Literaturgefluester

2013-03-14

Eine Versammlung kommt selten allein

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:01

Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung wird heuer vierzig und hat zwei traditionelle Großveranstaltungen, die Lyrik im März und den Tag der Freiheit des Wortes am 10. Mai bzw. Juni, wie es in den letzten Jahren, so war.
Heidi Pataki, die vorletzte GAV-Präsidentin hat die Lyrik im März, die lange in dem berühmten Hörsaal I, im neuen Institusgebäude stattgefunden hat, lange organisert, jetzt tut das Rolf Schwender, der derzeitige GAV Präsident. Es gibt immer ein bestimmtes Thema, eine Einleitung und dann eine Kurzlesung von ein paar Minuten, fünfundzwanzig bis dreißig Lesende hat es da, glaube ich, schon gegeben.
Ich bin nicht immer hingegangen und war auch nicht immer pünktlich, bin ich ja eigentlich nicht so ein Lyrikfan, wie heuer hat es sich auch öfter mit der Leipziger Buchmesse überschnitten. Es war dann auch im neuen Universitätscampus, 2010 hat der Alfred fotografiert, zweitausendelf bin ich, glaube ich, mit Margot Koller mit der ich mich wegen unserer „Mittleren“- Vorbesprechung vorher getroffen habe, hingegangen und bin zu spät gekommen, im letzten Jahr war die Veranstaltung parallel mit den „Mittleren“ und heuer hätte ichs auch fast versäumt, bzw. bin ich erst etwa um halb acht hingekommen, es hat aber schon um sechs begonnen, aber irgendwie ist das Alte Schmiede Programm, dem die Ankündigung meist beiliegt, nicht gekommen und als mir die Ruth vor vierzehn Tage den Zettel gegeben hat, hatte ich schon eine sechs Uhr Stunde eingetragen, dann bin ich auch nicht gleich weggekommen und und der Ort der Versammlung, war das ja heuer das Motto, das Rolf Schwendter auswählte, der nach einer schweren Erkrankung, gestern, wie ich hörte, aus Kassel zurückgekommen ist, war auch ungewöhnlich, das „21-Haus“, bzw. der „Salon für Kunstbuch“, die Fortsetzung des „20-Haus“, dem Museum für moderne Kunst, in der Arsenalstraße beim Südbahnhof, den es auch nicht mehr gibt, im „20-Haus“, war ich ein paar Mal vor langer Zeit, einmal kann ich mich erinnern, mit dem Alfred und der kleinen Anna am Nationalfeiertag, weil es da freien Eintritt gab, es gab auch eine Lesung mit Ernst Jandl, den dritten Präsidenten, den die GAV hatte, der erste war H.C.Artmann, der zweite Gerhard Rühm, nach Jandl kam Heimrad Bäcker, dann zum ersten Mal Rolf Schwendter, Heidi Pataki folgte und der kleinen Anna hat die Lesung, glaube ich, nicht so gefallen, sie rannte jedenfalls herum und machte Lärm, Jandl äffte sie nach, dann kam ein Wächter und schmiß uns hinaus und Ernst Jandl hat sicher auch sehr oft bei der Lyrik im März gelesen, weil das ja eine Veranstaltung der großen Namen ist.
So leicht war es auch nicht das „21-Haus“ zu erreichen, ich bin zwar mit dem Bus gefahren, aber der 13 fährt jetzt nur zum Südtiroler Platz und dann mußte ich, weil mir die Straßenbahn davongefahren ist, auch noch eine Weile suchen, dann fand ich das moderne Haus, traf auch gleich ein paar Bekannte und habe einen guten Teil der Lesung versäumt.
Am Wort war gerade Ronald Pohl, der Standard Redaktuer, der im selben Jahr wie ich in die GAV aufgenommen wurde, damals mußte man sich noch in der Vollversammlung, die es auch nicht mehr gibt, vorstellen, bzw. wurde man das vom damaligen Generalsekreär Josef Haslinger.
