Literaturgefluester

2011-11-13

Vierter Buchmessetag

Filed under: Uncategorized — jancak @ 21:33

Am letzte Messetag hat um elf Louis Begley seinen neuen „Schmidt“ im Theater in der Josefstadt vorgestellt, aber ihn habe ich schon einmal in der Hauptbücherei gehört, die „Lügen in Zeiten des Krieges“ in diesem Jahr gelesen und einen älteren „Schmidt“ habe ich auf der Leseliste fürs nächste Jahr, also bin ich lieber zur Messe hinausmarschiert, um so mehr da da ja zu Mittag das „Ö1-Quiz“ wieder übertragen wurde.
Um zehn war es zwar wieder ein wenig leer, dann begann Franz Zeller seinen Krimi „Blutsbande“ auf der FM4 Bühne vorzustellen und Trude Kloiber flüstere mir zu, daß sie schon das Buch besorgt hat. Auf der Kochbühne präsentierte der Falter wieder die Slowfoodbewegung, schnitt einen warmen Beinschinken auf und servierte ihn mit Kren und Senf. Bevor es zum Quiz ging, kam ich bei bei Kulturkontakt zu einem Umtrunk mit Sekt und Keksen zurecht, wo ich ein wenig Smalltalk trieb, Andrea Grill, die am Abend ihren Gedichtband „Happy Bastards“ bei Thalia präsentierte, war da und Räto Ziegler, bei dem ich mich nach E.A. Richter erkundigte, den ich ja auf der Messe treffen wollte, um ihn die „Zwillingswelten“ zu geben. Beim Ö1 Quiz gab es wieder einen Büchergutschein zu gewinnen, wenn man wußte, daß die sich die größte Bibliothek in London befindet, die freundlichen Herren halfen, ich habe aber ohnehin nichts gewonnen, aber die Lesung der Fm4-Wortlaut Gewinnerin Isabella Straub versäumt, konnte aber auf der Fm4-Bühne später „Neues aus Ungarn“, nämlich die Lesungen von Laszlo Garanczy der bei Droschl einen Roman über seine Militärzeit herausgegeben hat und die aus dem Erzählband von Krisztina Toth hören und traf da wieder den Lehrer, mit dem ich mich gestern im Collegium Hungarium unterhalten habe, auch ein eifriger Messebesucher, der sich sehr viele Bücher signieren läßt. Dann wurde es auf der Hauptbühne sehr voll, trat da ja um sechzehn Uhr Charlotte Roche mit ihren „Schoßgebeten“ auf und daß, die sich sehr gut präsentiert, habe ich schon am blauen Sofa bei meinem Frankfurter Buchmessensurfing erfahren. Katja Gasser interwiete und erzählte ein bißchen über dem Roman, in dem es, um eine Frau namens Elisabeth und auch um Charlotte Roches Trauma geht, die bei einem Unfall einen Teil ihrer Familie verlor, es geht in dem Buch auch um Therapeuten und um eine Frau, die alles richtig machen will, die beste Vegetarierin und die größte Umweltschützerin sein will und, ich glaube auch um Patchworkfamilien. Es gab auch eine Diskussion, wo Charlotte Roche auf ihr Schreiben angesprochen wurde, die hehren Kritiker scheinen nicht sehr viel davon zu halten, was Charlotte Roche nicht berührt und den Lesern gefällt es, hat sich das Buch ja schon sechshunderttausendmal verkauft und das Publikum stellte sich auch in einer langen Schlange an, um es signiert zu bekommen. Ich unterhielt mich noch ein bißchen mit der Bruni darüber. Alice Schwarzer hat ja einen offenen Brief an Charlotte Roche geschrieben, daß sie das Buch nicht für feministisch hält.

Andrea Grill

Andrea Grill

Dann war die Buch-Wien 11 schon wieder aus und das ist immer ein wehmütiges Gefühl, zu sehen, wie an den Ständen eingepackt wird. Da die Buchandlung Thalia aber sozusagen am Heimweg liegt, machte ich dort einen Zwischenstop, um Andrea Grill als Lyrikerin zu hören, worin ich noch keine Erfahrung hatte, ansonsten war ich ja schon einige Male bei ihren Lesungen. Vier Bücher hat sie schon geschrieben, leitete der junge Mann vom Thalia die Lesung ein und erwähnte, daß er keine Erfahrung in der Vorstellung von Lyrik-Bänden hätte und ich habe auch nicht gewußt, daß „Happy Bastards“, die ja, glaube ich, vor kurzem auch in der Gesellschaft für Literatur oder sonstwo vorgestellt wurden, ein Lyrikband ist. Es sind aber sehr eindrucksvolle Texte, die Andrea Grill sehr konzentriert vorgelesen hat, die sehr frisch und ungewöhnlich klangen. Der Alfred, den ich beim Thalia traf, hat das Buch gekauft und es signieren lassen, „Für einen treuen Lyrikfreund“ hat Andrea Grill hineingeschrieben. Die Lesung hat nur sehr kurz gedauert, vorher habe ich mich noch ein bißchen in der Buchhandlung herumgetrieben und mir die vielen Bücher angeschaut, die dort herumliegen und ihre Leser finden wollen.
Jetzt raucht mir der Kopf und ich brauche wieder etwas Zeit in meinen Alltag zurückzukommen, danke der Buch-Wien für das freundliche zur Verfügungstellen der Messekarten und denen, von denen ich mir Bücher erschnorrte, die ich jetzt natürlich lesen muß.

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