Literaturgefluester

2013-07-27

Glücksstern mit Schwips

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:43

Nachdem mir Martina Gercke freundlicherweise ihr neues Buch „Glücksstern mit Schwips“, zur Verfügung stellte, hatte ich Gelegenheit mich in ihren „Gute- Laune- Roman über die Liebe und wie das Schicksal manchmal seine eigenen Wege geht“, einzulesen und mir Bild über ihren Schreibstil zu machen.
Sarasati Sandana Elisabeth Wegner ist neunundzwanzig, Graphikerin in einer Werbeagentur und weil ihre Hippiemutter, die außerdem noch Sexualtherapeutin ist, ein so chaotisches Leben führt, daß sie sich noch mit Sechzig Cannbisrauchend in ein Gewächshaus setzt, obwohl das doch in Deutschland verboten ist, wünscht sie sich ein stinknormales Leben mit dem Rechtsanwalt Florian, „den ordentlichsten Menschen auf der Welt“, den sie auch gerne heiraten würde, wenn das nur in seinen Karriereplänen vorgesehen wäre.
Trotzdem erwacht sie des Morgens aus wunderschönen Träumen mit Florian David Fitz. Mit Brad Pitt hat sie in ihren Phantasien auch schon geschlafen und muß in ihre Werbeagentur, die nur einen Haken hat, daß sie ihre Erzfeindin Susanne Walter, die sie schon in der Schule nicht leiden konnte, zur Chefin hat, die sie zur Schnecke macht und „Brillenschlange“ nennt.
Am Abend hat Sara ihren „Mädelabend“, wo sie sich zuerst in der „Bullerei“ treffen, dann im „Goldfischglas“ etwas trinken und schließlich in „Hassans Dönerbude“ landen, der serviert den Mädels zum Abschluß einen roten Likör namens „Ask Iksiri“ und Sara hat eine seltsame Begegnung mit einer alten Frau, vergißt schließlich noch ihre Handtasche, wird mit einem dunkelhaarigen Typ in ein Taxi gesetzt und am nächsten Morgen wacht sie in ihrer Wohnung auf und vor ihr steht ein wunderschöner halbnackter Mann, nennt sie „Meisterin“ und erzählt ihr, er wäre ein Dschinn aus einer zerbrochenen Flasche und muß nun ewig bei ihr bleiben….
In diesem Moment erscheint Florian, so daß Sara nichts anderes überbleibt, als ihn als ihren schwulen Mitbewohner Jim vorzustellen und fortan sind alle Frauen, denen Jim begegnet, ihm verfallen und die Hormone beginnen zu rotieren.
Jim hat aber nur Augen für Sara und erfüllt ihr alle Wünsche. So gewinnt sie eine teure Kaffeemaschine und Susanne Walter ihre unmögliche Chefin, die Saras tolles Konzept für die „Frostbeule“ unterschlagen hat, bekommt die Beulenpest und Florian, das hat wahrscheinlich nichts mit dem Dschinn zu tun, muß plötzlich nach London fliegen, so daß Sara ihm, der sie beharrlich „Meisterin“, nennt Hamburg zeigen kann.
Er trinkt im Gegensatz zu ihr und ihren Mädels keinen Alkohol, kocht wunderbar Honiglamm, serviert italienisches Eis und küßt auch großartig, aber nur wenn sich das Sara wirklich wünscht.
Es kommt, wie es kommen muß, während Susanne Walter auf die Isolierstation evakuiert wird, wünscht sich der „Frostbeulenchef“ doch ein anderes Konzept, so daß Sara und ihre Freundin Melanie, dieses aus Susannes Schreibtisch holen und alle sind begeistert von dem fangfrischen Fisch mit der Seejungfrau und dem Piraten und diesen muß natürlich Jim spielen und für Melanies Hochzeit sucht er für sie ein wunderschönes rotes Kleid aus, das so teuer ist, daß es sich Sara niemals leisten kann.
Es kommt auch zum Sex zwischen den beiden, als Sara aber dem moralischen Dschinn, der ihr niemals etwas Bösen will, gesteht, daß sie Florian heiraten wird, verschwindet er und jetzt hilft das Wünschen vorerst nichts.
Obwohl Sara zu Florian geht, um ihre Beziehung aufzulösen und der das dann noch vor ihr tun und ihr auch ihren Zyklusplan, den er für alle Fälle aufgezeichnet hat, zurückgibt.
Am Ende beginnt Sara mit ihrer Freundin Anna, einer Chirurgin, die immer Pech mit den Männern hat, nach Jim zu suchen, der ihr noch mit seinen besten Wünschen das rote Kleid zustellen ließ.
Daß sie sich ihn nur wünschen muß, hat sie vergessen. So bricht sie verzweifelt in Hassas Dönerbude ein, der ihr zuerst nur mitteilt, daß der Likör leider ausverkauft ist, dann aber doch mit einem alten Fläschchen seiner Mutter kommt.
Sara löst den Stöpsel und der Dschinn hat seinen „Glücksstern“ wieder….
Ein, wie Sven Schroder feststellen konnte, garantiert plagiatfreies „Gute-Laune-Buch“, das vielleicht an manchen Stellen ein bißchen langatmig und unlogisch ist, so besteht Saras Frauenrunde, wenn ich mich nicht verrechnet habe, aus drei Mädels Anna, Leonie und Claudia, warum serviert ihnen Hassan dann fünf Schnäpse, bzw. der Kellner der „Bullerei“ sechs, als dort noch Annas schwuler Chirurgenkollegen abgeschleppt werden soll?
Ein paar allgemeine Weisheitssätze zuviel, Wie „Das Leben ist kein Ponyhof“ oder „einmal ist einmal zuviel“, befinden sich meiner Meinung nach auch darin, aber auch der Satz „Jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient“ und dann gibt es auch ein paar schöne Stimmungsbilder, die auf Hamburg und sein Feeling neugierig machen.
Ein Roman für den Sommer, wie die die Autorin und die Mädels, die ihn bei der Lovelybook-Leserunde gewinnen wollen, schreiben.
Es gibt auch schon ein paar Rezensionen, die von spannender Unterhaltungsliteratur ohne allzu große literarischen Ansprüche, schreiben und Sven Schroder hat auch noch herausgefunden, daß das Buch inzwischen auf Platz 690 des Amazon Bestseller Rankings liegt.
Spannend, die weitere Entwicklung zu verfolgen und wer jetzt neugierig ist, auf einige Entwicklungen und Handlungsstränge bin ich gar nicht eingegangen, bei Lovelybook kann man das Buch noch bis Ende des Monats gewinnen und ein Gewinnspiel auf Martina Gerckes Facebookseite gibt es auch.

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