Literaturgefluester

2013-03-05

Korrigierrochaden und andere Kleinereignisse

Filed under: Uncategorized — jancak @ 12:50

Jetzt habe ich schon länger nicht von meinen Schreibarbeiten berichtet, der Grund dafür ist, daß ich neben meiner Praxis, meiner Steuererklärung, meinen Schulzeugnissen und Inskriptionsbestätigungen, die ich für meine Pensionsanfrage, da ich ja im November sechzig werde, zusammensammle und immer wieder an die Pensionsversicherung schicke, dem Referat, das ich für den 27. März, für den Klub der logischen Denker zu den „Neuesten Entwicklungen in Psychologie und Psychotherapie“, vorbereitete und im Zuge dessen ich auf uralte Briefe vom damaligen Ärztekammer Präsidenten Reiner Brettenthaler und Prof. Sonneck gestoßen bin, immer noch sowohl an meinem Nanowrimonovel „Zum Sterben sollte man zu Hause sein“ und an „Kerstins Achterln“ korrigiere und da nach wie vor Fehler um Fehler finde, so daß ich nicht recht damit weiterkommen.
Den Plan für das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ gibt es auch schon seit fast einem Jahr und die dafür in Frage kommenden Artikeln werden immer mehr und mehr, zwei Beschreibungstexte habe ich dafür auch schon zusammengesammelt und die Idee für den neuen Roman, nämlich aus dreizehn Geschichten einen solchen zu basteln, gibt es seit der Buch-Wien auch. Dazwischen habe ich immer wieder Ideen über das erfolglose Schreiben zu schreiben und habe in meinem Realalltag das Gefühl nicht recht weiterzukommen.
„Da passiert ja nichts!“, wurde mir bezüglich meiner früheren Texte manchmal gesagt.
Genau dieses Gefühl habe ich jetzt manchmal, daß nichts passiert und ich nicht recht weiterkomme, soviel ich mich auch bemühe und bemühe und da ist es eigentlich verständlich, wenn man beim Korrigieren wieder mal auf einen Fehler stößt, den man doch schon gesehen haben sollte, denkt, „Ist ja eh egal, das schaut ja ohnehin keiner an, wozu tust du dir das an!“
Aber ich tue es mir ja nicht an, ich kämpfe verbissen dafür, es zu tun, wie mir JuSophie einmal ganz richtig sagte, daß ich mein Schreiben mit Zähnen und mit Klauen verteidigen würde, weil wenn ich es aufgebe, ja nichts überbleibt, aber so richtig motivierend zum Weitermachen ist das natürlich nicht. So komme ich vielleicht schon ins Trödeln und mit meinen zwei bis drei Projekten nicht so recht weiter, wie es soll, ob wohl es natürlich schon immer wieder Lichtblicke und Kleinerfolge gibt, so ist inzwischen von Franz Blaha eine sehr schöne und ausführliche Rezension über die „Frau auf der Bank“ erschienen, wo er sich wieder freundlich ein Lektorat wünscht, „Das könnte nicht schaden!“, meinte er vorsichtig und das ist ja der Angriffspunkt meiner ISBN-Nummer befreiten Bücher, meiner lieben schönen Indies und das stimmt auch, obwohl ich mir denke, daß wir den Lektor inzwischen schon intus nehmen und ja gerade deshalb nicht weiterkommen, weil ich mir „Es ist eben nicht egal denke!“ und das Ganze dann noch einmal durchsehe. Das so wenig Rückmeldung kommt, ist natürlich ein Problem, obwohl ich es auch ein bißchen satt habe, immer wieder anzufragen, „Könntest du, willst du vielleicht nicht doch..?“
Janko Ferk hat mich bezüglich der „Sophie Hungers“ ja auf die Idee mit dem Literaturhaus gebracht. Die wollen auch jährlich eine Rezension von mir nehmen, so habe ich einige Bücher verteilt und dann nie wieder etwas gehört, bei Sara Wipauer irritiert mich das besonders, weil sie mir ja zusagte und sich auch für das Buch extra bedankte, weil ich denke, daß es zu den Büchern ja etwas zu sagen gäbe, wenn auch nur, daß sie selbstgemacht sind, aber vielleicht doch ganz interessante Themen anschneiden.
