Literaturgefluester

2013-07-18

Der Kuss des Morgenlichts

Filed under: Uncategorized — jancak @ 18:06

Jetzt kommt ein Buch über „Nephilime“, das heißt gefallene Engel bzw. Untote, auf den Spuren von Stephenie Meyer höchstwahrscheinlich, von Leah Cohn, die ich unter dem Namen Julia Kröhn auf ihren Blog schon sehr lang verfolge und auch der Entstehung des Buches ein bißchen miterleben konnte.
Julia Kröhn wurde 1975 in Linz geboren, hat Philosophie, Theologie und Religionswissenschaften geschrieben, das erste Buch bei „Resistenz“ dem rührigen Linzer-Kleinverlag, wo einige meiner GAv-Kollegen ihre Bücher haben, herausgegeben und ist dann nach Frankfurt gegangen, wo sie eine Zeitlang beim Fernsehen arbeitete, bevor sie unter verschiedenen Pseudonymen und Identitäten, Julia Kröhn, ist auch dabei dabei, historische Romane, Romane über Patagonien, Kinderbücher, etc herausbrachte.
Sie scheint eine sehr disziplinierte und bemühte Schreiberin zu sein und es war sehr spannend von den verschiedenen Identitäten, Lizenzausgaben, etc auf ihrer Seite zu lesen, dann hat sie ein Kind bekommen, weniger gebloggt und ist jetzt hauptsächlich auf Facebook unterwegs, wo ich nicht hineinkomme.
„Der Kuss des Morgenlichts“, das Buch, das mich wohl auch am meisten interessiert, ich habe ein bißchen einen kitschigen Geschmack und das Historische von den Ammen und den Päpsten im Frankreich des Mittelalters interessiert mich nicht so sehr, lag vorige Weihnachten bei „Thalia“ auf dem 3.99 Stoß und so war es ein sehr spannendes Lesen, das ich vorhin bei meinem viereinhalb Tage Marathon mit dem Rad an der Traisen hatte.
Es spielt in Salzburg und bei Hallstadt, also auch eine schöne Sommerfrischengegend und da ist Sophie Richter, zu Beginn gerade neunzehn Jahre alt, sie studiert am Mozarteum, will Pianistin werden, ist aber so schüchtern, obwohl enorm begabt, daß sie von ihren Kommilitoninnen „Japanerin“ genannt wird und die fesche Hanne Lechner, die Sängerin werden will, stellt ihr den begabten Cellisten Nathanael Gregori vor, das heißt sie nimmt sie in den Saal mit, wo er Rachmaninov spielt, will mit ihm Klavier spielen, aber der will das nur mit Sophie und eine schüchterne Liebe beginnt, wo Sophie erst einmal ein paar Wochen, wie in Trance herumläuft oder mit ihm auf den Mönchsberg geht. Nathanael hat aber eine unangenehme Eigenschaft, er verschwindet regelmäßig, ohne zu sagen, wo er war und erzählt auch sonst kaum was von sich. Er scheint auch nichts zu essen, küßt aber ausgezeichnet im Morgenlicht und so kommt es dazu, daß Sophie von ihm schwanger wird, worauf er ihr einen bösen Brief schreibt und verschwindet.
Sieben Jahre später hat Sophie das Klavierspiel aufgegeben und schreibt jetzt Musikerbiographien, hat von ihrem Vater ein Haus am Hallstädtersee geerbt, in dem sie nun den Sommer mit ihrer Tochter Aurora verbringen will, weil sich die nach ihrem siebenten Geburtstag seltsam verändert hat und fast autistisch vor sich hinstarrt.
In der revoierungsbedürftigen Villa wird es aber auch nicht besser, taucht da doch ein schwarz gekleideter Mann namens Caspar von Kranichstein auf und beginnt Aurora zu hypnotisieren, so daß sie plötzlich Englisch, sowie Italiensich spricht, Gedankenlesen kann und alles weiß.
Sophies Freundin Nele, die Kinderpsychologin ist, rät ihr ein Kindermädchen zu nehmen und es stellt sich auch eine Cara mit grünen Augen vor und als Sophie einmal ihr Telephongespräch belauscht, hört sie Sätze wie „Sie hat keine Ahnung, man sollte sie einweihen“ etc.
Sophie bricht zu Caras Haus auf und trifft dort Nathanael wieder, sieht ihn in der Nacht mit Caspar mit dem Schwert kämpfen und legt ihm ihr Handy hin, damit sie noch ein Telephongespräch mitbkommen kann.
Da hört sie dann etwas von „Felim“ oder „Filim“ und das kluge Töchterchen klärt sie auf, daß sie nach „Nephilim“ goolen oder besser in der Bibel nachschauen soll.
Da kommt aber schon Nathanael mit Cara, der ihr alles erzählt. Er ist ein solcher Engel, da gibt es böse und gute, er ist ein Guter, hat aber auch schon Menschen getötet, darunter einen Cellisten, damit er seine Fähigkeiten bekommt. Ja richtig, in Salzburg, aber auch jetzt, traten ungeklärte Mordserien auf, wo Menschen das Herz herausgeschnitten wurde, ect.
Caspar ist ein böser und er und Nathan sind verfeindet und wollen die Macht übereinander bekommen und auch Aurora haben, bei der sich nach dem siebenten Geburtstag die nephilimen Kräften entwickelt haben, die jetzt gefördert werden müßen.
Nachdem Sophie alles weiß, kommt es zu Kämpfen, denen gegenüber auch die Polizei machtlos ist, Cara soll ihren Bruder, das ist Caspar, sie hat die Seiten von den Bösen zu den Guten gewechselt, töten. Caspar will zuerst Sophie und dann Aurora in die Gewalt bekommen, die kämpft auch schon mit dem Schwert, rollt dann aber einen Abhang hinunter und als sie im Krankenhaus wieder erwacht sind ihre übersinnlichen Kräften weg und kann sich an die Zeit nach ihren siebenten Geburtstag nicht mehr erinnern.
Nathan nimmt Sophie das Versprechen ab, doch wieder Klavier zu spielen, versichert sie seiner Liebe. Er ist nur um sie zu schützen geflohen und Cara hat ihren Bruder doch nicht getötet, so daß er, wie die letzten Worte lauten, wenn er auch keine Ahnung hat, wozu, weiterleben wird.
Ich weiß das vielleicht ein bißchen, gibt es inzwischen ja einen zweiten Band „Der Fluch der Abendröte“, wo Auroras magische Kräfte vielleicht wieder begonnen haben.
Weitere Bände, steht auf Julia Kröhns Seite, sind nicht geplant. Jetzt hat sie unter Sophia Cronenberg „Das Efeuhaus“ geschrieben, das ich ich bei meinem Buchhandlungstag bei „Thalia“ gesehen, aber irgendwie vergessen habe, hineinhzuschauen.
Eine fleißige Schreiberin, die auch unter Carla Federico aktiv ist, mit ihren Pseudonymen, wie sie bei Gebrauchsschreiberinnen üblich zu sein scheinen und von den Verlagen so verlangt werden, wie sie bei Interviews sagt, keine Probleme hat und sich bei Lesungen auch mit „Guten Tag ich bin Julia Kröhn und lese jetzt aus einem Buch, wo ich als..“ vorstellt. In der Fischer-TB Ausgabe wird bei den Biographienangaben aber von dem Pseudonym nichts erwähnt.

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