Literaturgefluester

2013-10-23

Schreibbeginn

Filed under: Uncategorized — jancak @ 15:43

Diesmal habe ich mich dem neuen Projekt, das den Arbeitstitel „Verbrüderung“ trägt, ja wirklich sehr langsam und bedächtig angenähert.
Ich weiß nicht mehr genau, wann mir die erste Idee dazu gekommen ist. Bei der Septemberschreibgruppe mit Ruth und Robert, wo ich ja, glaube ich, noch an den „Kapiteln“ korrigierte, habe ich mit der ersten Szene begonnen und bei den Gratisworkshops des Writersstudio weitergemacht.
Da habe ich den Anfang, Barbara Haydns Mutter stirbt und sie findet in ihrem Schreibtisch ein Foto mit den drei Brüdern sozusagen zweimal geschrieben, bzw. weiter fortgesetzt.
Bei der Oktoberschreibgruppe mit dem Thema „Schwimmen“, da finde ich es ja besonders interessant, daß ich auf das Thema warte und dann einfach mit meinen Personen zu schreiben beginnen, hat dann die Renate, Barbaras Mutter die drei in Bibione kennengelernt und vorige Woche bei meinen Recherchetagen in der Hauptbücherei, als ich neben einem schlafenden Sandler saß, habe ich die Svetlana Alexewitsch Tante Lillys Betreuerin in der Hauptbücherei sitzen lassen.
Ende September war ich mit dem Korrigieren der „Dreizehn Kapiteln“ fertig und hatte erstmals keine Zeit, nicht einmal für die schon lange eingeplanten Recherchetage, weil die Einladungen für mein literarisches Geburtstagsfest, das diesmal zum Sechziger ein besonderes werden soll, ausgesendet werden mußten, die „Ohrenschmaustexte“ waren durchzusehen, bei der GAV waren Vetis einzulegen und damit ich das konnte, habe ich zwei Bücher gelesen, dann hätte ich zum Recherchieren bzw. Stadtschreiben Zeit gehabt, aber da kam Frankfurt und da mußte ich natürlich surfen. So entstanden zwar ein paar Artikel zu dem neuen Text, den Roman über drei Brüder, den ich eigentlich schon lange schreiben wollte und auch in der „Begrenzten Frau“ schon drei Brüder drinnen habe, ein Psychiater, ein Uni Professor und ein praktischer Arzt, da gibt es ja ein Vorbild, in der begrenzten Frau ist der Primar in Frieda Fischers Seniorenresidenz, einer der Brüder.
Damit ich mich nicht gleich festschreibe, sondern wirklich lang und ausführlich werden kann, kam ich bald auf die Idee, daß die Barbara ihren Vater sucht, ob sie ihn bei den drei findet, weiß ich noch immer nicht. Möglicherweise hatten alle drei eine Beziehung zu der Mutter und man weiß es nicht.
Langsam habe ich dann den Plot notiert und vorige Woche bin ich ein paar Mal mit dem gelben Buch herumgezogen und habe konzipiert.
Damit es lang wird, ist gut wenn die Renate eine eigenen Stimme und Zeitebene kriegt. Die drei Brüder heißen Konrad, Jonas, Benjamin Wohlfahrt sind zwischen fünfzig und sechzig, haben früh ihre Eltern bei einem Autounfall verloren und sind zu Tante Lilly in die Weihburggasse gekommen. Die ist da fünfunddreißig, die Brüder zwischen zehn und zwanzig, ist verheiratet, zieht die drei auf und auf dem Kuvert in Barbara Haydns Schreibtisch mit dem Bild bzww. auf dem Bildrücken, steht die Adresse. Barbara fährt hin, nimmt Kontakt mit Tante Lilly auf, die ist jetzt fünfundsiebzig, gehbehindert und hat auch ein Problem mit den Bücherschrank bzw. macht sie mit sich einen Handel, daß sie alles lesen will und holt dann immer wieder nach, bzw. läßt sie das durch Sevtlana Alexewitsch aus Minsk tun, die ist zuerst in einem Bordell gelandet, bzw in einen Club, wo sich auch schwule Männer treffen. So haben sie der Zahnarzt Benjamin und sein Freund Hanno Steiner herausgeholt und zu der Tante gebracht. Sie hat auch eine Pflegehelferausbildung, will aber Literatur studieren. Jonas ist Psychiater im AKH 5 A oder B könnte passen und hat Probleme mit der Oberschwester Elfriede. Außerdem ist er geschieden, seine Ex Vikoria hat in Boston eine Professur, seine Tochter Esther hat das Medizinstudium abgebrochen, wohnt in seiner Wohnung, spricht nicht mit ihm, war drogenabhängig und will Kindergärtnerin werden.
Benjamin will Präsident der Zahnärztekammer werden, sein Freund Hanno hat aber Aids und Konrad, der älteste, Geschichtsprofessor hat gerade seine Frau Edith an Krebs verloren, bzw. liegt sie noch im Sterben. Er ist ein Waffensammler und Jäger, hat ein Jagdhaus in Gars am Kamp und ist zur Zeit sehr depressiv.
Daraus müßte sich was machen lassen, denke ich manchmal und dann gleich darauf denke ich es wird doch nichts.