Die Idee, das Ganze auf meinen Blog selbst zu vertreiben, verfestigt sich bei mir ohnehin immer mehr. Da habe ich im Vorjahr ja zwei Artikel über meine Indies geschrieben, von denen ich vorher nicht wußte, daß sie so heißen.
Eine Vorschau auf meine Bücher gibt es glaube ich seit es das Literaturgeflüster gibt und seit einigen Jahre verlinke ich auch mit den Schreibberichte, die es auch seit Anfang gibt. Und dann gibt es noch die Leseproben auf der Website, wo man sich auch die Rezensionen ansehen kann. Also ohnehin ein bißchen Werbung für meine fünfzig Exemplare, die ich mir pro Buch machen lassen, jetzt ist mir die Idee gekommen, daß ich, wenn das Buch erschienen ist und es ein Bild davon gibt, auch ein Gewinnspiel veranstalten könnte und ein paar Fragen zu dem Buch stellen, wer sie beantwortet, bekommt das Buch, für „Kerstins Achterl“, das ja bald erscheinen soll, habe ich mir schon drei Fragen ausgedacht und die Antwort auf eine vor ein paar Tagen auf die Vorschau gestellt, beim Nanowrimo, dem dreißigsten Buch, gibts dann dreißig Fragen, auch wenn ich weiß, daß wahrscheinlich nicht einmal eine Antwort kommt, aber macht ja nichts, ein bißchen Information über meine selbstgemachten psychologisch-realistischen Bücher, kann nicht schaden, Rezensionsexemplare verteile ich auch und würde mich über Besprechungen freuen, aber sonst werde ich sie vielleicht nicht mehr so viel antragen.
Wer sie will, kann sie finden und wenn sie nicht gefallen, kann man das auch schreiben, konstruktive Kritik kann ich, glaube ich, jetzt verstehen, wenn einer schreibt, „Das ist das schlechteste, das ich je gelesen habe!“, denke ich, daß das wahrscheinlich nicht stimmt und ansonsten versuche ich nach all den Resignationsgedanken der letzte Jahre, mit dem was ich habe, mit meinem Zelt, neben dem Eingang zum Literaturbetrieb, so selbstbewußt wie möglich umzugehen.
Ich tue was und schreibe, wie ich es kann und denke nicht nur als Psychologin, daß man weiterkommt, wenn man etwas regelmäßig und engagiert tut.
Allerdings kann ich mir auch vorstellen, daß es gar nicht so ungünstig ist, das Jahr 2013 dazu zu benützen, meine drei Projekte fertig zu machen und dann frisch und aufgetankt mit dem nächsten Neuen anzufangen, den schnell sein ist zwar eine Tugend, man kann es aber auch negativ auslegen und „Nicht so schnell liebe Eva!“, rufen.
Also schauen so schnell, wie möglich mit den Büchern fertig werden und meine Jahresfeiern machen und , als ich das letzte Mal über meine Schreibwerkstatt geschrieben habe, habe ich meine mangelnde Lesemöglichkeit beklagt, inzwischen habe ich bei den „Schreibinteressen“ und der „Anderen Buchmesse“ gelesen und lese am 19. März aus dem „Frauen schreiben-Frauen texten“ Buch, der Anthologie vom Volksstimmefest 2011 mit Gertrud Klemm, Eva Schörkhuber und Hilde Schmölzer um 19 Uhr im Werkl im Goethehof in der Schüttaustraße und lade wieder alle, die dazu kommen wollen, herzlich ein, obwohl, glaube ich, noch niemand durch den Blog zu einer meiner Lesungen gekommen ist.
Ansonsten weitermachen, ich kann und will nicht anders, lesen, schreiben, meine Praxis machen, zu Veranstaltungen gehen und ein bißchem mich und mein literarisches Leben im Literaturgeflüster zelebrieren, was eigentlich eine sehr schöne Möglichkeit zur Selbstdarstellung ist.

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