Literaturgefluester

2013-10-15

Auf Lesetour

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:08

Den deutschen Buchpreis gibt es seit 2008, der schweizer wurde 2008 erfunden, ist Österreich gibt es seit 2010 den „Alpha“ einen sogenannten Newcomer-Preis, der mit den beiden anderen wahrscheinlich nicht zu vergleichen ist und für den ich heuer eine Einladung bekommen soll und seit vorigen Jahr hält die Lesetour der Schweizer Literaturpreis Nominierten auch im Wiener Literaturhaus an. Eine Chance für mich von der Schweizer Literatur etwas mitzubekommen, denn, daß die österreichische, die deutsche und Schweizer Literatur trotz der gleichen Sprache sehr verschieden ist, wurde schon öfter festgestellt.
Sonst dürfte sich der schweizer Literaturpreis sehr an sein deutsches Vorbild orientieren, er richtet sich an alle deutschsprachigen Bücher, die von Schweizern geschrieben wurden. Es gibt eine Shortlist auf der heuer Ralph Dutli, Roman Graf, Jonas Lüscher, Jens Steiner und Henriette Vasarhelyi stehen, merke, drei der Titel kennen wir von den Longpreisnominierungen des dBP und die Nominierten gehen auf Lesereise, die am Wochenende in Frankfurt begonnen hat, gestern waren sie in Hamburg, am Montag in Wien, Berlin, Düsseldorf, Bern, Zürich und Basel wird noch folgen und am w27. Oktober findet dann die Preisverleihung in Basel statt.
Dazu gibt es auch eine Einladung, die im Literaturhaus auflag, ich könnte also, wenn ich wollte, mich dazu anmelden und nach Basel fahren oder fliegen, was ich nicht vorhabe. Ins Wiener Literaturhaus bin ich aber schon voriges Jahr gegangen und habe interessante Bücher kennengelernt und heuer wieder und diesmal gab es außer den Getränken, sogar ein Buffet, Käse, Weintrauben, Nüße, Brot und Wein und etwas Obst und die Veranstaltung war zwar etwas besser, als im Vorjahr, aber nicht wirklich gut besucht.
Zuerst habe ich den Waldviertler Lehrer getroffen, der die anwesenden Autoren, Dutli und Vasarhelyi waren nicht da, um ein Autogramm gebeten hat. Dann hat Robert Huez eröffnet, danach der Schweizer Kulturrat, den ich, glaube ich, schon von der „Alten Schmiede“ kenne, die schweizer Literatur sehr gelobt und der Vorarlberger Stefan Gmündner vom Standard hat die Autoren sehr launig in scharf pointierten Worten vorgestellt.
Roman Graf, der 2010, glaube ich den „Bremer Literaturpreis“ bekommen hat, begann und sein Roman „Niedergang“ war für mich auch der interessanteste. Ein Paar, Andre und Louise, wollen eine Bergtour machen, das heißt, der Mann, ein Schweizer, in Berlin lebend, wie sein Autor, will das, Louise aus Mecklenburg Vorpommern will das nicht so wirklich. So sabortiert sie den Aufstieg und verläßt Andre schließlich kurz vor dem Gipfel.
Ein interessantes Buch, das ich gerne lesen würde, wenn es einmal zu mir kommt. Von den beiden anderen Jonas Lüschers „Frühling der Barbaren“ und dem Sohn eines Schweizers und einer Dänin Jens Steiner, der der einzige der drei ist, der noch in der SWchweiz lebt, Jonas Lüscher lebt in München und ist interessanter Weise, der jenige, der das reinste Deutsch sprach „Carambolage“, habe ich ja schon die Leseproben gelesen.
Danach gab es eine Diskussion, wo Stefan Gmündner fragte, ob sich die Schweizer fremd fühlen würden und sie nach ihren literarischen Vorbildern erkundigte. Da gibt es ja Max Frisch und Dürenmatt und von den jüngeren Autoren Peter Stamm und danach, wie schon erwähnt ein Buffet, das man wieder an den weißgedeckten Stehtischen einnehmen konnte.
An meinem Tisch standen der Herr, den ich manchmal in der Wien-Bibliothek treffe, eine „Alte Schmiede“ Stammbesucherin, die sich als französisch sprechende Schweizerin entpuppte. Eine andere Schweizerin und ein Student aus Prag oder Ölmütz, der eine Diplomarbeit über Paulus Hochgatterer schreibt, mit denen ich mich sehr angeregt unterhielt.
Bei den Bücherschränkenn war ich auch und habe wieder ein paar sehr interessante Bücher mitgebracht, die ich nun noch lesen muß.

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