Literaturgefluester

2013-03-25

Weiterkommen

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:55

Am Samstagmittag habe ich dem Alfred das fertige Manuskript von „Kerstins Achterln“ auf den Schreibtisch gelegt, das somit an den digiataldruck.at gehen kann, um mein neunundzwanzigstes selbstherausgegebenes Buch zu werden, gibt es da ja die fünf Digi-Melzer Bücher „Wiener Verhältnisse“, „Schreibweisen“, Lore und Lena“, „Mutter möchte zwanzig Kinder“ und die „Viertagebuchfrau“, dann die zwölf bei „Novum“ herausgebrachten „Das Glück in der Nische“, „Die begrenzte Frau“, „Besessen oder das literarische Leben der Dora Faust“, „Tauben Füttern“, „M.M. oder die Liebe zu Germanistik, „Die Zusteigerin oder die Reise nach Odessa“,„Best of I“ und „Best of II“ – die Eva Jancak-Lesebücher, „Die Stimmungen der Karoline Wagner oder Fluchtbewegungen“, „Wie süß schmeckt Schokolade, ein Wiener Stadtroman“,„Wilder Rosenwuchs“ und „Und trotzdem“ und dann die bis jetzt elf beim Digitaldruck herausgebrachten, „Novembernebel“, „Die Radiosonate oder das einsame Jahr“, „Das Haus“, „Sophie Hungers Krisenwelt“, „Heimsuchung oder halb eins“, „Mimis Bücher“,„Absturzgefahr“, „Zwillingswelten“,„Die Frau auf der Bank oder dreimal S“,„Die Wiedergeborene“ und „Paula Nebel“, dazu kommen dann noch, die 1990 bei der Edition Wortbrücke herausgebrachten „Hierarchien oder Kampf der Geräusche“ und die beiden Fach- bzw. Sachbücher über Stottern, „Laß dir Zeit, Stottern will verlernt sein, gemeinsam mit Edith Thabet, die sozusagen meine Ghostwriterin war, beim Fischer TB-Verlag herausgebracht und „Verhaltenstherapie beim erwachsenenen Stotterer“ bei Orac erschienen.
Eine stattliche Anzahl von unbeachtet gebliebenen Büchern, die da seit 1990, bzw. seit 2000, seit dem ich es mir selber mache, erschienen sind. Bin ich ja eine schnelle Schreiberin, obwohl so viel ist das bei vierzig Jahren schreiben auch wieder nicht und in der letzten Zeit geht ohnehin nicht sehr viel weiter und das Jahr 2013 wird, so fürchte ich, hauptsächlich ein Korrigierjahr werden.
Weil ich mein literarisches Leben ja immer gern zusammenfasse, im letzten bzw. vorletzten Jahr bin ich ja bei der „Wiedergeborenen“ bzw. bei der „Paula Nebel“ in je eine Krise gekommen, weil ich bei beiden nach ungefähr vierzig Rohseiten nicht weitergekommen bin.
Bei der „Wiedergeborenen“, habe ich zwei Tage geglaubt, ich schmeiße es weg, dann habe ich alles korrigiert und weitergeschrieben.
Die „Paula Nebel“, ist sehr kurz geblieben inzwischen bin ich daraufgekommen, daß meine damaligen Resignationsartikel hauptsächlich mit der mangelnden Reaktion zu tun hatten. Da schreibe ich und schreibe ich und wenn ich fertig bin und dann Resultat herzeige, bekomme ich ein müdes „Sehr schön, bei welchen Verlag ist es denn erschienen?“, zu hören, diejenigen, denen ich es zur Rezension gebe, melden sich nicht mehr oder schreiben etwas, von „idealistisch naiver Erzählung, bei der das moderne realistische Erzählen nach Flaubert“ noch aussteht, Wikipedia streicht mir meine Digitaldruckbücher aus dem Eintrag und wenn ich begeistert von Franz Blahas schönen Ankündigungen bei den Schreibinteressen blogge, schreibt mir eine Leserin fröhlich „Das ist das Schlechteste, was ich je gelesen habe“, das war diesen Februar, aus der Krise bin ich aber schon vorigen April herausgekommen, als ich dachte, daß ich nach achtundzwanzig kontinuierlich hintereinandergeschrieben Büchern wahrscheinlich etwas ausgebrannt bin und etwas Kürzereres machen soll und auf die Idee des sogenannten Literaturgeflüster-Texte-Buchs mit dem best off der bisherigen Artikeln bzw. einer Auswahl der literarischen Miniaturen, Reiseberichte, ect, die es darin gibt, gekommen.
