Literaturgefluester

2011-03-06

Lisbeths Leseliste und andere Neuigkeiten

Filed under: Uncategorized — jancak @ 09:46

Freitagabend habe ich eine neue Leseliste erstellt, denn die Lisbeth Hahnenpichler sitzt ja in ihrem Bücherzimmer und erstellte eine solche ihrer noch ungelesenen zweihundertfünfzig Bücher, die sie auf ihre Homepage stellte und den Link ihrer Schwester Katahrina, die sich gerade in Linz befindet, schickte. Ein paar Gelesene hat sie dabei schon abgehackt, ein paar Neue hinzugefügt und der Schwester geschrieben, daß sie jetzt den neuen Handke liest, die neue Linda Stift und das Buch der Lydia Mischkulnig hat sie schon gelesen. Parallelen zu meiner eigenen Leseliste sind nicht zufällig, denn was man im Kopf bzw. aufgeschrieben hat, läßt sich problemlos verwenden und eine Idee ist ja, daß die Lisbeth, die in den Zwillingswelten (noch) keine eigene Szenen hat, daß sie mit Katharina über ihre Bücher kommuniziert. Das geht aber nur, wenn ich eine Leseliste habe, meine umfaßt derzeit dreiundsiebzig Titel, die Lisbeth hat aber von zweihundertfünfzig geschrieben, die jemand, der den ganzen Tag nichts anderes tut, als lesen, in einem Jahr wahrscheinlich schafft und die Katharina will ein Jahr durch Europa reisen. Nun weiß ich zwar nicht, ob ich das schaffe und das Buch nicht vielleicht schon in Trapani beendet ist. Ich bin ja leider oder zum Glück eine Schnelle, da lese ich immer staunend in Thomas Wollingers Blog, wie lange der sich Zeit für seine Texte läßt, wie oft er sie umschreibt, kürzt, bearbeitet etc, daß ich mir schon wünschte sein Tempo und das meine zusammenzulegen und zu dividieren, geht aber nicht. Es kann also sein, daß das Buch schon in Sizilien zu Ende ist, in einer Woche liest aber auch eine depressive Bibliothekarin keine zweihundertfünfzig Bücher. Das ist mir aber erst eingefallen, als ich mich Freitag um zehn Uhr abends oder so hingesetzt hatte und mir eine solche Liste aus meiner eigenen und den Bücherbergen, die ich sonst noch habe, zusammenstellte. Das war schwieriger, als es scheint, einfach zweihundertfünfzig Titel hinzuschreiben, denn mit meinen Editor gab es Schwierigkeiten, weil der die Zahlen automatisch schrieb, wollte ich nicht, er ließ sich aber nicht abstellen. Das hat eine halbe Stunde Mehraufwand gekostet und als ich auf meiner Liste bei Nummer 69 Annemarie Selinko „Morgen ist alles besser war“, stutze ich und dachte, habe ich das nicht schon gelesen? Wirklich am 13. 5. habe ich das besprochen, aber da war doch ein zweites Buch im Bücherschrank von Annemarie Selinko. Habe ich das gleiche zweimal genommen? Habe ich nicht, nur mit meinem leichten Hang zur Legasthenie, die mich manchmal etwas verwechseln läßt, meine Leser stöhnen, glaube ich, darüber, wenn ich die Susanne Scholl mit der Sabine verwechsle oder bei der Cornelia Travnicek ein „n“ weglasse, habe ich beim Einräumen ins Badezimmer „Morgen ist alles besser“ mit „Heute heiratet mein Mann“ verwechselt, was ich ja eigentlich als Nummer 69, bzw. Nummer 70, lesen will, denn jetzt ist das Buch der Michaela Falkner noch vorher dran. Das ist jetzt ausgebessert, so daß mein Hundert Bücher Artikel immer fehlerloser wird, wie ich hoffe, beim Lesen hätte ich es aber ohnehin gemerkt. Um Mitternacht oder leicht darüber ist dann die Leseliste meiner Protagonistin Lisbeth Hahnenpichler fertiggeworden. Das neue Buch der Linda Stift das ich (noch) nicht habe steht als erstes darauf, dann Peter Handkes „Morawische Nacht“ und Josef Winklers „Ich reiß mir eine Wimper aus und stech dich damit tot“, habe ich auch nicht, aber wahrscheinlich noch von dem Josef Winkler Interview im Radio im Ohr. Dann folgen meine einundsiebzig Listenbücher ohne dem der Michaela Falkner und den „Zimtläden“, denn