Literaturgefluester

2012-12-25

Kommentierfrequenz

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:30

Wenn man die Besucherstatistik dieses Blogs beobachtet, kommt man darauf, daß das Literaturgeflüster nicht viele aktive Kommentierer hat.
Das war nicht immer so, am Anfang hat es vom Otto sehr viel Ermunterung und auch eine angeregte Diskussion gegeben, dann hat er sich zurückgezogen und auch regelmäßige Kommentierer, wie Anni Bürkl oder Rudi Lasselsberger sind eigentlich verschwunden.
Vom Rudi gibt es gelegentlich noch eine Aufmunterung, wenn wir wo gemeinsam lesen oder ich eines seiner Bücher bespreche, aber sonst ist die Zahl meiner Kommentierer eher gering und es sind in letzter Zeit eher die Spamer, die mir auf Englisch mit Casino- der Versichungsadressen mitteilen, wie wundervoll mein Blog ist.
Was er wohl nicht ist, aber vielleicht doch ein bißchen informativ, wenn man Deutsch versteht und sich für Literatur interessiert und die Zahl der Besucher nimmt auch leicht zu.
Nur mit dem Feedbacks klappt es nicht so richtig, seit ich meine kritischen Stimmen Frau Haidegger und Ju Sophie, verloren habe, die sich eine Zeit regelmäßig, wenn auch nicht immer positiv, äußerten.
Obwohl es schon Stimmen gibt, die mir mitteilen, daß ich zu lang oder zu unverständlich schreibe, was ein Feedback ist, das ernstzunehmen ist.
Verständlich sollen meine Artikel es schon sein, das ist klar, da bemühe ich mich auch das zu tun, aber auch persönlich, offen und ehrlich das berichten, was einer schreibenden Frau in ihrem Literaturalltag so passieren kann und weil ich offenbar eine Vielschreiberin bin, sind es auch sehr bald lange Artikel geworden, die ich da verfasse.
Das ist auch der Vorteil des Bloggens, daß man es so gestalten kann, wie man es möchte und so bleibe ich bei den langen Artikeln und weil ich das Literaturgeflüster ganz allein betreibe und auch noch schreibe, eine Praxis mache, lese etc, habe ich auch nicht die Zeit jeden Artikel auf jeden Fehler zu kontrollieren, sondern schaue, daß ich das Bloggen, meist am Abend, wenn ich nach einer Veranstaltung nach Hause oder aus der Badewanne komme, in letzter Zeit auch voraus, in einer Stunde schaffe.
Ein paar diesbzügliche Kommentare sind da auch gekommen, die sich empörten, als ich einmal „Autobiografie“ statt „Biografie“ geschrieben haben und bei den Namen verschreibe ich mich, weil offenbar ein bißchen legasthen, auch regelmäßig und bin auf meine Leser angewiesen, die mich korrigieren.
Das scheint zu klappen und ich finde es auch positiv, daß meine Leser mich perfekt haben wollen und darauf hinweisen, wenn da ein Fehler ist, während die positiven Kommentare in letzter Zeit fehlen und es passieren kann, daß ich wochen- oder monatelang einsam vor mich hinblogge, ohne eine Reaktion zu bekommen.
Was zwar nicht wirklich etwas macht, ich es aber schon ein bißchen schade finde, daß ich in sieben Tage den Nanowrimo geschafft habe und das niemanden aufgefallen ist, der schnell einmal „Wow, das ist aber toll!“, kommentiert.
Was zwar nicht wirklich wichtig, aber schön wäre, im Worldwide-Net bemerkt zu werden. Zwar schreibe ich das meiste für mich, um mich später an die Bücher, die ich gelesen habe zu erinnern oder über die Veranstaltungen, auf denen ich war, Bescheid zu wissen und da denke ich, daß ich in den letzten Jahrzehnten ein ziemliches Wissen angesammelt habe, daß ich gerne an meine Leser weitergeben will.
Ein bißchen mag ich am mangelnden Feedback auch selber schuld zu sein, twittere ich ja nicht und verwende kein facebook, kann also solcherart auf meine Artikel nicht aufmerksam machen, würde aber trotzdem gerne wissen, was meinen Lesern am Literaturgeflüster gefällt und was vielleicht nicht?
