Literaturgefluester

2013-10-04

Dreimaliges Preisgeschehen

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:52

Heute ist es in dieser höchst literarischen Woche mit den Preisverleihungen rund um gegangen und es war gar nicht so einfach die richtige Wahl zu treffen.
So wurde der Theodor Kramer Preis heuer nicht mehr im Mai und nicht mehr in Krems in der Minoritenkirche bzw. im Literaturhaus vergeben, sondern heute in Niederhollabrunn, Theodor Kramers Geburtsort an Manfred Wieninger und Margit Bartenfeld-Fellers und wir sind ja solange der Preis in Krems vergeben wurde, regelmäßig an den Wochenenden wo wir in Harland waren hingegfahren.
ber heute hatte diese Preisverleihung, zu der mich die Gesellschaft und Konstantin Kaiser sehr oft angemailt und eingeladen hat, eine große Konkurrenz, wurde doch endlich der Otto Stoeßlpreis 2012 im Literaturhaus an Angelika Reitzer vergeben und da dieser Preis für mich eine eigene Geschichte hat, war es eigentlich keine Frage, hinzugehen, obwohl wir anschließend nach Harland gefahren sind.
„Den verrückten Traum der „Thea Leitner“ habe ich glaube ich einmal dafür adaptiert und gekürzt und auch noch ein paar andere Texte, gewonnen haben immer die anderen, Josef Winkler, Evelyn Schlag, Olga Flor, Andrea Grill etc, so daß ich irgendwann damit aufhörte und bei meinem Bericht über die letzte Preisverleihung auch eine Diskussion mit einem bayrischen Autor hatte, der nicht wußte, ob er hinschicken soll oder nicht.
Ich hätte ihm ja dazu geraten, die Jury, der Stiftung, die der Sohn des Dichters zu Andenken seines Vaters 1982 ins Leben gerufen hat und der Heinz Lunzer, Robert Huez und Christoph Binder angehört, hat sich aber für Angelika Reitzers Text „Maiandacht“ bzw. „Frühling, Sommer…“ entschieden und ich habe ja einmal, als ich noch hinschickte, eine Diskussion zwischen den Mitgliedern der Otto Stoeßl Gesellschaft gehört, daß so schlechte Texte eingereicht wurden.
Nun bin ich zwar nicht dieser Meinung und halte ich meine Texte nicht wirklich für schlechter, als die, die dann gewinnen, bin aber nur zum Zuhören ins Literaturhaus gegangen.
Beim „Wortschatz“, wo ich das doppelte Peter Henisch Buch „Zwischen den Sesseln“ hineinlegen wollte, habe ich Josef Rieser, getroffen und es ihm gleich gegeben und beim Bücherschrank in der Zieglergasse war auch nicht sehr viel zu finden, dafür bin ich ich aber im Literaturhaus ins Gespräch mit einem Paar gekommen, das mir sagten, daß sie sich auch öfter an den Bücherschränken bedienten.
Zehn vor sieben war es im Literaturhaus noch ziemlich leer, so habe ich mir die „Erich-Fried-Ausstellung“, die es anläßlich seines fünfundzwanzigsten Todestages dort gibt, anschaute und das eintreffen des Publikums beobachtete. Dine Petrik ist gekommen und ein paar Damen, die eigens mit dem Zug anreisten und dann noch ein paar junge Leute.
Robert Huez hat eröffnet und das Wort an Christoph Binder weitergegeben, der verkündete, daß der Preis ab nun alle drei Jahre vergeben werden würde, da auf Grund der Bankkrise, das Kaptial knapp würde und die Otto Stoeßl-Bücher, die immer an die Preisträger verteilt wurden, hat es diesmal auch nicht mehr gegeben. Daniela Striegl, die ich in den letzten Tagen öfter gesehen habe, hielt die Laudatio und erinnerte in ihr sowohl an Otto Stoeßl und sein „Haus Erath“, das ein Buch ist, das ich jetzt endlich auf meiner Leseliste habe, an Thomas Mann „Buddenbrooks“ und an Ferdinand von Saar, denn Angelika Reitzers Preistext handelt von verfallenen Häusern, alten Villen und dem Untergang der Gesellschaft, den sie nach der der Übergabe der Urkunde und des Blumenstraußes auch verlas.
Eine Frau besucht ihre Eltern in ihrem neuen Haus und beobachtet dabei eine junge Frau, die in einem Auto soetwas, wie Straßenstrich verübt und die wird dann tot in einem der Häuser gefunden und die Geschichte erzählt von ihr und ihrer Großmutter Gretel, der Mutter Manuela, den Brüdern und Cousins und immer wieder von verfallenen Häusern, Abrißen und Anbauten und natürlich von der Maidandacht und einem Marterl und es endet mit dem Kinderreim „Es war eine Mutter die hatte vier Kinder, den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter“ eine seltsam antiquiert wirkende Geschichte, die vielleicht dem Stile Otto Stoeßls nachempfunden wurde, in der es um arme Leuten, Mißbrauch und Gelegenheitsstrich geht.
Daniela Striegl hat in ihrer Einleitung auch etwas von einer einfachen Sprache erwähnt.
Nachher gab es was zu trinken, ich habe aber auf die Uhr gesehen und da es erst acht war, ist es sich fast ausgegangen doch ins „Phil“ zu gehen, wo auch die „FM4-Preisträger“ vorgestellt wurden, auf die ich durch Cornelia Travniceks Twitternachrichten aufmerksam wurde.
2009 hat sie ja den dritten Preis gewonnen und da war ich früh daran und habe mich vor lauter jungen Leute nicht recht in das Lokal getraut, jetzt bin ich zu spät gekommen und die Lesung hatte schon stattgefunden, da war das nicht so schlimm. Da ich mit dem Alfred aber ausgemacht habe, um neun mit ihm nach Harland zu fahren, habe ich die Lesungen nicht abgewartet und auch nicht versucht die Anthologie zu bekommen, sondern bin gerade, als Katharina Tiwald, die den zweiten Preis gewonnen hat, etwas von ihren Irak Erfahrungen erzählte von denen ihr Text handelte, gegangen, die Lesung der dritten Preisträgerin Elisabeth Klar, die von ihren Körperteilen und davon, daß sie sich gern in der Waschmaschine waschen würde und ihren Haarschopf irgendwo gefunden hat, erzählte, habe ich gerade noch gehört und, daß die 1991 geborene Irene Diwak mit „glück ist ein warmes gefühl oder wie ich Paul Mc Cartney erschoß“ gewonnen hat, weiß ich von der Fm4 Seite. Dort kann man auch den Siegertext nachlesen. Das Thema des heurigen Wettbewerb lautete „Klick“ und ich habe von den zehn Auserwählte eigentlich nur Katharina Tiwald gekannt, der ich herzlich gratuliere, vielleicht kommt noch einmal die Anthologie zu mir, denn es ist ja sehr interessant sich die Namen der Preisträger zu merken, weil man sie später vielleicht noch hören wird. So waren ja Anna Weidenholzer, Cornelia Travnicek, Valerie Fritsch und noch viele andere dabei, deren Lebensläufe ich später noch verfolgen konnte.
Und von mir kann ich vermelden, daß ich mit den „Dreizehn Kapiteln“ fertig geworden bin. Das „Literatur-Geflüster-Texte-Buch“ habe ich noch einmal durchgesehen. Meine „Ohrenschmaus-Empfehlungen gegeben und die Einladungen für mein literarisches Geburtstagsfest am 8. November „Sechzig Minuten aus dreißig Büchern“ sind auch ausgeschickt, so wäre ich frei für meine Recherchetage bezüglich meines „Brüder-Romanprojekts“, da aber nächste Woche in Frankfurt große Buchmesse ist, werde ich in meiner freien Zeit wahrscheinlich dorthin surfen.

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