Literaturgefluester

2012-10-23

Vor dem fünfundsiebzigsten Geburtstag

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:43

Julian Schutting hat bei Jung und Jung ein neues Buch herausgegeben „Die Liebe eines Dichters“ – Alles gute zum Geburtstag steht bei dem Verlagsinserat im Alten Schmiede Programm, wurde er doch am 25. 10. 1937 in Amstetten geboren und so gab es in der Alten Schmiede am Montag eine Veranstaltung zu Ehren des Dichters, die mit Martin Kubaczeks Zusammenfassung und Ergänzung der Ergebnisse des Julian Schutting Collloquiums der Alten Schmiede 1910, das mit Franz Joseph Czernin, Klaus Amann und Astrid Graf stattfand, begonnen hat.
Da war ich bei einem Teil dieser Veranstaltung, vor kurzem auch bei einer Schutting-Gruber Leser in der Gesellschaft für Literatur, beim letzten Volksstimmefest hat er gelesen und auch sonst war ich schon bei einigen Veranstaltungen und habe einige Bücher gelesen, von denen es inzwischen, glaube ich, fast vierzig gibt.
Die Alte Schmiede war daher auch gut besucht, Gerhard Jaschke, der Verleger, Ingeborg Reisner, Angelika Kaufmann, einige Stammbesucher und, ich glaube, auch eine Schulklasse, Kurt Neumann leitete den dreiteiligen Abend ein, nach Martin Kubaczek, von dem ich auch schon einiges gelesen habe und ihn in der Alten Schmiede hörte, kam die Lesung aus Julian Schuttings neuem Buch, die er liebevoll einleitete und erklärte, die Geduld der Zuhörer nicht überstrapazieren zu wollen.
Ein Buch über „Die Liebe eines Dichters“ muß sehr poetisch sein, was Julian Schutting ohne Zweifel ist, ein Arrangeur der Sprache, wo die Grammatik, wie Martin Kubaczek in seiner Zusammenfassung erklärte, scheinbar nicht stimmt und dann doch vollendet ist und so haben mir diese Sprachspielereien, auch sehr gut gefallen, wo Julian Schutting in poetisch schönen Worten schildert, wie er mit seiner Liebe den Tag verbringt, sie dabei in ein Burgfräulein verwandelt, einem Vogel das Leben rettet, eine Rose ist eine Rose zitiert und von einer alten Dame berichtete, die er in ihrem Rosengarten traf, am Schluß kam noch das Erlebnis in der Straßenbahn mit dem Satz, daß man seinen Sitzplatz den anderen überlassen soll, was den Sprachkünstler zu Wortspielereien veranlaßte, um die Lesung, wie er sagte „lustiger zu beenden“, dann kam der dritte Teil, nämlich eine Ausstellung in der Zeitschriftengalerie „Blickrichtungen – Denkrichtungen“, neun Collagen aus ausgewählten Fotografien des Dichters, deren Zusammensetzung, ich schon am Freitag während des kulturpolitischen Arbeitskreises ein bißchen miterleben konnte.
Julian Schutting erklärte ein bißchen etwas zu seinen Fotos, die auch die Entstehungsweise seiner Texte nachempfinden lassen. Da gab es eine Serie von Fäßern, die zu einer Collage zusammengestellt waren und Büsten, die der Dichter in einem Heldenpark fotografierte und darüber sinnierte, wie man sie auch anders zusammenstellen hätte können, ähnliches galt für die Christuskreuzungen am Kapuzinerberg in Salzburg, eine Pferdecollage und eine von Dächern, etc gab es auch.
Sehr interessant und poetisch und an Julian Schutting gefällt mir seine feine vorsichtige Art, kann ich mich ja erinnern, daß er einmal bei einer Neuaufnahmediskussion einer GAV-GV dafür eintrat, daß alle Bewerber in die aufgenommen werden, als ich damals vergeblich zu der Alpha Preisverleihung wollte, ist er gerade vor mir zu spät gekommen, einmal in der Gesellschaft für Literatur bin ich es, glaube ich und dann so weit hinten gestanden, daß ich kaum etwas gesehen habe und bei der Schule für Dichtung, bzw. bei den diversen Sprachakademien unterrichtet er auch und Thomas Wollinger hat ihm, der bei ihm Kurse besuchte, seine „Archäologin“ gewidmet, die Erklärungen zu seinen Collagen hat er übrigens auch charmant unterbrochen, um eine ältere Dame zu küssen, die aus Klagenfurt zu der Veranstaltung gekommen ist, nachher konnte man sich das Buch signieren lassen und ich wünsche Julian Schutting, den ich noch als Jutta kennenlernte, alles Gute!

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