Gestern habe ich begonnen, die ersten beiden Szenenanfänge in den Computer zu tippen und zu ergänzen. Barbara ist fünfundzwanzig und gerade mit ihren Pädagogikstudium fertig geworden, beschließt zu der bewußten Adresse zu fahren. Danach werde ich in der zweiten Szene, die ich noch tippen muß, Renate die Brüder kennenlernen lassen. Dann kommt die Szene mit der Svetlana, in der vierten geht Barbara nachdem sie das Begräbnis angemeldet hat, in die Weihburggasse und lernt Tante Lilly kennen. Wie das mit ihren Büchern wird, muß ich wahrscheinlich noch extra brainstormen, damit ich es endlich mal so hinbekomme, wie es will.
In der sechsten Szene wird Jonas jedenfalls von Schwester Elfriede Hofer gemobbt und erzählt von seinen Sorgen mit Ester. So könnte sich die Handlung eintwickeln. Eine Idee von einem Famiienfest gibt es auch.
Die erste Szene mit 1527 worten, also in etwa ein Nanowrimotag habe ich schon und es geht sich diesmal auch wieder aus beim Nanowrimo mitzumachen, wofür Anni Bürkl schon eifrige Ratschläge in ihrem Magazin gibt.
Und das es bis zum ersten 1. 11. noch eine gute Woche ist, werde ich wahrscheinlich wieder nicht bei Null einsteigen, will diesmal aber auch viel mehr und viel länger als ein Monat schreiben und da ich dazwischen auch nach Ungarn fahre, glaube ich eigentlich auch nicht, daß ich am 30.11 die fünfzigtausend Worte habe.
Aber mal sehen, ist ja egal, ob ich das schaffe, zweimal habe ich ja schon und vom reinen Schnellschreiben und Unsinn produzieren bin ich ja schon hinaus, obwohl die Rückmeldungen, die ich auf meinen Blog kommen, mich manchmal daran zweifeln lasse, da regt sich jemand über die scharfen „ß“ auf, eine liebe Bloggerin meint, sie versteht meine Schachtelsätze nicht.
Nun ja, nun ja, nicht gerade erfreulich. Aber es kann keiner aus seiner Haut heraus und ich tue ja was ich kann und möchte diesmal wirklich einen langen Roman schreiben und den auch langsam entwickeln. Mal sehen, wie es geht. Bis jetzt bin ich sehr zuversichtlich. Aber natürlich schreibe ich so, wie ich es kann und auch in der alten Rechtschreibung. Da dachte ich eigentlich, daß das kein Problem sein dürfte, ist es aber, zumindestens bei mir und wie experimentell und abgehoben ich werden kann, daß sich die Leute meine Sachen wenigstens anschauen, weiß ich auch nicht.
Aber gestern bin ich vor meinen dreißig Selbstgemachten gesessen, habe mir mein dreißig Fragen- Gewinnspiel und die Antworten hergeholt und habe mir überlegt, wie ich das bei meinem Geburtstagsfest machen werde, wo ich ja „Sechzig Minuten aus Dreißig Büchern“ lesen will und mich ein bißchen auch die Ängste plagen, daß da keiner kommt, weil sie mich nicht sechzig Minuten hören wollen.
Ein paar Anmeldungen habe ich zwar schon, aber Robert Eglhofer, der mir zugesagt hat, hat mich letzten Samstag plötzlich gefragt, ob ich nicht mit zu der NÖ-Preisverleihung kommen will und die wäre am 8. und da hat auch schon die Christel Fallenstein abgesagt, weil sie die Friederike Mayröcker nach St. Pölten bringen muß.
Nun ja, nun ja, das sind immer so die Ängste. Bis jetzt sind meine Feste ja sehr schön geworden, zum fünfzigsen Geburtstag habe ich auch gelesen. Und diesmal wird es ein besonderes, weil der Alfred das Buffet von einem Cateringservice besellt, das zweiundzwanzig Euro pro Person verlangt. Wenn ich da auf den dreißig Bestellungen sitzen bleibe, ist das auch nicht gerade lustig. Zur Not kann mans aber einfrieren und den Rest des Novembers daran essen, weil wir ja anschließend mit Kind und Schwiegermutter gleich, bzw. nach dem Alpha-Literaturpreis, zu dem ich jetzt ja eingeladen wurde, nach Ungarn fahre.
Das was ich lesen werde habe ich jedenfalls schon vorbereitet. Ich werde die dreißig Bücher in einen Stoß vor mich hinstellen, sie hochheben, was darüber erzählen, vielleicht die Fragen vom Gewinnspiel wiederholen und auch Bücher zum Gewinnen bereitlegen und dann ein Stück aus „Lore und Lena“ lesen. Die Stelle aus der „Begrenzten Frau“, wo der Krystof Janocz die Arie des Cavaradossi vor der Oper singt. Dann die aus „Tauben füttern“, wo der Johannes Schwarzinger Straßenbahn fährt. Die Tanzstundenszene aus der „Frau auf der Bank“ und die wo die Kerstin auf der Hochzeit fotografiert aus „Kerstins Achterl“.
Das müßte sich ausgehen, beim gestrigen Abstoppen habe ich noch was anderes lesen wollen. Aber diese Szenen passen glaube ich sehr gut und sind auch mit Ausnahme des Kinderbuchs auf meiner Homepage nachzulesen.
Ob es das Literaturgeflüsterbuch am 8. 11. schon geben wird, glaube ich eigentlich nicht, der Alfred bemüht sich aber sehr und das passt ja auch sehr gut in mein Jubiläumsjahr.

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