Literaturgefluester

2012-03-08

Ernst-Krenek-Publikationen und Frauentag

Filed under: Uncategorized — jancak @ 19:17

Die Wien-Bibliothek hat eine Musiksammlung in einer schönen bürgerlichen in der Bartensteingasse und da fand am Mittwoch eine Veranstaltung statt „In der Zeiten Zwiespalt“ – Buch und Hörbuchpublikationen, wo die beiden Krenek-Bücher, die Autobiografie „Im Atem der Zeit – Erinnerungen an die Moderne“ und „In der Zeiten Zwiespalt – Schriften eines unbekannten Bekannten“ vom Braumüller Verlag neu herausgegeben wurden und weil die Wien Bibliothek außer Schubert, Strauß und Hugo Wolf auch die größte Ernst Krenek Sammlung hat, zur präsentation einlud und weil das mit Musik geschah, der Bariton Florian Boesch hat einige Krenek Lieder aus dem „Reisebuch aus den österreichischen Alpen“, gesungen, war es auch sehr voll.
Die Leute, vorwiegend Frauen, strömten in Scharen herbei und die Direktorin Sylvia Mattl-Wurm stöhnte, weil die Wohnung nur für hundert Besucher zugelassen war und freute sich wahrscheinlich über den großen Andrang und ich saß weit hinten und versuchte nach vorne zu schielen und einen Eindruck vom singenden Florian Boesch zu bekommen.
Aber zuerst stellte ein Wien-Bibliothek-Mitarbeiter ein Autograph vor, das die Wien Bibliothek vor kurzem erworben hat, dann hielt Florian Schönwiese, der Generalsekretär der Krenek-Stiftung eine Rede und in deren Verteiler bin ich ich ebenfalls enthalten, so daß wir im Jahr 2003 bei einem sehr schönen Eröffnungskonzert in Krems waren und einmal 2007 oder so war ich auch bei einer Veranstaltung im Radio Kultur Cafe und ich mag Krenek eigentlich sehr gerne.
Daß er auch sehr literarisch war, erklärte der Generalsekretär in seiner Einleitung und erzählte, daß er mit Dreizehn eine eigene Zeitschrift herausgegeben hat, später hat er dann Rezensionen über die Bücher von Thomas Mann und Joseph Roth geschrieben hat und fünfzig Jahre vor seinem Tod, als er nach Amerika ging, seine Autobiografie, ein über tausendseitiges Werk, in dem er seinen Lesern pointierte Anektoten über Musik, Kunst und Politik gibt, geschrieben, die allerdings erst nach seinem Tod erschienen ist und der Band „In der Zeiten Zwiespalt“, ist ebenfalls eine umfangreiche Textsammlung gesellschaftspolitischer Entwicklungen, Refelektionen über das Konzertleben, sowie Reiseberichte mit scharfen Blick für das Detail, wie im Programmfolder steht.
Cornelius Obonya, der auch die Hörbuchfassung, der Autobiografie aufgenommen hat, gab Textproben, gesehen habe ich ihn von meinem Platz nicht, die Proben waren aber interessant und Ernst Krenek muß ein sehr origineller Schreiber gewesen sein.
Begonnen hat es mit einer Betrachtung über seine erste Frau, Anna Mahler bzw. ihre Mutter Alma Mahler Werfel, die, so würde man sagen, ziemlich bissig und frauenfeindlich ausfiel und die er nicht leiden konnte.
Dann ging es nach Amerika und über das amerikanische Bahnfahren und die amerikanische Hotelausstattung und einen Bericht über die damalige Wirtschaftskrise in dem er einen reichen Mann schildert, in dessen Haus er sich angemietet hat, der im Keller eine eigene Schuhfabrik mit einer sehr lauten Maschine anlegte, gab es auch.
Nachher gab es den obligatorischen Wein mit den Brotstückchen, wegen der Überfüllung war aber sehr schwer daran zu kommen, umso mehr, da ich einen alten Chemiker, den ich, glaube ich, beim Fest für Andreas Okopenko im Literaturhaus kennenlernte und den ich zu meinen Lesungen einladen wollte, erklären mußte, daß ich nicht aus Graz sein muß, wenn ich eine Veranstaltung der Grazer Autorenversammlung organisiere. Als ich dann eine Runde machte, traf ich meine Hauptschulkollegin Christa U., die öfter zu Literaturveranstaltungen geht und mir erzählte, daß sie schon in Pension ist und beim Nachhausegehen noch eine der Stammbesucherinnen, die mir erzählte, daß sie jetzt eine neue Wohnung hat und an den Stadtrand von Wien ziehen wird.
Und am Donnerstag bin ich seit langem wieder einmal zum Klinischen Mittag gegangen. Da gab es etwas zur Akutversorgung affektiver Störungen und dann zwei Veranstaltungen zum Frauentag. So lud das Wiener Rathaus die Mädchen und die Frauen dorthin, man bekam ein Programm in die Hand gedrückt und konnte eine Runde drehen, bzw. sich in der Wien Bibliothek von Isabella Wasner-Peter und Monika Bargmann, die ich ja von ihrem Blog sehr gut kenne, herumführen, bzw. eine Einführung geben lassen, was es in der Wien-Bibliothek alles zu sehen und zu forschen gibt und dann gab es fünf Beispiele von fün ausgewählten Frauen. Marianne Hainisch, die glaube ich das erste Mädchengymnasium in der Rahlgasse mitbegründet hat, Rosa Mayreder, Elise Richter, die erste Frau die in Österreich matuierte, studierte, Uni-Professorin war und dann in Theresienstadt endete, Anna Boschek eine sozialistische Arbeiterin und dann noch Jeanne Ebner über die Monika Bargmann ja glaube ich ihre Diplomarbeit schreiben wollte. Dann bin ich noch ein bißchen in den Hallen herumgegangen, wo ich die die B. getroffen habe und es wieder verschiedene Stände und ein Programm gegeben hat und in Margareten gab es auch den 13. Margaretner Frauentag mit Programm und Ständen, leider habe ich das Buffet versäumt und mich nur so ein bißchen umgesehen und schöne Bücher bei den diversen Bücherschränken, an denen ich vorbei gekommen bin, gab es auch.

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