Literaturgefluester

2013-03-28

Bücherbeschränkung

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:20

In den letzten Tagen habe ich meine Bücherlisten aufgefüllt und festgestellt, das Bücherregal, das ich mir 2011 kaufte, ist schon fast voll, die Leselisten reichen bis 2017 und in den Regalen liegt immer noch einiges Ungelesene, was ich endlich lesen sollte, einen Malaparte zum Beispiel oder auch Judith Hermanns „Nichts, als Gespenster“, das ich mir 2000 um einen Luitpold Stern Preis-Gutschein kaufte und dann erschrekt feststellte, daß ich keine Kurzgeschichten lese.
Wenn ich also meinen SUB halbwegs auflesen will und nicht demnächst bei Bücherlisten, bis 2050 oder so landen will, muß ich etwas tun, komme ich ja sehr oft und begeistert an den Bücherschränken vorbei und das mit den ein bis zwei Büchern pro Woche, wo ich eines auf die Jahresliste und das andere auf die jeweils letzte stelle, klappt auch nicht immer und in der letzten Zeit habe ich auch die Bücherabverkaufskisten sehr regelmäßig frequentiert und dort einiges gekauft, was nicht wirklich notwendig war.
Aber was ist schon notwendig? Ich bin eine Büchersammlerin und war das schon immer und habe mir früher darüber, ob ich das alles wirklich lesen kann auch keine so großen Gedanken gemacht, jetzt wo ich im November sechzig werde, mache ich mir sie schon, denn 1918 bin ich fünfundsechzig und da ich ja eigentlich wirklich alles lesen will, muß ich etwas tun und wer weiß, ob ich das mit Siebzig noch kann?
Ich glaube zwar, daß es dann wahrscheinlich keine Bücherschränke mehr geben wird, weil alle dann schon das E-Book haben, aberm ich glaubw, mit dem, was ich habe, komme ich locker aus, aber jetzt packt mich der Ehrgeiz das Vorhandenene möglichst zu lesen, es gibt ja so viele Gustostückerln und es wäre schade, wenn…, ich muß also etwas tun, aber wie macht man das?
Vorige Woche war ich mit dem Alfred im Thalia bei der Zdenka Becker Lesung, da habe ich mir dann von ihm den neuen Schindel und den neuen Köhlmeier schenken lassen, denn diese Bücher sind sicher interessant und sollte man haben, dann habe ich aber reuig auf die Rechnung, über fünfzig Euro geschaut und mir geschworen, ich kaufe mir nie mehr ein Buch, auch wenn es nur einen Euro kostet und das auch gleich auf ein paar Blogs gepostet.
Am Samstag kam dann dieser Indiebookday, diese Aktion der unabhängigen Verlage, die die Leute zum Kaufen von solcher Bücher aufforderte und als ich mir die 2entsprechende Facebookseite angesehen habe, habe ich mit Erstaunen festgestellt, daß eigentlich sehr bekannte Bücher, wie „Ich nannte ihn Krawatte“, von Milena Michiko Flasar oder „Nachhinein“, von Lisa Kränzler, das auf der Leipziger Buchpreisliste stand, genannt wurden.
Dagegen ist nichts zusagen, außer, daß es stimmt, daß es sehr viele Bücher gibt und das man nicht alle lesen kann und ich habe noch hinzugefügt, daß ich die meinen, bevor ich siebzig werde, gerne alle auflesen möchte, aber wie machte ich das?
Das hat mich dann so beschäftigt, daß ich einige Ideen geboren habe. Die erste und wahrscheinlich am leichtesten durchaltbare ist, die an den Bücherabverkaufskisten in Hinkunft vorbei zu gehen.
Zu Weihnachten und zum Geburtstag kann ich mir ja etwas wünschen, weil ich sonst nur vielleicht etwas, was ich nicht so will, bekommen, aber das mit dem zwei, höchstens drei Büchern pro Woche, wenn es wirklich ganz besondere Schmankerl gibt, müßte ich noch schaffen.
Da muß ich natürlich einiges liegenlassen, was man vielleicht wirklich nicht lesen muß, aber nur so kann ich meine Bücherlisten, sagen wir bis 2023, um es mir nicht zu schwer zu machen, abbauen und bis dahin, vielleicht auf die 2018 Liste, die Judith Hermann, den Malaparte und was es sonst noch so auf den Regalen gibt und nicht vergessen werden sollte, stellen. Luxusprobleme? Ich weiß und ich schwelge auch genüßlich darin und wenn ich so auf meine Leseliste schaue, denke ich, daß ich bei einigen Schriftstellern ja wirklich schon eine Expertin bin und fast alles gelesen habe, von Evelyn Grill zum Beispiel, von Donna Leon haben sich auch einige Krimis angesammelt und die lese ich ja gerne und auch zwei Kinsella-Bücher und die sind ja derzeit in aller Munde und die „Schnäppchenjägerin“, das habe ich schon geschrieben, halte ich für die großartigste Beschreibung einer Kaufsucht, die ich je gelesen habe. Durch die Bücherschränke und die Flohmarktkäufe, kann man auch seine Bildungslücken schließen und das auflesen, was sonst an einem vorbeigegangen wäre.
„Im Westen nichts Neues“, „Lolita“, „Gebürtig“, den „Radetzkymarsch“ und und und, beispielsweise und das halte ich für sehr wichtig.
Aber inzwischen will ich nichts ungelesen lassen und nehme mir ernsthaft vor meine Zugänge zu beschränken und 2023 keine Vorausleselisten mehr zu haben. Meine Leser werden sehen, ob ich das schaffe, ich nehme es mir jedenfalls ernsthaft vor, bin aber schon zufrieden, wenn es zu achtzig Prozent geht.
Mal sehen, wie es geht und welche Schätze sich noch in den Regalen verbergen, aber ich habe auch einige Vicki Baums und Pearl S. Bucks aufgeschrieben, die ich in den nächsten Jahren auflesen will und dann gibt es natürlich noch Bücher, die ich gerne finde würde, den neuen Gustav Ernst zum Beispiel, oder Cornelia Travnices „Chucks“, die Anni Bürkl Krimis und und und….
Mal sehen ob sie zu mir kommen und auch, ob mir das Auflesen der alten Schätze, so halbwegs gelingt, dazu müßte ich es bei den hundertfünfzig gelesenen Jahresbüchern belassen, bin da aber derzeit ein bißchen langsam, weil ich im Augenblick wirklich dicke Wälzer lese, mit denen ich nicht so gut weiterkomme, aber vierzig Büchjer habe ich in diesem Jahr schon gelesen und das ist eigentlich ein guter Schnitt, also auf mit den guten Vorsätzen und sehen, wie die Bücherbeschränkung gelingt?

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