Die langen Artikeln nicht so sehr, habe ich begriffen, die Fehler und das unverständlich Schreiben, das ist schon klar. Aber was ist das besondere am Literaturgeflüster, wenn es so was gibt? Da würde ich ganz gerne eine Umfrage machen um das herauszubekommen.
Ich habe ja einen ziemlich breiten Geschmack und interessiere mich für viel, für den Mainstream, für die Bestseller, wie auch für die experimentelle Literatur, lese Krimis, manchmal auch ein Chick Lit und auch ganz alte, schon fast vergessene Autoren, wie Ulrich Becher, Fritz Habeck, Joseph Roth ect.
An den Suchanfragen kann ich das ein bißchen ablesen, unlängst hat einer mal wissen wollen, welche Vanillekipferlessertypen es bei Daniel Glattauer gibt und ein anderer mit welchen Buch Clemens J. Setz berühmt geworden ist?
Das sind dann Feedbacks die ich spannend finde und wenn ich manchmal, so wie im letzten Frühling verzweifelt vor mich hinblogge, weil ich nicht die literarische Beachtung finde, die ich gerne hätte, meldet sich zwar kein Kommentierer zu Wort und schreibt „Aber ja, wird schon, weitermachen!“, aber ich bekomme ein Mail von einer lieben Freundin, die das dann in privater Art und Weise tut, so daß ich mir manchmal denke, daß meine Leser nicht öffentlich Stellung beziehen wollen, sondern mir ihre Aufmunterungen lieber individuell geben, wie mir das auch einmal der Student der Sprachkunst schrieb.
Soll sein, ich bin wahrscheinlich ohnehin ein autistischer Typ, der da so öffentlich vor sich hinbloggt und vielleicht ist man mit den Stimmungen der anderen auch überfordert und hat nicht die Zeit, all das zu lesen, was es so im weiten Netz zu finden gibt.
So bin ich ein bißchen ratlos und weiß nicht recht, wie es es anstellen soll, auf meinen Blog mehr literarische Diskussion zu bekommen, weiß gar nicht, ob ich mir das wünschen soll?
Oder doch, natürlich wünsche ich es mir. Kann zwar damit leben, wenn es nicht passiert und werde trotzdem weiterbloggen.
Das Literaturgeflüster als offener ehrlicher Blog einer seit fast vierzig Jahren nicht so erfolgreich schreibenden Frau, wie sie es gern hätte, bleiben und eine tolle Dokumentation über den Wiener Literaturbetrieb, wo man das findet, was es vielleicht sonst nicht gibt.
Das ist ein bißchen mein Anspruch und das, was ich glaube am Literaturgeflüster besonders ist.
Wenn man will kann man viel über das, was in Wien literarisch passiert erfahren und auch Autoren kennenlernen, über die sonst niemand schreibt.
Mein Anspruch ist da immer offen, empathisch, wertschätzend und trotzdem ehrlich zu schreiben, so daß ich bei meinen Buchbesprechungen auch keine Lesezeilen verteile. Denn ich denke, es schreibt jeder so gut, wie er oder sie es kann.
Wenn etwas nicht stimmt, weise ich natürlich darauf hin und wenn mir etwas nicht gefällt, weil es beispielsweise zu gewalttätig ist, dann kommt das sicher auch heraus.
Aber sonst denke ich, daß ich gar nicht soviel kritisieren brauche und es schon reicht, wenn ich meine subjektiven Eindrücke zusammenfasse.
Es gibt, glaube ich, schon ein paar Personen, denen das Literaturgeflüster gefällt, die es trotz seiner Länge gerne lesen und auch Informationen darauf finden andere, denen ich vielleicht zu offen bin, obwohl ich nur über das schreibe, was man auch in der Zeitung lesen oder bei einer Veranstaltung hören kann.
So geht es also auf ins neue Jahr und wenn ich vielleicht wieder ein paar Stammleser bekommen sollte, die sich auch trauen, mir ihre Meinung über das, was ich so erlebe, lese oder höre, zu schreiben, wäre das sehr schön!
Ich könnte ja an die, die mir aus Österreich schreiben, was das Literaturgeflüster für sie bedeutet, eines meiner Bücher vergeben und an die anderen den Text als E-Buch schicken und ein paar literarischere literarischere Kommentare habe ich inzwischen auch bekommen.

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