Literaturgefluester

2011-03-10

40 Jahre Podium

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:02

Als ich vor neunzen Uhr eintraf war das Literaturhaus pummvoll und ich bin wieder einmal in einer Schriftstellerrunde gestanden. Zwar nicht unter den ganz Großén aber bei jenen Autoren, die ab 1970 beim Literaturkreis Podium publizierten und dann waren noch die geladenen Gäste da, so habe ich Evelyn Polt-Heinzl gegrüßt, Marianne Gruber, Manfred Chobot, Nils Jensen, Herrn und Frau Zuzak, Christa Nebenführ, Zdenka Benka, Gabriele Petricek, Elfriede Haslehner, Karin Ivancics, Ottwald John, Peter Paul Wipplinger etc. Wieder interessant wer mich grüßte und wer gerade zufällig wegschaute, wenn ich auf ihn zukam. Es haben mich aber aber ein paar Leute gegrüßt, die ich nicht gekannt habe. Am Büchertisch stand Johannes Vyoral und darauf lagen eine Menge Bücher, die alten Podium Hefte gab es um je einen Euro zu kaufen, dann gab es einen Podium Jubiäiumsband vierzig Texte aus vierzig Jahren. Der älteste ist vom Gründungsmitglied Wilhelm Szabo, der schon gestorben war, als die jüngste in der Reihe Cornelia Travnicek das Licht der Welt erblickte, der in der Edition NÖ herausgekommen ist und eine Podium Dokumentation 1970-2010 die gleichzeitig der Ausstellungskatalog zu sein scheint, ein toller Band mit tollen Bilder von Leuten, die man am ersten Blick gar nicht mehr gleich erkennt. Ein Foto eines jungen dünnen Wilhelm Szabo von 1945 also lange vor der Gründung und dann eines mit seiner Frau Valerie, die ich ja durch den Arbeitskreis schreibender Frauen kennenlernte und mit der ich bis zu ihren Tod befreudet war. Einen Band, den ich mir schenken lassen mußte, obwohl mein Foto nicht darinnen ist, aber ich bin ja kein Mitglied beim Literaturkreis Podium, habe nur in den früheren Jahren drei meiner Texte in der Zeitschrift gehabt und dann noch eine Rezension der Globalisierungsnovelle. Das Literaturhaus war also voll mit bekannten Gesichtern, so daß es schwer war sich die Ausstellung anzusehen, die nteressant war, die Fotos aller Autoren zu sehen, die dort publizieren oder Mitglied sind. Christl Greller, Anna Weidenholzer, Gerhard Kofler, Elfriede Haslehner u. u. u. Mein Bild war nicht dabei, auch das nicht von Ruth Aspöck, die mir aber, nachdem ich mir einen Platz in der dritten Reihe reserviert hatte und noch einen kleinen Ausflug zum offenen Bücherschrank machte, mit einem Blumenstrauß für Christa Nebenführ, die den Abend moderierte entgegengekommen ist. Die hat gleich nachdem Robert Huez begrüßte, das Mikrofon übernommen und gefragt, wer vor vierzig Jahren Präsident der USA gewesen war, was das mit Literatur zu tun hat, habe ich zwar nicht verstanden, wohl aber, daß sie auf die Bedeutung der Zahl vierzig hingewiesen hat. Vierzig Jahre Podium, solange schreibe ich noch nicht literarisch, aber damals haben sich Wilhelm Szabo mit Alois Vogel und Alfred Gesswein getroffen und die Gründung vorbereitet. Ilse Tielsch war ein Gründungsmitglied jüngsten Stunde und das einzige das noch lebt und Hilde Hawlicek war damals Unterrichtsministerin, so daß sie auch gekommen ist .Die Frau Minister Schmidt prämierte unterdessen die schönsten Bücher Österreichs im Radiokulturhaus und Christa Nebenführ ließ den jetztigen Präsidenten Nils Jensen ein paar Worte sagen. Dann kam Gabriele Ecker vom Kulturamt NÖ und erzählte historisches aus dem Archiv, wie das damals mit dem Wilhelm Szabo war und welch provenzielles Gedicht Erich Schirhuber damals geschrieben hat, da es damals noch keine Hauptstadt gab, ist Wien der Mittelpunkt des Literaturgeschehens gewesen oder Neulengbach wo Alois Vogel lebte und da habe ich in den Achtzigerjahre meine Texte hingeschickt und die „Slavica“ hat Alois Vogel auch einmal genommen. Davon hat Gabriele Ecker nichts erwähnt und auch nicht Evelyne Polt-Heinzl, die nachher kam und meinte, wie wichtig dieser Literaturkreis für die mittleren Autoren ist, die jüngeren haben ja ihr Internet und können sich auch sehr gut präsentieren, aber Manfred Chobot der ja auch einmal Vorstand war, hat vor kurzem einen SMS Roman herausgebracht. Dann kam ein Pole, der in Polen oder sonstwo über das „Podium“ forscht und dann schon Sylvia Unterrader und Christian Teissl, die die Prosa Anthologie „Begegnung entlang der Zeit“ herausgegeben haben, woraus drei Präsidenten, nämlich Marianne Gruber, in ihrer Zeit hatte ich auch einen Werkstatttext im Podium, Nils Jensen und Manfred Chobot ihre Texte lasen. Erich Schirhuber hat ein bißchen was zu der Ausstellung, von Beatrix Kramlovsky kuratiert wurde, bzw. zu dem Katalog erzählt und der Kulturkreis Podium bieten ja unterschiedliche Tätiigkeitsbereich an. Es gibt die Zeitschrift, zur Zeit des Alois Vogel, der für mich der Podium Gründer ist, waren die Hefte dünn und quadratisch, jetzt sind die dick und im Buchverlag und glänzend, Manfred Chobot hat mit Alois Vogel die Reihe Lyrik aus Österreich herausgebracht, die jetzt glaube ich durch die Portrait Bändchen ersetzt wurden. Es gibt die Prückl Sommerlesereihe die Claudia Erdheim gegründet hat und wo mich Christa Nebenführ nicht lesen läßt, den Geßwein-Literaturpreis den u.a. Bettina Balaka und Linda Stift gewonnen haben und auch den „Lockstoff“ die Reihe für die jungen Autoren unter Dreißig und schon viel länger den Folder zum Tag der Lyrik, also eigentlich sehr viel. Danach gab es ein Buffet, Brötchen, Obst und ein paar kleine Schokoladewürfel mit dem Podium Design. Und viele Gespräche. Mit Barabara Neuwirth, Gabriele Petricek, Karin Ivancics habe ich mich länger unterhalten und jetzt möchte ich auch noch mein Podium Archiv vorstellen, denn einige Veranstaltungen habe ich ja seit dem es das Literaturgeflüster gibt besucht.
Für die die es interessiert, während der Ausstellung, die noch bis zum 28. April im Literaturhaus zu sehen ist, werden am 17. März die Kindergedichte des heurigen Flugblatts zum Tag der Lyrik präsentiert, am 30. März gibt es eine Lesung von Podium Autoren unter dem Titel „Ein weites Feld“ und am 13. April ein Lockstoff extra also die Veranstaltung mit Stefan Abermann, Thomas Havlik, Robert Prosser, Sophie Reyer, Ester Strauß, Cornelia Travnicek, Anna Weidenholder und Magda Woitzuck, die von Cosens als eine der besten derzeitigen Literaturperformances bezeichnet wird.

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