das gab es noch nicht in der ausgedruckten Version. Danach bin ich die schon im Blog besprochenen durchgegangen, mich anschließend zum neuen Regal gesetzt, das dort Angesammelte vermerkt und ganz zum Schluß ins Schlafzimmer, wo es ja auch Gelesenens und Ungelesenes gibt. Lisbeths Leseliste enthält also durchaus schon von mir gelesene Bücher, was gut ist, denn nur so kann sie ja mit der Katharina darüber diskutieren. Ich bin aber auch daraufgekommen, daß da Max von der Grün „Stellenweise Glatteis“ steht, das ich noch nicht gelesen habe, aber lesen will. Vielleicht im nächsten Jahr, denn für heuer bin ich ja schon ziemlich verplant. Jetzt habe ich also eine Liste mit zweihundertfünfzig Buchtitel. Eine nette Spielerei. Was mache ich damit? Erstens läßt sie sich für ein mögliches Buchcover gut verwenden, zweitens habe ich Material, die Diskussion zwischen der Lisbeth und der Katharina entstehen zu lassen und kann der Handlung damit einen neuen Schwung geben und das habe ich gestern auch getan. Man sieht mit dem Lesemarathon ist es nichts geworden, obwohl ich das Buch der Johanna Tschautscher ausgelesen habe. Die Lisbeth liest inzwischen Josef Winkler und hat ihrer Schwester gesmst, daß sie an ihrer Liste nichts mehr verändern will, ob sie beim Lesen verhungert oder sich beim Einkaufen gehen im Stiegenhaus in einen Nachbarn verliebt, weiß ich noch nicht. Denn, wie erwähnt, in einer Woche kann sie keine zweihundertfünfzig Bücher lesen, die Katharina hat sich inzwischen aber zwei Hennig Mankell Krimis gekauft, ist einen Tag mit Harald Schneider in Linz spazieren gegangen und am nächsten Tag Richtung Süden abgereist. Inzwischen ißt sie in einem Autobahnrestaurant bei Graz eine Spätzlepfanne und hat begonnen über Lenka Riegler nachzudenken. Da stehe ich nun bei zweiundsechzig Seiten, weiß wieder nicht viel weiter, denn es ist ein ziemlich planloses Schreiben, eine Fahrt ins Blaue eben. Das ist aber vielleicht das Spannende, die Geschichte einfach kommen lassen, wie sie entsteht und weil ich auch ein bißchen Struktur brauche, habe ich eine Leseliste. Das ist dann das Autobiografische, ein paar andere Parallelen wird es auch schon geben. Jetzt werde ich erst einmal ausgiebig mit Sebastian Fitzeks „Therapie“ in die Badewanne steigen, um doch ein bißchen Marathon zu lesen, bevor es weiter ins Blaue geht. Der Alfred ist inzwischen wohl in Jerez gelandet und gestern gab es in der Sendung Diagonal einen Bericht über den offenen Stadtraum und damit über die offenen Bücherschränke, da wird der 3. ja am 31. März um 13 Uhr eröffnet im Heinz Heger Park und den in der Otto Bauer Gasse soll es vielleicht doch geben. Franz Gassner wurde interviewt und sagte, daß er die Schränke als Kunstwerk versteht und das Leseverhalten damit eigentlich nicht fördern will, ihm interessiert der öffentliche Raum, mich das Lesen. Eine Germanistin wurde interviewt, die gerade vier Schachteln ihrer alten Krimis einräumte und dabei von einem von Batya Gur im psychoanalytischen Mileu sprach, den habe ich am 24. 1. besprochen und sicherlich vor Weihnachten gefunden. Das müßte dann ein etwas älteres Interview sein, aber es gibt ja öfter die gleichen Bücher dort. Am Freitag gabs im „Von Tag zu Tag“ ein Interview mit Veit Heinichen über seinen neuen Krimi „Keine Frage des Geschmacks“ wo es über Kaffee und offenbar über diese Schleichkatze geht, die auch Andrea Grill, die inzwischen den Stößl-Preis gewonnen hat, in ihrem letzten Buch verwendet. Auf der Homepage des Verlags kann man eines der Bücher gewinnen, mal sehen ob ich Glück habe, ansonsten gibt es genug zum Lesen, zum Schreiben aber auch.

Advertisements

Schreibe einen Kommentar »

Es gibt noch keine Kommentare.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: