Literaturgefluester

2013-06-09

Vendetta

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:15

Es geht gleich weiter mit Venedig und Donna Leon, nämlich mit Commissario Brunettis vierten Fall „Vendetta“, was, wie ich ergooglet habe, soviel wie „Blutrache“ bedeutet und es wechselt aber ein bißchen das Genre. Ist es ja, bei „Wie durch dunklesGlas“ und „Endstation Venedig“ um die Umweltverschmutzung gegangen, geht es hier um den Frauenhandel.
Es beginnt auch nicht in Vededig, sondern auf der Autostrada kurz nach der österreichischen Grenze (wo ja angeblich der Balkan beginnt), denn da verunglückt ein Laster und in ihm waren acht bulgarische oder rumänische blonde Frauen. Dann wird es wieder typischer, denn im Zug von Padua nach Venedig wird der Avvocato Carlo Trevisan, ein stadtbekannter Politiker und Wirtschaftsanwalt, ermordet aufgefunden. Seine Frau ist eine Charitylady und es gibt auch eine fünfzehnjährige Tochter namens Francesca und da wird es unkorrekt und beginnt mir zu mißfallen. Denn die Sekretärin Elettra, die auch in den anderen Krimis vorkommt, hat eine Schwester, die Ärztin ist und bei ihr waren Tochter und Mutter in Behandlung und die Ärztin erzählt dem Commissario einfach so von einer Geschlechtskrankheit der Vierzehnjährigen, bei den Krankheiten der Mutter verweigert sie aber die Auskunft. Was hat das mit dem Fall zu tun?
Nichts und die kleine Francesca ist auch ein bißchen das Opfer, das überbleibt, sie war jedenfalls mit der Brunetti Tochter Chiara bekannt und die beginnt zu recherchieren, bzw. fragt sie ihren Papa, was er ihr dafür gibt, wenn sie sich ein bißchen herumhört, Paola Brunetti wird daraufhin wütend, denn sie will keine Spionin als Tochter haben und Chiara bringt dann auch ein verräterisches Video, aber wieder schön der Reihe nach.
Es wird noch ein zweiter Mann ermordet, ein bekannter Steuerberater aus Padua und in den Notizbüchern der beiden toten Männer finden sich viele Telefonnummern, die in den Ostblock, bzw. in eine berüchtige Bar in Mestre führen. Dort wird Prostitution betrieben und Brunetti folgt einer Mara auch in ihr Zimmer, die ihm erzählt, wie sie unter falschen Voraussetzungen von Brasilien nach Italien gelockt wurde und sich dann verkaufen mußte.
Brunetti verhört noch einmal Signora Trevisan, die mit dem Kompagnon ihres Mannes, der die Firma übernehmen wird, liiert ist und philosophiert über die Zustände Italiens, wenn einer im großen Stil betrügt, wird er Mann es Jahres, klaut er eine Handtasche, kommt er in den Knast, etc.
In einem Restaurant wird eine sehr teure Brille gefunden und die gehört einer Ex-Jugoslawin, die ein Reisebüro betreibt und mit dem Steuerberater essen war. Sie ist auch noch im selben Zug nach Venedig zurückgefahren, in dem auch der Avvocado war und Signora Trevisans Bruder wird auch noch ermordet.
Am Schluß kommt Chiara mit dem Video daher, das ihr Francesca gab, als sie fragte, warum ihr Papa ermordet wurde und darauf ist zu sehen, wie in Bosnien Frauen vergewaltigt und ermordet werden.
Die harten Typen dort drehten solche Dinger, die drei seriösen Herren wollten sie vertreiben und Regina Ceroni, die sich vom Strich hochgearbeitet hat, hat die Blutrache an den drei Schurken verübt, der Commissario bringt sie ins Gefängnis und geht dann schlafen.
Als er am nächsten Morgen in die Questura kommt,hat der Staatsschutz, die Schöne abgeholt und nach Padua gebracht, dort wird sie erhängt in ihrer Zelle aufgefunden, vorher hat sie noch gestanden, daß sie drei Männer nicht wegen der Videos, sondern, weil sie sie erpressten, umgebracht.
Ja ganz Italien ist korrupt und Polizist Della Corte hat schon gewußt, warum er seinen Kollegen nicht traut. Wir haben jetzt wieder in spannender Form von den Schlechtigkeiten, die in dieser Welt passieren, gelesen und Chiaras Frage, warum man solche Videos dreht oder solche Krimis schreibt bzw. liest, ist damit wieder nicht beantwortet.
Donna Leon wird aber sicher weiterschreiben und ich werde weiter sammlen, bzw. die vier die noch auf meiner Liste stehen, Fall 6, 8, 10 und 14, gibt es derzeit, nach und nach zu Ende lesen.

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