Literaturgefluester

2013-08-29

Putztag und Abschiednehmen

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:15

Jetzt geht die Sommerfrische langsam zu Ende, was, nachdem sich auch das Wetter umwandelte und es nach der langen Sommerhitze inzwischen regnerisch und herbstlich ist, vielleicht gar nichts macht, wieder ständig nach Wien zurückzukehren, wo langsam langsam auch die Veranstaltungen wieder beginnen und die ersten Herbstprogramme eintreffen.
Zwei Tage sind es, die ich diese Woche in Harland bin, da wir schon am Freitag nach Wien fahren werde, weil der Alfred am Samstag wieder in die neue WU muß und ich am Vormittag auf den Baumgartner Friedhof zum Schwendter-Begräbnis gehen werde und am Nachmittag aufs Volksstimmefest.
Wie diese Sommerfrische war? Wieder sehr schön und sehr schreibintensiv. Das Wetter war traumhaft, sechs Wochen fast durchgängig Hitze und ich bin auch sehr produktiv gewesen, wie man an meinen Blog, bei dem im Juli sehr oft zwei Artikel pro Tag erschienen sind, ersehen kann.
Angefangen hat es mit dem Bachmannkolloquium in der ersten Woche, da gab es noch „Fünf Jahre Literaturgeflüster“ zu feiern und die Auflösung meines „Dreißig Bücher Rätsels“.
„Das Literaturgeflüster-Texte-Buch“ ist fertig geworden und wartet jetzt auf Alfreds Korrekturen. Dann bin ich gleich mit ein paar StadtschreiberArtikeln und einem sehr intensiven Leseemarathon gestartet, bevor ich das Rohkonzept für mein nächstes Buch, den „Dreizehn Kapiteln“ in etwa zwei Wochen heruntergeschrieben habe. Das ist zwar etwas, was mir ein bißchen Sorgen macht, daß ich derzeit nicht an einem Roman, wie ich das ja gerne möchte, ein Jahr arbeiten kann. Die Flüchtigkeit ist sicher da und zu bemängeln und wahrscheinlich auch ein Produkt des mangelnden Feedbacks.
Da kam ja in Juni ein Kommentar von Hans Raimund, daß meine Artikeln langweilig und desinteressiert wären, etwas, was ich mir, wie meine Leser wissen werden, ohne, daß ich sehr viel daran ändern kann, zu Herzen nehme und auch zu dem Schluß gekommen bin, daß mein Problem offensichtlich darin besteht, daß ich das Interesse nicht erregen kann.
Warum das so ist, weiß ich selber nicht so genau, scheint aber so zu sein und so kamen auch kürzlich zwei Kommentare, die von einem Spaßvogel oder Spamer zu stammen schienen, der meinen Bericht über die „Studentenlesung“ als trottelig empfand, was ich ein wenig „trottelig“ finde, einfach über einen Text von jemanden, den man vielleicht nicht sofort versteht, drüberzufahren, weil sich im Internet ja offensicht nur „Schrott befindet“, wie das gängige Vorurteil lautet.
Nein, ich glaube nicht, daß das Literaturgeflüster trottelig, aggressiv, böse, uninterssant und desinteressiert ist oder, wie die Meldungen schon kamen.
Ich glaube, es ist der bemühte, engagierte Literaturbericht einer seit vierzig Jahren „erfolglos“ schreibenden Frau, die die Möglichkeiten des Internets nützt auf sich aufmerksam zu machen und ihr literarisches Leben zu dokumentieren.
Das Erstere gelingt offenbar nicht, soll so sein, beziehungsweise kann ich es nicht verändern. Werde aber trotzdem weitermachen, in meiner Sprache, meinen Schachtelsätzen, meiner Umständlichkeit oder wie auch immer, so gut ich es kann und versuchen mich nicht darüber zu ärgern, daß das Literaturgeflüster offensichtlich nicht so viel Begeisterung erregt, wie ich es gerne hätte.
Es muß ja niemand meine Artikeln lesen, ich werde aber trotzdem weiterschreiben, so gut ich es kann, jetzt erst einmal die Harlander-Wohnung putzen, die Eva Rossmann lesen und die „Dreizehn Kapiteln“ korrigieren, die ich eigentlich für gut gelungen halte.
