Literaturgefluester

2011-05-11

Gestatten – mein Name ist Cox

Filed under: Uncategorized — jancak @ 11:31

Gleich die nächste Buchbesprechung, Krimis regen ja zum Lesen und ausgedehnteren Badezimmernächten an und wenn es dann noch so ein Oldie ist, den ich vor einiger Zeit im offenen Bücherschrank fand…
„Gestatten – mein Name ist Cox“ von Rolf und Alexandra Becker, das hatte ich im Kopf, denn das hatte ich als Kind im Radio gehört oder im Fernsehen gesehen. Ich hätte auf auf Hörspiele getippt, wenn man aber bei Wikipedia nachsieht, kommt man darauf, daß das eine der berühmtesten Fernseh- und Kinoverfilmungen des schreibenden Ehepaars war und in die Fünfzigerjahre zurückgeht. In meinem Buch, es ist eine Bertelsmann Lesering Ausgabe ist zwar keine Jahreszahl zu finden, wenn man aber im Buch nachrechnet, dürfte es 1953 spielen. Das Jahr in dem ich geboren bin, für eine an der Geschichte interessierte also besonders interessant und ich dürfte auch den ersten Band erwischt haben und so bin ich gestern und heute als in den Fünfzigerjahreserienerfolgskriminalroman zurückgestiegen.
Wie die Erfahrung war? Interessant und ganz anders, als das jetzt gewohnte.
Die Cox- Reihe ist von einem Mann und einer Frau geschrieben, der 1925 geborenen und 1990 gestorbenen Alexandra Becker und dem 1923 in London geborenen Rolf Becker, der nach dem Tod seiner Frau unter dem Namen Rolf A. Becker schrieb und das würde man, wenn es auf dem Buch nicht draufstünde, auf dem ersten Blick nicht merken.
Ist Paul Cox ja ein sehr männlicher Held, der Superwuzzi, der mit Charme und Hirn, wie das in den Fünfzigerjahren offenbar so war, als Gentlemangauner alle Fälle löst und die Frauen sind das schöne dümmliche Beiwerk, die mit Juwelen und Pelzmäntel ausgestattet Sex-verstrahlend herumlaufen und dabei schon mal eine Pistole zücken.
Es spielt in London und Paul Cox erzählt uns die Geschichte, die ihm da passierte locker plaudernd und steht am Beginn, so wie es der Umschlag zeigt, in einer Duschkabine, das Wasser tropft ihm auf dem Kopf und in dem Zimmer in dem er sich befindet, liegt der Mann, den er besuchen wollte, mit seinem Messer erstochen am Schreibtisch und die Hausfrau und der Nachbar kommen herein, entdecken den Toten und verständigen die Polizei.
Cox wird entdeckt und muß handeln, das heißt, er sperrt die Polizisten ein, flüchtet als Schornsteinfeger verkleidet und beginnt uns die Geschichte zu erzählen. Der Tote ist ein windschiefer Rechtsanwalt, der ihn erpresste, so wollte er aus seinem Zimmer die Beweislast holen, seine Freundin Margit, die er als Lockvogel angesetzt hat, hat ihm den Schlüßel übergeben und erzählt, der Rechtsanwalt ist nicht zu Haus. Nur spielte Margit leider mit falschen Karten und scheint auch einen Hausfreund zu besitzen, so verschweigt sie der Polizei, daß Paul das Taschenmesser verloren hat und entführt auch den kleinen Nachbarjungen, der es gefunden und Margit zurückgegeben hat. Jetzt taucht ein Taxifahrer namens Richardson auf, der alles weiß, Paul auf die richtige Fährte führt und ein Gorilla namens Nat, der bei der Entführung mitmischte.
Margit wird von einem Auto überfahren und der Polizeiinspektor Carter ißt sehr viele Pfirsiche, weil seine Frau behauptet, daß sie gesund wären. Das wäre vielleicht ein moderner Ansatz in der Geschichte und vielleicht es es auch der, daß Paul, der schließlich nach einigen Verwicklungen, er hat einige Tage nichts geschlafen und gegessen, von Richardson zu einer Traumfrau mit Pelz und Superfigur gebracht wird, von ihr aufgefordert wird, das Geschirr abzuwaschen. Es klärt sich auch alles auf. Der kleine Pit kehrt zu seinem Vater, dem klavierspielenden Nachbarn zurück, der nach dem Tod seiner Frau, den Jungen, alleine aufzieht, also noch ein moderner Ansatz und vielleicht der Einfluß von Frau Becker, ich weiß es nicht, denn sonst ist alles konventionell und strahlend, Paul klärt alles auf, Inspektor Carter hat sich von seiner Unschuld ohnehin schon überzeugt und so rasen sie mit dem Rettungswagen in dem sie von dem Mörder schließlich doch verfrachtet werden, nicht wie geplant, in den Abgrund, sondern werden gerettet und haben den Abend Zeit für sich. Paul will uns eigentlich noch von seiner Königin von Saba erzählen, die schöne Helena erklärt das aber zur Privatsache, so daß das Buch, wie Paul Cox meint, ohne Ende schließt und sich dafür entschuldigt. Bei Wikipedia habe ich gefunden, daß Helena Bernhardt noch in weiteren Folgen der Serien eine Rolle spielt, bis er sich von ihr trennt.

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