Literaturgefluester

2010-08-15

Sommerfeste

Filed under: Uncategorized — jancak @ 20:56

Das Sommerfest der Edition Roesner Anfang Juni, bei dem die Bruni aus ihrem neuen Buch gelesen hat, habe ich versäumt, dafür ist aber heute Ferragosto, wo es in Italien in vielen Städten den Palio gibt, bei uns heißt das Maria Himmelfahrt, meine Mutter hätte heute den fünfundneunzigsten Geburtstag, ist aber schon 1991 gestorben. Und wir sind schon am Donnerstag von der hohen Tatra zurückgekommen, weil der Alfred irgendeinen Arbeitskollegen verabschieden sollte, der dann ohnehin nicht da war, dafür kam aber noch auf dem Weg zur Zelenom Chata ein Anruf von der Iris, die uns am Samstag zu einem Gartenfest in die Gallizinstraße lud.
So sind wir gestern Nachmittag nach Wien gefahren und haben im Garten der Iris erfahren, daß das eigentlich das Fest ihres Sohnes Michi ist, der für ein soziales Jahr nach Südamerika geht, ein anderes Fest eines Freundes der Franc Kinder fand in der große Halle des ehemaligen Gasthauses auch noch statt, immerhin waren auch ein paar ältere Paare da, mit denen wir uns gut unterhalten haben.
Die Anna ist ja mit der Mimi Franc in die Kindergruppe gegangen, jetzt wird sie Sozialarbeiterin und vor ein paar Jahren habe ich sie bei einer Veranstaltung des Molden Verlags getroffen, wo aus sechs Romanvorschlägen einer für eine Veröffentlichung ausgewählt werden sollte, ihr damaliger Freund hat sie gewonnen.
Die jungen Leute grillten und zündeten das Lagerfeuer an, wir aßen Nudelsalat und Topfencreme mit Holunderkoch und selbstgemachter Marillenmarmelade und hörten uns einige Krankengeschichten abwesender Bekannter an und heute war das zweite Fest, beziehungsweise ein Festreigen im Waldviertel, nämlich in Sprögnitz, Schrems und Grainbrunn und in Sprögnitz feierte die Firma Sonnentor ein Kräuterfest. Das war sehr interessant und wenigstens ein bißchen literarisch, gibt es ja ein Sonnentor Teebuch beim Residenzverlag und so gab es vor zwei Jahren die Tees sowohl bei Rund um die Burg, als auch bei der Buch Wien zum Verkosten. Ich kenne die Sonnentor Kräutertees ja schon sehr lang, weil man immer wieder Proben davon bekommt, die Grünen haben vor Jahren damit geworben, dann glaube ich, auch die ÖVP bei einer NÖ Wahl und den Teeadventkalender kaufe ich öfter für die Anna.
In der Früh ist es mit einem Gottesdienst losgegangen, dann wurde die „Drunter und Drüber“ genannte neue Halle eröffnet, das haben wir versäumt. Wir kamen aber zu den Führungen zurecht, so daß wir uns alles ansehen konnte, wie der Tee verpackt wird und wie er von Maschinen gesteuert in eine Kiste fällt, es gab Biogrillhenderl und Hühnergeschnetzeltes mitten in der Lagehalle, wo viele Tische aufgestellt waren und ich mich mit einem Vertragsbauern unterhielt, der mir erzählte, daß er Pfefferminze anpflanzt. Natürlich gab es auch Tees zu verkosten, kalte und warme und auch ein Eisteegetränk, Kekse in allen Varianten gab es auch, zwei Geschäfte in denen man das alles kaufen konnte und eine Menge Broschüren. Einen Frühschoppen, die „Graslgeiger“ und natürlich Kinderschminken ect.

Bei Sonnentor

Bei Sonnentor

Im Dorf konnte man Mohnzelten und Mohnnudeln verzehren und dann sind wir nach Schrems in die Waldviertler Schuh- und Möbelwerkstatt gefahren und das war noch einmal interessant, weil man da genau gesehen hat, wie die Schuhe hergestellt werden und zwei Paar verbilligter Schuhe habe ich mir auch gekauft, bzw. sie vom Alfred geschenkt bekommen.
Den Großkirtag in Maria Grainbrunn haben wir ausgelassen, soviel Zeit war nicht mehr, dafür beim Rückweg im Radio Ex Libris gehört, wo es unter anderen um Kärtner Lyrik ging. Ich weiß nicht, ob ich schon geschrieben habe, daß ich, obwohl ich mich ja sehr für Bücher interessiere, an der Sendung Ex Libris etwas leide, da ich die philosophischen Betrachtungen von Peter Zimmermann, so interessant sie auch sein mögen, lieber in einer eigenen Sendung ausgelagert hätte und in Ex Libris dafür mehr Buchbesprechungen und ein Herbstskandalbuch scheint es auch schon zu geben über das gestern, sowohl im Standard, als auch im Kurier berichtet wurde. Nämlich Norbert Gstrains Schlüßelroman „Die ganze Wahrheit“, in dem es um den Suhrkamp Verlag und die Ulla Unseld-Berkewicz zu gehen scheint, obwohl es offenbar in Wien und in der Schönlatergasse spielt. Klaus Zeyringer hat in seiner Rezension gut nachgewiesen, daß man das Buch aber auch ohne den Suhrkamp Verlag zu kennen lesen kann und beim Radfahren heute Morgen habe ich gesehen, daß die Vorbereitungen für das nächste Sommerfest, nämlich die Frequency, das nächstes Wochenende stattfindet, bereits im Gang sind, da ist nämlich schon der Spielplatz und sogar eine Sitzecke mit einem großen Stein eingezäunt.
Eine neue Rezension gibt es ebenfalls, hat Otto Lambauer jetzt auch „Die Heimsuchung“ gelesen und auf seinen Blog besprochen.

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