Literaturgefluester

2013-08-07

Feinschliff

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:03

Am Montagnachmittag habe ich, da ich erst ab fünf zwei Stunden hatte, die Ruth um zwei zum Kaffee getroffen und sie hat mir ein Erdbeerparfait mitgebracht, das über geblieben ist, weil Robert Eglhofer Geburtstag hatte.
In der Sommerhitze sind wir in der Krongasse auf der Terrasse gesessen und haben uns über Rolf Schwendters Tod unterhalten, sie hat mich darauf aufmerksam gemacht, daß es trotzdem eine Poet Night im September geben wird, zu er ich mich schon angemeldet habe.
Die Ruth wird demnächst nach Salzburg zu den Festspielen fahren und hat mir auch erzählt, daß sie sich für ihr neues Buch eine Lektorin genommen hat. Ja, ja, das sind die neoliberalen Zeiten, wo die Verlage alles ausgliedern und der Autor selbst für das Lektorat sorgen muß. Sie ist schon sehr gespannt darauf, was die Lektorin sagen und ich bin sehr gespannt auf ihr neues Buch, das demnächst erscheinen wird.
Am Abend habe ich sie dann noch einmal am Rathausplatz getroffen, wo es im Richard Wagner Jahr die ersten zwei Akte der „Götterdämmerung“ in einer, wie ich finde, sehr schlechten Inszenierung gegeben hat.
Am Dienstag habe ich dann am Morgen Roman Marchels „Wir waren da“ ausgelesen, das neue „Residenz-Buch“, das am 6. 8. erschienen ist und eine spannende Erfahrung gemacht, daß es auch bei Neuerscheinungen sehr leise und bedächtig gehen kann.
Dann hatte ich eine Kinderdiagnostik und zwei Stunden und habe, bevor ich wieder in meine Sommerfrische gefahren bin, das ist jetzt, wenn ich mich nicht irre, die sechste Woche, das erste Kapitel meines „Dreizehn Kapitel Buchs“ korrigiert. Da wollte ich ja eigentlich sehr viel ändern oder es überhaupt neu und umschreiben, damit das mit den Bücherbergen und den Leselisten für zehn Jahren vielleicht ein bißchen fetzig rüberkommt.
Derweil habe ich das aber noch nicht allzuviel, nur festgelegt, was geändert werden soll.
Stefan Horetzkys Töchter werden Klara und Klaudia mit K heißen und dann nach Harland gefahren, um mich in eine intensive Korrekturwoche zu begeben, wo es um den Feinschliff gehen wird.
Dazwischen gab es dann ein bißchen Aufregung, denn leider ist das Internet ausgefallen. Wahnsinn, wie schnell man davon abhängig wird. Aber zum Korrigieren brauche ich es ja gar nicht und eigentlich wollte ich ja weniger Bloggen, aber einen Schreib- bzw. Sommerfrischenbericht trotzdem geben, denn irgendwie stehen wir ja in der Mitte des Sommers und die Herbstbücherproduktion ist schon voll im Anlaufen. Das betrifft mich ja nicht sosehr, obwohl ich in den letzten zwei Wochen ja ein ganzes Rohkonzept geschrieben habe, aber am nächsten Mittwoch, den 14. 8. geben sie in Frankfurt, glaube ich, die heurige Longlist des deutschen Buchpreises bekannt.
Zwanzig Bücherneuerscheinungen, die man unbedingt gelesen haben sollte. Auf meiner Leseliste steht dagegen Tanja Maljartschuks „Biografie eines zufälligen Wunders“, ein „Residenz-Buch“, das am 27. August erscheinen wird und in der Badewanne habe ich vorhin Helene Hegmanns „Axolotl Roadkill“, der Aufreger vom Frühjahr 2010 gelesen, den es vor ein paar Wochen bei „Thalia“ um 3.99 gab und Buzzaldrin hat mich darauf aufmerksam gemacht, im August erscheint ein neues Hegemann-Buch, so daß man sich natürlich fragt, ob das auf der zwanzig langen Bücherliste stehen wird?
