Literaturgefluester

2011-01-08

Nachrichten vom Land

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:07

Habe ich mir doch gedacht, daß aus meinem Vorsatz im neuen Jahr möglichst nur jeden zweiten Tag ins Literaturgeflüster zu schreiben nicht viel wird, obwohl mir am Freitagvormittag fast die Decke auf den Kopf gefallen wäre. Denn im Winter ist in Harland nicht viel los. Ich habe natürlich zu korrigieren und werde damit noch länger beschäftigt sein. Aber das tue ich seit dem letzten Ausdrucken schon das dritte Mal und da der Harlander Drucker kaputt ist und ich ein visueller Typ, ist das nicht mehr sehr effizient, ich fange an zu trödeln und herumzusurfen. Da habe ich durch diese Bibliomaniediskussion in den letzten Tagen einige Blogs entdeckt und sie mich. Das lenkt natürlich ab und dann gibt es bei wordpress jetzt was Neues, nämlich die Jahresstatistik, die sie dir zusenden.
Am Montag habe ich sie bekommen und ihr zuerst keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt, hatte ich das Meiste schon selbst erhoben, als ich mich vorige Woche an den Rückblick machte. Da habe ich am letzten Tag des alten Jahres noch schnell den 600. Artikel gepostet. Laut dieser Statistik wären es aber ohnehin erst 593 Artikel.
Am Dreikönigstag bin ich daraufgekommen, daß das die anderen posten, Charlousie z. B., die mir auf meine Winterfrischereflexionen geantwortet hat und als erste auf diesen „I like this-button“, drückte, den es seit einiger Zeit bei den Kommentaren gibt, was mich so verwirrte, daß ich daraufdrückte, um zu sehen, wie das geht und mich dadurch selber lobte, aber es ist ja auch ein schöner Blog- und auch leselustfrust.
Da habe ich dann meine Statistik, die ich nicht extra hier veröffentlichen will, näher angeschaut und sie interessant gefunden. Erstens kamen die meisten Leser über die Blogs von leselustfrust und Andrea Stift, die mich eine Zeit regelmäßig gelesen hat, dann waren die begehrtesten Artikel, die Rezension von „Scherbenpark“, die ich im Februar 2009 veröffentlichte, da muß mich jemand hoch verlinkt haben, interessant, daß das immer noch gelesen wird. Dann folgt der Artikel über den „Osterspaziergang des Lesetheaters“ und „Die Welt hat ihre Erinnerung“ verloren, diese Textvorstellungen mit Angelika Reitzer, die ich schon mehrmals verlinkte, wo sie Valerie Fritsch vorstellte. Die hat im Herbst den fm4-Preis gewonnen und ist seither Top bei meinen Suchanfragen. Dann scheint man mich noch zu finden, wenn man unter „lange Texte zum Abschreiben“ sucht….
Da habe ich mich also ein bißchen verzettelt, dann machte ich das Mittagessen, räumte die Weihnachtsdekorationen weg, brachte den Mist hinunter und fuhr eine Runde mit dem Rad. Inzwischen kamen einige Mails und eines war eine Überraschung, da es in der „Absturzgefahr“ ja um eine Fritzi Jelinek und um das Mayröcker-Buch „Die Abschiede“ geht, die Bernhard Listringer im Bücherschrank gefunden hat und seiner Tochter zum fünfzigsten Geburtstag schenkt. Hat mir doch Christel Fallenstein gemailt und das ist die ältere Dame, die Friederike Mayröcker immer zu ihren Lesungen begleitet, in der Zentagasse wohnt und ihr Archiv betreut. Daß der Artikel „Scardanelli“ bei den Suchanfragen war, hatte ich schon gemerkt, trotzdem bei dem Betreff zuerst an Hölderlin gedacht, aber Christel Fallenstein schrieb, daß sie über FMs-Scardanelli-Notizen sitzen würde und mir ein Gedicht zu meinem Artikel vom 20. 4. 2009 stellen wollte, aber dann ist ihr eingefallen, daß das Gedicht über den 1. Scardanelli-Abend, der am 1. 7. 2008 in der Alten Schmiede stattgefunden hat, berichtet und erkundigte sich, ob ich Notizen zu der Lesung vom 1. 7. habe, denn das Literaturgeflüster beginnt ja erst am 3. 7. 2008.
Das ist ja sehr erfreulich, daß jemand so regen Anteil am Literaturgeflüster nimmt und es genau verfolgt, noch dazu, wo ich manchmal gesagt bekomme, daß ich zuviel schreibe und das niemanden interessiert.
Ich finde es spannend, denn ich kann nicht mehr auf Anhieb sagen, ob ich am 1. 7. 2008 in der Alten Schmiede war, den Blog habe ich nach den Eindrücken des damaligen Bachmannpreislesens angefangen. Seither ist alles dokumentiert. Ich kann auf Knopfdruck nachschauen, bei welchen Lesungen ich war und was dort in etwa geschehen ist und habe, das habe ich Christel Fallenstein gemailt, inzwischen auch ein kleines Friederike- Mayröcker-Archiv.
An die Lesungen vom 20. 4. 2009 und vom 5. 11. 2009, sowie an die Rezension von „Und ich schüttelte einen Liebling“ kann ich mich jetzt erinnern, wenn man genauer nachschaut, wird man man noch einiges anderes finden, Friederike Mayröcker liest ja oft in Wien.
Christel Fallenstein sehe ich immer bei den Literaturveranstaltungen, irgendwann sind wir ins Gespräch gekommen, sie hat auch ein Buch von mir gekauft und war beim letzten Ohrenschmaus. Ich habe gar nicht gewußt, daß sie das Literaturgeflüster kennt.
Dann kam noch ein Mail von meiner Cousine Irmi, die ich am 21. Jänner besuchen sollte, aber da ist, wie ich später mitbekam, im Literaturhaus ein Symposium der Hochschule für Sprachkunst, wo auch die Frau Mayröcker liest, ich glaube schon am Abend vorher.
Ich sage ungern Termine ab, jetzt hat aber die Irmi das Verschieben angeregt, so daß ich mir das Symposium zur Gänze geben kann. Am 20. liest die Dorothee Elmiger in der Hauptbücherei, die ist auch eine hochbegabte junge Autorin, für deren neues Buch ich mich interessiere.
Die literarischen Veranstaltungen fangen wieder an und da habe ich schon fast Entzugserscheinungen, weil ich drei Wochen bei keiner war. Am Dienstag liest die Elfriede Czurda in der Alten Schmiede, darauf hat mich E. A. Richter aufmerksam gemacht. Am 13. hat Anton Blitzstein eine Ausstellungseröffnung, es geht wieder los und am Montag kommt das neue Bücherregal.

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