Dem Programm entnahm ich, daß Bernhard Cella berüßt hatte, Gerhard Jaschke moderierte und Fritz Widhalm, Richard Wall, Christian Steinbacher, Ferdinand Schmatz, Robert Schindel und E.A. Richter habe ich wohl versäumt, wahrscheinlich auch Helga Pankratz, die ich gesehen habe.
Mechthild Podzeit Lütjen und Walter Pilar stehen auch auf dem Programm. Gerhard Jaschke kündete als nächstes aber die Herta Kräftner Spezialistin Dine Petrik an, die zuerst drei Kräftner Gedichte las, die heuer fünfundachtzig geworden wäre und dann eigene Gedichte las, eines war Herta Kräftner gewidmet. Anton Mantler folgte, den habe ich schon auf der KritLit gehört, als GAV-Kollege war er mir kein Begriff, Gerhard Jaschke erzählte, daß er einen Teil seines Lebens in der Wien-Bibliothek verbrachte und jetzt Zeit zum Gedichte schreiben hätte und das „Erdbeergedicht“ – überall Erdbeeren, wenn ich sterbe werde ich auch eine Erdbeere sein, war auch sehr ungewöhnlich und originell.
Friederike Mayröcker ist auch noch auf dem Programm gestanden, ich habe sie aber nicht gesehen. Neben Hilde Langthaler, der Nichte oder Großnichte des Lyrikers Theodor Sappers, bin ich gesessen, sie las Gedichte aus dem Triton Buch „Gras dein Gesicht“ und dann aus einem neueren Edition Roesner Bändchen.
Erika Kronabitter, die die Lyrikreihe der Edition Art und Science betreut und auch beim Feldkirchner Lyrikpreis mitmacht, folgte, dann Ilse Kilic, die sich als erste auf das Thema „V2ersammlung bezog“.
„Ilse Kilic ist Lyrik pur“, moderierte Gerhard Jaschke sie an und sie hatte Gedichte, die sie als Fortsetzung auf Gedichte von Kollegen, die sie ihnen auch gewidmet hat, schrieb.
Für Rolf Schwendter war, glaube ich, eines, für Judith Nika Pfeifer, Nikolaus Scheibner, Heidi Pataki, Reimund Bahr und das letzte dann für sich selbst.
Marie Therese Kerschbaumer und Bodo Hell standen auch noch auf dem Programm, Bodo Hell hat jetzt einen runden Geburtstag und war daher mehrmals in der letzten Zeit im Radio zu hören.
Ingram Hartinger, der Kärntner Kollege, der auch Psychologe ist, folgte und widmete seine Lesung dem langjährigen Gerneralsekretär Gerhard Kofler, der 2005 verstorben ist.
Petra Ganglbauer, die als nächstes lesen hätte sollen, war erkrankt, dann kamen Klaus Ebner, Georg Bydlinky, der wieder Versammlungsgedichte hatte, wo es auch um Brotfeste ging, Georg Biron und Walter Baco, dem Albatrosverleger und sehr aktiven Kollegen, der auch als Musiker tätig ist und einige „Getanzte Gedichte“-CDs herausgegeben hat und am Schluß Rolf Schwendter mit seinem extra zum Thema angefertigten Langgedicht, das von der Revolution von 1789 bis zur Gründung 1973 ging und die Kinderläden und die Wohngemeinschaften einbezog.
Eine Broschüre „Die ersten vierzig Jahre“, die Andreas Renoldner zusammengestellt hat, ist am Büchertisch aufgelegen, von ihr habe ich auch die Präsidentenreihenfolge übernommen.
Dagmar Fischer, Ruth Aspöck, Margit Heumann, Susanne Schneider, Ottwald John, Helmut Rizy und noch viele andere habe ich gesehen, obwohl sich die Reihen sichtlich leerten und ich kann auch noch etwas ganz persönlich Erfreuliches anführen, ich habe ich eine Einladung zu einer Literaturgeflüsterlesung in Radio Fro, dem oberösterreichischen Radio bekommen, was mit der GAV und der Lyrik im März zwar nichts zu tun hat, aber sehr erfreulich ist, wieder mal im World Wide Net bemerkt zu werden.
Und einen neuen Papst haben die Katholiken auch bekommen, das hat mit der GAV ebenfalls nichts zu tun.

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