Gesagt getan und im Juni schon das mögliche Inhaltsverzeichnis gepostet. Im Mai ist ja der Alfred nach Australien gefahren und hat mir die Artikel nicht als Text zum Korrigieren herrichten können, so daß ich mit „Kerstins Achterln“ zu dem ich schon ein paar Ideen hatte, begonnen habe und als ich Ende Oktober damit fertig wurde, mich entschlossen habe, mit „Zum Sterben sollte man zu Hause“ sein, beim Nanowrimo mitzumachen. Da habe ich dann sehr schnell und begeistert und ohne Krise in vierzehn Tagen das Rohkonzept geschrieben.
Bei „Kerstins Achterln“, gab es auch keine Krise, nur als ich bei meinem Geburtstagsfest, die Szene, wo der kleine Hektor mit der Kerstin und der Susa Dworak eisessen geht“, vorgelesen habe, habe ich prompt einen Fehler gefunden, was ja nichts machte, weil ich es nach dem Alfred ohnehin noch einmal bekomme und diesen Fehler hatte der Alfred ohnehin beseitigt. Aber ich merke, daß ich immer anspruchsvoller werde oder auch schlampiger, was im Klartext heißt, ich werde nicht fertig und so war es auch beim Nanowrimonovel, das habe ich bis vor zwei Wochen korrigiert, dann glaubte ich, ich bin fertig und der Alfred kann es druckereifertig machen, da mußte ich aber noch den Text zusammenstellen, den ich schon auf meiner Nanowrimoseite hatte und von dort übertragen und da hat schon wieder ein „s“ gefehlt.
Nun gut, der Alfred wird es finden und mir mir das PDF machen, damit das Nanowrimonovel, mein dreißigstes Indie-Buch werden kann.
Da brauchen wir noch das Cover und weil ich keine Seniorenresidenz zum Ablichten kenne, zumindest keine, die ich beschrieben habe, wird es ein Bild vom Margaretenplatz, wo ja die Protagonisten wohnen, werden.
In den letzten Wochen habe ich mir „Kerstins Achterln“, durchgeschaut und auch gedacht, ich werde und werde nicht fertig, dabei habe ich mir schon die drei Fragen ausgedacht, die ich meinen Lesern stellen werde, wenn es das Bild mit dem fertigen Buch geben wird und beim Dreißigsten gibt es ein Gewinnspiel mit dreißig Fragen zu meinen dreißig Büchern.
Ich weiß schon, ich werde keine dreißig Antworten bekommen, aber vielleicht ist es doch ganz gut, sich einmal mit dem Inhalt meiner dreißig Bücher zu beschäftigen.
Dazwischen habe ich dann auch das Literaturgeflüster-Texte-Buch immer wieder erweitert und noch einige Artikel angefügt, die seit Juni erschienen sind und das wird jetzt eine ziemliche Korrigierarbeit werden, vor der ich mich auch ein bißchen fürchte. Zweihundertzweiundvierzig Rohseiten sind es jetzt und ich habe mich am Freitag auch mit Gustav Ernst im Literaturhaus darüber unterhalten, daß es vielleicht nicht ganz einfach werden wird, das Tagesaktuelle zu etwas allgemein literarisch Gültigen zu machen, obwohl ich hauptsächlich solche Artikel ausgewählt habe, aber auch tagesaktuelle Politsplitter und Essays übers Lesen, Indie-Bücher und übers Schreiben, so daß ich jetzt gar nicht sicher bin, ob sich nicht auch „Weiterkommen“ darin finden wird.
Das heißt aber, das zweihundertvierzig noch sehr unkorrigierte Rohseiten, an denen noch sehr viel zu glätten ist, sehr viel Arbeit sein werden, die auch vielleicht nicht immer spannend ist und da ich ja außer mir niemanden habe, der mich motiviert, bin ich vielleicht auch ein bißchen versucht zu trödeln, obwohl ich ja eine sehr disziplinierte Arbeiterin bin und mich auch schon auf meinen „Dreizehn Kapitel“- Roman freue, den ich dann wahrscheinlich erst im Winter oder nächstes Jahr frisch motiviert beginnen werde.
