Literaturgefluester

2011-08-31

Nicht nur zurück zum Roman

Filed under: Uncategorized — jancak @ 08:49

Letzten Donnerstag habe ich von meinem Romankonzept drei Szenen geschrieben, die Svetlana Szene ist ein wenig anders geworden als geplant, so daß ich nach dem Abend beim Chef noch eine weitere Szene brauchte, dafür haperte es aber bei der Sevim, da hatte schon die Karin Leitner angerufen und damit war schon alles gesagt und bei der Selma bin ich ich ohnehin über die Suche nach dem Bürgermeister nie hinausgekommen, da habe ich mir zwar von der Schifffahrt um den Neusiedlersee den Abschlußgag mitgenommen, war Donnerstagabend aber so weit, daß ich nur mehr jeweils eine S Szene brauchte, also weniger als fünfzigtausend Worte höchstwahrscheinlich. Dann kam das Wanderwochenende und wenn man in den Bergen so vor sich hinstapft, ist das sowohl mediativ als auch kreativ, so hat sich die Sevim Geschichte ein wenig ausgeweitet. Sie wird das Einreichen der Scheidung in einem Chinarestaurant feiern, Bülent zum Ausziehen bringen und das am Rathausplatz Selma erzählen, so daß Theo Svetlana doch abholen und zu seinen Eltern bringen kann. Dafür habe ich nun zwei Tage, so daß ich in diesem Sommerfrischensommer höchstwahrscheinlich auch ein ganzes Rohkonzept geschrieben habe. Diesmal habe ich ja erst im Juli zu schreiben begonnen, an dem Text aber schon im Juni konzipiert und mit den zwei Wochen Urlaubsunterbrechung, waren es so vier Wochen reine Schreibarbeit und die waren durchwegs dicht und konstruktiv. Wenn dann das Korrigieren kommt, werde ich mir die Selma Szenen nochmals vornehmen und schauen, ob es beim Andeuten und in der Vermittlungsstellung zwischen Sevim und Svetlana bleibt oder doch mehr Eigenleben hinzukommt und natürlich an der Sprache arbeiten und schauen was und wie ich noch verfremden muß. Ein paar Handlungsunebenheiten werden sicher auch drinnen sein. Ansonsten war das Wochenende und die Tage in Wien, an denen ich auch abrechnen mußte, sehr dicht, so daß ich am Montag nicht, wie geplant auf den Rathausplatz und zum Bücherschrank gekommen bin, da ich um sieben noch eine Stunde hatte und dann einen Befund fertig schreiben mußte. Macht ja nichts, in Ö1 gabs auch ein Jazzkonzert und Bücher habe ich genug und da hat sich auch noch einiges ergeben.
Meine Hundertbücherliste habe ich jetzt bis auf den letzten Platz erstellt und davon fünfundsiebzig Bücher gelesen. Die Judith Hermann soll noch diese Woche folgen, dann kehre ich zu meinen Wiener Büchern zurück und werde in den vier Monaten, die dieses Jahr noch hat, damit locker fertig werden. Fünf Rezensionsexemplare habe ich bestellt, wenn die kommen, werde ich sie dazwischen einschieben und auf einer anderen Leseliste vermerken. Anna Weidenholzers Buch und die Rom-Anthologie, beides Altlasten von der letzten Buch-Wien sollten sich in diesem Jahr auch noch ausgehen und dann habe ich vor einer Woche im Bücherschrank ein Weihnachtsgeschichtenbuch gefunden, das natürlich auch dran kommen sollte, so daß ich wahrscheinlich auf hundertzehn Bücher komme, eine gewaltige Steiergung meines Leseverhaltens, da bin ich ja einmal von einem Buch pro Woche ausgegangen. Ich habe aber den Ehrgeiz meine Bücher irgendwann zu lesen und da ich gerne zu den Bücherschränken gehe, brauche ich vielleicht auch eine verängerte Lebenszeit, wie der Bernhard Listringer in der „Absturzgefahr“.
Es ist auch spannend zu sehen, wie das mit den alten Büchern, die ich hier immer wieder bespreche ist, denn die werden teilweise neu aufgelegt, wie Hans Fallada „Jeder stirbt für sich allein“, das heuer groß in Leipzig präsentiert wurde, auf mich warten in Altausgaben „Kleiner Mann was nun?“ und „Wer einmal aus dem Blechnapf frißt“ und beim Remarque habe ich gedacht, das wird auch keiner mehr lesen, aus.gelesen, hats vor kurzem besprochen und daß „Kurz nach 4“ neu aufgelegt wird und der Verleger mich suchte, weil ich in meinem Blog etwas von den Briefen schrieb, die ich in einem Aufbau-Buch gefunden habe, habe ich schon erwähnt. Ich habe ihn zum Volksstimmefest am Samstag eingeladen, wo ich ja auch kurz nach vier lesen soll, was zu einem neuerlichen Mißverstännis führte, denn ich lese, das habe ich nun beschloßen „Die verbindlichen Vorschläge zum höchsten Wertkanon“, die ich im Jänner für die Zeitschrift „Landstrich“ schrieb und als ich den Text gestern herausholte und ihm nochmals las, hab ich ihn zu holprig gefunden, so daß ich ihm nochmals überarbeitete, das ist ja etwas, was mir nicht so oft passiert, da ich eigentlich mit meinen Texten später zufrieden bin. Vielleicht ist das ein Schreibfortschritt, vielleicht war ich im Jänner nicht so gut drauf und deshalb hats der „Landstrich“ nicht genommen. Die Zuhörer werden am Samstag aber einen überarbeiteten Text bekommen und so lade ich alle nochmals zu Wiens schönsten Fest ein und hoffe nur, das Wetter wird gut.
Aus den Herbstneuerscheinungen und einer etwas älteren haben sich während des Gehens drei Wünsche für meinen Geburtstag oder den Weihnachtsmann herauskristallisiert, so hätte ich gern den neuen Haslinger, die neue Haderlap und weil wir während unserer Polenreise ja an Lodz vorbeigefahren sind, die „Fliegenfängerfabrik“ von Andrzey Bart, so daß ich nicht nur alte Bücher lese, sondern auch bei den Neuerscheinungen mitreden kann und nächste Woche beginnt wieder die Veranstaltungssaison.

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