Literaturgefluester

2010-10-16

65. Geburtstag von Alfred Komarek

Filed under: Uncategorized — jancak @ 02:11

Seit ich ich um ein Rezensionsexemplar von Ludwig Lahers Eilnleben gebeten habe, bekomme ich Einladungen zu Buchpräsentationen des Verlags, sowie die zu Alfreds Komareks Geburtstagfest, in die Zentrale des Hauptverbandes des österreichischen Buchhandels, in das schöne alte Haus, in dem ich im Juni anläßlich eines Buch-Wien- Jour-fixes, das erste Mal war. Diesmal wurde nicht nur Alfred Komareks Geburtstag, 5. 10. 1945, gefeiert, er hat von Gerald Schantin, dem Präsidenten des Hauptverbandes, auch das goldene Buch überreicht bekommen, weil sein fünfter Polt Roman fünfundundzwanzigtausend Mal verkauft wurde. Da bekommt man diese Ehrengabe, das hat der Hauptverband vor sechzehn Jahre eingeführt.
Aber erst bin ich in den ersten Stock gegangen, wo schon der Heurigenimbiß, den es nachher geben sollte, hergerichtet war. Ich habe mir ein Glas Wein geholt und bin herumgestanden. Nicht so verloren, wie damals beim Jour fixe, denn ein paar Leute habe ich gekannt. Gerald Schantin zum Beispiel, dann Valerie Besl, die die Laudatio gehalten hat, als Angelika Reitzer den Priessnitz Preis bekommen hat, aber zu Haymon gehört. Alfred Komarek natürlich und Chris Lohner, die die Laudatio gehalten hat. Nach einer Weile ist Gustav Ernst gekommen und hat gefragt, wen er kennen sollte?
Ich habe auf Alfred Komarek gezeigt, aber er hat den Kopf geschüttelt. Die Verlagsleute, habe ich noch gemeint und war erstaunt Gustav Ernst zu sehen, ihn hätte ich nicht erwartet. Es ist aber noch Daniela Strigl gekommen und hat sich in den Vortragssaal gesetzt. Dann ist es losgegangen mit der Begrüßung von Georg Hasibeder dem Programmleiter des Haymon-Verlags. Michael Forcher, den früheren Leiter, habe ich auch gekannt, denn der hat mir, als es noch den Siemens Literaturpreis gegeben hat, den ich nie gewonnen habe, die Anthologie, die der Haymon-Verlag herausgebracht hat, ein paar Mal geschenkt. Alfred Komarek, der sehr gerührt oder auch verlegen in der ersten Reihe saß, hat seine Geschenke bekommen, ein steinernes Buch von Michael Forcher und wurde fotogafiert, dann hielt die Schauspielerin Chris Lohner eine launige Rede, in der sie vor allem ihre pesönliche Beziehungen zu Alfred Komarek betonte.
Ich habe auch eine Beziehung zu ihr, allerdings ist sie nicht persönlich, nur interessant. Hat es doch vor Jahren in der Zeitschrift „News“ einen Aufruf von irgendeiner Kosemetikfirma gegeben, man soll ihr etwas zum Thema Alter schicken, dann bekommt man eine Creme und die aktuelle CD von Chris Lohner. Ich habe die Erzählung „Letzter Versuch“ hingeschickt und das Versprochene bekommen, obwohl es gar nicht um Literatur gegangen ist. Christ Lohner gab auf der CD Tips, wie man mit den unangenehmen Gefühlen, wie Geiz, Neid, Gier ect. umgehen soll und so hat es mich erstaunt, daß sie in ihrer Laudatio Alfred Komarek empfahl, das goldene Buch aufs Klo zu hängen, denn dorthin müßen alle Gäste und man wirkt bescheiden, obwohl man es gar nicht ist.
Gerald Schantin erklärte, was es mit dem goldenen Buch auf sich hat und überreichte es sowohl an Alfred Komarek, der eine spontane Dankesrede hielt, als auch an den Verlag, dann wurde das Buffet eröffnet und ich ging an Robert Schindel vorbei, den ich auch nicht erwartet hätte, aber der war einmal in der Jury des Siemens Literaturpreises.
Ansonsten bestand das Publikum, wie Alfred Komarek erwähnte, aus Freunden aus dem Ausseerland und das Weingut Himmelbauer hat den Wein ausgeschenkt. Der Heurigenimbiß bestand seltsamerweise neben kleinen Fleischkugeln und Käsewürfeln aus Wraps, aber die waren sehr gut. Und die guten Florentiner, weiß und schwarz, offenbar eine Spezialität des Hauptverbandes, die ich schon von der Buchwoche und der Buch-Wien kenne, hat es auch gegeben.
„Wie sind Sie hergekommen?“, fragte mich Gustav Ernst und ich sagte, ich habe eine Einladung und gehe sehr oft zur Literaturveranstaltungen.
Ich habe natürlich auch meine Alfred Komarek Erinnerungen. So hat er einmal nach Mitternacht aus einem Polt Roman bei „Rund um die Burg“ gelesen und ich bin dabei eingeschlafen. Als ich aufwachte, war die Lesung aus und ich enttäuscht, hatte ich doch die Pointe versäumt und einen Polt Krimi habe ich vom Alfred auch einmal zum Geburtstag bekommen.
Inzwischen gibt es auch die Daniel Käfer Romane und beim letzten Rund um die Burg hat er seine Lebenserinnerungen vorgestellt. Ich habe ein paar Wraps gegessen, Wein getrunken und am Heimweg in die Kunsthalle am Karlsplatz geschaut, wo Sigi Maron seine neueste CD vorstellte. Alfred war noch dort und hat sich mit Lisa Seidl unterhalten, es gibt eben viele Veranstaltungen im Wiener Literaturbetrieb.

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