Literaturgefluester

2011-09-05

Eistau zum Saisonstart

Filed under: Uncategorized — jancak @ 21:53

Gleich nach dem Volksstimmefest Saisonstart in der Alten Schmiede, die siebenunddreißigste erläuterte Kurt Neumann und das zweite Jahr im neuen Kellersaal. Voriges Jahr hat es ja nicht dort angefangen und die ersten Eröffnungen, waren wie Kurt Neumann weiter erklärte auch unspekulär. Dann wurde einmal mit Ernst Jandl im Odeon eine Werkausgabe gefeiert, an die Dramulette aus dem Sonderzahlverlag im Theater am Petersplatz erinnere ich mich auch noch gut. Voriges Jahr fanden die ersten Veranstaltungen ja im Theater im Cafe Prückl statt und im Odeon wurde das Gauss-Buch vorgestellt und an eine Veranstaltung mit der Friederike Mayröcker, vor einigen Jahren, wo ich weit hinten im Gang im Parterresaal gestanden bin, weil ich um sechs eine Stunde hatte, erinnere ich mich auch.
Diesmal ging es Kurt Neumann bzw. die Alte Schmiede gleich doppelt an, nämlich heute mit einem Prolog und einem Vorgespräch zu Ilija Trojanows „Eistau“, das morgen im Porgy und Bess mit zwölf Euro Eintritt und Musik richtig vorgestellt werden wird.
Aber vorgestellt wurde das Buch ja schon im Radio und zwar am 15. August in der Hörbuchsendung, denn Ilija Troanow liest es selber in der Hörbuchausgabe und als wir vom Wanderwochenende zurückgefahren sind, bzw. den Otto in Schladming ablieferten, wurde es gerade in Ex-Libris gesprochen.
Daß in der Alten Schmiede in den nächsten zwei Monaten die wichtigsten Neuerscheinungen des Herbstes präsentiert werden, da die Alte Schmiede die Autoren fördert, hat Kurt Neumann in seiner Einleitung auch gesagt, bevor er den Stadtrat zu seinem Statement bat.
Die Alte Schmiede war sehr voll und ich bin fast zufällig zehn Minuten früher gekommen, habe eine der Stammhörerinnen, die ich im Sommer mal am Rathausplatz sah und die der Alfred von der Alten Musik im Radio Kulturcafe kennt, auf der Straße getroffen.
„Wo gehen Sie hin?“
Blöde Frage, sie wußte allerdings auch nicht, daß es am Volksstimmefest eine Lesung gibt und Nadine Kegele, die dort gestern las, wird, das merke ich gleich an, am 13. 10 bei den Textvorstellungen mit Angelika Reitzer lesen.
Kurt Neumann hat noch etwas von einer Festveranstaltung zum neunzigsten Geburtstag von Ilse Aichinger gesagt und erwähnt, daß in der Grundbuchreihe Marlen Haushofers „Die Wand“ besprochen werden wird.
Sabine Gruber, die ja eine Stammbesucherin der Alten Schmiede ist, habe ich gesehen und später auf der Stiege Ann Cotten und bestritten wurde der Prolog von Stefan Gmünder, dem Autor und dem Klima – und Gletscherforscher Reinhard Böhm und es wurde gleich gesagt, daß aus dem Buch hauptsächlich Morgen gelesen werden wird, jetzt ging es um die Grundlagenforschung und ich habe, glaube ich, Stefan Gmünder das erste Mal gesehen. Gemailt habe ich ihm ja im November 2009, als er im Standard schrieb, daß Herta Müller bei der Literatur im Herbst gelesen hätte, aber da wurde sie zufälligerweise auch von Ilija Trojanow vertreten, dann habe ich ihn zu den Mittleren IV eingeladen, er hat auch versprochen zu kommen, sich entschuldigt und sich dann nie mehr gemeldet, aber er schreibt im Standard und da wurde das Buch, glaube ich, auch schon besprochen.
In dem Buch geht es jedenfalls um einen Gletscherforscher, der sein Leben den Gletschern widmete und mit sechzig als Lektor auf einem Kreuzfahrtschiff fährt, dort den Reichen die Antarktis erklären soll, dabei scheint er in einigen Briefen über sein Leben, seinen Vater, seiner Liebe zu reflektieren und am Klimawandel zerbrechen.
Eine kleine Stelle hat Ilija Trojanow daraus gelesen, sonst hat er erklärt, wie er zu der Idee des Buches gekommen ist, die hat er in Zürich einem Gletscherforscher vorgetragen, der ihm sagte „Schreiben Sie das auf!“
Zweimal hat er auch die Anarktis bereist und der Gletscherforscher Reinhard Böhm hat ihm wissenschaftlich beraten, der scheint ein sehr gemütlicher Mann zu sein und erzählte einiges von den Gletschern und seiner Liebe zu der Kunst.
Christoph Ransmayers Buch wurde auch einige Male zitiert und mit dieser Grundlagenforschung ausgerüstet wurden wir für morgen in das Borgy und Bess entlassen. Da wird eine Sparefrohin, wie ich, nicht hingehen. Ich habe auch an meinen Büchern zu lesen, um die Bücherliste zu schaffen, obwohl die Rezensionsexemplare noch nicht gekommen sind und an „Der Frau an der Bank“ korrigiere ich auch noch immer händisch, um den Sound des Buches herauszufinden, kürze und versuche Unebenheiten zu bereinigen.
Am Mittwoch geht es aber weiter mit dem Alten Schmiede Programm, allerdings im Theater an der Wien, wo man sich das „Grosse Finale für Novak“ umsonst geben kann, wenn man sich beim Residenz Verlag angemeldet hat. Da kann ich vielleicht das Buch bekommen, denn das würde ich sehr gerne lesen, gleichzeitig wird Eva Rossmanns neuer Krimi in der Buchhandlung Kuppitsch vorgestellt und darauf warte ich auch, die veranstaltungsfreie Zeit mit der Sommerfrische und den Reisen ist also vorbei, jetzt gibt es wieder Lesungen und die Neuerscheinungen, obwohl ich die Programme vom Literaturhaus und Gesellschaft für Literatur noch nicht habe. Ja, richtig, Silvia Bartl habe ich auch gesehen.
Ilija Trojanow wurde 1965 in Bulgarien geboren, hat in Kenia und in Nairobi gelebt und lebt jetzt seit einigen Jahren in Wien. Ich kenne ihn, glaube ich, von der letzten Literatur im März Veranstaltung, wo das Gastland Südafrika war und er moderierte. Den „Weltensammler“ habe ich vom Alfred einmal zu Weihnachten gekommen und in einer Filmpremiere im Filmcasino war ich auch einmal von ihm, wo ich mich mit ihm und mit Josef Haslinger unterhalten habe.

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