Literaturgefluester

2013-08-11

Bücherberge

Filed under: Uncategorized — jancak @ 20:48

Frisch vom „Göller“ zurückgekommen, möchte ich mich wieder den Bücherbergen widmen, den eigenen und denen der anderen, denn der Sommer beginnt sich ganz langsam dem Ende zuzuneigen und die Herbstproduktion beginnt. Das Thema Buchhandlungen und Buchhandlungssterben wurde ja schon die ganze Zeit bei „Steglitz Mind“ thematisiert, da die derzeit Büchhändler interviewt, die alle von der Buy Local Kampagne schwärmen und da kam gestern Wolfgang Tischer vom Literaturcafe daher, hat „Landgericht“ gelesen und da herausgefunden, daß es da 1929 eine authentische Kampagne gegen den Tonfilm gab und hat gleich ein Flugblatt gegen E-Books umgemünzt. Ich meine, wir sind da schon ein bißchen weiter und das E-Buch ist auch nicht mehr so bedrohlich, Amazon hat sich den Selbstpublishern geöffnet, was sicher eine positive Initative ist, sonst weiß ich gar nicht, wieviel die Leute wirklich E-Books lesen, im Vorjahr hat mir Haymon ein paar seiner Vorschauen als E-Buch geschickt, aber damit aufgehört, jetzt habe ich Martina Gerckes „Glücksstern mit Schwips“ gelesen und die soll laut Sven Schröder dreihundert Dollar pro Tag an ihren Büchern verdienen, eine Zahl die ich mir immer noch nicht vorstellen kann und sicher bin, daß, wenn ich die „Dreizehn Kapiteln“ hineinstelle, das niemand kauft.
Aber mal sehen und ausprobieren. Im „Standard“ war am Wochenende ein Artikel, daß es den Buchhandlungen schon wieder besser geht und Gerald Schantin vom Hauptverband ist, glaube ich, für Preiserhöhungen. Da würde ich zwar denken, Bücher sind ohnehin sehr teuer, was den Normalpreis betrifft. Zum Glück gibts ja die „Offenen Bücherschränke“ und die Schnäppchen und da hat sich diese Woche auch einiges getan. Diesmal habe ich nämlich einen ganzen Sack zur Telefonzelle vis a vis der „Seedose“ hingetragen, weil die Anna ihre Wohnung renoviert, das Bücherregal hinausgeschmissen hat und auch eine Schachtel Bücher, da waren sehr viel Exemplare zum „Welttag des Buches“ und die von der „Eine Stadt-ein Buch Aktion“, die ich ihr gebracht habe, drinnen, also habe ich das in die Telefonzelle gelegt, bei Interesse hinschauen, vielleicht sind sie noch da. Ein Harris „Das Schweigen der Lämmer“ war auch dabei.
Ansonsten bin ich schon sehr gespannt, was da am Mittwoch bezüglich der dBP-Longlist bekanntgegeben wird und übe mich schon im Rätselraten, beziehungsweise habe ich mich da bei den Neuerscheinungen ein wenig umgehört. Denn das ist ja eine interessante Vorstellung, daß da in den nächsten Wochen wieder ein Haufen neuer Bücher erscheinen werden, die die Autoren gerade oder auch schon vor längerer Zeit geschrieben haben. Auf der Facebookseite des dBP steht, daß aus zweihundert Büchern ausgewählt wurde, eine gigantische Zahl, die natürlich noch viel höher ist, weil ja, glaube ich, beim dBp nur bestimmte Verlage einreichen, Romanen müßen es auch sein, etc, dann gibt es aber noch die Hotlist und natürlich die Selbstpulischer und ab Mittwoch sollen wir dann unbedingt zwanzig Bücher bis Weihnachten lesen, die dann in aller Munde sein werden.
Die Facebookseite hat schon die Rückseite der Tafel gezeigt, wo die Namen stehen und die Leute gefragt, welche drei Bücher würdet ihr hinaufschreiben?
Nun was gibts für Neuerscheinungen? Die Helene Hegemann hat was, der Thomas Glavinic hat glaube ich vom Mont Everest geschrieben, der Daniel Kehlmann ein Buch das „F“ heißt, der Norbert Gestrein stellt in den O-Tönen sein neues Buch vor, auf der Wilhelm Raabe Liste stehen auch zwölf Bücher. Ich würde ja einmal „Kerstins Achterl“ und „Zum Sterben sollte man zu Hause sein“ vorschlagen. Bücher, die ja leider sicher nicht daraufstehen werden, aber trotzdem vorhanden sind. Ansonsten bin ich gespannt, was sich von den Neuerscheinungen darauf finden wird? Ich habe inzwischen vom „Residenz-Verlag“ noch „Julian Schuttings „Blickrichtungen“ dazubekommen, bin bereits beim Lesen und war am Nachmittag enttäuscht, als ich „Ex Libris“ anhörte, denn da scheint es ein Sommerprogramm und eine Sparschiene zu geben. So stellte Peter Zimmermann drei philosophische Bücher vor, die zwar sicher auch interessant sind, natürlich, aber eigentlich sollte es ja um die Neuerscheinungen und um die Frage geben, was zum Beispiel auf der dBP Liste steht, denke ich.
Bei den Thalia Abverkaufkisten hat mir der Alfred vor zwei Wochen zwölf Bücher gekauft. Eines davon war Kathrin Schmidts „Du stirbst nicht“. Das dBp-Preis Buch von 2009, als alle glaubten Herta Müller würde den Preis gewinnen und ich habe die Bücher auf meine Leseliste von 2025 gestellt und kann da gleich eventuelle Fragen meiner Leser beantworten, was aus meinen Buchbeschränkungsplänen geworden ist, beantworten. Wie ich die publizierte, hatte ich, glaube ich, eine Leseliste bis 2018 oder 19, dann habe ich in meinen Regalen umgeräumt und versucht möglichst alles Ungelesene auf die Listen zu setzen.
Bei 2025 mache ich aber Schluß, weil ich ja nicht vielleicht versterben und eine Endlosliste hinterlassen will. Nehme ich mir inzwischen weniger Bücher? Nicht wirklich. Ich gehe zwar weniger hin und mache auch nicht mehr soviele Umwege, so war ich im Sommer in Wien zum Beispiel kaum bei einen der Schränke, dafür komme ich einmal in der Woche bei der „Seedose“ vorbei und wenn ich dann was finde, kann ich es nicht immer liegen lassen. So daß sich wieder einiges ansammelt, was nicht auf meinen Listen steht.
Nun gut, es gibt ja wirklich Bücherberge, die Frankfurter Buchmesse wird es wieder zeigen und ich komme mit meiner 2013 Leseliste und meinen Sommerbüchern bzw. Herbstvorschauen eigentlich gut voran. Hundertsechzig Bücher werden es 2013 wahrscheinlich werden und die, die da daraufstehen sind auch sehr interessant und so bin ich gespannt, ob ich vielleicht schon etwas, von dem, was auf der Longlist steht, gelesen haben werde?
Da ja auch die Frühjahrsneuerscheinungen draufkommen, könnte es bei der Doris Knecht, dem Köhlmeier und dem Robert Schindel klappen, die ich noch lesen muß. Ob ich jemals an den neuen Glavinic, Hegemann, etc komme, weiß ich nicht, es ist auch nicht wirklich sinnvoll, aber spannend, spannend, natürlich, denn es gibt ja sehr viele oder auch zuviele Bücher und das ist eigentlich sehr schön….

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