Wie das „Haus“ ist dieser Text, der wahrscheinlich eine Erzählung ist, sehr kurz geworden und wie beim „Haus“ ist mir die Idee dazu schon ein halbes Jahr früher gekommen, bevor ich sie ausgeführt habe. Beim „Haus“ habe ich zuerst die „Radiosonate“ zu Ende geschrieben bzw. korrigiert, bei den „Dreizehn Kapiteln“ waren noch „Kerstins Achterln“, „Zum Sterben sollte man zu Hause sein“ und die „Literaturgeflüstertexte“ fertig zu machen, bevor ich mich im Sommer an das Schreiben machte.
Knapp und schnell sind die „Dreizehn Kapiteln“ aus mir herausgeflossen und man kann natürlich fragen, warum es länger dauern oder länger werden muß?
Trotzdem habe ich schon wieder die Idee mit dem Nächsten länger zu werden, vielleicht wirklich ein halbes Jahr bis Jahr an dem Rohtext zu arbeiten, weil ich da sicher über einige Schwächen, die ich bestimmt noch habe, kommen kann, wenn ich dann aber wieder höre, daß das Ergebnis „trottelhaft“ ist, ist es wahrscheinlich auch egal, den Versuch aber Wert.
So habe ich schon wieder die Idee aufgeschrieben, vielleicht über drei Brüder, einem Psychiater, einem praktischen Arzt und einem Uni-Professor und ihre Familien zu schreiben, diese Idee hatte ich schon einmal. Das mit der Büchersammlerin beschäftigt mich auch noch immer und daraus vielleicht einen dreihundert Roman zu schreiben, wäre ja ganz schön, wenn ich auch das zusammenbringe.
Mal sehen wie es mir gelingt. An den „Dreizehn Kapiteln“ werde ich noch einige Monate korrigieren. Beim „Nanowrimo“ mitzumachen, wäre dann nicht besonders sinnvoll, obwohl ich mit den fünfzigtausend Worten am 30. 11. ja noch nicht fertig sein muß. Ein bißchen gründlicher recherchieren damit ich an das Material komme, um aus der Idee dreihundert Seiten über die drei Brüder zusammenbringen, wäre auch ganz fein und da gibt es ja die Idee mit dem „Fünf Tage schreiben“, die ich verwirklichen kann, wenn ich mit dem Korrigieren fertig bin.
In zwei Wochen also das Rohkonzept geschrieben und darüber auch berichtet. Dazwischen gingen wir ein bißchen bergsteigen, auf den Hochschwab und den Göller, die Sommerbücher und ein paar Thriller habe ich gelesen und jetzt schon die HerbstNeuerscheinungen. In der letzten Woche sind dann auch noch ein paar St. Pölten Artikeln dazugekommen und so hat sich die Stadtschreiber-Sommerfrische herrlich abgerundet, dann kam noch der Kommentar mit dem „trottelhaften Text“ und die Erkenntnis, daß ich zwar schreiben kann und das auch tue, aber akzeptieren muß, damit im Literaturbetrieb nicht weiterzukommen.
Ist zwar sehr traurig, weil man ja immer hört, daß es, wenn man etwas wirklich will, schon geht. Bei mir offensichtlich nicht, obwohl ich in den letzten vierzig Jahren, davon bin ich überzeugt, das Schreiben lernte und auch wirklich sehr viel geschrieben habe.
Aber vielleicht doch nicht so sprachlich feingeschliffen und abgehoben, wie es die Literaturkritiker haben wollen.
Da habe ich ja erst im letzten „Ex Libris“ am Sonntag einen Bericht von Cornelius Hell gehört, der das auch bei Thomas Glaviniv und Arno Geiger bemängelte.
Während ich ja immer denke, der Weg ist das Ziel und offenbar mehr einen psychologischen Ansatz habe, der von einem allgemeinen Kreativitätsbegriff ausgeht, den man nützen und einsetzen soll!
Wieder soll so sein und, daß es jetzt die Möglichkeiten des Internets gbit und, daß der angeblich so „böse“ Amazon jeden die Möglichkeit eröffnete, seine Bücher zu veröffentlichen, während man früher ja das letzte war, wenn man etwas selbst verlegte, finde ich schön und nütze es auch.
Wer will kann es lesen und wem es zu „trottelhaft“ ist, soll es lassen, obwohl ich denke, daß ein konstruktiverer Hinweis, wo vielleicht etwas nicht stimmt, nützlicher, als ein solcher unter dem Gürtel Rundumschlag ist!
Ich kann aber auch die menschliche Natur nicht verändern und werde trotzdem weiterschreiben!
Zuerst aber meine Sommerfrische langsam beenden, nach Wien zurückkehren und mich über den schönen Sommmer, die vielen vielen Literaturgeflüsterartikeln und auch über mein Rohkonzept freuen!

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