Literaturgefluester

2010-05-29

Das alltägliche Leben

Filed under: Uncategorized — jancak @ 01:59
Fritz Widhalm

Fritz Widhalm

Am Freitag gabs im Amerlinghaus die erste öffentliche Vorstellung des Literaturgeflüsters bei dem von Ilse Kilic organisierten ersten Teil des „Alltäglichen Leben“.
Blogartikel hab ich ja schon öfter vorgelesen, bei den Osterspaziergängen beispielsweise und auch ein paar Mal den „Tintentraum“, aber der Blog als Thema war Premiere, noch dazu in einer Veranstaltung, die sich „Das alltägliche Leben“ nennt. Denn ich würde ich ja behaupten, daß das Literaturgeflüster genausowenig mit Alltag zu tun, als meine Texte mit dem Untergrund oder der Subkultur oder doch vielleicht, weil ich ja viel über Randgruppen und Außenseiter schreibe und das Literaturgeflüster ist Alltag, weil ich es fast täglich betreibe und mir sehr wichtig ist.

Robert Eglhofer, Eva Jancak, Rudi Lasselsberger

Robert Eglhofer, Eva Jancak, Rudi Lasselsberger

„Das alltägliche Leben“ ist eine Veranstaltung in zwei Teilen, im zweiten Teil im September, wird unter anderen Ruth Aspöck ihr Tagebuchprojekt vorstellen, die am Freitag mit wahrscheinlich vielen anderen Frauen bei der großen Festveranstaltung im Rathaus zu fünfunddreißig Jahre AUF war. Vielleicht ist Ruth Klüger deshalb nach Wien gekommen, die ich am Donnerstag mit Eva Geber bei den Wiener Vorlesungen im Rathaus gesehen habe?
Robert Eglhofer hat aber seine Besuche bei der langen Nacht der Kirchen unterbrochen und sich „Das alltägliche Leben“ angehört, aber ich habe auch sehr viel von der Sommerfrische und dem literarischen Leben in St. Pölten gelesen. Es war recht gut besucht. Hat Ilse Kilic ja einen großen Freundeskreis und außerdem ihren zweiundfünfzigsten Geburtstag gefeiert.
So habe ich Günter Vallaster, Nikolaus Scheibner, Rudi Lasselsberger aber auch Thomas Havlik, Andreas Renoldner, Thomas Northoff und Susanne Schneider im Publikum gesehen und Rolf Schwendter hat seine Alltagsbetrachtung mit den Ritualen des Lebens wie „waschen, essen, pinkeln, Zähne putzen, Freunde besuchen…“ und Zitaten aus dem Buch „Tag für Tag“ verbunden. Dann ist schon mein Literaturalltag gekommen. Eine Seite Einleitung habe ich dazu geschrieben und mir Donnerstag die neuesten statistischen Daten herausgesucht.

Ilse Kilic, Rolf Schwendter

Ilse Kilic, Rolf Schwendter

426 Artikel, 293 Kommentare, über 30.000 Besucher und die „Sommerfrische“, die „Spurensuche“ und ein paar der lustigsten Kommentare der „Poet Night“ vorgelesen, geendet habe ich mit dem Mail von Konstantin Kaiser zum „Theodor Kramer Preis“ und Ilse Kilic zum Geburtstag gratuliert. Weil das auch zum „Alltäglichen Leben“ gehört und zum Schluß gabs noch ein Geburtstagsständchen von einer Babsi und einem Andi, die ein Lied von einem Sänger vortrugen, der wie Ilse Kilic erzählte, für sie am Besten das Unglück und den Widerstand dieser Welt vereint.

Am Büchertisch

Am Büchertisch

Vorher hat der experimentelle Autor Wolfgang Helmhart seine Alltagsrituale in einem Endlosmonolog von „sie sagt er sagte sie hätte gesagt“ vorgetragen und Ilse Kilic ihren „Sieben Tage“ – Bildtext, von dem es inzwischen auch ein Hörbuch gibt, in dem sie sich mit ihrer Atterseeüberschwimmung und ihrer Krebsdiagnose auseinandersetzt.
Interessant was das alltägliche Leben so anzubieten hat und eigentlich ist auch das experimentelle Schreiben Alltag.
Nachher sind wir noch lang im Hof des Amerlinghauses gesessen, haben getrunken, gegessen, geplaudert. Geraucht wurde auch sehr viel, was ebenfalls Alltag ist und Ilse Kilic hat schon viele interessante Literaturveranstaltungen im Amerlinghaus gemacht. Ein neues Büchlein hab ich auch bekommen, nämlich „das bin ich nicht. das bin nicht ich“ von Ilse und Fritz, das mir Fritz Widhalm schenkte, in dem, wie ich gerade sah, auch viel Alltägliches abgebildet ist.

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