Also denn, „Kerstins Achterl“ kann an die Druckerei gehen, Alfred wird mit dem Nanowrimonovel hoffentlich bald fertig , so daß es sich vielleicht mit dem Fünfjahrjubiläum ausgeht, beides zeitgleich vorzustellen.
Die „Dreizehn Kapitel“, werden dann wahrscheinlich kein Nanowrimo werden und ich werde stattdessen wahrscheinlich am Literaturgeflüster-Texte-Buch korrigieren, das, wenn es nicht so viel Arbeit wäre, sicher eine tolle Idee ist, das Literaturgeflüster in handlicher Printform vorzustellen und auf mein Literaturarchiv aufmerksam zu machen.
Da werde ich auch eine etwas größere Aussendung machen und versuchen vielleicht doch ein paar Medienleute dafür zu interessieren und so gesehen, bin ich bezüglich Selbstbewußtsein auch ein Stückchen weitergekommen. Ich promote meine dreißig Bücher und versuche sie ein bißchen selbstbewußter zu präsentieren. Die Kehrtwende, die es da beim Selbstpublishing gibt, hat mir da sehr geholfen, obwohl ich sie nicht beim Amazon einstelle, weil ich glaube, daß ich, wenn sich beim Blog niemand meldet, auch dort keine Leser finde, aber das Image, ist dank Amazon, Wolfgang Tischer und den andern Selbstpulishern die es ja gibt, nicht mehr so furchtbar schlecht, wie es einmal war, obwohl ich bei den Bücherbloggern immer noch höre „Keine Zeit uns damit zu beschäftigen, da halten wir uns lieber an das schon vom Verlag vorausgesuchte!“
Nun gut, es ist wie es ist, ich kann es nicht verändern und denke, daß die Verlage, die meine Freundinnen finden, auch nicht sehr viel mehr an Aufmerksamkeit und Erfolg bringen. Ich tue was ich kann und blogge im Verborgenen, daß ich es kann, ist aber schon sehr schön und die 1370 Artikel, die ich inzwischen geschrieben habe, sind eigentlich ein enormes Archiv, das mir erst einmal einer oder eine nachmachen muß.
Daneben gibt es noch die Veranstaltungen über die ich auch sehr ausführlich berichte und das Lesen als weitere Schiene und da haben mir die offenen Bücherschränke ja eine enorme Leseliste beschert und sich mein 2011 gekauftes Bücherregal inzwischen schon gefüllt hat und die Leseliste schon bis 2017 reicht, muß ich mir da auch etwas ausdenken, wie ich mich da beschränke, um es vielleicht doch einmal zu schaffen mit zwei neuen Büchern pro Woche auszukommen.
Es ist aber sehr schön im Vollen zu wühlen und da mich ja sehr viel interessiert, auch das Selbstgemachte, da habe ich keine Vorurteile, gelingt es mir manchmal nicht und es kann schon sein, daß ich mir 2013 noch eine Leseliste für 2018 oder 2019 zulege, obwohl ich ja nicht wirklich soweit hinausplanen sollte, denn wer weiß, ob ich so lange noch lesen kann?
Und damit habe ich in den letzten Wochen ohnehin etwas nachgelassen. Habe sehr lang an Orhan Pamuks „Schnee“ gelesen und auch in Harland mit Stendhals „Rot und Schwarz“, einen Wälzer liegen, für den ich wohl die ganzen Osterferien brauche werde. Also aufpassen, die hundertfünfzig Jahresbücher, die ich eigentlich plante, zu schaffen, weil ich sonst die Liste früher schließen müßte. Es ist aber schön, daß mich soviel interessiert und auch, daß ich so viel und so schnell schreibe und schade, daß das außer mir niemanden interessiert, was ich aber nicht verändern kann.

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