Thomas Glavinic, der österreichische Superstar, hat ein neues Buch geschrieben, das auch im August erscheinen wird, das stellt er bei den O-Töne vor und ist wie ich http://www.buecher.at entnehme, da für den „Wilhelm Raabe-Preis“ nominiert. Wird er auch auf der langen Liste stehen und wer noch?
Am Mittwoch werden wir es wissen und es ist ohnehin egal, weil es ja wahrscheinlich ein paar Jahre dauern wird, bis ich die Bücher in den Schränken oder in den Ein Euro Abverkaufskisten finden werde und ich habe ohnehin schon so eine lange Leseliste und will eigentlich gar nichts Neues mehr nehmen. Wenn ich das nur schaffe, denke aber irgendwie ganz glücklich, daß ich das ja gar nicht schaffen muß. Luxusprobleme. Also welche Bücher werden auf der langen Liste stehen? Vielleicht ist der neue Köhlmeier und der neue Schindel dabei, die ich ja auch noch lesen muß.
Ja, die Neuerscheinungen kommen und machen neugierig, die Leute schreiben eben sehr viel und wer wird das alles lesen? Diese Frage stellt sich immer noch und ist auch egal, denn ich lese was ich kann, bin dabei sicher an der Spitze, der Semiprofessionellen Literaturblogger oder erfolglos literarisch Schreibenden, schreibe auch sehr viel und schnell und das auf mich aufmerksam machen, scheint mir immer noch nicht zu gelingen, ist aber ebenfalls egal, weil ich es ja offensichtlich nicht ändern kann.
Ein paar Hinweise auf Veranstaltungen sind am Dienstag auch zu mir gekommen, so findet nächste Woche in Raabs an der Thaya das jährliche „Poetenfest“ des Richard Pils statt. 2000 habe ich da, glaube ich, einmal gelesen und meine „Wiener Verhältnisse“ vorgestellt. Seither war ich nie mehr dort. Es hat mich auch niemand zum Lesen eingeladen, wäre aber vielleicht ein passender literarischer Ausflug, auch wenn man dort, glaube ich, Eintritt zahlen muß und einen Ankündigungshinweis für literarische Veranstaltungen am 21. und 23. August in Schloß Kittsee, wo unter anderen, die Petra Ganglbauer liest, habe ich auch bekommen, aber das ist, glaube ich, ein Mittwoch und ein Freitag und Kittsee auch von Harland weit entfernt und ich will diese Sommerfrischenwoche hauptsächlich korrigieren und am Mittwoch, wenn ich es zusammenbringe mit dem Rad nach Herzogenburg fahren und auch ein bißchen beim „Lidl“ einkaufen und wenn ich sehr fleißig bin, kann ich mich auch an meinen Schwendter-Text machen, den ich ja fürs „Volksstimmefest“ schreiben will und für die Poet Night kann ich ihn vielleicht auch brauchen. Lesen werde ich nach der Helene Hegemann, die Thriller und Spannungsbücher, die ich mir vorige Woche aus Wien mitgenommen habe, zweimal Sebastian Fitzek und ein Buch über die „Welt der Lisbeth Salander“ steht da auf der Liste, bis die deutsche Buchpreisliste bekanntgegeben wird und ich erfahre, was der literarisch Interessierte in diesem Bücherhebst lesen soll, aber das bin ich ja gar nicht, meinen meine Kritiker immer wieder und so kann ich lesen und schreiben was und wie ich will und das habe ich in diesem Supersommer auch vor und wenn es mir noch ein bißchen gelingen sollte, meine „Dreizehn Kapiteln“ ein bißchen literarisch zu korrigieren und damit auch Aufmerksamkeit zu bekommen, wäre das ja auch sehr schön.

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