Literaturgefluester

2012-02-03

Literatur im El Speta

Filed under: Uncategorized — jancak @ 11:32
Wirtin v. El Speta, Rudolf Lasselsberger

Wirtin v. El Speta, Rudolf Lasselsberger

T-Shirt v. Rudolf Lasselsberger

T-Shirt v. Rudolf Lasselsberger

Wieder einmal war ich hin und hergerissen, denn in der Gesellschaft für Literatur gab es den Kolik Slam mit Nadja Spiegel, Anna Weidenholzer und Philipp Weiss und da wäre vor allem die 1992 geborene Nadja Spiegel interessant gewesen, denn über Anna Weidenholzer habe ich ja schon sehr viel geschrieben und Phillipp Weiss hat seinen Text bei der Bachmannpreislesung aufgegessen, aber ich wollte eigentlich in die Alte Schmiede gehen, denn da wurden wieder einmal Podiums-Portraits vorgestellt und zwar unter anderen die von E.A.Richter und Hilde Schmölzer und die hätte ich mir ja gerne erschnorrt und auch das Heft, wo Annemarie Mosers Rezension der „Sophie Hungers“ enthalten ist, aber dann hat Rudi Lasselsberger mir gemailt und mich gefragt ob ich am 2.2. ins El Speta komme, denn da würde er mir die Neuauflage von „Tanz in den Mai“ mit der Rezension von Ilse Kilic mitbringen und außerdem zwei andere Bände seines loma-Verlages, nämlich die Erzählungen „Sonnenblumen im September“ und „Willi wo bist du“, eine Spurensuche. Den „Willi auf Kur“ habe ich ja schon besprochen und außerdem könnte ich auch einen Lesungstermin ausmachen, weil die Wirtin des El Spetas eine Literaturschiene hat.

Christian Futscher

Christian Futscher

Rudolf Lasselsberger

Rudolf Lasselsberger

El Speta ist ein Lokal in der Hofmühlgasse, vielleicht eine Neuübernahme, denn über die Hofmühlgasse, gehe ich ja sehr oft, wenn ich von der Alten Schmiede, der Klinik oder sonst von dieser Seite der Stadt komme. Also habe ich mich für die Lesung mit Christian Futscher, Rudi Lasselsberger und Hansjörg Zauner entschieden, Maramba und Cajon wurde von Stephan Brodsky gespielt. Ottwald John war da und sonst für mich lauter unbekannte Leute, ich habe aber einen kleinen Mädchen zugesehen, das zuerst ziemlich müde später munter wurde und von Rudi Lasselsberger auch das Instrument geschenkt bekam, mit dem er die Lesung einleitete. Dazu trug er wieder, wie beim letzten Tag der Freiheit des Wortes, den ich organisierte, ein Leiberl auf dem das Lesungsprogramm aufgedruckt war und kündigte Christian Futscher an, von dem im Programmzettel stand „wird lesen, singen und schreien, eventuell auch etwas zerreißen, aufblasen und anzünden“, also wieder Aktionismus. Rudi Lasselsberger ist mit den Mozartkugeln die in das Publikum schmeißt ja auch einer, aber diesmal nichts davon, denn Christian Futscher begann mit zwei Texten, die er in der Edition Czernin veröffentlicht hat, darunter einen, den er zum zehnten Geburtstag des Verlags verfaßte und der sich darauf bezog, daß er neunzig wäre, wenn der Verlag fünzig wird.

Hansjörg Zauner

Hansjörg Zauner

Stephan Brodsky

Stephan Brodsky

Christian Futscher wurde jedenfalls 1960 in Feldkirch geboren, lebt in Wien, hat 1998 beim Bachmannpreis gelesen und ist seit 1994 in der GAV, von da kenne ich ihn wahrscheinlich oder seinen Namen und bin mir nicht sicher, ob ich ihn nicht einmal in der Buchhandlung Jeller lesen hörte.
Als nächstes las Rudi Lasselsberger zwei Geschichten, dann kam Hansjörg Zauner mit dem Text „lichtwagenputzer“ und Hansjörg Zauner hat 1996 beim Bachmannpreis gelesen und ist ein experimenteller Dichter, der unter anderen bei der Edition neue Texte, bei Ritter und Droschl verlegt.
Dann kam eine Pause und ein zweiter Durchgang und zwischendurch immer Musik. Im zweiten Teil begann Hansjörg Zauner mit Gedichten und Rudi Lasselsberger las etwa aus seinen „Willi“- Geschichten vor, zum Teil sehr Aktuelles, was sich auf H.C. Straches Orden, den er jetzt doch nicht bekommt, bezieht und eine Danksagung an die anwesenden Gäste und Gönner und Christian Futscher begann zu böhmakeln und brachte eine Schewjkiade.
Eine interessante Lesung mit Texten von drei experimentellen GAV-Autoren, ich habe wieder Lesestoff und je einen Lasselsberger auf die alte und die neue Leseliste gesetzt und das Buch, das ich schon gelesen habe, da man Bücher ja nicht horten soll, mit Einverständnis des Autors in den „Wortschatz“ ausgesetzt, wer sich dafür interessiert, schnell hingehen, vielleicht ist es noch da, sonst die Besprechung im Literaturgeflüster lesen, da gibt es auch ein ziemlich umfassendes Rudi Lasselsberger Portrait, mit dem ich vielleicht demnächst im El Speta lesen werde.

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1 Kommentar »

  1. unsere fleißigste und unermüdlichste eva jancak kann mann nur bewundern für ihre ausdauer. so ein blog, und speziell ihrer, ist ja doch eine nette und interessante einrichtung und möglichkeit, finden sie nicht auch. seit wann sind wir per sie. persil? ist schon wieder waschtag? und schon werkt die maschine schön brav und der kaffee duftet auch bald wieder. und draußen ist es winterlich kalt. fehlt nur noch der schnee da in der stadt. oder? ja, von mir aus schon. von mir aus auch. na dann. herzliche grüße! rudi

    Kommentar von rudolf lasselsberger — 2012-02-04 @ 01:43 | Antworten


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