Literaturgefluester

2011-04-10

Literaturgeplauder

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:01

Jetzt kommen wieder ein paar Plaudereien, das Aufzählen der kleinen Sachen rund um das Schreiben und das Lesen, die so passieren. Ich will ja mit dem Literaturgeflüster eine Art Anekdotensammlung meines literarischen Lebens dokumentieren, was manchen auf die Nerven geht, es Seitenblicke der Literatur oder Literaturgeschwafel nennen oder die Textästhetik des Literaturgeflüsters kritisieren. Ich will aber über die Literatur die mir sehr wichtig ist, locker plaudern und glaube auch, daß es gut ist, das zu tun.
Was hat sich also in den letzten Tagen so an Kleindetails, während ich meine Praxis machte und an den „Zwillingswelten“ korrigierte, getan? Vieles betrifft das Lesen, habe ich ja am Donnerstag, als ich vom klinischen Mittag, bei dem ich seit langem wieder einmal war, zurückging, im Bücherschrank am Brunnenmarkt Thomas Wollingers „Archäologin“ gefunden und das ist ja, glaube ich, ein sehr interessantes Buch, das 2004 bei btb erschienen ist, da ich Thomas Wollingers Blog, der ja sehr lang und sehr ausführlich seine Romane bearbeitet, seit ca einem Jahren sehr genau verfolge. Interessant ist, daß das Buch Julian Schutting, „der ihm das Schreiben beibrachte“ gewidmet ist und am Schluß wird noch die Grauko-Literaturgruppe für ihre bedingungslose Unterstützung sehr gelobt. Also habe ich es mir sehr begierig genommen und es bei meiner Leseliste auf Platz 86 gestellt, werde es also noch lange nicht lesen können und bei meiner Leseliste muß ich mich auch bald beschränken, wenn ich im Jahr 2011 mit den hundert Büchern hinkommen will, denn im Sommer werde ich die Harlander Bücher lesen und, daß im Herbst ein paar Rezensionsexemplare dazu kommen, ist auch wahrscheinlich. Ansonsten muß ich sagen, daß ich mich bis jetzt erstaunlich an die Liste halte, sie mir eine gute Struktur bietet und ich damit sicher sein kann, daß ich nichts vergesse, obwohl ich inzwischen schon eine andere Liste habe, auf die die Bücher stehen, die ich später lesen will und als ich am Donnerstag bei den Bücherschränken war, hatte ich einen Sack mit zehn Büchern in der Hand, die hatte ich allerdings bei der Buchlandung in der Lerchenfelderstraße gekauft, denn da gab es wieder einen Abverkauf mit Ein Euro Büchern und da waren einige Gustostückerln dabei, wo ich nicht widerstehen konnte, obwohl ich dachte, daß ich in Zeiten der Bücherschränke, die Buchlandung nicht mehr brauche. Aber es gab von Lotte Ulbricht „Mein Leben“, einen Erzählband von Jagoda Marinic, die einmal beim Bachmannpreis gelesen hat, ein Buch von Marcel Reich-Ranicki über Hilde Spiel, 49 Fragen zu Thomas Mann, von Andreas Maier „Wädchestag“ u.u.u.
Wann werde ich das alles lesen? Irgendwann bestimmt und ich lese, seit es die Bücherschränke gibt, ich die Leseliste habe und regelmäßig die Bücherblogs lese, tatsächlich mehr. Bei den Bücherbloggern gibt es auch Neuigkeiten, denn die hatten da eine „Superblog“-Nominierung, die die Gemüter wieder sehr erregte. Mich hat niemand nominiert und bis ich darauf kam, daß man das selber machen kann, war die Nominierungszeit vorbei, so verfolgte ich das Logo bei den anderen und auch die Diskussion darüber, daß einige Blogs sich selber sehr bewarben, Gewinnspiele und Verlosungen darum veranstalteten und sich andere Blogs darüber mokierten. Gewonnen hat dann ein eher unbekannter Blog mit sehr viel Werbung, so hatte er die Bod-Seite und auch Sebastian Fitzek an seiner Seite und die anderen Blogs ärgerten oder wunderten sich darüber.
Irgendwie ganz amüsant das zu verfolgen, ich weiß zwar nicht, ob man das Literaturgeflüster mit den üblichen Bücherblogs vergleichen kann und soll, bei der monatlichen Wikio.de Prämierung, zu der ich auch nichts machte, bin ich aber inzwischen auf Platz vierzig aufgerückt und dann haben sich die Bücherblogs auch noch von der anderen Seite in der letzten Zeit gemeldet, so hat Cornelia Travnicek in der „Literatur aus Österreich“ einen Text über Blogs und Florian Kessler hat in der Süddeutschen einen Artikel über Literatur im Internet mit dem Titel „Die sind dann mal weg“ geschrieben, der einen gegensätzlichen Inhalt hatte, meint er nämlich, daß die meisten Autoren das facebook und die Blogs nur mehr zu Werbezwecken benützen oder das überhaupt gleich vom Verlag machen lassen, während die Literatur im Internet und auch die Autorentagebücher im Verschwinden sind. Für das Literaturgeflüster trifft das nicht zu und gerade die erwähnten Beispiele, die sehr gegensätzlich sind, beweisen, wie viel im Netz literarisch passiert. Daß die Blogs sehr unterschiedlich sind kann man auch bemerken. Cornelia Travnicek deren Internetaktivitäten, ich ja sehr begierig verfolge, hat mich jetzt endlich auch dazu gebracht „Den wunderschönen Tintentraum“ in die Literaturplattform der Zeitschrift Buchkultur zu stellen. Das man das kann und soll wurde schon bei der GV der IG-Autoren im Februar besprochen, die Literaturplattform wurde auch in Leipzig vorgestellt, ich habe das Flugblatt mitgebracht, abgelegt und gedacht, brauche ich nicht, dann habe ich mir sie gestern das erste Mal angesehen.
Manchmal brauche ich einen Anstoß und da sind die Blogs und Internetaktivitäten sehr hilfreich. Die Literatur im Netz ist meiner Meinung nach sehr lebendig und vielseitig und, daß sich bezüglich Buch langsam etwas ändert, ist auch zu bemerken. So wird das E- Buch langsam schick und die Blogger überlegen, ob sie sich nicht doch ein solches zulegen sollen. Ruth Klüger, habe ich gehört, benützt es inzwischen auch sehr gern. Ich werde mir höchstwahrscheinhlich keines besorgen, frequentiere ich ja sehr eifrig die Bücherschränke und habe lange Leselisten, bin aber ziemlich sicher, daß plötzlich alle oder viele ein solches haben werden, bei den Handies und der Anwendung der neuen Rechtschreibung war das ebenfalls so, da haben auch zuerst alle „nein“ geschrieen.

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