Literaturgefluester

2013-05-29

Poesie und Prosa aus Kärnten, Triest und Slowenien

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:09

Es geht gleich mit dem Literaturhaus weiter, denn heute stellte der Drava-Verlag aus Klagenfurt seine Publikationen vor und tat das auf eine sehr gründliche Art und Weise. So war das erste Package der slowenischen Bibliothek, Bücher von Zofka Kveder, Ivan Pregelj, Vladimir Bartol und Marjan Rozanc schon am Lesetisch aufgestellt, als ich ins Literaturhaus kam. Einen Büchertisch mit den Publikationen der auftretenden Autoren gab es auch und auf diesen lagen auch einige Verlagsprospekte. Barbara Zwiefelhofer begrüßte und der Verlagsleiter Peter Wieser leitete ein, in dem er von der Geschichte des Verlags erzählte, der sich vor sechzig Jahren als Druckerei gegründet hat, um in Klagenfurt eine slowenischsprachige Zeitschrift herauszugeben, vor dreißig Jahren expandierte er, gibt italienische, slowenische Literatur und die der Kärntner Slowenen heraus und dann noch spezielle Sachen, wie beispielsweise den Gedichtband von H.G. Adler, den ich bei Fix Poetry einmal gewonnen habe.
Dann kam der 1945 in Petzelsdorf geborene Schriftsteller und Übersetzer Hans Raimund an die Reihe, von dem ich, glaube ich, einen Gedichtband aus der Edition Umbruch gelesen habe, der einige Zeit in Triest lebte und dort den hier ziemlich unbekannten Lyriker Virgilio Giotti, der von 1885 bis 1957 in Triest lebte und ein Weggefährte Italio Svevos war, übersetzte. „Kleine Töne, meine Töne“, ist bei Drava erschienen und Hans Raimund las ein paar Beispiele daraus sowohl auf Italienisch als auch auf Deutsch vor, wo mir vorallem das Bild von dem Lehrmädchen hängengeblieben ist, das mit den Schuhen von der Chefin in der Auslage steht und dort etwas zu dekorieren schien.
Als nächstes ging es zur slowenischen Bibliothek und zu Erwin Köstler, der diese Reihe übersetzte und betreute und ein bißchen was davon erzählte, wie sie zustande kam.
2009 war er auf einem slowenischen Kongreß und sollte dort ein Projekt vorstellen, im Zug skizzierte er die slowenische Bibliothek, alle waren begeistert, dreißig Bänden in drei Tranchen wurden, glaube ich, geplant, die erste gibt es schon, der Rest ist wegen finanziellen Schwierigkeiten derzeit auf Eis gelegt und mir sagen die Namen der fünf Prosaautoren allesamt nicht viel, es wäre aber sicher interessant sich hier einzulesen. In der zweiten Tranche wäre ein Krimi geplant und einen Interviewband soll es auch geben.
Dann ging es wieder nach Österreich, nämlich zu dem in Wien lebenden Jani Oswald, der 1957 in Klagenfurt geboren wurde und das slowenische Gymnasium besuchte. Er hat dann Jus studert und arbeitet als Finanzmanager und ich habe ihn in Villach kennengelernt, als dort einmal der Tag der „Freiheit des Wortes“ stattfand. Da war der Alfred von seinen Gedichten so begeistert, daß er gleich einen Band gekauft hat. Sechs oder sieben solche gibt es inzwischen, der vorletzte ist „Andante Mizzi“, davon habe ich, glaube ich, bei „Ex libris“ im Radio gehört, jetzt stellte er „Quaran Tanja“ vor und sagte in der Einleitung, daß er dafür zwei Kunstsprachen gewählt hat. Es gibt vier Zyklen, aus denen er einige Beispiele brachte und die mich zu Beginn an Ernst Jandl erinnerten. Dem Publikum hat es, glaube ich, sehr gut gefallen, nachher gab es noch was zu Trinken und dem Small Talk zuzuhören, mit Beppo Beyerl, der mich fragte, was mich zu der slowenischen Litertur geführt hat, habe ich mich schon vorher unterhalten.

