Literaturgefluester

2013-06-06

Bank Austria Literis Stipendiaten

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:15

Vom Bank Austria Literais habe ich an dieser Stelle schon öfter berichtet, das erste Mal bin ich irgendwann um Weihnachten damit in Berührung gekommen, als in der Bank Austria Kundenzeitung ein Gewinnspiel ausgeschrieben war, wo man etwas von der Wieser Edition zwei gewinnen konnte. Die Ausschreibungsfrist war noch nicht zu Ende, da hatte ich schon die neun Bücher im Haus und als ich nachfragte, bekam ich die Auskunft „Da ist wohl der Praktikant zu übereifrig gewesen!“
Dann war etwas in der CA oder Bank Austria Filiale beim Schottentor. Da wurden einige Preisträger vorgestellt und ich habe Annemarie Türk Teodora Dimovas „Die Mütter“ abgeschnorrt und dann das Buch im literarischen Zirkel der Hauptbücherei unter der Leitung von Angelika Reitzer vorgestellt.
Dann gabs den Bank Literis 2020 im großen Sendesaal des Radiokulturhauses, wo ich mir die Renata Serelyte und den Boris Cheronskij nach Hause brachte und hier besprochen habe.
2012 war eine Veranstaltung in der Akademie der Wissenschaften, da gab es dann drei Bücher die ich noch lesen muß und beim Bank Austria Literis werden auch Stipendien, nämlich das Milo Dor Stipendium vergeben, das diemal der Rumäne Lucian Dan Theodorovici und der Ungar Attila Menes bekommen haben. Bücher gibt es da noch keine auf Deutsch, nur ein ein monatlicher Aufenthalt in Wien und eine Lesung mit Textauszügen aus den beiden Büchern in der Hauptbücherei, die wie in der Einleitung betont wurde, schon sehr viele Veranstaltungen mit Kultur Kontakte Austria machte.
Da bin ich noch bei keiner gewesen, was wahrscheinlich zu bedauern ist, denn die Veranstaltung war sehr festlich. Weiß gedeckte Stehtische und es hat schon vor der Veranstaltung Sekt gegeben, dann begrüßte eine Dame mit starken deutschen Akzent von der Bank Austria, sagte, wie sehr sich sich nach den vielen Zahlen für die schöne Literatur interessiere und froh wäre alle in der „Wiener Stadtbücherei“ begrüßen zu dürfen, was schon ein bißchen peinlich war.
Ein Herr vom Kulturkontakt begrüßte auch und sagte, er hätte Geldsorgen, dann kam schon Annemarie Türk und entschuldigte den Rumänen der aus familiären Gründen sein Stipendium nicht antreten hat können. Für ihn las die ehemalige Leiterin des rumänischen Kulturinstituts ein Stückchen auf dem Roman „Bruno Matel“ in der Originalsprache. Da geht es um einen Marionettenspieler, der im Rumänien der Fünfzigerjahre sein Gedächtnis verliert.
Nikolaus Kinsky, nicht der Klaus, las die deutsche Übersetzung, dann folgte Aattila Menes und der ungarische Übersetzer Geörgy Buda, den ich schon ein paar Mal gehört und auch gelesen habe und der heuer den Staatspreis für Übersetzungen bekommt und Annemarie Türk stellte den Stipendiaten vor, der 1961 in Debrecen geboren wurde, von seiner Literatur nicht leben kann und daher auch als Schreibtherapeut und als Trainer bei Alphabetisierungskampagnen bezüglich Roma tätig ist. Sein Roman heißt „Dauerwelle kalt“ und handelt von einer Mutter und einer Tochter in den Siebzigerjahren, die Tochter verbringt ihre Freizeit in Parks und findet die alleinerziehende Mutter peinlich, die eine Brieftasche mit sechsuhundert Forinth und einem Parteiausweis bei der Polizei abgibt, weil sie ansonsten Verfolgungsängste hätte. Es folge eine Diskussion. Annemarie Türk stellte ein paar Fragen zur sozialen Lage Ungarns, Attila Menes meinte, sie wäre sehr schlecht, bedankte sich bei Kulturkontakte und der Bank Austria für das Stipendium, dann gab es es einen Imbiß mit Blätterteigtascherln und was zu trinken. Ich kam mit einer Dame ins Gespräch und konnte die sonstigen Besucher, den Sascha, Cornelius Hell, etc beobachten und bin gespannt, wann es die Bücher in Deutsch geben wird. Der Wieser scheint es nicht mehr zu machen, zumindest hat Annemarie Türk angedeutet, daß der Sinn des Stipendiums ist, daß die Autoren mit den Verlagen in Kontakt kommen.

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