Literaturgefluester

2011-07-20

Sommergespräche

Filed under: Uncategorized — jancak @ 18:06

Thomas Wollinger hat heute in seinem Blog ein tolles Video passend für die Sommerfrischenschreibwerkstatt hineingestellt, nämlich ein Portrait von sechs New Yorker Roman- Autoren, die über ihre Stadt, bzw. den elften September schreiben und von denen fünf seit 2000 zu Stars geworden sind. Jay Mc Inerney, Marisha Pessl, Jonathan Safran Foer, Jonathan Franzen, Nicole Krauss und Rick Moody. Jonathan Safran Foer und Jonathan Franzen habe ich davon gekannt und auch ihre Bücher gelesen. Das passt auch zu dem Profil Artikel über die jüngeren österreichischen Autoren über den ich gestern geschrieben habe.
Ansonsten bin ich immer auf der Suche nach einem Sommerfrischenprogramm und bemühe mich St. Pölten literarisch zu erleben. War die letzten zwei Jahre auf Besuch im Residenzverlag, habe mich im Vorjahr mit Doris Kloimstein im Cafe Schubert getroffen und mich dabei nicht ohne Schwierigkeiten an der Traisen durch die Frequency gekämpft und daß ich mich heuer wieder mit Doris Kloimstein treffen will habe ich mit ihr bei der Kremser-Lesung am ersten Juli ausgemacht. Eine Woche später habe ich mich mit ihr für heute am Rathausplatz zum Mittagessen verabredet und so bin ich heute, mit dem Rad in die Stadt gefahren.
Ich kenne die 1959 geborene, ehemalige LitGes-Obfrau und derzeitiges Ehrenmitglied schon sehr lang. Sie ist für mich eine der St. Pölter Literaten, mit denen ich Kontakt aufnehmen kann, Zdenka Becker sehe ich gelegentlich, zum Beispiel vor dem Cafe Schubert oder auf der Buch Wien, Alois Eder habe ich früher manchmal beim Thalia oder in der Kremsergasse getroffen, er hat sich aber, glaube ich, aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Da würde noch Robert Eglhofer überbleiben, den ich 2007 bei Ruth Aspöck Radkarawane kennengelernt habe, aber der hat ein Haus in Altenmarkt und ist daher meist dann nicht in St. Pölten, wenn ich ihn dort treffen will.
Die Sommerfrische ein wenig literarisch zu gestalten, auch wenn die LitGes gerade Sommerpause macht und sonst nichts los ist, ist aber sicher eine gute Idee und so ist heute ein literarisches Mittagessen bzw. ein Sommergespräch mit Doris Kloimstein daraus geworden, die mir von ihrem Roma, an dem sie kontinuierlich schreibt und auch sonst einiges Interessantes erzählte.
St. Pölten ist ein Dorf, habe ich mir im vorigen Jahr gedacht, als wir vor dem Cafe Schubert saßen und alle fünf Minuten jemand auftauchte, der Doris Kloimstein grüßte. Diesmal war das Wetter war nicht so schön, daß man im Freien sitzen konnte, als wir aber den Rathausplatz hinaustraten, habe ich Brigitte Schramm, die auch aus St. Pölten stammt, bzw. öfter herkommt, um ihre Eltern zu besuchen, gesehen. So habe ich auf die Suflaki mit Reis und Salat, dem Gläschen Samos und dem Ouzo, einen Cafe Latte im Cinema Paradiso mit der Brigitte, nicht Ingrid Schramm, getrunken, denn die ist eine Malerin und die Autorin „Der Liebespriesterin“, die vor einigen Jahren bei „Rund um die Burg“ in der Erotiknacht gelesen hat, während Brigitte Schramm nicht schreibt, aber als gute Freundin von Ruth Aspöck alle ihre Sachen gelesen hat und auch bei der Lesung in Krems war.
Also doch ein bißchen literarisch, zumindest das Gespräch über Clemens J. Setz Erzählband „Die Liebe zur Zeit des Mahlstädterkindes“, den sie zuletzt gelesen hat. Vor ein paar Jahren hat Robert Eglhofer eine St. Pölten Stadtführung für Ruths Freundinnen gemacht, da waren wir und Brigitte Schramm dabei und bei Ruths letzten Saisonsschlußfest habe ich sie auch getroffen.
Ansonsten ist gerade die Anna nach Harland gekommen und das Korrekturexemplar der „Absturzgefahr“ ist auch eingetroffen. Der Beschreibungstext stimmt jetzt, ich werde es aber noch einmal durchsehen, damit alles passt. Seher Cakirs „Zitronenkuchen für die sechsundfünfzigste Frau“ und Gerrit Wustmanns „Beyoglü Blues“ habe ich mir als Einstimmungslektüre für den neuen Roman aus Wien mitgenommen und mir die vorhandenen einundzwanzig Seiten der „Frau auf der Bank“ ausgedruckt. Daß ich mir für jede meiner Protagonistinnen ein eigenes Heft anlegen wollte, habe ich in der Arbeitshektik des Montags und des Dienstags vergessen. Charakterbögen waren aber in der grünen Mappe, so daß ich damit anfangen kann.

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