase halten kann. Der Alfred fotografierts. Ich schreibe „Mimis Bücher“ drauf, druck es aus, wickle es um ein Buch und knall es mir nochmals vor die Nase.
Heute morgen gabs im Rahmen der Bezirksfestwochen Mariahilf ein Frühstück mit kulinarischen Köstlichkeiten und dem Bericht der Bezirksvorsteherin über bevorstehende Bezirksaktivitäten. Da bin ich neben einer Mimi ohne Downsyndrom gesessen, die mir erzählte, welche Festwochenaktivitäten sie besuchen wird, während sie ihre Medikamente eingekommen hat. Ein Gespräch mit Elisabeth Zoumboulakis-Rottenberg gab es auch.
Nachher hatte ich Mails von Frans und Hannah zu beantworten, Frans den holländischen Freund, den ich kenne, seit ich mit zwanzig nach meiner Matura, mein erstes Work Camp im psychiatrischen Krankenhaus Westpark Hospital, Epsom, England, machte und der mich eigentlich zur Blogvorstellung im „Alltäglichen Leben“ besuchen wollte und ein Verehrer des Literaturgeflüsters, nämlich Stephan Eibl-Erzberg hat sich auch gemeldet und mir ein aufbauendes Mail geschickt.
Heute gibts noch eine Diagnostik und am Abend eine Wiener Vorlesung zum Thema „Was Sie schon immer über Autismus wissen wollten: Von Asperger bis zukünftige Entwicklungen“, was ja meinen anderen Identitäsanteil betrifft.
Vielleicht wirds trotzdem literarisch, hat mir Ruth Aspöck, als sie mich vorigen Mittwoch besuchte, um gemeinsam nach St. Pölten zu fahren, ja erzählt, daß sie gerade von einem Emmigrantenstammtisch zurückgekommen ist, wo besprochen wurde, eine eventuelle NS-Vergangenheit zu outen.

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8 Kommentare »

  1. Kein kunstpreis der stadt wien fuer zetteldichter helmut seethaler: die beruehmten autorInnen, die ihn vorgeschlagen haben, werden beleidigt +er bleibt mit seinen 1000en anzeigen+strafen+schulden allein. http://www.hoffnung.at @zetteldichter hseethaler@gmx.at

    Kommentar von helmut seethaler — 2010-05-29 @ 01:29 | Antwort

  2. wieder eine woche ohne finanzielle gegenleistung. BIC: OPSKATWW – IBAN: AT24 60000 0000 7975 059 http://www.facebook.com/wiener-zetteldichter

    Kommentar von helmut seethaler — 2015-01-16 @ 20:11 | Antwort

  3. Ja so gehts leider im Wiener Literaturbetrieb, die Zettel auf den Bäumen und den Säulen erfreuen vor den Literaturveranstaltungen aber die meisten und ich habe mir schon viele Zettel gepickt, aber vielleicht lesen diese Nachricht einige und senden ein paar Euro, ich werd schauen, ob ich auch was einzahlen kann!

    Kommentar von jancak — 2015-01-16 @ 23:49 | Antwort

  4. Seit 44 jahren verbreite ich meine gedichte und kurzprosawerke ueberall im stadtbild wiens. 
    Bisher sind es 11.900  verschiedene zettel, die ich‎ in unterschiedlicher auflagenhoehe kopiere …. und bei meinen mindestens jeden 3.tag stattfindenden“pflueck gedichte“-aktionen veroeffentliche.
      
     Und an sammlerinnen meiner zettel mit briefen versende.  

     Auf meiner facebook-hauptseite hab ich derzeit 4.145 fans, die meine texte lesen und das mit meinen werken gemachte werken im oeffentlichen raum  interessiert ‎verfolgen: 

     Viele vielfaeltigste reaktionen bestaetigen die no‎twendigkeit dieser lebendigen form von literatur: 

      Aber immer noch wird die verbreitung meiner gedichte an vielen unterschiedlichen orten ‎oft durch amtliche vernichtungen brutal beendet. 
     Und anzeigen erstattet.
     
    Daran musste ich mich gewoehnen. Schmerzt aber sehr. 

    Bisher wurden zirka 1 million meiner gedichte amtlich vernichtet.
     Vorallem durch selbsternannte kunstexperten der wiener linien, der oebb UND der GEWISTA. 
    Sowie von polizei und strassenreinigung. 
    Auch einige private selbst-ernannten kunstexperten zerstoeren immer wieder viele meiner werke.

     Ich wurde mehr als 4.100x !! angezeigt wegen voellig absurder angeblicher vergehen.
    Wurde mehr als 1.000x vorgeladen von polizei,magistraten und gerichten. 

     Bekam mehr als 4.100 strafen 1. instanz.
     Machte stets einspruch und berufung und wurde immer – ausser 7x – freigesprochen!
     

     Fast taeglich schaffe ich neue zetteltexte und verbesserte neufassungen meiner alten werke. 

     Mehrmals pro woche gibt es „pflueck-gedichte“-aktionen:
     Manchmal bei tag. Manchmal auch bei nacht. 
     Quer durch meine stadt.  
     Denn: mein kunstraum heisst: WIEN‎. 

    helmut seethaler 

     1200 wien 
     wasnergasse 43/8 

    http://www.facebook.com/wiener-zetteldichter  

    http://www.zettelpoet.at 

     BIC: BAWAATWW 

    – IBAN: AT 246 0000 0000 7975 059 

    http://www.thepicta.com/tag/wienerzetteldichter
     

       

    Kommentar von seethaler helmut — 2017-06-13 @ 06:38 | Antwort

  5. Ja, ich wundere mich auch manchmal, daß es so schwer ist seine Gedichte zu verbreiten und soviel Widerstand und wahrscheinlich eher sinnlose Anzeigen darauf erfolgen.
    Ich gehöre jedenfalls zu den Zettelsammlerinnen.
    Habe schon eine ganze Anzahl davon in meinen Regalen verbreitet, sie haben, glaube ich, auch mein Literatinnenleben sehr verfolgt, alles Gute weiterhin!

    Kommentar von jancak — 2017-06-13 @ 08:27 | Antwort

    • Wenn man in der frueh hofft, dass wenigstens wieder a paar euro aufs konto gekommen sind:
      Um sich bissl was zum essen kaufen+die neuen gedichte kopieren zu koennen,
      um sie dann wieder oeffentlich zu plakatieren
      ….. nix is da

      Kommentar von seethaler helmut — 2017-06-13 @ 22:15 | Antwort

  6. Uje,uje, bekommen Sie keine Unterstützung der Literarmechana? Aber vielleicht spenden meine Leser etwas!

    Kommentar von jancak — 2017-06-13 @ 22:19 | Antwort


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