Literaturgefluester

2012-11-05

Nanowrimoschreiben 2012

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:00

Jetzt habe ich mich doch entschloßen beim Nanowrimo mitzumachen, das wollte ich schon seit 2008, als ich durch das Writersstudio darauf aufmerksam wurde. 2009 ist die „Heimsuchung“ daraus entstanden und es war ein interessantes Experiment, durch das ich das gleich in den Computer schreiben und auch mit den Wort- und Zeichenzahlen umgehen lernte.
Nanwowrimo ist eine Idee aus Amerika, das den Geniekult und den Musenkuß, der bei uns immer noch ein wenig vorherrscht, nicht kennt und man das kreative Schreiben in der Schule lernt, die 1999 von Chris Baty ins Leben gerufen wurde.
Inzwischen nehmen, wie man auf dem Button rechts ersehen kann, dreihunderttausend Leute weltweit teil und haben Spaß, im November, einen Roman mit fünfzigtausend Worten zu schreiben und weil das Ganze eine Ermutigunsübung ist, soll man den inneren Zensor draußenlassen, möglichst ohne Plot hineingehen und schreiben, schreiben, auch wenn es zwischendurch, wie man im Writersstudio lernt „Mir fällt nichts ein“ sein kann.
Korrigiert wird später und veröffentlichten kann man inzwischen bei Amazon als E-Book oder als Book on Demand, auch das hat sich inzwischen geändert. 2009 hat, glaube ich, Sarah Wipauer, die heuer mitmachen dürfte, falls sie sich nicht stattdessen für die Viennale entschied, Cornelia Travnicek gefragt, ob sie das ebenfalls macht?
„Nein, denn ich bin für Qualität!“, hat sie geantwor.tet Aber die kann ja in den fünfzigtausend Worten enthalten sein und natürlich entsteht kein Roman in einem Monat, aber vielleicht eine Ideensammlung, ein Rohentwurf etc.
So gesehen habe ich 2010 auch an der „Absturzgefahr“ korrigiert und 2011 an der „Frau auf der Bank“, die ich ja am Montag in der Alten Schmiede vorstellte.
Daß ich wieder mitmachen will, war klar, aber ich muß im Oktober mit dem Work in progress so weit fertig sein, daß ich im November was Neues anfangen kann. Nach meinen Krisen im Frühling, die, glaube ich, weniger mein Schreiben betrafen, denn das ist so, wie ich es kann, sondern eher die mangelnde Reaktion darauf. Da plage ich mich wieder, bringe was zusammen und im günstigstens Fall kommt jemand daher und sagt, „Schon wieder nichts!“ oder „Warum immer nur über alte Leute schreiben, kürzer und verständlicher sollte es schon sein!“ oder es passiert, wie meistens überhaupt nichts.
An das versuche ich mich zu gewöhnen und weil ich mit „Kerstins Achterl“ am Mittwoch fertig wurde, danach die Fenster putze, was zu meinen Schreibanfangritualen gehört und mit dem tollen Titel „Zum Sterben sollte man alleine sein“ schon eine Idee hatte, habe ich mich am Freitag mit dem Alfred angemeldet und gleich zum Schreiben anfgefangen.
Am Freitag eine, am Samstag zwei Szenen und am Sonntag dann schon drei, so daß ich, als es am Ersten losing, 12.716 Worte hochgeladen habe, auch wenn man nicht vorschreiben sollte. Aber der November ist für mich, das habe ich schon geschrieben, ein ungünstiger Monat. Zwar beginnt es diesmal mit einem langen Schreibwochenende, aber dann kommt das literarische Geburtstagsfest, die Literatur im Herbst, die Buch-Wien etc, wo ich unterbrechen werde und da ich schon seit neununddreißig Jahren mit literarischen Anspruch schreibe, an die dreißig selbstgemachte Bücher und auch ein paar andere habe, weiß ich, daß ich fünfzigtausend Worte in einen Monat schreiben kann. Brauche ich für die Rohentwürfe ja meistens nur sechs Wochen und nicht, wie geplant, ein Jahr, was ich immer sehr bedauere.
Ich sollte länger schreiben üben, was ich vielleicht nicht kann, weil ich schon sehr viele Themen angerissen habe, deshalb wieder die alte Frau, die diesmal durch einen alten Mann in einer Luxusseniorenresidenz ergänzt wird, denn das war die Ausgangsidee, weil ich im Radio ein Interview darüber hörte.
Bevor ich mit dem Schreiben angefangen habe, habe ich im Netz ein bißchen über Antiaging recherchiert und die Idee mit der slowakischen Pflegehelferin hatte ich schon. Beim Buchmessensurfing ist die Idee, ihr ein Kind zu geben, das von einer Vergewaltigung in einer anderen Seniorenresidenz stammt und dann noch eine überforderte Schwester dazugekommen, die manchmal in die Disco flüchtet, so daß Lea Weißensteiner nicht nur Kasimir Konstantin, wie der Held jetzt heißen wird, kennenlernen, sondern den beiden Frauen vielleicht ein bißchen unter die Arme greifen wird, während sich Valentina am Karlsplatz mit einen Gymnasiasten aus Bratislava befreundet und Mirka vielleicht Besuch vom Enkel ihres Kindesvater bekommt. Die Lea ist jetzt 95, der Kasimir 82 und nicht 105 und 112, wie ich es im ersten Entwurf plante.
Es könnte, war eine Idee, auch eine Materialsammlung werden, da bin ich inzwischen schon konkreter, aber, daß ich nachher weiterschreiben oder gleich korrigieren werde, weiß ich jetzt auch.
Vielleicht wirds was Neues, was natürlich immer Eva Jancak bleiben wird. Aber da stehe ich jetzt an dem Punkt, daß meine Hemmungen durch das kontinierliche Bloggen tatsächlich weniger werden und ich weiß auch genauer, was ich kann und was nicht und da läßt es sich weitermachen. Mich nicht gleich an die Wand zu schreiben versuchen, tiefer, dichter, etc werden und da bin ich schon bei der zweiten Regel, die ich wahrscheinlich brechen werde, denn ich habe schon 2009 zwischendurch korrigiert und was weggestrichen. Durchlesen muß ich mir das Ganze auch immer, um nicht irgendwohin zu kommen und am Ende fünfzigtausend wirre Worte zu haben.
Dann hatte ich ein verlängertes Wochenende, wo sich an der Handlung feilen ließ. Der Gedanke, daß ich das nicht kann und nicht recht weiter weiß, war natürlich auch schon da. Die siebente Szene habe ich am Morgen des Ersten geschrieben, da wird Kasimir von Lore Lechner angerufen, die ihm von ihrem neugierigen Enkel erzählt und Lea, die eine Biographie über sich oder über die Seniorenresidenz schreiben will, soll er im hauseigenen Cafe Servus auch noch kennenlerne und ich habe auch herausbekommen, daß von den mir bekannten Bloggern heuer auch Klaudia Zotzmann und Anni Bürkl mitmachen werden. Jaqueline Vellguth Schreibwerkstatt ist mit ihrer Frequenzy-Statistik sowieso sehr hilfreich, obwohl ihre Blogparade diesmal aus Zeit- und Anmeldungsgründen nichts für mich ist.
Und die Feststellung, daß der Nanowrimo, wie eine bipolare Depression einschlägt, läßt sich nur wiederholen.
Am Tag eins mit zwölftausend Worten eingestiegen und bis neunzehntausend hochgeschrieben, am Tag zwei kam dann die erste Korrektur und ein Verringern der vierundzwanzig auf dreiundzwanzigtausend Worte.
Am Tag drei gings dann wieder flott dahin, um am Nachmittag des vierten Tages bei 37.095 Worten, sechsundzwanzig Szenen und fast am Ende zu sein, denn eigentlich ist alles schon gesagt.
Tina hat Johannes vom Gym an der Stubenbastei abgeholt und ihre „Oma“ gefragt, ob sie auf den Kleinen schaut, wenn sie mit ihm im Flex ist? Edy Lechner Junior hat einen Tag an seiner Diplomarbeit schreibend im Cafe Servus verbracht und K und K Lea Weißensteiner den Auftrag eine Biografie über sie zu schreiben gegeben. Daß sich die Mirka in den Edy verliebt und umgekehrt wird vorausgesetzt.
Zwei, vielleicht auch noch drei oder vier Szenen läßt sich das, denke ich jetzt, noch dahinschleppen, dann ist der sechste, siebente oder achte November, ich habe höchstwahrscheinlich keine fünfzigtausend Worte und war wieder einmal viel viel zu schnell oder ich versuche eine zweite oder dritte Handlungskurve hineinzubekommen, dichter zu werden, zu Veränderungen zu kommen, da ich ja noch sechsundzwanzig Tage Zeit habe, den Text zu einem Roman werden zu lassen und das Ganze auf diese Art und Weise, als ganz besonderes Schreibseminar betrachten könnte, wo ich egal, wie erst am letzten Tag um 23.59 fertig bin, also x-mal durchgehen, einen unlogischen Handlungsstrang haben, Geschichten und Szenen einfügen, ect, endkorrigiert wird dann erst später und da darf es dann auch wieder kürzer sein.

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