Advertisements

2 Kommentare »

  1. liebe frau jancak,
    selten einen derart desinteressierten, uninteressanten bericht über eine literarische veranstaltung gelesen – d.h. immer öfter ist derartig hingehudeltes im diversen blogs leider doch zu lesen. was wollen sie damit? im „betrieb“ präsent sein? so nicht! auch auf die gefahr hin, daß sie glauben, ich sei betroffen, weil sie halt irgendwas über meinen beitrag zur präsentation des DRAVA verlags schreiben – was sie z.b. über das gedicht mit dem lehrmädel da schreiben, zeigt, daß sie nicht zugehört haben – und bitte, was ist ein „ziemlich unbekannter“ autor -, ich finde dennoch: wenn sie schon berichten, dann sollten sie sich doch wenigstens über die teilnehmer, die autoren, die übersetzer, (wenigstens im internet) informieren. is ja nett, daß sie sich an meinen band im UMBRUCH verlag erinnern, aber WIKIPEDIA kann sie informieren, daß seit 1990 einiges in meinem literatenleben geschehen ist…. so fatal ÖSTERREICHISCH schlampert und ein bissel bös mutet dieses „literaturgeflüster“ an…
    nehmen sie mir bitte meine offenheit nicht allzu übel. aber ich MUSSTE reagieren.
    mit freundlichen grüßen, hans raimund

    Kommentar von hans raimund — 2013-06-27 @ 15:47 | Antwort

    • Nein, lieber Hans Raimund, das Literaturgeflüster ist nicht böse, zumindest meine ich es nicht so, sondern halte mich der Literatur gegenüber für sehr interessiert und sehr aufgeschlossen!
      Schade, daß Sie es so empfunden haben, wir haben jetzt ja miteinander telefoniert und ich komme auch gerne in die „Alte Schmiede“, wenn Sie den Giotti bei der „Stunde der literarischen Erleuchtung“ vorstellen. Das mit dem Hudeln würde ich auch nicht so sehen, obwohl der Vorwurf öfter kommt, ich bin halt eine literarisch Interessierte, die seit Jahren, drei viermal in der Woche zu literarischen Veranstaltungen geht, eine große Büchersammlung hat, viel liest und auch ihr literarisches Schaffen in einem Internettagebuch darzustellen versucht und das auf eine sehr subjektive, persönliche und ehrliche, offene Art!
      In Wikipedia habe ich natürlich nachgeschaut und wenn Sie meine anderen Artikel lesen, werden Sie vielleicht feststellen, daß sich da in den letzten fünf Jahren doch ein ganz beachtliches Archiv über den österreichischen Literaturbetrieb angesammelt hat, das sonst nicht zu finden ist.
      Mag sein, daß ich einiges mißveranstanden habe, das Bild von dem Mädchen und dem Schaufenster ist aber bei mir hängen geblieben und hat mich sehr beeindruckt und Giotti war mir bisher unbekannt.
      Ich danke Ihnen trotzdem für den Kommentar und vielleicht nehmen Sie mein Bemühen für das, was es sein soll, als einen Schnappschuß der literarischen Berichterstattung, da war eine in Ihrer Lesung und hat sich das und das darüber gedacht, eine die sich sehr für Literatur interessiert und das tut und schreibt was und wie sie kann!
      Und ich denke, meine Berichte sind vielleicht in all ihrer Schwäche für Sie und die anderen Autoren doch sehr interessant, weil sie zeigen, was bei den mehr oder weniger interessierten Besucher so von den Veranstaltungen hängen bleibt und das sollte doch auch nicht zu verachten sein, sondern ist eine vielleicht nicht unwichtige Information!
      So hat es mir jedenfalls einmal Herwig Bitsche damals Residenzverlag kommentiert und ich würde auf einen Blogeintrag bezüglich einer meiner Lesungen oder Bücher „Interessant, aber das und das kommt auch noch dazu!“, antworten, wenn ich mit dem Inhalt nicht zufrieden bin.
      Schade, daß Sie es nötig hatten mich anzugreifen, sollten Sie eigentlich nicht drüberstehen und es aushalten wenn eine über Sie schreibt?

      Kommentar von jancak — 2013-06-27 @ 17:47 | Antwort


RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: